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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 422 mal aufgerufen
 Texte aller Art, Gedichte, Lyrik, Kurzgeschichten
Lita2 ( gelöscht )
Beiträge:

01.07.2003 15:30
RE: Inser der Schatten( Kapitel 2) antworten

2.Kapitel

Lirinia lief gedankenverloren über den feuchten Sand und blickte in die Ferne,
als sich plötzlich ein dunkler und noch weit entfernter Fleck am Horizont abzeichnete.
Wie ein Schatten rauschte er am Himmelsrand entlang und schien langsam aber stetig näher zu kommen.
Lirinia erschauderte.
Was wenn es Menschen waren.Menschen auf einem Schiff die versuchten die Insel in ihren Besitz zu nehmen.
Sie musste handeln.Und zwar sofort.
Aber was genau sollte sie tun?Ihr fiel beim besten Willen nichts ein.Also beschloss sie zum Rat der Ältesten zu gehen.
Sie tagten diesen Abend,ein Zufall wie Lirinia glaubte.Doch sie irrte sich fatal.
Die Sitzung ward von dem Weisen alten Angor einberufen.
Ein kleiner Zwergnom, der mit seinen Artgenossen am Waldrand hauste, hatte auch den weit entfernten Schatten am Himmelsrand entdeckt, und es mit seinen, für ihre scharfsinnigkeit bekannten Augen als ein großes Segelschiff von menschlicher Herkunft identifiziert.Kurz darauf hatte er dies dem Weisen berichtet welcher den ältesten Rat zusammen rief.
Nun wurde bereits heftigst diskutiert und Lirinias erscheinen kaum bemerkt,wenn doch, wurde es mit einem kurzen Kopfnicken in ihre Richtung quittiert.
Das Ritual der Ältesten hatte noch nicht begonnen.Das Ritual bestand aus einer kleinen Begrüßung für jeden Ältesten.Ein Kuss auf Kopf und Stirn.
Darauf folgte das herumgeben einer Pfeife unter den Ältesten, die von jedem kurz geraucht wurde, dann sprach man den heiligen Eid.
Lirinia war fast erleichtert darüber das sie noch nicht angefangen hatten, denn die Ältesten mochten es nicht bei ihrem Ritual gestört zu werden und man wurde durch Missbilligung und fast hochnäsige Herablassung gestraft, wenn man sich nicht daran hielt.
Alle redeten aufgebracht durcheinander, so dass Lirinia erst gar nicht den Versuch startete sich Gehör zu verschaffen.Es hätte ja doch nichts genützt.
Plötzlich ertönte ein heller Klang der zum Ritual aufrief.
Lirinia beschloss sich während dem Ritual zurückzuziehen.
Also lenkte sie ihren Weg in ihr Lieblingszimmer.
Das Weitblickzimmer.Es wurde so genannt, da es der einzige Ort war an dem man ungestört auf das weite Meer hinaus blicken konnte ohne das dichter Nebel einem die Sicht versperrte.Denn nur von einer Seite der Insel hatte man völlig freie Sicht, da der Nebel sich dort in den letzten Jahren schon fast aufgelöst hatte.Das Schloss war absichtlich zu dieser Seite ausgerichtet worden um Feinde schneller zu erkennen.
So schaute sie aus den großen Fenstern und verfolgte mit starrem Blick das winzige Objekt das sich langsam näherte.

Zur selben Zeit stand Sarah am Bug des großen Schiffes und blickte auf den Horizont.
Sie kniff die Augen zusammen und versuchte angestrengt etwas zu erkennen.
Sie hatte gerade einen schmalen dunklen Streifen am Horizont entdeckt.
Insgeheim hoffte sie, dass es eine geheime Insel war.Vielleicht sogar die Insel auf der ihr Großvater gelandet war.
Aufgeregt lief sie über Deck zu ihrem Vater und rief begeistert: „Vati,Vati, ich habe Land entdeckt.Schau mal!“, sie zeigte in die Richtung wo sie den dunklen Schatten gesehen hatte und schaute ihren Vater voller Erwartung an.
Doch zu ihrer Enttäuschung meinte er nur sie solle lieber unter Deck gehen.
„Warum denn?Ich will nicht unter Deck!“, antwortete sie trotzig.
„Schau doch, es sieht nach schlechtem Wetter aus.Wenn wir Pech haben dann wird es ein heftiger Sturm.Da ist es nicht gut, wenn ich auch noch auf dich aufpassen muss, mein Kind“, meinte ihr Vater, gab Sarah noch einen kleinen Klaps und drehte sich dann weg.
Wütend rannte Sarah über das Schiff und kletterte an einem der Masten hoch.
„Ich denke gar nicht daran unter Deck zu gehen!Wenn es die Insel meines Großvaters ist, dann will ich sie sehen!“
Doch als sie merkte, dass das Schiff immer weiter von der Insel abdrehte, kletterte sie den Mast wieder herunter, ging hinunter in ihre Kajüte, nahm das Tagebuch ihres Großvaters und schloss die Augen.
Sie wünschte sich in ihrer Wut ,dass ein heftiger Sturm sie genau zu der Insel treiben würde und sie niemals Kaschipur erreichte.
Das war kindisch,da sie sowieso niemand hören konnte,doch da irrte sie sich.


Zur selben Zeit hatte sich Prinzessin Lirinia wieder In den großen Saal begeben und hörte den Alten angespannt zu.
Fast das ganze Dorf der Elfen war da um zu hören was die Ältesten rieten.Alle waren früher oder später an den Strand gegangen und hatten auch den geheimnissvollen Schatten gesehen und hofften nun das die Alten sie beruhigen könnten.
Doch dem war nicht so, wie der alte Weise Angor erklärte er könne hier nicht lügen und er wolle nur das alle informiert sind,die Alten und die Jungen,die Kranken und die Jäger, alle sollten sie erfahren was auf sie zukommt.
Plötzlich erstarb das Gemurmel,die Angst und die Erwartung des Grauens stand jedem ins Gesicht geschrieben.
Doch Angor hob die Hände um zu zeigen, dass alle Ruhe bewahren sollten.
Dann sprach er so leise ,dass es einfach ruhig sein musste.
„Ich kann es schaffen sie abzuhalten.Aber nur einmal,ich könnte sterben, da ich noch nicht lange weiß das ich solche Kräfte besitze,ihr wisst ich Komme selbst von den Menschen,meine Mutter war eine Zauberin,von ihr habe ich das Feuer und die Magie in mir geerbt aber auf der Menschenwelt ist so was nicht willkommen,alles was nicht eine logische Erklärung hat ist komisch und muss vernichtet werden.Ich weiß das die Menschen nicht absichtlich hierher kommen.Aber sie werden dann wenn sie hier sind alles unlogische Vernichten wollen und aus unserer wundervollen Insel ein Hafen oder ähnliches machen.Das kann ich nur einmal versuchen zu verhindern.Ich werde ein Sturm schicken der alles bedrohliches vernichten wird.Doch eine wird überleben.“
Alle schauten sich entsetzt an.
„Nein,ich rede nicht wirr!Es ist jemand auf dem Schiff der den Mut und das Feuer in sich hat,sie hat die Kraft und den Mut um die Menschen mit ihren eigenen Mittel zu schlagen!“
Alles geriet außer Kontrolle und jeder rief panisch irgendwelche Sachen.Die Weisen riefen aus zur Ruhe.
Denn Angor wollte noch etwas sagen:“Ich habe alles was ich erlebt hatte in einem Tagebuch festgehalten.Für die Frau meines Sohnes sie war eine Elfe und sie sollte später mal alles was ich erlebt hatte an meine Urenkel weiter geben.Das Tagebuch war etwas besonders,ich fühle das es auf dem Schiff kommt und das dieser jemand der es hat auf jeden Fall mehr Macht hat als ich jemals haben könnte.Sie muss sich nur im lklaren darüber sein.Sie wird sich trauen mit unseren Kriegern nach Süden zu wandern um die Zauberer zusammen zu rufen,denn die Zauberer sollen einen Schutzwall um unsere Insel errichten ,denn Zauber und Magie ist das, was die Menschen niemals verstehen werden und niemals verstehen wollen!Doch es muss ein mächtiger Zauber sein!“

Inzwischen hatte Sarah sich mit ihrer Lage abgefunden und hockte schmollend auf ihrer Koje.Sie träumte vor sich hin und dachte: „Ach Großvater, warum haben sie dich aus England verbannt?Wie gerne hätte ich jetzt mit dir gesprochen.“
Sie saß noch immer auf der selben Stelle und starrte Löcher in die Wand, als das Schiff plötzlich anfing hin und her zu schwanken.
Ein eisiger Luftzug wehte durch das Zimmer, als die Tür zu ihrer Kajüte aufschwenkte.
Das Schiff wackelte bedenklich und ein kräftiger Ruck ließ sie zusammenzucken.
Sie hörte ihren Vater, wie er Befehle über Deck brüllte und bekam es auf einmal mit der Angst zu tun.Was wenn ihr Wunsch tatsächlich erhört worden war?
Ihre Angstgefühle mischten sich mit Hoffnung und Freude, währen sie an Deck ging.
Der kalte Regen peitschte ihr ins Gesicht und jagte ihr Schauer über den Rücken.
Sie kämpte sich bis zur Reling durch um einen Blick auf die Insel zu erhaschen.
Sie lag jetzt bedrohlich weit vor ihnen.
Aber sie hatten doch von der Insel abgedreht.Wie konnten sie ihr jetzt so nahe sein?


Zur selben Zeit befand sich Angor am Strand und kniete tief im aufgeweichten Sand.
Er hatte die Augen geschlossen und konzentrierte sich ganz auf das große Schiff, das ihnen bedenklich nahe gekommen war.
Er hatte bereits einen großen Sturm erzeugt, doch musste er seine Kraft nun darauf verwenden ihn in die richtige Richtung zu lenken.
Lirinia hatte bereits gemerkt, dass das Schiff große Probleme hatte gegen den Sturm anzukommen.
Aber was wenn der Zauber missglückte und die Menschen überleben würden?
Plötzlich hörte sie ein lautes Stöhnen und ein Röcheln.
Angor war zusammengebrochen.


Auf dem großen Segelschiff herrschte inzwischen Panik.
Ein Mast war gebrochen und große Teile des Segels gerissen.
Sarah, die auch jetzt noch das Tagebuch ihres Großvaters bei sich trug, klammerte sich verzweifelt an die Reling.
Der Vater, der den Ernst der Lage erkannt hatte, ließ ein Beiboot hinunter.
Er, der Koch, der Steuermann und einige seiner Seeleute hatten es bereits bestiegen,wie Sarah erleichtert feststellte.
Nun rief ihr Vater ihren Namen, doch Sarah wollte nicht hören.
Sie drehte sich noch einmal zu ihrem Vater um und kletterte dann über die Reling.
Dann sprang sie in das eiskalte Wasser.

UlrikeJonack Offline



Beiträge: 19

01.08.2003 16:08
#2 RE: Inser der Schatten( Kapitel 2) antworten

Zitat
Der Vater, der den Ernst der Lage erkannt hatte, ließ ein Beiboot hinunter.
Er, der Koch, der Steuermann und einige seiner Seeleute hatten es bereits bestiegen,wie Sarah erleichtert feststellte.
Nun rief ihr Vater ihren Namen, doch Sarah wollte nicht hören.
Sie drehte sich noch einmal zu ihrem Vater um und kletterte dann über die Reling.
Dann sprang sie in das eiskalte Wasser.






??????

Erstens: Der Captain geht nicht nur nicht als letzter von Bord sondern sogar noch bevor er seine Tochter gerettet weiß???????????
Zweitens: Aus welchem finsteren Grund springt Sarah in das lebensgefährliche Wasser, statt – und wenn es nur vorerst ist – sich auf dem Boot in Sicherheit zu bringen?

Lita2 ( gelöscht )
Beiträge:

29.08.2003 22:04
#3 RE: Inser der Schatten( Kapitel 2) antworten

Ich will es ihnen gern erklären.
Also, Sarah will unbedingt zu der Insel, weil sie sich sicher ist das Ihr Großvater diese Insel gemeint hatte, als er in seinem Tagebuch von einer fernen Insel voller Elfen erzählte.
Sie ist so gespannt darauf und will diese vielleicht einzige Chance in ihrem Leben nicht verpassen.
Ja, das wars dann auch.
VielenDank für ihren Beitrag.
Ich hoffe ich habe ihnen weitergeholfen.

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