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Forum Junge Autoren

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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 360 mal aufgerufen
 Ablage Speakers Corner
Mariana Offline



Beiträge: 4

12.03.2008 23:06
RE: Mariana sagt Hallo Antworten

Hallo junge Autoren,

nachdem ich einen Tip bekommen habe, bin ich nun hier gelandet.

Ein schickes Forum ist das hier. Was ist das denn für eine Forensoftware?

Viele Threadtitel interessieren mich schon einmal, zum Lesen kam ich leider noch gar nicht.

Ich freue mich auf gute und anregende Diskussionen mit Euch und hoffe auch auf spannende Kurzgeschichten zum Ausklang eines Tages. Man liest sich ...

Viele Grüße
Mariana

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann.

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

13.03.2008 07:26
#2 RE: Mariana sagt Hallo Antworten

Hallo Mariana,
herzlich willkommen. Schau Dich in Ruhe um, hier geht es gemütlich zu. Die Forensoftware ist nur gemietet.

http://www.nexusboard.net/hauptseite/forum_anmelden.php

Viele Grüße vom Schreiberling

PS: Habe mir gerade Deinen Linktipp angesehen, eine sehr interessante Seite, habe mich gleich mehrfach festgelesen, -gesehen.

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Gast ( gelöscht )
Beiträge:

13.03.2008 21:41
#3 RE: Mariana sagt Hallo Antworten

Hallo Schreiberling,

das ist ja praktisch mit der gemieteten Forensoftware - Einfach das Forum anmelden, Startseite und Menü konfigurieren und loslegen?

Es freut mich, daß 'Silent Whispering' Dich beeindruckt hat. Übrigens bin ich auf der Suche nach Kurzgeschichten oder Gedichten zum Thema Krieg, die ich im Blog mit Autorenangabe und/oder Link zum jeweiligen Forum einstellen werde. Wer sich an dem Blog gerne beteiligen möchte: die Geschichten/Gedichte können an info@freigeister-forum.de gesendet werden.

Viele Grüße
Mariana

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

14.03.2008 07:58
#4 RE: Mariana sagt Hallo Antworten

Hallo Mariana,
vielleicht wäre die beiliegende Geschichte etwas für deinen Block. Ich bin sicher, Harold Pinter hätte nix dagegen, bei dir weiter verbreitet zu werden:

Zitat
Der Krieg gegen die Vernunft
Von Harold Pinter

Es gibt eine alte Geschichte über Oliver Cromwell. Nachdem er die irische Stadt Drogheda eingenommen hatte, wurden die Bewohner auf den größten Platz gebracht. Cromwell befahl seinen Stellvertretern: "OK! Tötet alle Frauen und vergewaltigt alle Männer!" Einer seiner Adjutanten sagte daraufhin: "Entschuldigung, General. Muss es genau umgekehrt heißen?" Eine Stimme aus der Menge rief: "Mr. Cromwell weiß, was er tut."

Diese Stimme ist die Stimme von Tony Blair. - "Mr. Bush weiß, was er tut."

Tatsache ist, dass Mr. Bush und seine Bande wissen, was sie tun und Blair, wenn er nicht wirklich der arme Irre ist, als der oft erscheint, weiß auch, was sie tun. Bush und Co haben, ganz simpel ausgedrückt, fest vor, die Welt und die Bodenschätze der Welt zu kontrollieren. Und es ist ihnen egal, wie viele Menschen sie auf diesem Weg umbringen. Und Blair ist an ihrer Seite.

Er besitzt nicht die Unterstützung der Labour Party, er besitzt nicht die Unterstützung des Landes oder die der gefeierten "internationalen Gemeinschaft". Wie kann er es rechtfertigen, dieses Land an einen Krieg zu beteiligen, den niemand will? Er kann es nicht. Er kann nur zurückgreifen auf Rhetorik, Klischees und Propaganda. Als wir Blair an die Macht wählten, haben wir nicht im geringsten daran gedacht, dass wir ihn eines Tages verachten würden. Die Vorstellung, er habe Einfluss auf Bush ist lächerlich. Seine gleichgültige Akzeptanz der US-Tyrannei ist jämmerlich.

Diese Tyrannei ist natürlich eine althergebrachte amerikanische Tradition. Lyndon Johnson sagte, als er 1965 den griechischen Botschafter in den USA ansprach: "Zur Hölle mit Ihrem Parlament und Ihrer Verfassung. Die USA sind ein Elefant, Zypern ist eine Fliege. Griechenland ist eine Fliege. Wenn diese beiden Typen weiterhin den Elefanten reizen, können sie vom Rüssel des Elefanten verprügelt werden, richtig gut verprügelt werden."

Er meinte das ernst. Kurze Zeit später ergriffen die von den USA unterstützten Generale die Macht in Griechenland und das griechische Volk verbrachte sieben Jahre in der Hölle.

Was nun den Elefanten betrifft, so hat er sich zu einem Monster entwickelt und groteske und ekelhafte Ausmaße angenommen. Die schreckliche Gräueltat auf Bali ändert nichts an diesem Sachverhalt.

Das "besondere Verhältnis" zwischen den USA und Großbritannien hat in den letzten zwölf Jahren tausende Menschen im Irak, in Afghanistan und Serbien den Tod gebracht. All dies bei der Führung des "moralischen Kreuzzuges" durch die USA und Großbritannien, um der Welt "Frieden und Stabilität" zu bringen.

Der Gebrauch von abgereichertem Uran im Golfkrieg war besonders effektiv. Die Strahlenwerte im Irak sind besonders hoch. Kinder werden ohne Gehirn, ohne Augen, ohne Genitalien geboren. Wo sie Ohren, einen Mund oder ein Rektum haben sollten, sind Öffnungen, aus denen Blut fließt.

Blair und Bush stehen solchen Tatsachen gegenüber natürlich gleichgültig gegenüber, nicht zu vergessen der charmante, grinsende, verführerische Bill Clinton, der auf dem Kongress der Labour Party anscheinend stürmischen Beifall erhielt. Wofür? Für das Töten irakischer Kinder? Oder serbischer Kinder?

Bush sagte: "Wir werden es nicht dulden, wenn die schlimmsten Waffen der Welt in den Händen eines der schlimmsten Führer der Welt bleiben." Richtig. Schau in den Spiegel, Kumpel. Du bist es.

Die USA sind dabei, fortgeschrittene "Massenvernichtungswaffen"-Systeme zu entwickeln und bereit, diese dort einzusetzen, wo sie geeignet sind. Sie haben sich von den internationalen Verträgen über biologische und chemische Waffen verabschiedet und verweigern die Genehmigung zur Kontrolle der eigenen Fabriken.

Sie halten hunderte afghanischer Gefangener in Guantanamo Bay, verweigern ihnen eine rechtmäßige Entschädigung, obwohl gegen sie keine Anklage vorliegt und halten sie praktisch für unbestimmte Zeit gefangen.

Sie bestehen auf ihre Immunität vor dem internationalen Strafgerichtshof, ein Standpunkt der nicht nachzuvollziehen ist, aber jetzt von Großbritannien unterstützt wird. Die Heuchelei ist atemberaubend. Tony Blairs verächtliche Unterwürfigkeit diesem kriminellen US-Regime gegenüber ist entwürdigend und entehrend für dieses Land.

Harold Pinter ist Dramatiker, Regisseur, Schauspieler, Dichter und politischer Aktivist. Dieser Text wurde zuerst als Rede bei einem Antikriegsversammlung am Unterhaus gehalten.

Aus: Red Pepper / ZNet 27.11.2002


http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/the...tur-pinter.html

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