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Dieses Thema hat 5 Antworten
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Miss Rainstar Offline




Beiträge: 1.967

14.11.2009 19:39
RE: Erfahrungsbericht einer Krankheit ohne HappyEnd Antworten

Lieber Schreiberling, ich hoffe dieses Thema ist nicht zu OffTopic und du wirst es hier stehen lassen.
Denn ich verbinde damit auch eine Absicht, die unter dem Text offenbart wird. Dieser Text richtet sich an die Hundehalter unter unseren Schreibern und ist bitterernst.

Lieber Gruß, die Anja

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Im Jahr 2008 bis jetzt ereilte unsere Familie leider ein schwerer finanzieller Engpass, der es uns nicht erlaubte unsere Tiere impfen zu lassen. Das ganze Jahr über bereitete dies keinerlei Probleme, da beide Hunde (weißer Schäferhundrüde, 13 Jh. und ShiTzuhündin ca. 10 Jh.) sehr gut auf uns hören. Die kleine ShiTzuhündin Cookie lief uns im Mai 2008 zu, und da niemand sie wiederhaben wollte, blieb sie bei uns. Zu Anfang dachte ich, dass ich mich nie an diesen Hund würde gewöhnen können. Sie hatte keine Schnauze (Plattnase), sie war klein und sie hatte struppiges Fell. Dann päppelten wir sie auf, ließen sie scheren und siehe da, es kamen wunderschöne liebe Augen zum Vorschein. Im Laufe des Jahres schlich sich die Kleine in mein Herz und ich liebte sie immer mehr.
Im Jahr 2009 begannen die Probleme.
Sie bekam eine schwere Magen/Darmgrippe mit über 40 Grad Fieber, die fast zwei Wochen anhielt. Da sie schon bei der Aufnahme bei uns einen faustgroßen Tumor am Gesäuge hatte, ließen wir sie, sobald sie genesen war, operieren.
Leider vertrug sie den verwendeten Op-Faden nicht und entwickelte immer wieder kehrende Entzündungen mit Eiterbeulen an den Wundrändern. Dazu gesellte sich dann noch eine Mastitis. Auch diese wurde behandelt. Mittlerweile wusste ich schon nicht mehr, wie ich den Tierarzt bezahlen sollte und borgte mir in der Familie Geld.
Als die Mastitis fast abgeheilt war, Cookie bekam aber noch Antibiotika, machte ich mit meinem Sohn und der Hündin eine Woche Urlaub bei Verwandten. Was ich nicht wusste war, im Haus meiner Verwandten herrschte eine Mäuseplage, derer sie nicht Herr wurden. Als ich dort ankam, fand ich das noch lustig. Mäuse sind ja trotz allem niedlich.
Eine Woche, nachdem wir wieder zurück zu Hause waren, begann das Drama. Unsere Hündin fing unerklärlicherweise an stark zu zittern, sie hatte hohes Fieber, erbrach sich und fraß nicht mehr. Einen Tag später kam es dazu, dass sie nicht mehr laufen konnte und ihre Hinterbeine immer wieder wegknickten und sie umfiel.
Wir suchten umgehend unseren Tierarzt auf. Da sie wieder aus dem Gesäuge eiterte tippte der Tierarzt auf eine erneute Mastitis und gab ihr Antibiotika. Drei tage später, spät am Abend, baute die Kleine so stark ab, dass wir mit ihrem Ableben rechneten. Ihre Zunge hing aus dem Maul und war bereits trocken, ihr Blick war glasig und die Augen leicht verdreht, sie zitterte ohne Pause, sie holte nur flach und holprig Atem und sie trank nicht mehr. Nach einem Anruf beim Tierarzt, der uns erklärte, er könne mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln nichts mehr ausrichten, fuhren wir des Nachts noch in die weit abgelegene Tierklinik. Dort wurde Cookie an einen Tropf gelegt und es wurden weitreichende Untersuchungen vorgenommen. Dabei stellte sich u.a. auch heraus, dass sie einmal schwer getreten sein musste, denn sie hatte einen schlecht verheilten und nie behandelten Rippenbruch. Außerdem waren diverse Organe auffällig. Leber, Niere, Magen und Darm hatten schlechte, bis sehr schlechte Werte.
Wir ließen Cookie über Nacht in der Klinik, mussten sie aber am nächsten Abend wieder abholen, da unsere finanziellen Mittel nicht zur Weiterbehandlung dort ausreichten. Von da an waren wir fast zwei Wochen täglich zweimal bei unserem Tierarzt, auch am Sonntag, der die Kleine mit speziellen Antibiotika behandelte. Es hatte sich herausgestellt, dass sie Leptospirose hatte. Bei unserer Rückrechnung bestätigte sich der Verdacht, dass sie sich im Haus der Verwandten an den Verunreinigungen der Mäuse angesteckt hatte.
Der Zustand unserer Hündin verschlechterte sich von Tag zu Tag. Sie lag zweimal täglich in der Praxis am Tropf um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Später bekam sie subkutane Spritzen mit Flüssigkeit.
Zuhause ernährten wir sie mittels einer Spritze und hochkalorischem Futterbrei zwangsweise. Auch Extrawasser bekam sie von uns über die Spritze. Zu Anfang klappte es, sie schluckte das meiste herunter. Leider erbrach sie sich auch immer wieder.
Nach einigen Tagen jedoch schob sie das Futter mit der Zunge wieder heraus und das Wasser ließ sie einfach an den Seiten des Maules herauslaufen ohne zu schlucken. Ihr Gesamtzustand war sehr bedenklich. Immer wieder war sie wie weggetreten. Reagierte nicht auf Ansprache oder Geräusche. Nicht einmal auf fremde Tiere beim Tierarzt.
Dann geschah ein Wunder. An einem Morgen sah sie uns mit wachem, klarem und ganz bewusstem Blick an, was schon seit Beginn der Krankheit nicht mehr geschehen war. Sie verfolgte unsere Bewegungen und drehte den Kopf in unsere Richtung. Auch reagierte sie auf Ansprechen und Geräusche. Ich war so glücklich. Bedeutete es doch, dass sie wieder gesunden würde.
Die Freude der Tierärzte (sie wurde mittlerweile von zwei Tierärzten betreut) war eher verhalten.
Am folgenden Tag verweigerte sie die Spritze zum Füttern und Tränken ganz. Sie presste die Zähne so stark zusammen, dass kein Durchkommen möglich war. Dabei war sie weiterhin so klar und bewusst, wie schon am Tag zuvor, wobei ihr Körper immer weiter abbaute. Ihr Gewicht, zuvor bei 4,5 Kilo gelegen, hatte sich auf 3,5 Kilo reduziert. Man sah bereits ihre Rippen, die Hüftknochen und die Wirbelsäule ganz deutlich. Laufen wollte sie gar nicht mehr, sie wurde zum Lösen von uns getragen.
Das war der Zeitpunkt, wo mein Mann und ich das erste Mal über ein Erlösen nachdachten. Dabei ging es uns sehr schlecht. Wir konnten und wollten die Hoffnung noch nicht aufgeben, obwohl unser Tierarzt uns bereits ganz vorsichtig darauf hingewiesen hatte.
In den folgenden zwei Nächten war Cookie extrem unruhig. Sie stand immer wieder auf und schwankte durch die Wohnung, wobei sie immer wieder umfiel. An Schlafen war für mich nicht mehr zu denken. Immer wieder auch suchte sie nachts völlig unzugängliche und dunkle Ecken auf, bei denen wir nicht an sie herankommen konnten. So verbarrikadierte ich zum Beispiel das Bett, um sie nicht darunter zu lassen. Ich hätte sie ja nie wieder hervorholen können, wäre es akut gewesen. Etwas, was ich sehr weit in der Vergangenheit mal gehört hatte, drängte sich nun in mein Bewusstsein. Tiere suchen oft dunkle und unzugängliche Orte auf, wenn sie sterben wollen.
Tagsüber dagegen lag sie zumeist schlafend oder weggetreten auf der Couch und regte sich nicht…den ganzen Tag lang.
In der Nacht zum 13.11.2009 bekam sie schwere Atemprobleme und mehrmals rappelte sie sich nachts hoch um nach Luft zu ringen. Am Morgen des 13.11.09 war sie so kraftlos, dass sie selbst beim Zwangsfüttern nicht einmal mehr sitzen konnte.
Ihren Kopf, den sie erheben wollte, um uns zu sehen, konnte sie nicht mehr halten. Langsam, ganz langsam sank er kraftlos nach vorn, bis sie mit der Schnauze auf der Couch einfach so liegen blieb. Es blieb uns nun nicht mehr verborgen und es ließ sich auch nicht mehr guthoffen.
Ich rief den Tierarzt an und bat ihn, zu uns nach Hause zu kommen. Nach einem langen Gespräch verabreichte er ihr eine Narkose und zehn Minuten später die letzte Spritze. Das Schlimme an diesem Morgen war für uns, dass sie bei klarem Bewusstsein war und auch immer wieder leicht schwänzelte, wenn wir sie aus Versehen losließen und aufhörten zu streicheln. Hatte sie gewusst, dass es die letzten Berührungen sein würden?
Der Moment, als der Tierarzt uns sagte, dass ihr kleines Herz aufgehört hatte zu schlagen, war der Schlimmste in meinem bisherigen Leben.
Ich hatte ein Leben getötet. Einmal, weil ich das Leiden beenden musste und einmal, weil ich mir die Impfung nicht leisten konnte, die das Ganze erst gar nicht hätte entstehen lassen.

Ich bitte auf diesem Wege jeden Hundehalter…lasst eure Tiere impfen, wenn es euch möglich ist. Es könnte ihr Leben retten.

Anja

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Der Weg der Drachen - mein Roman

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tHEfOOl Offline




Beiträge: 559

18.11.2009 16:39
#2 RE: Erfahrungsbericht einer Krankheit ohne HappyEnd Antworten

Mach' Dir keine Vorwürfe, Rainy. Das Krankheitsbild des Tieres weist nicht darauf hin, dass es durch eine Vorsorgeimpfung irgendwelchen Schutz gegeben hätte. Die Krankheiten kommen nicht nur dort, wo die Erreger auf keinen Widerstand treffen.
In meinem bisherigen (nicht ganz so kurzen) Leben habe ich sieben Tiere zu Grabe getragen (einige sehr alt) ... vier davon mussten mit der letzten Spritze erlöst werden. Ich kann also Deine Gedanken und Gefühle, Zweifel und Schrecken nachempfinden.
Mit unserem aktuell "neuesten" Familienmitglied, einem ausgesetzten, nicht ganz 100 %ig reinrassigen Norbotten-Spitz-Rüden, der halb blind und verhaltensgestört ist, haben wir im zweiten Jahr eine lebensbedrohliche Infektion bekämpft, die er trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bekommen hat: die Katzenseuche. Drei Wochen Klinikaufenthalt hätten uns finanziell ruinieren können, doch die neu eröffnete Klinik ganz hier in der Nähe wird von Idealisten geleitet, die zu diesem Zeitpunkt wirklich Werbung für sich selbst gemacht haben.
Heute ist unser Hundl sieben Jahre bei uns, verhasst in der ganzen Nachbarschaft (ein notorischer Beller, was bei seinem Wolfsgeheul wirklich an die Nervengrenzen gehen kann), zu allen, die er akzeptiert das liebste Schmusetier und ein unvergleichlicher Reisehund. (Lange Autofahrten -selbst quer durch Frankreich bis nach Bordeaux- sind kein Problem für ihn, in Restaurants kläffen die andern Hunde, er interessiert sich nicht dafür ... schade nur, dass man ihn nicht in Museen mitnehmen kann. Er ist musikalisch und wäre sicherlich auch zwischen Rubens und Warhol, Schmuck und Maschienen etc. gut aufgehoben)
Tut mir leid für Deine Cookie und natürlich für Dich (und Deinen Mann), aber so ist dieses ungerechte Leben. Irgendein Kettenhund, der nichts vom Leben hat und keine Liebe bekommt, lebt zehn oder fünfzehn Jahre, bis er seinen Dienst quittieren muss (und dann sowieso die letzte Spritze bekommt). Andere Viecher, die es so schön haben könnten, quälen sich mit irgendeinem Virus oder einem anderen Erreger herum und streichen die Segel, bevor sie richtig zu leben begonnen haben.
Bei Menschen ist das nicht anders. Und wenn ich mir die Blumentöpfe und Gärten so mancher Leute ansehe, dann ...
Aber lassen wir das.

Ich finde Deine Schilderung sehr berührend. Vielleicht solltest Du daraus nicht nur (wie geschehen) eine Aufarbeitung machen, sondern tatsächlich eine ausgebreitete Erzählung. Das macht keinen Lieben mehr lebendig, aber es könnte Dir gefallen, wenn andere darauf reagieren.
Alles Liebe
Alex tHEfOOl

"FEUERAUGEN" (3 Bände: 1-Das Dorf, 2-Drei Städte, 3-Das Schloss)
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Miss Rainstar Offline




Beiträge: 1.967

18.11.2009 17:15
#3 RE: Erfahrungsbericht einer Krankheit ohne HappyEnd Antworten

hallo theo

tja..aufarbeiten...ganz sicher auch das. aber mein hauptanliegen war wirklich anderen hh zu zeigen, wie gefährlich diese krankheit ist. es ist mein dritter hund, den ich einschläfern muss. unsere erste hündin wurde von einem rottweiler regelrecht zerfetzt, der zweite hund starb langsam und qualvoll an einer sepsis und nun eben cookie...nunja, gerade eben ist mein mann mit einem unserer meerschweine zum ta gefahren und was soll ich sagen? es sieht nicht gut aus

...
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nuncine Offline



Beiträge: 374

18.11.2009 20:23
#4 RE: Erfahrungsbericht einer Krankheit ohne HappyEnd Antworten

he rainy,

was du mit deiner Cookie erlebtest - und noch lange fühlen wirst - kenne ich auch. Ein kleines Meerschweinchen, das die ganze Familie liebte, Struppi, die in Wirklichkeit eine Struppine war, hatte von einem Sonntag zum anderen ein Geschwür über ihrem rechten Auge, groß wie eine Haselnuss. Der Tierarzt tröstete uns, das käme öfter vor, weil die Tiere überzüchtet seien. Struppi könnte auch gut mit einem Auge leben. Wir ließen uns auf die OP ein. Wie leicht das ging. In jenem Moment dachte ich nicht darüber nach, was wäre, würde mir ein Arzt eröffnen, ich könnte auch gut mit einem Auge ... . Wir ließen Struppine für 24 h in einer ihr völlig fremden Welt. Am anderen Tag, einem Montag, holten wir sie ab. Ich nahm ihre Lieblingssachen mit, alles, was ihr vertraut war. Mein Herz krampfte sich zusammen, als ich den jämmerlichen Verband sah und wusste, darunter ist eine leere Höhle. Ihr sonst so seidiges Fell war verklebt, und Struppi war verstört, erkannte uns nicht mehr, wollte es vielleicht auch nicht. Ich hatte die Hoffnung, ihren Verlust mit Zuwendung und Liebe wieder zu heilen. Umsonst. Genau eine Woche später, ein Sonntag. Wie jeden Sonntag war Hausputz bei Struppine angesagt. Ich höre noch heute die Panik, Verzweiflung, wie immer man es nennen mag, in meinem Aufschrei. Ein haselnussgroßes Geschwür über dem anderen Auge. Was nun folgte, muss ich nicht erklären.

Tiere, egal, ob ein Kleid aus Federn, Schuppen oder Fell, waren immer in unserem Haus (mit Ausnahme eines Hundes; die Gelegenheit hatte sich nie ergeben), heute ist es Lilli, meine Katzepuseratze, Katze U., Dowemiezekatzedu, Kotka oder Missi Pissi. 10 Jahre ist sie mittlerweile. Manchmal drohe ich ihr an, wenn sie noch einmal in den Hausflur pinkelt, kommt sie in die Pfanne. Sie nimmt mich nicht ernst. Warum auch. Sie weiß genau, dass ich das niemals tun würde. Zwei Umzüge hat sie überstanden, sich ihrer neuen Umgebung immer wieder angepasst. Sie verhaut Marder und Schäfer- und andere Hunde (deswegen kein Hund im Haus, weil, zuerst war Katze da), ist halt eine Kamikatze, kennt die StVO, ist keine Streichelkatze, kurz gesagt, für mich eine Partnerin. Ich mag mir nicht vorstellen, dass sie eines Tages nicht mehr bei uns ist. Keinen Ct. habe ich bedauert, den wir beim Tierarzt gelassen haben. Manchmal haben wir auch die letzten Heckerlinge zusammenkratzen müssen. Es ist noch nicht lange her, da ging es uns nicht schlecht, aber es ging uns nicht gut. Alles musste bedacht werden. Entscheidungen waren zu treffen, was ist wichtig, was nicht. Unsere Wohnung haben wir nach den Bedürfnissen der geliebten Sphinx ausgesucht. Wir haben entschieden, eine Wurmkur für unsere Drindraußenkatze ist nicht wichtig. Nach der ersten Maus im Freien ist so eine Wurmkur sinnlos. Vielleicht unterscheidet das Katzen und Hunde. Hauptnahrung unserer K. sind nun mal Mäuse, egal ob Land- oder Stadtmäuse (die sind auf jeden Fall fetter). Unsere Katze ist eine Promenadenmischung, trotzdem eine Dame, eine wunderschöne, an eine feindliche Umwelt gewöhnt, was vermutlich in ihren wilden Genen liegt.

Ich hoffe, dass ich dich ein wenig trösten konnte. Es gibt Dinge, die wir nicht verhindern können. Der Verlust eines Lebens, das uns nahesteht, ist schwer. Vergessen wirst du Cookie nie. Vorwürfe musst du dir nicht machen.

Hast du dich schon einmal mit dem Leben der Wölfe befasst? Wölfe sind sehr solidarische, gefühlvolle Tiere. Manchmal töten sie kranke Tiere ihres Rudels, fressen sie aber nicht. Warum sie das tun, hat noch niemand richtig durchschaut. Man vermutet, ohne es beweisen zu können, dass sie ihren Gefährten damit ein qualvolles Leiden ersparen.

Behalte Cookie als das Besondere, das sie war, in deiner Erinnerung.

lg nuncine

Nichts geschieht ohne Grund

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

19.11.2009 07:33
#5 RE: Erfahrungsbericht einer Krankheit ohne HappyEnd Antworten

Hallo Anja,
warum sollte ich deinen Text nicht hier stehen lassen? Ich kann gut nachvollziehen, was du empfindest. Habe ja selbst eine schwarze Labradorhündin. Als sie vor zwei Jahren an Brustkrebs erkrankte, habe ich ähnliches durchlitten, nur mit Happy End - denn sie schein völlig kuriert zu sein. Es ist schon erstaunlich, wie eng ein Tier in unser Leben hineinwachsen kann, wenn wir es nur zulassen. Das schärft auch den Blick auf das Leben überhaupt. Mich macht es manchmal wahnsinnig, wenn ich sehe, wie respektlos so manche Mitmenschen mit dem Leben (auch dem von Pflanzen und Tieren ) umgehen. Wir haben den Kontakt zur Natur fast verloren - die Kraft, die uns eigentlich überhaupt erst das überleben ermöglicht.
Auf der anderen Seite habe ich mich damals bei der OP gefragt, wie weit wir unsere Tierliebe noch treiben werden. Mir kamen Geschichten über Kinder in Afrika in den Sinn, die mit Hilfe einer Schluckimpfung vor Krankheiten bewahrt werden könnten, die so schlimm sind, dass man sie nicht beschreiben mag, und die wir hier im reichen Teil der Welt zum Glück nicht mehr kennen. So eine Schluckimpfung kostet einige Cent, während wir unserem Hund mit ca. 1000 Euro das Leben retten ließen. Auf der einen Seite freute ich mich, auf der anderen schämte ich mich.
Es läuft so vieles aus dem Gleichgewicht.
Viele liebe Grüße
vom Schreiberling

jf_berlin - View my most interesting photos on Flickriver

Miss Rainstar Offline




Beiträge: 1.967

19.11.2009 19:26
#6 RE: Erfahrungsbericht einer Krankheit ohne HappyEnd Antworten

hay ihr beiden...und danke.

tja, was soll ich sagen? jedesmal (immer noch) wenn ich den stuhl vor dem computertisch zurückschiebe habe ich angst cookie auf die füße zu treten (sie lag immer direkt dahinter) und drehe mich vorsichtshalber um...

aber deine zweifel, schreiberling, kenne ich auch. nur...wir haben verantwortung übernommen und die müssen wir dann eben auch tragen, nicht wahr? egal, was andreswo passiert. denn würden aus diesem grund aufhören uns um die uns anvertrauten zu kümmern, wären wir schlechte menschen.

...
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