Naja, die technische Entwicklung schreitet nunmal voran, wenn man mal nur die Fotoentwicklung nimmt, mittlerweile braucht es nur eine Digitalkamera und einen (noch sehr teuren) Fotodrucker samt Spezialpapier, und schon ist man sein eigener Filmentwickler. Hat noch dazu etliche Möglichkeiten der Bildbearbeitung am PC, die im bis dato selbst gegen Geld nicht möglich waren (mal vom Normalkunden ausgegangen).
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß der nächste Schritt tatsächlich der "heimische" Buchdruck sein wird. Sozusagen automatische Vorbearbeitung bis zum druckfertigen Exemplar inkl. Covergestaltung. Und dann werden möglicherweise die Copy-Shops auftrumpfen können und wieder reinholen, was ihnen heute durch Scanner und PC bei der Kopie verloren geht. Dort kann man schon heute seine geschriebenen Sachen relativ ordentlich binden lassen (allerdings zu hohen Preisen). Aber diese Preise werden wohlmöglich in den Centbereich fallen, wenn es zum Massenmarkt wird. Und es gibt nun wirklich so einiges (ob lesbar oder nicht), was der Kunde gerne gebunden hätte.....
Da hätte das Autorenwesen den Vorteil, daß sie den Vertrieb selber übernehmen könnten, bzw. Lizenzen an Onlinebuchhändler übergeben könnten, daß die das Buch auf Kundenbestellung einfach drucken (spart denen auch wieder Lagerkosten und Kommissionskäufe etc.). Nachteil wäre natürlich, Kopien könnten ebenso leicht hergestellt werden. Allerdings könnte der Autor in diesem Szenario den Gewinn besser kalkulieren bzw. würde mehr Gewinn einfahren, was sich wohl jeder Autor wünscht, bei geringerem Verlustrisiko. Was nicht gedruckt/bestellt wird, kostet erstmal auch kein Geld.
Einziges Problem wäre, wie kommt man an den Leser? Nunja, wie eh und jeh, durch Werbung und Mund-zu-Mund Propaganda...
Ich seh die Zukunft für die herkömmlichen Papiermedien keineswegs schwarz. Ebooks zum Beispiel sind ganz nett, aber keine Alternative. Die Leute wollen Bücher, die auch Bücher sind.....
Mehr Sorgen würde ich mir eher darum machen, ob der Bildungsstandard der Allgemeinheit bei künftigen Generationen überhaupt noch dazu reicht, mehr als MTV Musikvideos zu verstehen? Dagegen sollte man ankämpfen, nicht gegen BoDs oder dergleichen, denn die kommen oder gehen, entscheidet der Käufer. Ob er Bildung bekommt kann er nicht so einfach entscheiden....[f1][ Editiert von Zel am: 12.12.2003 0:11 ][/f]