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Felios Offline



Beiträge: 416

13.10.2007 20:22
RE: Eva Herman und Arigona Zogaj, Antworten

http://orf.at/071013-17607/index.html

und

http://youtube.com/watch?v=JU6_LJE0I04

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Deutschland und der Nationalsozialismus - immer wieder ein Trauma. Auf der einen Seite wiedererstarken die Rechtsextreme bzw. gibt es seit Jahrzehnten ein Problem mit Rechtsradikalismus, mit dem Unterschied, dass sie heute in den Landtagen sitzen. Was wird getan? Nicht viel... schöngeredet wird es. Auf der anderen Seite werden Menschen wie Eva Herman erst falsch zitiert und dann geht dieses Zitat in der Presse um, führt zum Rausschmiss und dann zu einem Art "Tribunal" in der Johannes B. Kerner-Show, einer niveaulosen Boulevardsendung mit einem niveaulosen Moderator, der seine Gäste Sachen fragt wie "Beten Sie regelmäßig?", der einen Historiker dafür engagiert, ohne auf die Argumente seines Gastes einzugehen, diesen zu diskreditieren. Man mag von Hermans Glaubwürdigkeit als Karrierefrau und ihren proklamierten Zielen (Frauen zurück an den Herd) halten, was man will. Sie mögen engstirnig und konservativ sein, völlig unrecht hat sie auch wieder nicht, aber sie sind ganz bestimmt nicht rechtsextrem. Selbst wenn der geschauspielerte Zickenterror von Berger & Schreinemarker und Blödelbarth in die Richtung etwas andeuten wollte...

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Schnitt, etwas anderes beschäftigt uns derzeit in Österreich. Die Flucht der 15jährigen Arigona Zogaij, deren Eltern (und sie selbst) in den Kosovo abgeschoben werden sollten. Wer mal eine Stellungsnahme von Arigona hörte (siehe ORF), der glaubt nicht, dass es sich um eine Ausländerin handelt. Sie spricht reinstes oberösterreichisch, dass ich sie schon beinahe darum beneide, weil sie wohl nicht ständig die Frage zu hören bekommt "Du kommst aber aus Deutschland, oder?" (wie bei mir). Wie dem auch sei, Asyl hin oder her, "Wirtschaftsflüchtlinge" hin oder her. Es spielen sich seltsame Szenen ab. Innenminister Platter will den Geistlichen belangen, welcher Arigona Unterschlupf gewährte ("Beihilfe zur Versteckung?"), zeigt sich uneinsichtig, ist lieber dafür, eine voll integrierte Familie in Österreich in eine politisch wie wirtschaftlich und perspektivisch ohnehin unsichere und ungewisse Zukunft abzuschieben.

Die Frage stellt sich, ob Asylverfahren nicht dann verjähren sollten, wenn die "Migranten" - aus welchen Gründen auch immer - sich voll integrieren, für die Republik arbeiten, ihre Kinder dort zur Schule gehen lassen, ein Teil einer Gemeinde/Stadt sind. Sollen dann Familien auseinandergerissen werden, nur wegen irgendwelcher bürokratischer Hindernisse? Das ist unfair und mein (ungeheucheltes) Mitgefühl gilt den betroffenen Familien.

So, das wollte ich mal loswerden.

Felios

"Der beste Kenner einer Gesellschaft ist der Fremde, der bleibt." (Georg Simmel)

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