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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 459 mal aufgerufen
 Rund um Literatur
Baumkind ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2004 12:42
RE: ADVERBIEN antworten

Hallöchen alle miteinander !!!

Es heißt doch immer, dass man beim Schreiben Adverbien vermeiden sollte.
Meine Frage ist, was sind genau Adverbien?? Kann jemand mal ein paar Wörter als Beispiele aufzählen und sollte man die dann ganz weg lassen, nur selten verwenden oder ersetzen?

Alles Liebe euch allen.
Das Baumkind

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

09.04.2004 13:14
#2 RE: ADVERBIEN antworten

Hallo Baumkind,
schau mal auf dieser Seite vorbei. Wobei ich persönlich sehr erstaunt war, was da zusammendefiniert ist. Ich hoffe, es hilft dir weiter.

Adverben - Definition - Beispiele - Übungen

Frohe Ostern! und viele Grüße vom
Schreiberling

Baumkind ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2004 13:36
#3 RE: ADVERBIEN antworten

Vielen Dank, Schreiberling!!

Dir auch frohe Ostern und nachträglich alles gute zum Geburtstag. Hab gesehen, dass du gestern hattest

Liebe Grüße, das Baumkind!

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2004 20:45
#4 RE: ADVERBIEN antworten

Ein Beispiel für Adverbien, die man vermeiden sollte ist:

"Lass mich in Ruhe", schrie er wütend.

Wenn jemand schreit, ist es unnötig, das Adverb "wütend" hinzuzusetzen, weil es klar ist, das eine Person wütend ist, wenn sie schreit.

Meiner Meinung nach muss man aber nicht unbedingt auf alle Adverbien verzichten. Wenn man z. B. schreibt

"Lass mich in Ruhe", sagte er leise.

finde ich das Adverb ganz hilfreich, weil es in diesem Fall hilft, die Art, wie die Person den Satz gesagt hat, nachzuvollziehen.

Natürlich könnte man auch einfach ein "flüsterte er" benutzen

Baumkind ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2004 21:07
#5 RE: ADVERBIEN antworten

Super Beispiele. Danke Gast. Mehr davon, hilft mir echt weiter

AutorPeterTernes Offline




Beiträge: 3.162

10.04.2004 15:32
#6 RE: ADVERBIEN antworten

Doppelt gemoppelt
Wenn ich, während meiner Kindheit, meinen Freund eine Bonbontüte hinhielt, nahm er immer gleich zwei und kommentierte dies mit: doppelt hält besser. Wenn man mir mal einen Schnaps spendiert - was an sich schon recht selten vorkommt - warte ich auch immer auf den zweiten, denn auf einem Bein ist bekanntlich schlecht stehen. Wie sieht es aber nun bei der Schreiberei aus? Gilt dort auch, doppelt hält besser? Nein, es ist überflüssig und lässt erkennen, das der Autor über wenig Erfahrung verfügt. Wenn ich schreibe, dass Klaus mir etwas leise zuflüsterte, habe ich eine Dopplung. Wenn Klaus mir etwas leise sagt, ist es korrekt, da flüstern aber bereits leise ist, erübrigt sich das Wort leise. Wenn jetzt jemand amüsiert schmunzelt, haben wir wieder eine Dopplung, denn wenn man schmunzelt, ist man immer amüsiert. Und schwarze verkohlte Reste sind niemals grün oder gar blau, sie sind immer schwarz, also weg mit dem Wort. Was ist an, mit eigenen Augen gesehen, falsch? Wer es nicht weiß, versuche einmal durch fremde Augen zu sehen. Tief zog sie die Luft in ihre Lungen ein... Mit fremden Lungen kann man nicht atmen, also: tief zog sie die Luft ein, reicht völlig.
Ich denke, dass diese wenigen Beispiele reichen sollten, um zu verstehen, was ich sagen wollte.
Und noch ein überflüssiges Wort - gar - was heißt gar? Ein gekochter Fisch kann gar sein oder ein Braten in der Röhre kann ebenfalls gar sein, aber folgende sehr weit verbreitete Benutzung einer Wortkombination ist falsch, nämlich: gar nicht! ...er konnte dazu gar nichts sagen... Diese Wortkombination gibt es nicht. Nehmen wir ein paar Beispiele. Er hatte gar keine Lust mehr, hatte sie gar nicht bemerkt, sie wusste es noch gar nicht, sie hatten gar nichts getan. Lassen wir hier überall das Wort gar weg und am Sinn ändert sich nichts. Anders sieht es natürlich im Dialog aus. Er fragte: „Du weißt es also noch gar nichts?" Hier ist es erlaubt, denn Menschen reden nun mal nicht ganz korrekt. Das Wort gar außerhalb von garen (kochen) zu verwenden, gibt es nur einmal, wo es berechtigt ist und zwar in: ganz und gar nicht. Eine Lektorin bezeichnete diese Wörter einmal als Schwamm- oder Füllwörter. Im obigen Dialog steht gleich noch ein zweites: also. Überhaupt gehört auch dazu. Er hatte überhaupt nichts gesagt. Blödsinn! Aber im Dialog erlaubt. „Und überhaupt, was willst du hier?" Ziemlich, ist auch ziemlich überflüssig. Wenn einer ziemlich blöd aussieht, ja dann sieht er halt blöd aus. Was soll das ziemlich da noch? Immerhin und schließlich, reihen sich auch in die Gilde der Schwammwörter ein. Jedenfalls, wenigstens, zwar, eigentlich, seltsam, irgendwie, völlig...

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