Ehrlich gesagt halte ich das Kommunizieren durch Schweigen ein bisschen für lyrische Utopie. "Ein Blick der mehr als tausend Worte sagt" - wie gerne schreibt man soetwas in eine Geschichte. Soetwas gleicht die Gedankenwelten des Lesers und der beobachtenden lyrischen Person an - der Leser weiß, was gemeint ist, weil er Geschichte kennt, und die lyrische Person "versteht" - mit einem einzigen Blick.
"Kommunizieren" im engeren Sinne läuft wohl doch eher über Schreiben und Reden ab. Kommunizieren zu können setzt voraus, eine ähnliche Vorstellung über die Welt zu haben, einen ähnlichen Ereignishorizont (man denke an Platons Höhlengleichnis - den vergeblichen Versuch des einen Sehenden den Anderen etwas mitzuteilen...) - die die nicht kommunizieren, tun das meist, weil sie sie sich dieser Welt nicht mitteilen können oder wollen, weil sie sich zu sehr von der gewöhnlichen Welt entfernt haben. In dem Sinn zeigt Schweigen vor allem tiefe und stille Gewässer an...
Ich habe auch oft das Gefühl mich nicht mitteilen zu können, und deswegen schreibe... eine indirektere Form etwas zu sagen...
Wunderschön :-) Allein um wieder zu lesen, was du hier so reinstellst lohnt es sich hier immer mal wieder vorbeizuschauen. Es sind keine gewagten Experimente mit der Sprache und keine Bilder die sich hinter Rätseln versteckten. Vielleicht bezeichnen manche so etwas daher als langweilend, aber ich finde soetwas einfach nur etwas Schönes, das aus den klassischen Bildern der Lyrik schöpft.
Hab dir ja schon öfter gesagt, du kannst einfach toll schreiben... diese bildhafte und ausdrucksreiche Sprache ließt sich einfach schön. Spannungsaufbau ist auch gelungen, aber das Ende selbst - ich würde es mal sehr fantasy-klassisch nennen, Energie durch eine Zauberformel, die Guten entkommen knapp dem Tod und siegen - hat mich nicht so richtig überzeugt, oder sehe ich tiefere Messsage nur nicht? LG Patrick
Peter du hast die Kenntnis reizvoller Sprache nicht für dich gepachtet...
Coline, ich finde dein Gedicht auch wunderschön. Ich les´ dich einfach gerne. Es ist auch nicht nur Melancholie - der Ausblick am Ende ist optimistisch, wenn auch ungewiss - wie eben fast alles im Leben.
Hm, und was willst du uns jetzt sagen? Also nehms mir nicht böse aber... das sind zu 50% Sachen die nun mal einfach klar sind, und ansonsten auch viele Sachen wo ich ganz klar nicht zustimme.
Durch Mail&ICQ habe ich viele Leute erst kennengelernt, die ich dann in Reality getroffen habe. Und das Mail unpersönlich ist, ein Smiley kein wirkliches Gefühl vermittelt usw... das sind eben so die Argumente aus den Unterstufenaufsätzen wo sich die Lehrerinnen freuen, die sowieso nur begrenzte Affinitäten zu dem Medium haben.
Ich empfinde das eigentlich ganz gegenteilig - gerade der Chat bietet die Möglichkeit überhaupt einmal ganz offen und ehrlich zu reden, was einem in reality viel eher unangenehm wäre / man sich nicht trauen würde - und das gerade auch mit den Menschen die mit man in reality kennt. Ich würde es so sehen, man sieht den Menschen auf einer anderen Ebene seines Wesens im Chat, wo seine Persönlichkeit einfach ein anderes Bild abgibt - ich würde sagen ein möglichst authentisches Bild einer Persönlichkeit erhält man wenn man ihn/sie in Chat und Reality kennt.
Das wäre doch mal ein interessantes Thema - wie die Persönlichkeit im jeweiligen Medium wirkt, bzw. wie der Mensch überhaupt Möglichkeiten hat seine Fassade im jeweiligen Medium zu basteln.
Also diese Kreativitätskrise hast du schön beschrieben, und es ist wohl genau die Situation, die jeder kennt, der irgendwie sich künstlerisch betätigt - weißes Papier, keine Ideen, keine Ansätze... keine Kreativität.
Auch wie die Vorstellung von unberührter Natur und dem Bild der Großstadt aufeinandertrifft und die Kreativität "frisst", dem würde ich auch zustimmen - die heutige Welt ist "gefühllos", wie das heutige geregelte, organisierte Leben uns zu Menschmaschinen werden lässt und an Leistung misst...
Aber mir gefällt nicht, dass es dann schlussendlich allgemein gegen Technik geht... die vielen Autos, Atomkraftwerke, usw. sind vielleicht das, was man von der industrialisierten Welt wahrnimmt, aber ihre Erschaffung ist für sich genommen auch eine Form von Kunst, z. B. Architektur fasziniert mich sehr, und die ist ja mit Technik eigentlich untrennbar verbunden, bzw. die Technik schafft erst die Möglichkeiten dazu... also ich bin vielleicht ein bisschen ein Technikfreak, aber diese technischen Fertigkeiten, die wir Menschen entwickelt haben, sind große - auch sehr kreative - Leistungen, die uns neue Möglichkeiten eröffnen und unsere Kultur weiter entwickeln.
Schau, ohne Kraftwerke, Rechenzentren und Satelliten wäre es gar nicht möglich, dass wir uns hier in diesem schönen Forum und den Weiten des Internets zusammenfinden könnten :-)
Also dafür, dass du noch ziemlich jung bist, ist das stilistisch nicht schlecht und insgesamt auch gut geschrieben. Und der (einzige!) Perspektivenwechsel ist auch gut eingestzt.
Das ganze ist ja ein sehr ernstes Problem, was du durchaus dem Leser nahebringend in eine Geschichte verpackt hast - wobei so ein richtiger Höhepunkt nicht erkennbar ist... also für den Plot könnte man sicher noch mehr Ideen einbringen.
Also lass dir nur nicht die Lust am Schreiben nehmen von Leuten, die glauben es besser zu können... und du wirst dich noch um einiges weiterentwickeln! LG
Schon mal schön Marie und Alex, dass ihr euch jedenfalls zum lesen bekennt :-)
Also ich denke schon, dass die Eltern eine "weichenstellende" Funktion haben, die erste Zeit wo ich viel gelesen habe, war einfach wo meine Mama mich in die Stadtbibliothek mitnahm und ich recht begeistert Krimigeschichen wie Enid Blyton, TKKG und solche Dinge gelesen habe.
Naja und dann kommt das Interesse schon selbst... oder eben auch nicht. Naja und die Schule trägt ihren Teil zu bei... ich sag mal so die Schule schaffte es nicht mir die Lust am Schreiben und Lesen zu nehmen *gg* - "home faber" in der 11. "Faust" in der 12. da erinnere ich mich gerne dran... aber weitgehend war das wenig inspirierend vor allem wie die werke dort zerlegt wurden...
> Ich bin allein, und dafür trag ich die Schuld. > Ich weiß nicht was ich empfinde, ich brauche Geduld.
alleine und die Schuld dafür... doch wie oft geben wir uns nur selbst die Schuld weil wir sie niemand in der Welt sonst geben könnten?
> Soviel Liebe habe ich zu verschenken. > Nur an dich, nichts bleibt für mich.
Sowas hab ich auch schon gedacht... "aufgelöst in tausend Funken werd ich Rauch und Asche sein" (Subway to Sally) - aber können wir die eigene Existenz wirklich für jemand anderen vergessen?
Dein erster Beitrag hier... schreibst du noch mehr Gedichte/Geschichten? Naja welcome hier, auch wenn nur begrenzt viel los ist, immer wieder lesenswert hier.
Bei dem Gedicht "NIE wieder zuhause" geht es ja um die die Entfremdung vom Zuhause, und dafür fand ich passte die Atmosphäre des Bildes perfekt dazu - Dunkelheit, nur der rote Lichtschimmer, das Fenster nach außen offen...
Sehr schön, gefällt mir - so positiv wie sich alles zum besseren wendet und die Hoffnung immer überlebt - hast du schon eine Idee für einen Idee für den Titel?
ZitatEure schreckliche Einfältigkeit Zu glauben was man euch erzählt: Natürlichkeit und Selbstbestimmung Aber bitte nur im Rahmen des Systems dieser Gesellschaft [...] Gibt es nicht genügend Egoismus in der Welt? Gibt es nicht genügend Selbstsucht die den Selbsthass überspielt? Reicht es nicht dass jeder sich der nächste ist und nicht versteht? Dass die Mauern des Alleinseins die des Egoismus sind?
Aber dann vor allem diese Zeilen "Tief in euch werft euren Blick! Nicht die anderen sind Täter - und vergiften diese Welt"
(übrigens auch musikalisch genial)
Ich gebe dir Recht, das Konkurrenz- und Leistungsdenken definiert heute unser Leben und Individualismus ist weit verbreitet - schwierig sich dem zu verschließen. Aber sicherlich liegen darin auch Chancen, aber zur Zeit fällt es mir auch schwer die zu sehen.
Also ich hab das Bild auch erst bei der ursprünglichen Version verstanden - aber ansonsten sehr schön :-) Mit wenigen Bildern viel Vorstellungen untergebracht.