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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 808 mal aufgerufen
 Tipps und Erfahrungen beim Schreiben und Veröffentlichen, Altbeiträge
Avaron Offline



Beiträge: 2

20.11.2006 22:31
RE: Wie ist das mit Produktionszuschüssen? Antworten

Hallo erstmal, bin neu hier und
hab da schon eine Frage

Ich habe eben hier etwas von Produktionszuschüssen für ein Buch gelesen. Heißt das,dass man für sein Buch was man veröffentlichen will auch noch bezahlen muß? Das wäre nämlich ganz schön Blöd. Ich bin erst 16 Jahre und so viel
Geld besitzte ich nicht.
Bis jetzt habe ich immer gehört das Autoren Geld kriegen,
natürlich wovon sollen sie Leben, auser von Nebenjobs.

peter nathschlaeger Offline




Beiträge: 98

23.11.2006 09:54
#2 RE: Wie ist das mit Produktionszuschüssen? Antworten

Servus,

Neben "echten" Verlagshäusern, die den Autor dafür bezahlen, dass sie sein Manuskript als Buch publizieren können, gibt es auch sogenannte Autorendienstleister, die sich dafür bezahlen lassen, dass sie das Manuskript eines Autoren zum Buch machen und vertreiben.

Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Veröffentlichungsmethoden ist folgender: Ein herkömmlicher Verlag verdient am Umsatz eines Buches und ist deshalb bei der Auswahl der zu veröffentlichenden Manuskripte äußerst wählerisch. Zu den vielen Kriterien, nach denen ein taugliches Manuskript ausgewählt wird, zählt die Originalität der Geschichte, der Stil der Erzählstimme, die Massenkompatibilität, die innere Logik der erzählten Geschichte, die Originalität der Sprache. Die Manuskripte werden eingehend geprüft, ob sie in Frage kommen. Von den Manuskripten, die unangefordert an herkömmliche Verlagshäuser gesendet werden, kommen bestenfalls 1 - 2 % für eine Veröffentlichung in Frage.

Für die Autoren, die in herkömmlichen Verlagen nicht unterkommen (Auch nicht nach dreißig oder vierzig Anschreiben), öffnet sich mit der sogenannten Vanity Press doch noch ein Weg, dass Manuskript in ein Buch zu verwandeln. Dabei gibt es wieder unterschiedliche Bezahlmöglichkeiten:

Druckkostenzuschuss = Finanzierung der gesamten Produktion
Teilfinanzierung durch Eigenabnahme von einer bestimmten Menge.
BOD = Book On Demand: hier wird nur soviel produziert, wie es Bestellungen gibt.

In Marketingfragen liegt der Hauptunterschied zwischen herkömmlichen Verlagen und Vanity Press auch in der Präsenz der Verlage und ihrer Werke. Im Barsortiment des herkömmlichen Buchhandel wird man kaum bis gar nicht auf Bücher aus Druckkostenzuschussverlagen stoßen. Diese Produkte werden bestenfalls über die Verlagswebsite, über die Website des Autoren und über Amazon vertrieben.

BOD bietet sich aus meiner Sicht an, wenn man Kleinstauflagen produzieren will, wie zum Beispiel:

.) Die eigene Doktorarbeit binden lassen
.) Einen Reisebericht binden lassen - für die Familie
.) Ein persönliches Buch (Silberhochzeit, Hochzeitsreise, etc)

Es gibt eine Kleinverlagsszene, die Standardverträge anbietet. Diese meist sehr dynamischen und engagierten Kleinverlage bieten zumeist ein ziemlich gutes Lektorat und haben durchwachsene Vertriebskanäle.

Übrigens: Von den Autoren, die alle schon in herkömmlichen Verlagen publiziert wurden, können maximal 15 % der Autoren allein von den Tandiemen leben. Ein Prozent wird ev. sogar reich. Die anderen Autoren sehen die Einkünfte aus dem Buchverkauf als willkommenes Zubrot und als Form der Anerkennung.

Ich hoffe, ich konnte helfen,

lg/Peter

[ Editiert von peter nathschlaeger am 23.11.06 9:55 ]

Avaron Offline



Beiträge: 2

24.11.2006 20:29
#3 RE: Wie ist das mit Produktionszuschüssen? Antworten

Danke sehr, dass hat mir sehr weiter geholfen.

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