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  • Hallo, um auf Haralds ersten Post einzugehen: Wenn der Kahn schon so verrottet ist, daß ein Knallfrosch reicht, ihn zu versenken (denn mehr als ein Knallfrosch ist Wikileaks nicht, wenn man es ehrlicherweise mit der gesamten Weltwirtschaft vergleicht), dann wäre er eh früher oder später abgesoffen, bei jedem falschen Fußtritt, den irgendwer ahnungslos auf eine durchgefaulte Planke tut, oder bei jeder Welle, die zufällig aus der falschen Richtung kommt, da muß nicht erst ein Kapitän zu tief in die Flasche gucken und das Ding auf die Klippen setzen, oder ein fieser Terrorist was anstellen.
    Da kriegt man doch lieber rechtzeitig ein Warnsignal "Bis hierher und nicht weiter!" in Form eines kleinen Feuerwerks, solange man halbwegs sicher im Hafen liegt und gleich für Reparaturen sorgen kann, als daß man das Schiff noch mit voller Absicht auslaufen läßt, oder?
    Die Einschätzungen diverser Politiker, über die jetzt jeder herzieht - was war denn daran falsch? Jedem das, was ihm zusteht, auch wenn´s nicht schmeichelhaft ist, o wunderbare, ungewohnte Ehrlichkeit zur Abwechslung !!! Warum regt man sich über Dinge auf, die eh jeder weiß, nur weil sie jetzt schriftlich und ganz und gar unerlaubt von behördlicher Seite vorliegen???... Obwohl, glaubt hier wirklich jemand, die Merkel hat sich geärgert, als "Teflon" bezeichnet zu werden? Im Gegenteil, die fühlt sich wahrscheinlich gebauchpinselt, daß sie jetzt offiziell in einer Reihe mit den amerikanischen "Teflon-Präsidenten" steht, mit Reagan, Clinton & Co..
    Und ich will nicht hoffen, daß die Unterdrücker-Staaten China und Nordkorea jetzt irgendwie als "Vorbilder" hingestellt werden, nur weil sie nicht nach der Pfeife der restlichen Staatengemeinschaft tanzen wollen. Die Bevölkerung muß es schließlich ausbaden, und der geht es dort viel dreckiger als in den meisten anderen Staaten, sogar Ländern der sogenannten Dritten Welt, obwohl gerade diese zwei Länder doch so viel Potential hätten... wer ist schuld an diesen Verhältnissen? Die Weltwirtschaft/Weltpolitik ja offensichtlich nicht!

    [ Editiert von Rao am 10.12.10 11:07 ]

  • Absolut meine Meinung. Ich glaube auch, daß da was sehr unkoscher ist was diese Vergewaltigungsstory angeht. Um Deine Antwort für mich zu beantworten - deshalb empfehle ich den Leuten, lest Tom Clancy, seine Bücher sind besser als so manches politisches Lehrbuch. Ich kenne viele Leute, die vor der "hohen Politik" sitzen wie das Karnickel vor der Schlange, weil sie den Nulldurchblick haben. Und dann entsprechend anfällig werden für hanebüchene Verschwörungstheorien aller Art, eben weil sie nicht wissen, wer in der Politik was zu sagen hat, wer nicht, was möglich ist und wie die unterschiedlichen nationalen Vorlieben und Eigenheiten und die persönlichen Vorzüge und Dummheiten einzelner Personen da hineinspielen.
    Wenn man erst einmal so etwas wie den berühmten roten Faden entdeckt hat, den (offenbar doch nicht so) fiktiven Romanen von Clancy sei Dank, kann man sich in die Fallstricke und Verrücktheiten der realen Politik viel besser hineinversetzen, und man bekommt zumindest eine Ahnung, was da so täglich hinter den Kulissen abläuft. Und kann sich, so man sich dazu berufen fühlt, auch viel besser einmischen, um Ungerechtigkeiten zu bekämpfen...

  • zwei Bücher aufeinmal lesen?Datum08.12.2010 18:11
    Foren-Beitrag von Rao im Thema zwei Bücher aufeinmal lesen?

    Ich halte es für vernünftig (und praktiziere es auch so), immer mehrere Gäule, will sagen Geschichten, gleichzeitig im Rennen zu haben. Auf diese Weise gerät man nie in das tiefe Loch, das manche Autoren als "Schreibblockade" als erschröckliches Riesengespenst an die Wand malen... für mich Humbug! Sobald der eine Pegasus zu lahmen beginnt, weil keine Ideen mehr kommen, sattelt man einfach um auf den nächsten und galoppiert fröhlich weiter. Manchmal befruchten sich die Geschichten sogar gegenseitig, ohne sich tatsächlich ins Gehege zu kommen. Eine Idee, die zwar gut ist, sich aber für den einen Roman als nicht brauchbar erweist, läßt sich vielleicht geringfügig verändert im anderen Roman erfolgreich verbraten.
    Aber jeder Autor muß natürlich selbst wissen, was für ihn das beste ist, ob er als "Schnellumschalter" fünf Geschichten nebeneinander bearbeiten kann, ohne die Handlungen durcheinanderzubringen oder wichtige Ideen zu vergessen, oder nur eine einzige, an der er sich festbeißt, mit dem Risiko einer Blockade, wenn der Held gerade am letzten Fädchen über dem krokodilgefüllten Loch hängt und keine originelle Idee auftaucht, wie´s denn nun weitergeht...
    (P.S. Ja, ich lese auch ständig mehrere Romane durcheinander. Ist eine reine Übungssache, sowohl was das Lesen, als auch das Schreiben angeht!)

  • Da ich die Bücher von Tom Clancy kenne, insbesondere die "Präsidenten-Trilogie" "Befehl von oben", "Im Zeichen des Drachen" und "Ehrenschuld" (in dieser Reihenfolge am besten zu lesen, obwohl "Ehrenschuld" eigentlich der erste Band ist), wundern mich die Enthüllungen von Wikileaks nicht im Mindesten. Clancy hat den 9-11 vorausgesehen (am Ende von "Ehrenschuld", der der Anfang von "Befehl" ist, 1996 erschienen!), die Immobilienblase samt Auswirkungen auf die Finanzmärkte erklärt, lange bevor es in Wirklichkeit damit losging ("Ehrenschuld"), der Ärger mit den Chinesen wird erst noch richtig anfangen, wenn man sich die politischen Seiten der Tageszeitungen so anschaut ("Im Zeichen des Drachen")... meine Hochachtung vor dem Autor! Und jetzt Wikileaks, besser hätt´ es auch aus der Feder des Meisters nicht kommen können.
    Clancy ist für mich der einzige Autor, bei dem es richtig Spaß macht, seine fiktiven Schilderungen mit den realen politischen Entwicklungen der letzten 10 - 15 Jahre, und immer noch laufend, zu vergleichen. Das schaffen sogar Sachbücher mit Anspruch auf verläßliche Voraussagen laufender und baldiger Entwicklungen selten, und hier geht es nicht mal um Sachbücher, sondern um Polit-Thriller mit dem Anspruch nur auf Unterhaltung, nicht auf reale Prognosen! Respekt, nochmals!
    Der einzige Unterschied zwischen Clancys fiktiven Figuren und den Politikern der realen Welt besteht darin, pflege ich zu sagen, daß Clancys Helden über erheblich mehr Verstand verfügen...
    Na, egal. Ich schmökere weiter Tom Clancy und genieße das laufende Polit-Theater. Wikileaks forever!!!

  • Captain FutureDatum08.11.2010 13:56
    Foren-Beitrag von Rao im Thema Captain Future

    Hä hä, noch einer, dem CF gewissermaßen die Feder in die Hand gedrückt hat... das schaffen nur sehr gute oder sehr schlechte Serien, wa? (Seitenhieb, Zwinker)
    Geschichten, die wir noch nicht kennen? O Fürst, laß uns an Deinen hochwohlgeborenen Ergüssen teilhaben und stell sie ein, dafür sind die genannten Websites da! (kniefall, fußküß, grins-in-Vorfreude... genug der Respektsbezeigungen?)
    Aber der Typ mit dem Wanderscheitel bleibt er trotzdem. Die Magie des Zeichentrickfilms, gell...
    (duck und schnell weg)

  • SkopjeDatum05.11.2010 11:28
    Foren-Beitrag von Rao im Thema Skopje

    Ja, der Text macht eindeutig Lust auf mehr! Über das eklige "zur Seite wischen des Vorhangs" bin ich auch gestolpert. Da merkt man mal wieder, wie die Schlechtschreibreform alles verhunzt hat, nur weil sich ein paar Typen profilieren wollten... meine Methode in solchen Fällen: Schlechtschreibreform in den Wind schießen und auf gut verständliche alte Art schreiben, also: "nach einem verstohlenen Zurseitewischen des Vorhangs..." obwohl, ob ein "Wischen", eine schnelle und deshalb so auffällige Bewegung, hier das richtige Wort ist im Zusammenhang mit "verstohlen"? Ich würde da eher ein Zurseite- oder Beiseitezupfen oder -ziehen einsetzen, langsam, heimlich, verstohlen halt.
    Trotzdem: teil uns bitte mit, wenn das Werk fertig und käuflich ist!

  • Captain FutureDatum04.11.2010 15:31
    Foren-Beitrag von Rao im Thema Captain Future

    Sorry, hab mich unter "Gast" eingetragen. War ich natürlich, der Depp im Web. Wer sonst

  • Neustes Suchtopfer geoutet!Datum07.10.2010 09:23
    Foren-Beitrag von Rao im Thema Neustes Suchtopfer geoutet!

    Die reichste Frau Englands, geschätzes Vermögen eine schlappe Milliarde? Ja, klar, sonst müßte sie noch den Staat um Beihilfen anbetteln, so wie´s Fergie tut. Sonst nagen sie bald beide nebeneinander am Hungertuch...
    Nö, ich bleib dabei. Das ist die reine Sucht. Von seinen Figuren kann man sich halt nicht so ohne weiteres trennen, wenn man sie erst einmal im Nacken hat, die Biester sind so anhänglich wie Kletten. Das hat schon vor hundert Jahren ein anderer gemerkt, ein gewisser Arthur Conan Doyle...

  • Neustes Suchtopfer geoutet!Datum05.10.2010 17:25
    Foren-Beitrag von Rao im Thema Neustes Suchtopfer geoutet!

    P.S. Wenn sie gleich drei neue Bände ankündigt, müssen die Entzugserscheinungen ziemlich deftig sein...

    [ Editiert von Rao am 05.10.10 17:25 ]

  • brauche mal dringend eure hilfeDatum06.08.2009 14:37
    Foren-Beitrag von Rao im Thema brauche mal dringend eure hilfe

    Hallo Rainstar,
    dast Du`s schon mal beim Blitz-Verlag probiert? Die sind ja mehr für Fantasy und SF zu haben. Was die ggf. dazu gesagt haben würde mich sehr interessieren, weil ich selber an einer kleinen dämlichen SF-Serie bastle... (ist noch nicht spruchreif, aber wenn, irgendwann...)

  • suche fantasyliteraturDatum12.06.2009 11:45
    Foren-Beitrag von Rao im Thema suche fantasyliteratur

    Noch`n Nachtrag: Und wenn Du auch auf Comics stehst und Dich der Wahnsinn beutelt: Dann lies mal "Girl Genius", das online-Comic von Phil Foglio/ Gaslamp Fantasy - hübsche Fantasy-Heldin, umwerfender Humor, jede Menge "mad science" im Stil von Frankenstein/Rocky Horror Pictures Show, lustige "Jägermonster", eine fliegende Burg und eine andere, die lebendig und sehr verrückt ist... eigentlich alles, was Lust und Freude bereitet...

  • suche fantasyliteraturDatum12.06.2009 11:35
    Foren-Beitrag von Rao im Thema suche fantasyliteratur

    Hallo Rainstar,
    bin Neuling hier, lese aber schon seit x Jahren Fantasy und SF, daher meine Empfehlung: trau Dich mal an die sogenannten Sword-and-Sorcery- Geschichten. Sind meistens erheblich besser als ihr Ruf (Hetzelmetzel-Haudrauf etc.). Klassiker: "Conan" von R. E. Howard und Nachfolgern (beste "Anfängergeschichte" und eine der besten der ganzen Serie überhaupt: "Der Turm des Elefanten"!), dann alles von Edgar Rice Burroughs, "John Carter vom Mars", "Carson von der Venus" und natürlich alles über "Tarzan", und wenn Dir der John Carter zugesagt hat, dann kannst Du Dich mal an eine der vielen Nachahmerserien (und sogar besser geschrieben als die Vorlage - passiert auch selten) wagen, nämlich die Antares/Kregen/Scorpio-Serie von Alan Burt Akers alias SF-Altmeister Kenneth Bulmer (54 Bände + 1 Kurzgeschichte in einer Anthologie, dann ist leider der Autor weggestorben, eine Fortsetzung steht in den Sternen - aber allein des "britisch unterkühlten Humors" wegen lesenswert - von der Menge nicht abschrecken lassen!).
    Ganz dringend, weil in allen möglichen Werken von allen möglichen Autoren immer wieder Querverweise oder "Anleihen" auftauchen, für jeden echten Fantasy-Freak: der düstere Horror von Howard Phillips Lovecraft. Am besten erst den Wikipedia-Eintrag durchforsten, ist sehr informativ!
    Und wenn Du den verdaut hast, kannst Du Dich an einen seiner deutschen Epigonen heranwagen: Wolfgang Hohlbein, die "Hexer"-Serie. Am besten die Original-Romanheftserie von Bastei (wenn die irgendwo zu kriegen/auszuleihen ist), weil bei den späteren Taschenbuchfassungen einiges herausgekürzt worden ist, und die Cartoons und Leserbriefseiten waren auch recht originell. W. H. hat viele seiner Ideen, die er in der Bastei-Gruselkrimireihe verbraten hat ("Hexer", "Giganten", "Kreuzfahrt", auch einige Professor-Zamorra - und Damona-King-Hefte) später auf Taschenbuchlänge ausgewalzt, er ist sowas wie der "Meister des Selbst-Recyclings". Bei den Büchern, die er von Anfang an auf Buchlänge konzipiert hat ("Märchenmond", "Die Moorhexe" etc.) , erliegt er leider regelmäßig der gleichen Versuchung wie Stephen King und andere Kollegen: auf den ersten ca. 500 Seiten tote Hose, und erst auf den letzten 50 geht`s dann richtig zur Sache... so sollte ein Buch eben auch nicht sein. Deswegen sind seine alten Sachen aus Gruselhefttagen viel besser als das meiste neue, was er schreibt, damals mußte er sich noch kurz fassen, ähem...
    Und noch ein Tip, weil uns in den nächsten 1 - 2 Jahren die Verfilmung ins Haus steht, wie man hört: "Drachenreiter von Pern", ganze Serie! Ist zwar mehr SF, aber was tut man nicht alles für `nen anständigen Drachen...
    So, das sollte erst mal für die nächsten zehn Jahre reichen!

  • Thema von Rao im Forum Rund um Literatur, Alt...

    Vielleicht kann mir jemand hier bei einem rechtlichen Problem Auskunft geben?

    Ich habe in jugendlichem Übermut mal eine kurze Episode aus einer SF-Serie, an der ich immer noch schreibe, zum Abdruck an einen großen Verlag geschickt, weil die zu der Zeit eine Anthologie-Reihe herausgebracht haben, in die sie thematisch gepaßt hätte. Leider wurde die Reihe gleich danach eingestellt (ich hoffe mal, nicht aus Panik über mein Geschreibsel), hab auch nie eine Bestätigung für Eingang oder "Verwurstung" anderswo bekommen, vielleicht verschimmelt das Ding im Verlagsarchiv oder ist gleich in der "Rundablage" gelandet... Frage: Kann ich, wenn die ganze Serie mal fertig ist und ich sie veröffentlichen will (egal wie und wo) diese Episode trotzdem mit veröffentlichen? Wohlgemerkt, das Abdruckrecht kann der Verlag von mir aus behalten, ein "zusätzlicher" Abdruck in einer von deren Anthologien wäre für einen No-Name-Autor wie mich nur prima Werbung - nur das "Exclusiv-Abdruckrecht" hätten sie dann eben nicht... ich weiß nämlich, daß mindestens ein bestimmter Autor seine Werke (unter Pseudonym und verändertem Titel, wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen?) fast gleichzeitig bei verschiedenen Verlagen erscheinen läßt, eine "Mehrfach-Verwurstung" ist also offenbar nicht grundsätzlich ausgeschlossen...
    eine direkte Anfrage beim Verlag habe ich noch nicht versucht, erfahrungsgemäß kommt bei solchen Fragen nicht mehr dabei heraus als eine riesige Telefonrechnung, weil man von Pontius zu Pilatus und retour verbunden wird und am Ende keiner von nix weiß.

  • Thema von Rao im Forum Ablage Speakers Corner

    Lacherfolg vor ein paar Tagen: eine unscheinbare, kurze Notiz, daß es vielleicht doch weitere Harry-Potter-Bände gibt!
    Warum fand ich´s so witzig? Weil ich schon seit langem darauf gewartet habe. Schön, daß man hin und wieder bestätigt wird...
    Wenn sich jemand Mammutwerke wie die ersten ein bis zwei HP-Bände (damals bekanntlich noch einfach so, aus Lust und Langeweile und völlig ahnungslos, daß mal ein Megaseller und eine wertvolle Handelsmarke daraus wird...) aus den Fingern saugt und sie sogar fertigstellt, dann kann man davon ausgehen, daß diese Person vom Schreibvirus befallen ist, und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mehr Produkte nachkommen. Und nicht etwa, weil die Person mehr Geld braucht (na ja, das vielleicht auch), aber in erster Linie, weil der Virus sich gern zu einer Sucht auswächst.
    Hat vielleicht jeder der Autoren hier schon mal gemerkt, der nach viel Blut, Schweiß und Tränen und zunehmender Verzweiflung zum Schluß ein "episches Werk" vollendet hat. Sobald das letzte Wort geschrieben ist, die letzte Korrektur vorgenommen, hängt man erst mal überm Schreibtisch und fühlt sich wie Flasche leer, Affe tot, alle Ideen verbraucht und überhaupt, so eine Tortur tut man sich garantiert nie, nie, nimmermehr an...
    nur, der Zustand hält nicht ewig an. Ideen fließen nach, fliegen einem zu von überallher, man erwischt sich zunehmend dabei, wie man in Gedanken formuliert, wie man das und jenes in eine Geschichte einbauen würde (noch hält der Schwur, nie wieder zu schreiben, noch verstaubt die Tastatur...), man merkt irgendwie, wie es im Unterbewußtsein zu gären und zu brodeln beginnt, man hört regelrecht seine Lieblingsfiguren (die man noch nicht dahingemordet hat in der letzten Geschichte) in der Kiste rappeln, wie sie mit den Hufen scharren und ungeduldig zu fragen scheinen, wann es denn endlich wieder losgeht...
    und irgendwann kann man es einfach nicht mehr halten, dann muß es raus, man springt den Schreibtisch (oder wo man sonst gern schreibt) geradezu an und schreibt einmal rund um die Uhr, und wenn draußen grad die Welt untergeht, egal...
    Kurz, ich kann gut nachvollziehen, wie sich Frau Rowling gerade fühlt. Die hat schlicht Entzugserscheinungen...
    Been there, done that, wie´s auf Englisch so schön heißt. Und die Moral von der Geschicht: Man soll halt niemals nimmermehr sagen.
    Schon gar nicht als geoutete schreibsüchtige Person.

    [ Editiert von Rao am 05.10.10 17:03 ]

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