Hallo
Was mir so auffällt:
Der Überfall
Andreas befand sich auf dem Nachhauseweg von der Schule. Die überfüllte Schultasche schmerzte auf seinen Schultern, als er im sich (muss weg) verzweifelt versuchte, sich (müsste hier hinein) im ebenso überfüllten Linienbus festzuhalten. Bei jedem Halt an einer Ampel schleuderte es ihn gegen seine Mitschüler. Die letzte Haltestelle nahte. Bald bin ich daheim, dachte Andreas erleichtert, und freute sich bereits auf das Mittagessen, das seine Mutter wie jeden Tag vorbereitet hatte. (Sollte man den Gedanken des Protagonisten nicht von der Information trennen?
Also: Bald bin ich daheim, dachte Andreas erleichtert. Er freute sich bereits auf das Mittagessen, das seine Mutter wie jeden Tag vorbereitet hatte.)
Der Verkehr zwischen den Straßenschluchten wurde immer dichter. Viele Mütter warteten nun auf ihre Kinder. (Halten die Mütter den Verkehr des Linienbusses auf?- ungewöhnlich. Gibt ja auch Berufsverkehr, eventuell den nutzen?) Nur stockend ging es nunmehr voran und Andreas, der krampfhaft die Haltestangen (oder nur eine Haltestange?) im Bus mit der rechten Hand umklammerte, warf einen flüchtigen Blick in den hinteren Teil des Busses.
Da saßen sie, lässig breitbeinig in der letzten Reihe sitzend. Eine Gruppe von Halbstarken. Weitaus älter als er. Andreas schätzte sie auf sechzehn oder siebzehn. In teure Markenklamotten eingekleidet. Weiße Turnschuhe, Jeans, deren Beine über die Schuhe hinaushingen, so wie es der Trend zu seiner Schulzeit wurde (so, wie es derzeit Trend war?). Wirklich beeindrucken sollten jedoch die schwarzen Lederjacken, die von der Gang getragen wurde (oder den Mitgliedern der Gang?) und deren Coolness durch die schwarzen, undurchlässigen Sonnenbrillen formvollendet wurde (welche die Jungen trugen?). Andreas konnte nicht erkennen, ob sie ihn anstarrten, (dennoch nahm er es an, denn...)doch er spürte geradezu ihren durchdringenden Blick. Hastig warf er seinen Kopf in die andere Richtung, als eine kaum verständliche Stimme vom Band seine Haltestelle nuschelte. Er drückte auf den Knopf zum Haltewunsch (Knopf, welcher den Haltewunsch an den Fahrer meldete). Gerade noch rechtzeitig. Der Fahrer warf einen ärgerlichen Blick nach hinten und trat stark auf die Bremse. Die Türen schwangen auf. Andreas hüpfte nach draußen. Befreit von der klaustrophobischen Enge im Bus atmete er auf und ging in Richtung (folgte dem Fußweg? Sonst wär die Haltestelle ja unplaniert) des Fußweges, ein (einem)serpentinenreicher (..reichem) Steig, der eine zeitsparende Abkürzung zu seinem Zuhause darstellte. Ein warmer, aber böiger Wind fegte unablässig seine Haare durcheinander. Die erste Kurve. (Des Weges, oder?) Andreas blieb noch einmal stehen, um die milde Frühlingsluft zu genießen, die der Föhn herantrug. „Wohin willst Du?“ hörte er hinter sich eine tiefe, drohende Stimme fragen. Erschrocken fuhr Andreas herum und erstarrte. Hinter ihm hatte sich die Gang versammelt, die – so glaubte er - (Das weiss der Leser schon) ihn schon während der Busfahrt beobachtet hatte. Nun hatte sie noch an Mitgliedern zugenommen. Drei Mädchen in hässlichen (Komma, Aufzählung)weißen Daunenjacken standen zu seiner Rechten, jede mit einer Kippe in der Hand, herablassend mit ihren durch dicke Schminke fast unkenntlich gemachten Gesichtern auf ihn blickend (Wo kommen die denn her? Hat er sie an der Haltestelle gesehen?). Zu seiner Linken hatten sich gut ein halbes Dutzend junger Männer versammelt. (Hinter ihm standen sie doch eben noch) Unverkennbar Südländer. Türken, mit ihrer dunklen Haut, den kurz geschnittenen, schwarzen Haaren, nach hinten gegelt. Zwei von ihnen rauchten einen Joint, dessen süßlicher Geruch in seine Nase zog.(Rauchten zwei einen Joint, woran merkt man das so schnell? Oder rauchen sie jeweils einen Joint?)
Der Anführer baute sich vor ihm auf und wiederholte seine Frage mit ein wenig mehr Schärfe: „Wohin willst Du, Kleiner?“ Angst kroch in Andreas’ Glieder. (Angst kriecht in Verstand, nicht in Glieder) Er vermochte sich nicht zu rühren, geschweige denn zu antworten. Die Furcht muss in seinen Augen gestanden haben, denn der Anführer warf seinen Kumpanen einen grinsenden (Der Blick grinst nicht, das ist ein Verb für den Mund) Blick zu. Die Falle hat (hatte, sonst plötzlicher Wechsel in Gegenwart) zugeschnappt. Er brachte noch immer keinen Ton heraus, aber seine Beine gehorchtem ihm wieder. Mit einer Behändigkeit, die ihm die Gruppe gar nicht zutraute,(zugetraut hätte?) drehte er sich herum und sprintete los. Plötzlich stand sie vor ihm. Eines der rauchenden Mädchen, das ihm heimlich den Rückweg abgeschnitten hatte. Sie stieß ihm unsanft vor die Brust und blies ihren rauchigen Atem in sein Gesicht. (Ist das Mädchen so stark, einen jungen Burschen im Lauf durch einen Bruststoß aufzuhalten, während sie eine Kippe raucht?) „Lasst mich los! Ich hab Euch (euch klein, ist ja nicht das Ihrzen, wie bei adeligen im Mittelalter) nichts getan!“ (habe? oder ` beim hab)trotzig. Feste, kräftige Hände packten ihn als (wie zur) Antwort von hinten, umklammerten seinen Rücken (eher von hinten seine Brust?) und hielten ihn fest. Der Anführer nahm dem Mädchen die Kippe aus der Hand und näherte sich mit deren (derem) glühenden Ende Andreas’ Gesicht. Panisch wand er sich in seinen (wessen?) Armen. Es half alles nichts.
Weit und breit war niemand auf dem sonst so belebten Fußweg zu sehen, den täglich Hunderte an Stadtmenschen (Menschen/Leuten? Was sind Stadtmenschen?) passierten. Nur am oberen Ende (der Straße? Sind Begriffe wie oben und unten überhaupt richtig bei einer Straße? anderen? Oder etwa so: Weit entfernt näherte sich...) näherte sich eine alte Frau an einem Stock mit langsamen Schritten. Die wird mir kaum eine Hilfe sein, dachte Andreas frustriert. Jemand zerrte seinen Schulranzen von seinen Schultern. Er musste tatenlos zusehen, wie die jüngeren der Gruppe die (seine?) Taschen durchsuchten, bis er einen Freudenschrei hörten (hörte). Sie hatten sein Handy gefunden. „Das gehört...!“ schrie Andreas, doch die brennende Zigarette stach wieder nach seinen Wangen. Er spürte die davon ausgehende Hitze. Den rußigen Geruch nach Teer, wie an einer Straßenbaustelle. Der Geruch von angesengten Haaren. Tränen füllte (füllten seine...) sich in seinen Augen. Um ihn herum johlten die jungen Burschen, als hätten sie die Trophäe eines selbst erledigten Bären in der Hand. Die Erniedrigung vor den Augen der Gang ließ seine Gegenwehr erschlaffen. Er hoffte, dass sie schneller von ihm abließen, wenn er sich kooperativ zeigte. Noch immer zeigten sich keine Passanten. Die gehbehinderte Oma (die alte Frau wird respektlos zur Oma) war spurlos verschwunden.
Da hörte er ein Geräusch, als ob ein Fenster zuschlug. Das Haus gegenüber! Rasch wurden Vorhänge vorgezogen. Jemand hat uns beobachtet! Auch seine Kontrahenten bemerkten die Einmischung und ließen ihn endlich los. (Einmischung? Da hat ja nur jemand feige demonstriert, sich eben nicht einmischen zu wollen...) Ein letztes Mal trat der Anführer vor ihn hin, hob die Hand, führte sie zu seiner Wange und kniff zu. Vor Schmerz kniff Andreas das rechte Auge zu. „Au!“ rief er aus, „Du tust mir weh!“ Der Anführer (zu oft Anführer) schüttelte ihn an der Backe und nahm die Sonnenbrille herunter. Er blickte in (ihn mit stechenden Augen an...) stechende Augen, die sein Gehirn zu durchleuchten schienen. „Wir kennen Dich nun,“ zischte er ihm zu. „Wenn Du uns verpetzt, dann...(.Drei Zeichen sind genug)“ (er beliess es bei...) beließ er es bei der unausgesprochenen Drohung, dessen Ende (deren Inhalt?) sich Andreas auch so ausmalen konnte. Die Gruppe zog sich zurück. Andreas ging langsam weiter. Das Essen war sicherlich schon kalt geworden.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter 
Bled
[ Editiert von Bled Gambler am 25.02.08 20:45 ]
[ Editiert von Bled Gambler am 25.02.08 20:50 ]
[ Editiert von Bled Gambler am 25.02.08 20:59 ]