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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 1.080 mal aufgerufen
 Tipps und Erfahrungen beim Schreiben und Veröffentlichen, Altbeiträge
JuJoNa Offline



Beiträge: 3

02.06.2009 18:32
RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Hy! Beim durchforsten des WWW nach Buchverlagen bin ich auf dieses Forum gestoßen Super, denn ich hab soviele Fragen!

Seid mein Sohn (9) geboren ist, führe ich eine Art Tagebuch über ihn. Von Anfang an zeigte es sich das, er ein "besonderes" Kind. Er ist Asperger-Autist. Nun hab ich überlegt, es bei Verlagen vorzustellen. Das Tagebuch ist aus Sicht von mir, der Mama, geschrieben. Alles was man erlebt und aushalten muß, wenn man ein "besonderes" Kind hat.

Nun bin ich auf der Suche nach passenden Verlagen, zwecks Vorstellung. Nach Verlagen wo man nicht Unsummen finanzieren müßte, denn das ist mir keinesfalls möglich.
Dazu sei gesagt, ich bin ein absoluter Neuling, komplett nicht wissend, wie das alles richtig gemacht wird. Ich versuche alles zu erlesen, doch es gibt so viel. Mittlerweile weiß ich, das man nicht das komplette Manuskript einsenden sollte, sondern nur einen Auszug. Das eine Selbstauskunft, eine kleine Zusammenfassung gern gesehen wird.

Ich habe lang überlegt ob ich diesen Schritt wagen soll. Mir fällt es schwer ein Risiko einzugehen, vor allem in finanzieller Hinsicht. Andersrum weiß ich aus eigener Erfahrung, das die Behinderung meines Sohnes, bei den Meisten so gut wie unbekannt ist. Oder das andere Eltern meist sehr hilflos da stehen, wenn mit einem mal diese Diagnose im Raum steht. Vor allem diese würde ich so gern mit meinen Aufzeichnungen erreichen. Doch wie stellt man das alles am besten an....

Vielleicht kann mir ja jemand einen kleinen Tip geben, wenigstens für den Anfang?!


LG und Danke
Nancy

Miss Rainstar Offline




Beiträge: 1.967

02.06.2009 18:38
#2 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

hm, was für tips suchst du denn genau? auf jeden fall solltest du die finger von zuschuß und selbstzahlerverlagen lassen. das sind die, die dir geld abnehmen damit sie dein manuskript veröffentlichen. das ist abzocke und bringt dem autoren meist nichts...auch keinen gewinn.

...
Der Weg der Drachen - mein Roman

www.die-perlenzwerge.net

- mein Wunsch-einfach mal klicken und guggen!

nuncine Offline



Beiträge: 374

02.06.2009 21:45
#3 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

hey JuJoNa,

so wie du hab ich auch angefangen. man wird "wuschig" darüber. man sucht nach verlagen und möglichkeiten, etwas zu veröffentlichen. davon bin ich inzwischen abgekommen.
in diesem forum, denke ich, bist du erst einmal gut aufgehoben. hier wird hilfe angeboten und jeder wird so angenommen, wie er ist. offene und ehrliche kritik muss man aber vertragen können. soviel zum forum.

ein tagebuch ist immer eine sehr private angelegenheit. wenn du das veröffentlichen willst, musst du dir im klaren sein, dass dein ganzes leben, das deines sohnes und das aller, die in eurem leben eine rolle spielen, der öffentlichkeit preis gegeben wird. du bist sicherlich menschen begegnet, die deinen sohn und dich angefeindet haben. sie gehören auch zu deiner geschichte. es ist also auf jeden fall angebracht, pseudonyme zu verwenden. vor allem zum schutz deines sohnes und deiner familie. Um die Resonanz auf die Thematik zu erfahren, würde ich an deiner stelle erst einmal in Erfahrung bringen, ob die Problematik, so wie du sie darstellen willst, auch bei - ich denke vor allem selbst Betroffenen - ankommt. Dabei ist es ganz wichtig, dass Gefühle nicht verbogen werden, sprich, eventuelle Lektoren dein Tagebuch nicht verfälschen.

Ansonsten kann ich nur auf das verweisen, was Miss Rainstar dir schon gesagt hat. vorsicht vor verlagen, die dich zur kasse bitten und dich nur abzocken wollen.

Nichts geschieht ohne Grund

Blaue Feder Offline



Beiträge: 136

02.06.2009 22:12
#4 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Hi JuJoNa,
schon mal an eine Zusammenarbeit mit einer Agentur nachgedacht. Hat nur Vorteile.
Ein pseudonyme ist eine Variante, du könntest auch die Namen deiner "Figuren" ändern, so dass man nicht erkennt dass es DEINE Familie ist.

Ich habe selbst das wahre Gesicht der Gesellschaft gesehen. Es ist eine Grausame Welt. Bist du anders oder siehst du etwas anders aus als es der "Norm" entsprichst, wird man angeglotzt, über einen hergezogen, einem Aufgelauert und vor der eigenen Haustür zusammengeschlagen.
Als Mensch der nicht in die "Norm" passt hat man nur zwei Möglichkeiten.
1. Man wächst daran
2. Man zerbricht.
Wer jetzt sagt: "Ist doch einfach man wächst daran." Dem kann ich nur sagen. Es ist viel schwerer als man denkt. Man nimmt sich selbst als Wertlos und irgendwann hat man keine Kraft mehr zu Kämpfen.

Ich finde deine Buchidee ganz toll hoffentlich wird es was.

Gruß
Blaue Feder

Felios Offline



Beiträge: 416

02.06.2009 22:55
#5 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Schließe mich BlaueFeder an. Finde es einen sehr mutigen, aber auch wichtigen Schritt von Dir, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Alles Gute dabei!

Gruß,Felios

"Der beste Kenner einer Gesellschaft ist der Fremde, der bleibt." (Georg Simmel)

JuJoNa Offline



Beiträge: 3

04.06.2009 14:49
#6 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Erstmal Danke für eure Antworten!!

Wie finde ich am besten Verlage, die keine Zuschußverlage sind? Worauf muß man da achten? Woran erkenn ich schwarze Schafe? Himmel ist das kompliziert

Das mit dem Pseudonym hab ich mir auch schon überlegt. Empfinde es als eine gute Idee, muß ich nur irgendwie umsetzen *g*

Winke
Nancy

Blaue Feder Offline



Beiträge: 136

04.06.2009 15:58
#7 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Hi Verlage und Agenturen findest du im Deutschen Jahrbuch für Autoren Autorinne.
ISBN: 978-3-86671-025-2 bei 40€ rum. Aber schau mal bei Ebay da gibt es das Buch zu einem Bruchteil. Habe mein DJFA 07/08 dort für etwas über 5€ erstanden. Die Verlage sind mit 95%-iger Sicherheit KEINE schwarzen Schafe.

Gruß
Blaue Feder

Miss Rainstar Offline




Beiträge: 1.967

04.06.2009 16:05
#8 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

du kannst aber auch einfach googlen unter "verlage" und dann im angebot des verlages lesen. meist findet man dort irgendwo den zusatz dass du etwas bezahlen sollst. spätestens jedoch wenn du dein manuskript abgeschickt hast und das angebot des verlaGES KOMMT; WO sie dir eine zahlungsaufstellung anbieten. aber zu dem zeitpunkt musst du nicht drauf eingehen, ihr seid dann noch keinen vertrag eingegangen.

...
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tHEfOOl Offline




Beiträge: 559

04.06.2009 21:14
#9 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Hi, Ihr alle, die Ihr des Lesens mächtig seid.

@JuJoNa
Dein Vorhaben ist in so fern lobenswert, wenn es etwas Hilfreiches für andere Mütter/Väter/Eltern (Ich als Papi fühle mich da immer ausgegrenzt, wen ich von Mamis höre, die ihr Ding ganz alleine durchgezogen haben .. uuoops!) bieten, Erfahrungen, Lösungen und Verzweiflungen mitteilt ... einfach, weil es so ist, war, sein wird ... oder auch vielleicht ganz anders sein könnte .. in Zukunft.

In meinem Umfeld habe ich alles gleich da, wenn ich die verschiedenen sozialen Störanfälligkeiten beschrieben bekomme: Autisten, Asperger, Legastheniker, Dyskalkulisten, auch Alzheimer etc ...
Früher waren das einfach "die Dämel" ... und heute weiß man, dass es eben nicht nur nebenher zu "ertragen" oder "beachten" ist.

Wirklich wichtig ist, wie Nuncine sagt ... niemanden zu verletzen. Das heißt ... ein Buch so zu gestalten, dass niemand, der irgendwo in irgendeinem Kontakt mit Dir zu benennen wäre, sich darin wiederfinden könnte.
Und auch wieder nicht.
Vielleicht will man dem einen oder anderen dämlichen Lehrer (denn .. DIE sind die dämlichen Typen!) eins auswischen. Ich könnte das SEHR gut verstehen. Ich habe eine Fantasy Geschichte skizziert, in der ich die Schuldirektorin meiner Jüngsten mal die andere Seite des Daseins erleben ließ ... war recht nett fürs eigene Ego ... und für das interne Rachegefühl!

Ja, Felios, es ist ein sehr wichtiger - wenn auch mutiger und (ich wage zu bhpt riskanter Schritt.
Aber manchmal ist es notwenig, den Obrigen einen Klaps zu geben und dazu einen ganz einfachen, schmucklosen Spiegel hinzuhalten.

@ all
Es wird nicht weniger kompliziert sein, seine Geschichte aus dem "Leben-Leiden" anzubieten, als jene aus dem "Denken-Fühlen-Vorstellen".
Lektoren sind nur verpflichtete Prüfer,
Sklaven der Wirtschaftlichkeit.
Nobody's perfect ...

HE OO

"FEUERAUGEN" (3 Bände: 1-Das Dorf, 2-Drei Städte, 3-Das Schloss)
Mein Roman im Buchhandel

Auf meiner Homepage viele weitere Texte, Musik und Infos

nuncine Offline



Beiträge: 374

04.06.2009 21:54
#10 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

hi tHEfOOI,

nun, da hast Du mich etwas falsch verstanden. JuJuNa will mit den Tagebüchern über ihr Leben mit einem besonderen Kind, ihrem Sohn, anderen helfen. Da wird sie freilich nicht umhinkommen, Personen zu beschreiben, die ganz real sind. Nur sollte sie vorsichtig damit umgehen. Nicht alle Mitmenschen sind freundlich gesonnen. Dazu könnten Schutzrechte, und ich meine damit nicht den Datenschutz, verletzt werden. Da ist eine Menge zu beachten. Nicht zuletzt (missverstandene) Väter, denn JuJuNa schreibt aus der Sicht der Mutter.

@ JuJuNa, ich bin leider Skeptikerin, arbeite aber an mir. Man kann sowieso niemals alles bedenken, was man falsch machen könnte. Schreib dein Buch auf jeden Fall. Ich weiß, wie allein Menschen sein können, die ein "besonderes" Kind haben, wie verständnislos das Umfeld sein kann, selbst in der eigenen Familie. Wenn die Oberschlauen sagen "... er/sie gibt sich bloß keine Mühe. Bei mir wäre alles anders...". Manchmal ist das Umfeld - wie tHefOOI es so schön nennt - einfach nur hilflos, damit umzugehen. Vielleicht kannst du mit deinem Buch etwas daran ändern.

[ Editiert von nuncine am 04.06.09 21:54 ]

Nichts geschieht ohne Grund

JuJoNa Offline



Beiträge: 3

04.06.2009 22:11
#11 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Ich finde eure Aussagen/Meinungen sehr hilfreich!! Wie gesagt, es ist mir am meisten ein Anliegen, dieses "Thema" Menschen näher zu bringen, die es nicht kennen oder evtl. nicht kennen wollen. Oder für Menschen die es zwar kennen, aber keine Vorstellung haben, wie man damit lebt oder umgeht. Und halt für Eltern die besondere Kinder haben, als Anstoß, Hilfe, oder einfach um zu sehen, das man nicht ganz allein ist. Ich werd mich darum kümmern, das nicht erkennbar ist, um welche Personen es sich in meinem Tagebuch handelt, werde auch den Namen meines Sohnes ändern und wenn es geht auch meinen. So das es nicht auf uns zurückführbar ist. Ich hoffe das liegt, wenn denn, im Bereich des Möglichen. Der Papa unseres Sohnes kennt mein Tagebuch, ist Teil davon, denn er selbst ist auch Asperger . Er findet die Idee sehr gut und unterstützt mich soweit er kann. Aber dazu muß ich jetzt Verlage finden, das ist derzeit mein Hauptanliegen

Also immer her mit eurer sachlichen Meinung/Kritik...mir kann es nur helfen!!!!

Winke
Nancy

nuncine Offline



Beiträge: 374

05.06.2009 20:49
#12 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

JuJuNa, ich habe selbst noch keinerlei Erfahrungen mit Verlagen gemacht. Daher kann ich dir leider auch keinen empfehlen.

Nichts geschieht ohne Grund

Karle Offline



Beiträge: 6

23.06.2009 15:02
#13 RE: Tagebuch Asperger Autist aus Sicht der Mutter Antworten

Nicht viele Verlage kommen in Betracht, so meine Erfahrung. Solche, die alles drucken und Dir auch ein schlechts Manuskript schönreden, um an Dein Geld zu kommen, die lass man außen vor. Ich habe für meinen Roman lange gesucht und auf dem Weg dahin so manche negativen , aber auch richtig guten Erfahrungen gemacht. Wenn Du Dich richtig frusten lassen willst dann schick Dein Manuskript an die großen Verlage, da hörst und siehst Du von Deinem Werk nichts mehr, selbst wenn Du Rückporto beigelegt hast. Oder Du kriegst Dein Manuskript blütenweiß zurück (keiner hats gelesen) und einen netten Formbrief dazu.

Ich kenne die Lösung nicht, aber ich bewundere dein Problem

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