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  • Hallo ich bin EL Machiko,

    ich schreibe Lyrik, und möchte auch einen Roman veröffentlichen. Leider leide ich unter Rechtschreibschwäche. Ich bite um nachsicht.

    Schon jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Werke.

    Liebe Grüße

    L & M

  • Gangsterwein


    Kapitel 1


    Ivon Richter kam von einem harten Arbeitstag nach Hause. Während sie aus ihrem Mantel schlüpfte dachte sie an die unverschämten Bengel, die ihr während ihrer Spätschicht im Supermarkt einen Streich spielten. Irgend so ein Japse mit geröteten Augen und einer Hose in die 2 Elefantenärsche passen würden, stand mit so einem fettleibigen Typen mit einer halb über die Augen gezogenen Wollmütze an der Kasse. Sie hatte direkt erkannt das der junge voll zu gedröhnt war. Mit kratzender Stimme fragte er sie, während er seine Wörter in die Länge zog:
    >> Ey, haste ma ne Stofftüte? <<
    >> Was? <<
    >> ne S T O F F T Ü T E! <<
    >> Das hier ist ein Supermarkt du Idiot <<
    >> Ey weisste nich was ne Stofftüte is?
    Um den Einkauf rein zu packen! Ihr habt hier doch Plastik und Stofftüten, man!
    <<
    Der andere Junge währ fast gestorben vor lachen.
    Mürrisch hat sie ihm seine verdammte Stofftüte gegeben und den Einkauf abkassiert. Hinter sich hörte sie, wie die beiden sich immer noch über sie lustig machten. Wenn ihr kleinen Pisser wüstet, dachte Ivon.
    Während Sie versuchte den Vorfall aus ihrem Gedächtnis zu streichen, holte sie sich einen Martini aus dem Kühlschrank und machte es sich auf dem Sofa gemütlich. Nachdenklich lies sie noch mal die vergangene Woche revü passieren. Die Geschäfte liefen nicht so gut. Dieser hässliche Gabba Freak hatte nur noch schlechten Stoff. Nicht mal 20% Amphetamin Anteil schätzte sie. Die Kunden liefen ihr davon; sie kamen nur noch wenn die anderen Dealer ausgebrannt waren. Schließlich hatte sie nur Drei, denen sie normalerweise jeweils 50gramm im Wochentakt verkaufte. Aber bei dem halben Kilo war das schon ein ordentlicher Nebenverdienst. Leider ist ihr alter Kontakt vor 2 Monaten hochgenommen wurden und nun blieb ihr nichts anderes übrig als sich von diesem Gabba Spacko füttern zu lassen. Irgendwas musste passieren. Ivon stöhnte auf, sie würde nicht drum herum kommen, sich einen neuen Mann zu suchen. Genervt dacht sie daran, das sie sich erstmal wieder mit jeder Menge Idioten unterhalten und in abgefuckten runtergekommenen Buden abhängen müsste, bis sie mal endlich zu den richtigen Leuten durchkäme. Das war nicht nur lästig sondern auch gefährlich. Denn eigentlich war sie wie ein Geist in der Szene, sie wollte schließlich nicht wie die meisten andern hiesigen Dealer über kurz oder lang im Knast landen weil die halbe Stadt über sie spricht.
    “So ne Scheiße“, fluchte sie während sie auf die Play taste Ihres Anrufbeantworters haute.

    “Piep“. Sie haben 3 neue Nachrichten. Erste neue Nachricht. Aufgenommen am 26.12 um
    20: 13 “Piep“.

    >> Hi ,ich bin s Erkan. Ey weisse noch, wo wir da bei diese eine Kollege gechillt haben alter? Weisse? Da hab ich dich doch gefragt ob wir mal so einen Cafe trinken gehen können und so, da meintest du ja so mal gucken so. Als du gegangen bist konntest du mir ja gar nicht deine Nummer geben, du meintest so, du hast dein Händy nicht dabei und deine Nummer kennst du nich auswendich. Aber ey, Christoph hat die mir die dann klar gemacht so. Korrekt ne. Weisse was? Ich, hab ne viel geiler Idee, alter. Lass ma zusammen Sylvester Feiern so im Prodigy da geht voll die überkrasse Party ich schwör auf alles amanakojdum. Ich bezahl dir auch, ja. Kein ding. Ruf mich ma an so unter 0176 / 54 86 907. Händy is auf jeden fall ganze Zeit auf ,ja. Ok hau rein ne. Bis dann guapa boniato. <<

    “Klick“ Ende der neuen Nachricht
    .
    >> boniato???
    Ich bringe Christoph um! <<

    Nächste neue Nachricht Aufgenommen am 27.12 um 10: 37 “Piep“.

    >> Hi, na mein Schatz hier ist deine Mutter. Ich wollt nur mal hörn wies so bei Oma und Opa war, du bist ja gestern da gewesen. Hattest du nicht heute noch Frei oder hab ich da was durcheinender gebracht. Meld doch noch mal wenn du zu Hause bist ja? Tschau. <<

    Ende der Neuen Nachricht.

    Ivon säufzte.

    Letzte Neue Nachricht. Aufgenommen am 27.12 um 15: 43 “Piep“.

    Völlig unerwartet startete ein düsterer HipHop Beat in Ivons A.B.
    >> Was ist das? <<
    Komplett verwirrt lauschte sie der Musik. Plötzlich setzte eine Raue Stimme ein und Startete einen Mysteriösen Rap. Ivon kam diese Stimme irgendwie bekannt vor.


    Vom Strand der schwarzen Rossen
    Fliegt die Brieftaube als boten
    Sie nicht in den Mond
    Um viertel Eins folgen die Sterne dem Mond
    Noten höchsten Sinnes Klingen in den Ohren,
    Kleopatra bringt 2 Stricke
    für viertausen´ Schlafende Sklaven weis wo sie Wohnen
    Im Wind des Pater Noster
    Tulpen auf Omega
    Nahe dem Mars flüstert es Telepartie
    Kehr noch nicht um warte auf das Ungeheuer
    Gestehe ihm deine Sünden
    Ruf Arme aus Feuer
    mal ihm das Unendlich
    gehe in den Twister Ängstlich
    Vom Salto zurück wie ein Boomerang
    Meine Berührungen dein Erbe
    Code 7.8.0 dein Onkel rief an.


    Eine wilde Scratsch Einlage brachte den Beat zum stehen.
    “Piep“.Ende der neuen Nachrichten.

    >> Was? Der Onkel? Aber der ist doch noch im Knast oder? Ach ja, genau, die 2 Jahre müssten jetzt langsam verstrichen sein. <<
    Ivon lief ein Schauer über den Rücken. Nur zu gut konnte sie sich noch an den Onkel erinnern, sie war damals noch eine Teenie Schlampe die überall da war, wo es was zu Ziehen oder zu Kiffen gab und noch völlig grün hinter den Ohren. Dann kam sie mit dem Onkel in Kontakt. Der hatte sie bei sich Wohnen lassen, ohne dass er sie jemals angegraben hatte. In Stundenlangen Gesprächen mit ihr, konnte er sie letzten Endes doch noch Überreden sich wieder mit ihrer Mutter zu versöhnen. Und nicht nur das, er brachte ihr auch bei wie man ordentlich Dealt und wie man mit dem Stoff umging, ohne als Junky in der Gosse zu verrecken. Sie wurde seine Schülerin. Hin und wieder brachte er ihr auch seltsame Codierungs- und Verschlüsselungs- Techniken bei, die sie allerdings selber nie angewandt hatten. Er sagte ihr immer, das ist für deine Zukunft, vielleicht kannst du ja mal eines Tages auf die Uni gehen. Doch bei dieser Nachricht wusste sie sofort das dass ein Code ist den sie Knacken sollte, es war ja auch nicht schwer zu erraten, immerhin hatte er ja sogar das Wort Code selbst erwähnt. Was hat der Onkel vor? Ivon spielte die Nachricht erneut ab.


    Kapitel 2


    Seine Behausung hatte Gizmo in einer 45qm großen Wohnung nahe dem Kietz in Düsseldorf. Die Einrichtung hatte schon seit Jahren nicht an Bescheidenheit verloren. Er besaß nur was er zum Leben brauchte. Über den alten Möbeln lag eine feine Staubschicht, hier und da tummelte sich Müll in den Ecken und auf einem der Schränke Stapelten sich Papiere. Durch die Vergilbung nahmen die Vorhänge die Gestallt eines verblassten Regenbogens an. Mit seinen Mitte dreisiech sah er noch relativ gut, für seinen ungesunden Lebensstiel aus. Er trug einen ausgeprägten Bart, kurz rasierte Haare, Bluejeans, und ein weißes Unterhemd. Beide Arme hatte er komplett zu Tätooviert. Das Auffälligste zierte seinen rechten Unterarm. Auf der Oberseite war ein Gramlin zu sehen, über dem das Wort Schneemann gestochen war. Auf der Unterseite hingegen war Gizmo abgebildet, über ihm war deutlich “Sandmann“ zu lesen. Gizmos blick fixierte das Heiligtum seiner Wohnung: eine 50 cm hohe Glasbong mit einer großen Kugel als Unterbau. Obwohl schon ein halbes Jahr verstrichen ist, seitdem er sein Schmuckstück angeschafft hatte, musterte er sie regelmäßig, auch wenn er sich dessen gar nicht so bewusst war. Zwischen Bong und Kiffer herrscht ein leicht ähnliches Verhältnis wie zwischen Auto und Mann. Das kuriose daran ist, das viele Kiffer keinen Ansporn besitzen, ihr Rauchgerät regelmäßig zu pflegen. Gizmo war da jedoch anders. Er Erinnerte sich noch wie er sich geärgert hatte, als sich in seiner ersten Bong (eine Dakota auch als Hollandbong bekannt), immer mehr Schmant ansetzte, obwohl er sie ständig gereinigte hatte. Mittlerweile wusste er natürlich welche Materialien am besten geeignet waren.
    Es war 12:00 Uhr morgens und er hatte erst zwei Köpfe geraucht und ein Bier getrunken. Auf dem Brettchen lag noch eine Mische von gut 0,7. Also kratzte er das Siebchen aus, machte sich einen Kopf fertig und zog ihn gemütlich weg. Über den Fernseher flimmerte eine dieser gähnenden Gerichtssendungen als Gizmo das Bild für einen kurzen Moment hinter einer gewaltigen Nebel Wolke verschwinden lies. Ein entspannender und zugleich anstrengender Moment. Der Aschenbecher gab ein helles Klicken von sich, während Gizmo die Asche aus dem Köpfchen klopfte bevor er dann die Pfeife vom Restqualm befreite, indem er einmal Kräftig durch den Schlauch pustete.
    „Ey, ich mach mir auch noch’n Kopf ne.“, fragte Dimitri.
    >> Ja sicher. Hau ma rein Dimi.<<
    Dimitri drückte den Kopf feste in die Mischung, die er zuvor zu einem Berg gehäufte hatte und drehte ihn von Links nach Rechts. Er war noch nicht richtig breit und brauchte jetzt erst mal einen Presskopf. Der lange schwarzhaarige Weißrusse, hing jeden Tag bei Gizmo in der Bude ab. Er griff ihm bei den einen oder anderen Dingen unter die Arme, dafür gab er ihm öfter mal einen aus. Irgendwie waren sie befreundet, schließlich verstanden sie sich sehr gut, doch vertrauen findet in dieser Gegend nur bis zu einer gewissen Grad statt. Alles andere wäre eine Schwäche für die man eines Tages teuer bezahlen müsste. Arbeiten war für sie beide schon lange zu einem Fremdwort geworden, es wurde zwar manchmal knapp, doch über die Runden kamen sie immer irgendwie. Das laute dröhnen der Schelle riss sie aus ihren sanften Träumen. Es schellte drei mal, zwei mal kurz, einmal lang.
    „Ey, mach ma auf“ bittete Gizmo Dimitri.
    Als Gentelman ging er der bitte selbstverständlich nach. Er hätte auch so was wie „geh ma selber Mann“ antworten können, sie respektierten sich schließlich, jedoch war es momentan durchaus höfflich ihm eine solche bitten zu erfüllen, da er schon seit zwei Tagen von ihm mitrauchte ohne selber etwas zu bezahlen.
    Ein Junge mit roter Cappi und einem blauen Pelle Pelle Jogginganzug betrat den Raum.
    >> Na alles Klar Leute?<<
    >> Wieviel brauchst du?<<
    >> ’n Zwani.<<
    Gizmo holt eine kleine Holzkiste aus seiner Schublade und gab ihm 2 Packs Marihuana. Der junge sah Dimitri lächelnd an.
    >> Ey Dimi ich hab gehört du hast letztens im Flex so einem Marokkaner ne Kopfnuss gegeben. Da soll voll die Schlägerei gewesen sein und dann haben die Bullen dich mitgenommen. <<
    >> Ja und? Was geht dich das an. Komm, bau ma lieber einen auf hier Chris und lava nich so viel. <<
    >> Ja kann ich machen<<
    Als hätte er nur darauf gewartet setzte der junge sich neben Dimitri auf die Zweiercouch und fing an einen Joint zu drehen.
    >> Ich hab mir heute voll die geilen CD’s gekauft. Willste mal sehen? Das neue Album von Bushido, Azad, noch eins von Eminem und son altes von Cypress Hill. <<
    >> Ja zeig mal her. Ey, das von Bushido leist du mir mal, ne. <<
    >> Nee geht nicht die hab ich selber alle noch gar nicht gehört. <<
    >> Mach mal keinen miesen, alter. Tu mal her. Ich brenn die bei einem Kollegen dann kannst du die wiederhaben. <<
    >> Ne ich kann die dir nicht leihen. Wenn ich die ein paar mal gehört hab dann ja. Doch jetzt nicht. <<
    Dimitris stimme wurde aggressiver.
    >> Was ist los mit dir, junge. Leih mal die scheiß CD aus. Du hast da doch eh noch 4 andere ,Alter. Mach mal keine Faxen jetzt du Spaßti. Denkst du ich will dich abziehen, oder was? Glaub ma, wenn ich dich abziehen wollte dann hättest du jetzt gar keine CD’s mehr. Also reg mich ma nich auf, alter. <<
    >> Ok ok , für eine Woche kann ich sie dir ja mal ausleihen. <<
    „Voll der Spasti“, dacht Gizmo.
    Chris wusste sofort dass er die CD nie wieder sehen würde. Es war schon das dritte mal das er auf ähnliche weise eine CD los wurde. Grade als er fertig gedreht hatte schellte es wieder an der Tür.
    „Los guck mal wer da is.“, sagte Gizmo zu Chris.
    Chris fühlte sich schikaniert, es war schließlich seine Wohnung also könnte er eigentlich auch selber an die Türe gehen. Es wurde Zeit das sie mal ein bisschen mehr Respekt vor ihm bekommen. Diesmal würde er nicht sofort springen.
    >> Geh doch selber, man. Ich rauch grad’ nen Joint <<
    Gizmo guckte als könnte er nicht glauben was er grade gehört hat.
    >> Willst du mich verarschen, alter?! Geh an die scheiß Tür Jetzt..
    <<
    Chris überlegte was er machen sollte. Eine Sekunde lang passierte nichts. Dann starrte Gizmo ihn mit dem Blick eines Wütenden Steffords an.
    >> Bist du doof oder was du Krüppel?! Steh jetzt auf und geh an die scheiß Tür alter, denn wenn ich aufstehen muss, dann geb ich dir eine Schelle das es in deiner Birne Morgen Früh noch klingelt. <<
    Chris war nicht unhöfflich gewesen. Das hätte Gizmo noch akzeptieren können. Was er gemacht hatte war viel schlimmer. Er hat als kleiner Kackvogel die Fresse aufgerissen. Chris stand auf und nahm den Hörer der Sprechanlage ab.
    >> Ja? <<
    >> Hier ist Tina ist Gizmo da? <<
    „ Es ist Tina.“, rief Chris zu Gizmo.
    >> Sag der Schlampe sie soll sich verpissen. <<
    >> Er sagt: „Du sollst dich verpissen“ <<
    >> Wer ist den da? <<
    >> Ich bin’s Chris <<
    >> Sag ihm er soll mal an die Sprechanlage kommen. <<
    >> Sie sagt du sollst mal kommen. <<
    >> Mach der Schlampe klar, das sie sich verpissen soll. <<
    >> Er sagt du sollst gehen. <<
    >> Frag ihn warum sein Händy aus ist. <<
    >> Sie will wissen warum dein Händy aus ist. <<
    >> Weil die Schlampe sich verpissen soll. <<
    >> Weil du dich verpissen sollst. <<
    >> Frag ihn was mit meinem DvD Player ist? <<
    >> Was ist mit ihrem DvD Player? <<
    >> Sag ihr sie kann ihn haben wenn sie Dimitri einen geblasen hat. <<
    Dimitri fing lauthals an zu lachen.
    >> Er sagt: „ Du sollst Dimitri einen blasen.“ <<
    >> Ey pass mal auf wie du mit mir redest du Spasti. Sag Gizmo bis morgen ist der DvD Player bei mir oder er hat die scheiß Bullen am Arsch. <<
    Tina hatte den Hörer aufgeknallt.
    Chris ging wieder zurück in das Wohnzimmer.
    >> Sie ist weg, sie meinte wenn der DvD Player nicht morgen bei ihr ist, ruft sie die Bullen.<<
    >> Ach ja? Hat die das gesagt? <<
    „Scheiß was auf die Hure, alter“ ,schlug Dimitri vor und fügte hinzu: „Die fickt meinen kopf auch schon langsam mit ihrem Scheiß gelaver, die dumme Fotze.“
    Alle Drei widmeten sich wieder Kollektiv Ihrem Marihuana verzehr. Gizmo beobachtete Chris. Es würde vielleicht noch ein ganzes Jahr dauern bis er in einer ähnlichen Situation, einfach seinen Stoff kauft und sich danach direkt wieder verpisst. Es würde wahrscheinlich noch 4 oder 5 Jahre dauern, bis er ein genau so abgewichstes Arschloch wie Dimitri und Gizmo ist. Oder er würde für den Rest seines Lebens eine Lusche bleiben.
    Nach einer weile blieb Gizmos blick, an dem Stapel Papiere kleben. Mist, er hatte schon wieder vergessen die Arztbescheinigungen seiner Krankenkasse zu zuschicken. Ok, auch wenn er grade keinen bock hatte, er müsste es jetzt erledigen, bevor er es wieder vergessen würde.
    >> Ey, ich bin mal kurz zum Briefkasten. Macht keinem auf. <<

    Bis zum nächste Briefkasten war es nur ein Stück die Strasse rauf. Draußen herrschte ein rauer Dezemberwind der meckernd den Regen über den Asphalt jagte. Noch leicht Komatisiert, nahm Gizmo mit vernebeltem Blick war, das nur wenige Menschen zu dieser Zeit auf der Strasse unterwegs waren. Was ihm auch ganz recht war. Gizmo zog sich die Kapuze über den Kopf und Marschierte los. Ein paar Meter weiter hörte er plötzlich wie ihn eine Stimme aus einem geparkten Auto ansprach.
    >> Gizmo! Wie geht’s dir mein Freund? <<
    Es war ein heller Typ mit Sonnenbrille der in einem, glänzenden, silbermetallic Farbendem, Audi A6 saß.
    Gizmo ging auf die Runtergekurbelte Scheibe zu.
    >> Kenn ich dich irgendwoher? <<
    >> Du kennst mich nicht, aber ich kenn dich. Ich würde mich gerne mal mit dir unterhalten, Geschäftlich. Was hältst du davon wenn wir morgen zusammen was Essen gehen? <<
    >> Essen? Sorry man ich kenn dich nicht. Ich muss weiter. <<
    >> Was ist los? Hast du angst dass ich ein Bulle bin? Wenn ich das wäre, würde ich schon längst deine Bude mit den Restlichen Packs von deinen 25 Gramm hochgehen lassen.
    Ein Freund von mir mag dich. Überleg es dir. Morgen um 20:00 Uhr. <<
    Die skurrile Gestalt in dem Audi drückte Gizmo einen Zettel in die Hand.
    >> Ach ja, das ist für deine Zeit. <<
    Er holte einen fünfzig Euroschein aus der Tasche und gab ihn Gizmo.
    >> Kann ich mit dir Rechnen? <<
    >> Eähm, ja …. Ich kanns mir ja mal anhören. <<
    >> Ok, bis dann mein Freund. <<
    Die Scheibe fuhr hoch und der Audi rollte wieder auf die Strasse.
    Gizmo stand immer noch wie versteinert auf derselben Stelle. Was war das? Wer war das? Was wollen die von mir? Woher wusste er wie viel ich hatte? Dann zog sich ein breites grinsen über sein Gesicht. Vielleicht hatten ja die ganz großen Fische bemerkt, dass er es richtig drauf hatte. Vielleicht ist das, seine große Chance. Moment mal. Es könnte allerdings auch was anderes dahinter stecken. Vielleicht sind es doch die Bullen? Aber er hatte Recht, wegen 25gramm laden einen die Bullen doch nicht zum Essen ein und drücken einem einen Fuffie in die Hand. Hmmm, was geht hier ab? „Krass“, dachte Gizmo und schüttelte mit dem Kopf. Er schaute sich den Zettel an, den ihm dieser Typ zugesteckt hatte. Dort stand nur eine Adresse drauf:

    Lotus Garden
    Berliner Strasse113.


    Kapitel 3


    Während sich das letzte Laub träge über den Asphalt schliff, bahnten sich die Menschenmassen ihren Weg durch die Einkaufspassagen. Das Wetter der letzten Tage hatte auf die Gesichter der Leute ein raues Unbehagen niedergeschlagen. Langsam näherten sie sich den Wochen in der sie am kürzesten sind und drängen die Stadtbewohner unbewusst dazu mehr Zeit in ihren eigenen 4 Wänden zu verbringen. Eine Zeit, in der man mit einem Aufmerksamen Auge, ein schadenfreudiges Grinsen in den Schatten unserer Gesellschaft aufblitzen sehen kann. An diesem Abend war das vornehme und prunkvoll ausgestattete Cafè Bleu les Rois, wie üblich gut besucht. Von überall reflektierten die zahlreichen Messingverzierungen, das sanfte Dimmerlicht der klassischen Wand- und Deckenleuchten, um es behutsam auf das elegante Ambiente der steilvollen Inneneinrichtung zu legen. Im ersten Stock, an einem der Fensterplätze mit Ausblick auf die weiten Einkaufsmeilen, saß der Onkel mit seinem alten Freund, den er nur als den Handwerker kannte, bei einem Cappuccino beisammen. Genüsslich schlürfte der Onkel den Schaum von seiner Tasse und sah dem Handwerker mit einem tückischen Grinsen entgegen. Das Gesicht des Handwerkers war von markanten Zügen und einem eindringlichen Blick geprägt und meistens regungslos. Seine dominante Ausstrahlung wurde durch seine hervorstechende Glatze noch verstärkt.
    Die Kleidung, die sie an diesem Abend trugen, erweckte den Eindruck als wären sie grade aus einem Büro gekommen. Sie zeigten sich zwar nicht im Anzug, waren allerdings auch nicht allzu gewöhnlich gekleidet.
    >> Und? Wird unser Freund da sein? << fragte der Onkel.
    >> Ja das wirt er. Woher kennst du ihn? <<
    >> Er war während meiner 2 Jährigen Abstinenz in Ferberg mein Nachbar gewesen. Einer dieser typischen extrovertierten, sich selbst überschätzenden Prollos. Ein Vollidiot. Ich bin mir sicher dass er unseren Arbeitsanforderungen gewachsen ist. <<
    Der Handwerker lachte.
    >> Da bin ich mir sicher. <<
    >> Das Geld für den Leihwagen und deine Freundin, die so freundlich war die Formalitäten zu Unterschreiben, habe ich dir mittlerweile überwiesen. <<
    >> Ich denke ich hätte das auch mit meinem Privatwagen erledigen können. Unser Freund hat gar nicht das Auge so einen Empfang zu schätzen zu wissen. <<
    >> Naja aber man weiß ja nie. Wenn er es im Nachhinein doch zu schätzen wüsste, könnte es ja sein das er sich Persönlich bei uns Bedanken will. Weißte du, da müssen wir unseren Grünschnabel bremsen. Das währe ja wohl nicht nötig. Er soll uns in unseren üblichen Umgangsformen kennen lernen. <<
    >> Ja ich denke du hast recht. Und du willst wirklich nicht mehr bei unseren nächsten Projekten dabei sein? <<
    >> Weißt du alter Freund, die Zeit in Ferberg hat mich verändert. Ich möchte nicht mehr ständigen diesem Druck ausgesetzt sein. Ich konnte mir dort, mit ein paar lausigen Jobs, etwas Geld auf die Seite legen. Nach diesem Durchlauf werde ich mich irgendwo in Bayern niederlassen und ein kleines Geschäft eröffnen. Vielleicht ein Cafe oder ein Wettbüro. Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Aber ich werde die ruhe genießen. Außerdem möchte ich, irgendwann mal, eine Familie Gründen. <<
    >> Wenn du es dir anders Überlegst kannst du natürlich jederzeit wieder zurück kommen. Mit den Kollegen in den Niederlande und dem Kunden ist auch schon alles besprochen. Sie warten nur noch darauf dass wir mit der Logistik ins reine kommen. <<
    >> Kennst du noch die süße Rosè? <<
    >> Deine ehemalige Azubiene? Die wir immer Black Rose genannt haben? <<
    >> Die wirt das schon Regeln. Ich hab noch eine bitte an dich. Ich möchte dass du nach diesem Durchlauf ein Auge auf sie hast. Und ich möchte das du ihr eine Chance gibst in dem du ihr ein paar Aufträge Übergibst. Sie ist leicht einzuarbeiten. <<
    >> Du weißt das ich dir keinen Gefallen abschlagen kann. Deiner Courage habe ich es ja schließlich zu verdanken das ich nicht auch nach Ferberg verlegt wurde. Aber ich denke nicht dass sie dem Anspruch unseres Anforderungsprofils entspricht. <<
    >> Oh das tut sie. Während meiner Abwesenheit hat sie eindeutig Ständing bewiesen. Im lokalen Sektor konnte sie sich ohne Schwierigkeiten die ganzen 2 Jahre halten; selbstständig und ohne Hilfe. <<
    >> Von welcher Größenordnung sprechen wir hier? <<
    >> Eine halbe Einheit. Aber für einen Amateur, und vor allem ganz auf sich allein gestellt, und als Frau in einem von Männern Dominierten Geschäftszweig, doch eine bemerkenswerte Leistung. <<
    >> Warum Expandierte sie nicht? <<
    >> Wahrscheinlich hat sie niemandem Vertraut und sie wollte wohl ihre Kapazitäten nicht unnötigerweise, der Gier halber, überreizen. Sie beschränkte sich auf einen kleinen Abnehmerkreis<<
    >> Nüchterne Einstellung. Wenn das so ist, können wir es ja mal versuchen. <<
    >> Sie wird dich nicht enttäuschen. Am besten Unterhältst du dich, nach diesem Durchlauf mit ihr. Ich möchte ihr noch etwas beibringen. <<
    >> Nun gut. Ganz wie du willst. Allerdings hast du mir immer noch nicht verraten, was genau du mit unserem neuen Mitspieler vor hast und was genau ich ihm Morgen erzählen soll.
    Der Onkel brach in Lautes Gelächter aus. <<
    >> Also gut. Pass auf. Du sagst ihm Folgendes… <<

    [ Editiert von EL Machiko am 09.05.09 20:30 ]

  • Kapitel 4


    Das Wasser spritzte über ihren Körper. Schon in dem Moment, als Ivon an diesem Morgen die Augen öffnete drehten sich ihre Gedanken nur noch um die kuriose Nachricht die sie am Vorabend in Ihrem Anrufbeantworter aufgefunden hatte. Während der Strahl des Duschkopfes ihr Haar vom Shampoo befreite, spürte sie wie der Nebel in ihren Gedanken langsam verflog und sich ihr Verstand wieder zu einem klaren Muster zusammenpuzzelte. Sie dachte an die wenigen Segmente des Rätsels, der sie eine Bedeutung zuordnen konnte. Nachdem sie den Text am gestrigen Abend nach erneutem Hören aufgeschrieben hatte, ging sie ihn noch mal systematisch Zeile für Zeile durch:

    Vom Strand der schwarzen Rossen
    Fliegt die Brieftaube als boten


    Mit der schwarzen Rose war sie selbst gemeint, soviel stand fest. Doch weshalb das Plural? Hmmm. Vom Strand, damit kann nur mein jetziger Standort gemeint sein. Obwohl ein Strand auch oft ein Synonym für einen Ort ist, denn man endlich erreichen möchte oder nach langem Kämpfen erreicht hat. Doch hier verhält es sich so ähnlich wie mit der zweiten Zeile.
    >> Ich soll also einen Boten oder einen Lieferanten für irgendetwas schicken<<, dachte Ivon vorerst. Doch dann wurde es ihr klar: Sie sollte selber als Botin Fungieren. Denn später in dem Text hieß es:

    Kehr noch nicht um warte auf das Ungeheuer.

    Hier wurde sie direkt angesprochen. Aber welches Ungeheuer? Die ganze Nachricht war alles andere als Beruhigend. Irgendwie passte Ivon das ganze und gar nicht. Warum kam der Onkel nicht persönlich mit seinem Anliegen zu ihr? Es war schon lange Zeit her, seit sie den Onkel das letzte Mal gesehen hatte. Kurz nach seiner Inhaftierung hatte sie ihn mit einer Tasche voller CDs, Bücher, Süßkram und einer Stange Zigaretten besucht. Auch einen kleinen Batzen Bargeld hatte sie für ihn mitgenommen. Doch anstatt, das er sich gefreute hätte sie zu sehen, beschimpfte er sie nur und schickt sie fort. Er fragte was ihr den einfiele ihn besuchen zu kommen und er sagte, dass sie ihm weder etwas zuschicken, noch dass sie ihn sonst auf irgendeine anderen Art und Weise belästigen sollte. Und nun verlangte er auch noch aus heiterem Himmel, dass sie tatsächlich den Laufboten für ihn spielte. Ivon kniff wütend die Augenbrauen zusammen, während sie sich mit dem Handtuch den Rücken abschrubte.
    Es war Sonntagmorgen und der trübe Himmel der sie müde aus dem Fenster anblickte, glich ihrer mulmigen Laune. Besorgt dachte sie daran, dass sie sich später noch mit einem ihrer Kunden treffen müsste. Und da Silvester vor der Tür stand, hatte dieser auch etwas mehr bestellt als sonst üblich. Auch die Geschichte mit dem Onkel sah nach zusätzlichem Ärger aus.
    Sie blickte Nochmals auf den Zettel der noch immer auf ihrem Wohnzimmer Tisch lag.

    Sie nicht in den Mond
    Um viertel Eins folgen die Sterne dem Mond


    Damit konnte sie nun überhaupt nichts anfangen. Ok, Um viertel Eins muss wohl viertel vor Eins sein, doch was soll das mit dem Mond. Und vor allem sie nicht in den Mond. Ivon überlegte.
    Ihr kam in den Sinn wie sie eines Abends, als sie noch beim Onkel gewohnt hatte, das Abendprogramm mit ihm im Fernsehen verfolgte und er urplötzlich mit der Frage herausplatzte:
    >>Woran denkst du wenn ich das Wort Dreieck sage. <<
    >> Ich denke an ein Dreieck. Ein geometrisches Dreieck das auf ein Blatt Papier gezeichnet wurde. <<
    >> Und was noch. <<
    >> Worauf willst du hinaus? <<
    >> Was ist ein Dreieck? <<
    Ivon runzelte die Stirn, war jedoch entschlossen die richtige antwort finden zu wollen.
    >> Eine Verbindung von drei Graden. <<
    >> Und an was denkst du noch <<
    Es musste etwas anderes gemeint sein.
    >> Ein Zipfel? <<
    Der Onkel gab keine Reaktion von sich.
    >> Das Bermudadreieck? <<
    >> Denk weiter. <<
    >> Ein Warndreieck? Das Dreieckstuch? <<
    >> Was kennst du noch für Dreiecke? <<
    >> Die Pyramiden? Zelte? Eine Dreiecksbeziehung? <<
    >> Aber das ist doch kein Dreieck. <<
    >> Doch aber kein Optisches. <<
    >> Dann ist die Dreifaltigkeit also auch ein Dreieck? <<
    >> Im Prinzip schon. <<
    >> Wieso? <<
    >> Naja, sie sind ja auf ihre weise auch Verbunden. Wie die Graden bei einem Dreieck. <<
    >> Gut, und was sind Drei Ecken? <<
    >> Dreiecke. <<
    >> Beide lachten. <<
    >> Richtig. Vater Mutter und Kind sind auch ein Dreieck oder? <<
    >>Könnte man so sehen. <<
    >> Und was ist mit Polizei, Rettungswagen, und Feuerwehr? <<
    >> Auch irgendwie. <<
    >> Ok, doch es gibt noch andere Dreiecke. Zum Beispiel die Playtaste an deinem CD Player. Oder ein V. Das ist ebenfalls ein Dreieck. Genau so wie das, ist Größer als, ist kleiner als, Zeichen ><. Es gibt überall Dreiecke.
    Doch die frage war woran denkst du? <<
    Ivon überlegte einen Moment und zuckte dann mit den Schultern.
    >> Du sagtest Geometrie. Wie ist es mit dem Satz des Pythagoras? <<
    Langsam dämmerte ihr worauf er hinauswollte.
    >> Sagt man nicht auch: Ich spring gleich im Dreieck? <<
    Doch bei den Überlegungen die sie über den Mond anstellte, lief sie im Kreis. Mond, Luna, Mondsüchtig, Mann im Mond? Hmmm,
    Währ eine Möglichkeit. Doch wer soll das sein? Vielleicht das Ungeheuer? Nein.
    Mondlicht, Mondlandung, Verschwörungstheorien
    Neumond, Vollmond, Werwölfe….. passt zum Monster doch irgendwie ergibt es keinen Sinn. Halbmond, Sichel, Kuhhörner, Sensenmann….. nein das war zu weit gedacht.
    Die Türkische Flagge, Moonwalker, Michal Jackson, Mist rein gar nichts brachte sie hier weiter. Was gibt es noch?
    Mondfinsternis, Sonnenfinsteniss, die dunkle Seite des Mondes, Ebbe und Flut… das könnte was mit dem Strand zu tun haben. Ok, das merke ich mir schon mal.
    Mondgöttin, Kelten, anderer Kulturen, Agypten, Isismond… ISIS! Das könnte was sein. In dem Text kam auch noch was mit Kleopatra vor! Das werde ich gleich mal nachschlagen.
    Nun sah sie auf die nächste Zeile.

    Noten höchsten Sinnes klingen in den Ohren.

    >>Könnte damit eine Melodie oder so was Gemeint sein? Scheiße, das ist wirklich verdammt schwer. <<
    Als sie sich grade das große Lexikon aus dem Regal holen wollte klingelte es an der Tür.
    >>Wer ist das denn jetzt? <<
    Schnell lies sie den Zettel zwischen den Seiten eines Buches verschwinden und ging an die Türe.
    >> Ja Hallo? <<
    >> Mach auf mein Schatz. Hier ist deine Mutter<<
    Ivon seufzte genervt während sie ihr auf drückte. Dann geriet sie plötzlich in Hektik. Denn auf einmal bemerkte sie, dass es schon halb zwölf war und sie sich um 13:00 Uhr mit ihrem Kunden treffen musste. Das Problem war, sie brauchte mindestens eine halbe Stunde bis dorthin und sie hatte dass Pep noch gar nicht abgepackt. Sie sprintete in die Küche und nahm denn, extra aus dem Bunker in die Wohnung geholten, dicken Klumpen Pep aus dem Kühlschrank und verdeckte es unter einem Oberteil hinter ihrem Paravent. Da sie nur eine Ein- Zimmerwohnung hatte, war er direkt vor der Ecke, in der auch ihr Bett stand, aufgebaut.
    Dann Klopfte es an der Tür.
    >> Moment Mama. <<
    Schnell holte sie eine Rolle Plastiktüten und ein Messer aus der Küche hinzu um es ebenfalls hinter dem Paravent zu verbergen. Dabei Steckte sich noch hastig eine rolle Tesa in ihre Hosentasche. Nachdem sie nun alles hinter ihrer Umkleidewand sorgfältig unsichtbar gemacht hatte, öffnete sie ihrer Mutter die Wohnungstüre.
    >> Na wie geht’ s dir den mein Schatz? <<
    >> Konntest du nicht vorher anrufen? <<, blaffte Ivon ihre Mutter an.
    >> Das hab ich doch, ich hab dir ne Nachricht auf’s Band gesprochen, aber du hast nicht zurück gerufen. Komm ich etwa ungünstig? Du hast hier doch wohl keinen Mann versteckt oder? <<
    Ihre blicke ging suchend durch den Raum.
    >> Mama! <<
    >> Ist ja gut, ist ja gut. <<
    >> Setz dich doch erst mal. Möchtest du einen Kaffe? <<
    >> Ja gerne <<
    Während ihr Mutter ihre Jacke an der Gadrobe auf hing, ging Ivon in die Küche um Kaffe auf zu setzen.
    >> Ich hab aber wirklich nicht viel Zeit, ich bin um Eins mit einer Freundin verabredet. <<
    >> Ist schon ok. Ich wollte nur mal wieder was von dir hören. Wir können dann ja zusammen gehen, ich muss sowieso noch etwas Einkaufen. Du nimmst aber mit deinen Freunden doch wohl nicht wieder diese Drogen oder Ivon? <<
    >> Musst du immer wieder damit anfangen! Das ist doch schon so lange her. <<
    >> Ich mach mir aber eben immer noch Sorgen um dich. Wo du damals von der Schule geflogen bist…
    >> Mutter, es ist gut. ok. <<
    >> Du hast ja recht. Ich bin froh, dass du jetzt endlich einen geregelten Tagesablauf und einen vernünftigen Job hast. <<
    >> Und wie läuft es bei dir? <<
    >>Och das übliche, nichts Neues. <<
    >> Ach Gott, ich hab mich ja noch gar nicht umgezogen und wir wollten doch noch in die Stadt. Warte ich mach dir solange den Fernseher an. Damit dir nicht so langweilig ist. <<
    >> Na gut. <<
    Ivon schaltete den Fernseher an. Der Kaffe lief noch. So wie geht’s jetzt weiter? ,überlegte sie für einen Moment.
    >> Riechst du das auch? Hier stinkt irgendwas? <<, sagte Ivon.
    >> Ist was nicht in Ordnung? Also ich riech nichts. <<
    >> Ich schon. <<
    Ihre Mutter schaute Ivon iriteiert dabei zu, wie sie hin und her lief und jede Ecke skeptisch mit ihrer Nase prüfte.
    >> Hier ist nichts. <<
    >> Komisch, ich hol mal das Airspray aus der Toilette. <<
    >> Du hast sie ja nicht mehr alle. << , meinte ihre Mutter lachend.
    Ivon stellte sich vor ihr Bett und Sprühte mit einem langen druck auf den Knopf der Spraydose, den Raum ein. Ihre Mutter hustete und wedelte sich den Geruch von der Nase.
    >> Also wenn du mich los werden willst, musst du mich ja nicht gleich vergasen. <<
    >> Nein, nein Mama. Aber es richt hier irgendwie nach toter Katze <<
    Ivon wusste das ihre Mutter den Amphetamin Geruch nicht erkennen würde wenn sie den dicken Stein aus seiner Verpackung holte. Doch sie würde bemerken, dass hier irgendetwas plötzlich seltsam riecht und sie könnte neugierig werden. Während Ihre Mutter durch die Kanäle Zapte, stellte Ivon sich mit dem Rücken zu ihr gewandt, vor das Sideboard und Kramte gemütlich nach ihrer kleinen Digitalwaage ohne dass ihre Mutter sehen konnte was sich darin verbirgt. Plötzlich bleib ihre Mutter bei einem Sender hängen, in dem ein Mann in der Psychiatrie von einem Arzt und einer Ärztin verhört wurde:
    >>Erzählen sie uns doch bitte noch mal, wie diese Alienz die Weltherrschaft übernehmen wollen. <<
    >> Das hab ich ihnen doch schon 20 mal gesagt! Sie sehen aus wie du und ich. Sie sind mitten unter uns! Jeder könnte einer von ihnen sein. Sie sind wie ein Virus und der menschliche Organismus ist ihr Wirt. Sie sehen aus wie Tausendfüssler. Sie springen die Menschen an, und Krabbeln ihnen dann in die Nase um sich direkt im Zentralen- Nervensystem ein zu Pflanzen. Danach haben sie die totale Kontrolle über den Körper und können auf das gesamte Wissen dieser Person zugreifen wie bei einem Computer<<
    >> Aber sie wissen doch das das alles nur ihre Wahnvorstellungen sind oder? <<
    >> Wahnvorstellungen? Ich habe mit eigenen Augen mit ansehen müssen, wie eines dieser Bestien besitz von meiner Schwester ergriffen hat! <<
    >>Ivon! Guck mal was da läuft. <<, sagt Ivons Mutter überrascht.
    >> Ja ich habs gehört. <<
    Als sie ihre Waage entdeckt hatte, lies sie sie langsam unter ihrem T-Shirt verschwinden und klemmte sie langsam zwischen ihren Hosenbund und ihrem Bauch.
    >> Also wenn es wirklich solche Alienz gebe, dann wer dein Vater auf jeden Fall einer von ihnen gewesen. <<
    Lachend fragte Ivon, >> Echt? Wieso? <<
    >> Ich hab dir doch erzählt wie er immer getanzt hat oder? <<
    Ivon ging grinsend an ihr Vorbei und öffnete ihren Kleiderschrank. Ohne dass ihre Mutter es mitbekam, schnappte sie sich ein Paar ordentlich zusammen gelegte Kleidungsstücke und wühlte sie wild zu einem Haufen durcheinander.
    >> Mist wo ist den jetzt dieses kleine Grüne hin? <<, dachte Ivon laut.
    Leger stolzierte Sie mit ihrer Ladung hinter den Paravent, schmiss den Haufen hin und begann “nach dem kleinen Grünen zu suchen“.
    Sie baute sich zuerst einen Arbeitzplatz auf. Links der eingepackte Pepklumpen, daneben die Waage, rechts eine Plastiktüte, die sie von der Rolle abgerissen hatte als es grade laut in dem Film geworden war, und davor das lange Küchenmesser. Bevor sie mit dem Abwiegen begann, viel ihr der Kaffe wider ein. Also legte sie noch mal eine Jacke drüber bevor sie in die Küche flitzte um ihrer Mutter den Kaffe zu bringen.
    >> So bitte schön. <<
    >> Danke dir mein Schatz. <<
    Als ihre Mutter denn Kaffe entgegennahm, ging es in dem Film grade richtig zur Sache:
    >> Haben wir dir nicht gesagt, dass du nie wieder mit einem Menschen über uns reden darfst; für den Rest deines Lebens?! <<
    >> Was soll das heißen? Ihr seit doch nicht etwa…. <<
    Der Arzt packte den Patienten an der Kehle und hebte ihn so weit hoch das seine Füße über dem Boden zappelten.
    >> Aber ich wollte doch nur… Nein! Oh nein! Bitte nicht! <<
    Aus den Ohren des Arztes kroch ein kleiner, wiederwertiger, bernsteinfarbener Tausendfüssler und krabbelte unerbittlich über den Arm des Arztes auf das Gesicht des Patienten zu. Sein schweißgebadeter Anblick spiegelte das Nackte entsetzen als der Tausendfüßler im Schritttempo in seine Nase eindrang um sich schließlich durch die Kortex, die Hirnrinde zu fressen.
    >> Arrrrrrrrrr. Mein Gott! Hilfe! Ahhhhh! <<
    >> Was die den Heutzutage schon um die Mittagszeit im Fernsehen Senden. Das ist ja Furchtbar. <<
    >> Tja. Hauptsache die Quote stimmt, Mama <<
    Wieder hinter dem Paravent angekommen holte sie nun den Pepklumpen aus der Packung und schnitt nach Augenmass eine Ecke ab um sie auf die Waage zu legen: 83,8 Gramm. Sie brauchte allerdings 75 g. Doch zuerst zog sie ihr Oberteil aus und lies es sichtlich neben sich auf das Bett fallen bevor sie begann von dem kleinen Brocken auf der Waage noch ein Stückchen weg zu schneiden.
    >> Weißt du Ivon, ich denke grade darüber nach wie das wäre wenn es wirklich Alienz gebe die unter einer menschlichen Haut stecken. Stell dir das mal vor. Dein Chef oder so, ist abgrundtief Böse und kommt von einem anderen Planeten und du merkst niemals irgendwas davon. Glaubst du, dass es so was geben könnte? <<
    77,2 g. Die zwei Gramm mehr sind schon ok. Nur etwas zu wenig währe schlecht.
    >> Nein, Mama. <<
    >> Wäre doch schon eine ziemlich Bizarre Vorstellung, nicht wahr? <<
    >> So was gibt’s doch nur im Fernsehen oder in Büchern, Mama <<
    In aller ruhe steckte sie das Speed in die Plastiktüte, formte sie sachte zu einem Großen Bubble und bindete die Henkel zusammen um ihre beiden noch überhängenden Enden, an die nun geformte Kugel mit dem Tesa zu kleben. Normalerweise brannte sie die Enden kurz mit dem Feuerzeug an, um sie an die Tütenwände zu schweißen. Nun Packte sie auch den großen Klumpen wieder ein und fegte die restlichen Krümel mit ihrer Hand wieder zurück in denn großen Druckverschlussbeutel. Danach bedeckte sie ihre Utensilien wieder mit einer Jacke , wischte sich die Hände an einer Hose ab, und begann ihr Ankleiden zu beenden.
    >>Halt mich für verrückt. Aber jetzt rieche ich auch was Ivon. Riecht so ähnlich wie Waschpulver nur irgendwie Beißender. <<
    >> Komisch, riech ich nicht. Soll ich noch mal das Airspray holen? <<
    >> Oh Nein , bloß nicht! Es geht auch so schon. <<
    Eigentlich müsste der große Klumpen wieder in den Kühlschrank, doch sogar wenn es nun den einen Tag draußen bliebe, würde es der Qualität nicht schaden. Sogar trocken gelagert wirkt es noch nach über einem Jahr. Vielleicht sogar noch nach Jahren. Doch je Frischer und Kühler es ist, des do besser für das Amphetamin.
    >> Zum glück hast du auch was gerochen. Manchmal hab ich das, dass ich irgendwelche dinge Rieche oder Schmecke die gar nicht da sind. Das liegt irgendwie an meiner Periode. Seltsam andere haben das nicht. <<
    Auf einmal ging Ivon ein Licht auf.
    >> Mutter du bist genial! <<
    >> Wieso das denn? <<
    >> Och nur so <<
    Als beide schon im Hausflur standen ging Ivon noch mal zurück. Sie sagte sie hätte was vergessen. Sie fischte die Plastiktüte aus dem Wäschehaufen und steckte ihn einfach in ihre Manteltasche. Eine bessere Möglichkeit hatte sie auf die schnelle nicht gefunden. Bereit für den Deal marschierte sie, mit ihrer Mutter, Seite an Seite aus der Haustüre.
    Die Periode! Die Mondphasen! Und dann noch folgen die Sterne dem Mond! Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen?

    Kapitel 5

    Als Gizmo den Lotus Graden betrat war ihm als hätte er das Tor zu einer neuen Welt aufgestoßen. Ungläubig wanderten seine Blicke durch den Raum.
    Boa, scheiße Alter. Das ist ja krasser hier als Chinatown im Phantasialand!
    Von überall strahlte ihm Feingearbeitetes, Weinrotes Holzmobiliar entgegen. Es wimmelte nur so von aufwendigen Deteis, kleinen und großen Asescoiuars wie goldenen Buddha Skulpturen, Wandfächern oder kleinen Bonzaibäumen, die es in ihrer Fülle verstanden, das Innenleben der Räume, zu einem eleganten Kunstwerk zu definieren. Sowohl das Panorama als auch die heiteren Blicke der Gäste machten Gizmo eines klar: Mit deinen abgefuckten Klamotten siehst du hier wie ein beschissener Penner aus. Auch die repräsentativ raushängende, Silberne Panzerkette schien da eher nur das unseriöse Erscheinungsbild unterschreiben zu wollen. Vor ihm baute sich, auf dem breiten, zweistufig erhöhtem Podest eine gigantische Theke auf, die ihn an den Arsch eines SL 500 erinnerte. Man müsste nur noch die Farbe anpassen. Lächelnd über diesen vergleich, spähte Gizmo nach seinem “Date“. Links waren überall offene Esstische in den Raum verteilt, aber von diesem verdammten Typen war keine Spur. Als er nun im rechten Gang, in den vielen, separat wirkenden, Pavillons Ausschau halten wollte, stoppte er vor dem breiten Teich der in diesem Restaurant wohl das dekorative Highlight darstellte. Hinter dem Teich erstreckte sich eine riesige Pflanze bis unter die Decke hin und in seinem inneren war eine Mannigfaltigkeit von Fischgattungen zu bestaunen. Ey shit, man. Wieso bin ich noch nie in so einem scheiß Restaurant gewesen? , fragte sich Gizmo verärgert über das Versäumnis. Irgendwie war es hier etwas anderes als im China- Imbiss um die Ecke. Grade als er seinen Blick von dieser idyllischen Oase abwandte sah er, wie der Handwerker alleine im hintersten Pavillon saß und zu ihm rüber winkte. Um ihn herum waren alle anderen Pavillons leer, und kein einziger Gast, in dem sonst sehr gut besuchten Restaurant zu sehen. Der Handwerker stand auf und begrüßte Gizmo mit einem souveränen Händedruck.
    >> Ah, wie schön das sie hier sind. Ich hoffe sie haben gut hergefunden. Nehmen sie ruhig platz. Wie gefällt ihnen das Restaurant? <<
    >> Äh… gut. Ja es gefällt mir gut. <<
    >> Es bietet wirklich eine ausgezeichnete Atmosphäre. Auch das Essen ist wahrlich Vorzüglich. Geradezu ein Abenteuer für den Gaumen. Wir waren bislang immer rundum zufrieden. <<
    >> Ok, also was wollen Sie nun von mir? <<
    Grade als Gizmo die Frage ausgesprochen hatte, stand der Handwerker erneut auf, um einen Mann zu begrüßen der mit einem Kochkittel bekleidet auf ihren Tisch zu kam.
    >> Wong! Mein bester. Schön dich zu sehen. <<
    >> Das ist ja ne Überraschung, Sie auch mal wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Die Arbeit läst Ihnen wohl keine Ruhe mehr was? Ich habe persönlich, ganz nach ihrem Wunsch, dafür gesorgt, das Sie und ihr Gast, sich ungestört unterhalten können. Ich hoffe es ist alles zu ihrer Zufriedenheit. Das Licht und die Musik… <<
    >> Och du machst wohl Scherze Wong. Es ist wie immer alles perfekt. Und? Wie geht’s den Kindern? <<
    >> Was soll ich sagen, sie kommen langsam in das rebellische Alter. Doch in der Schule läuft alles bestens. <<
    >> Freut mich das zu hören. Ach ich bin untröstlich. Ich hab ja ganz vergessen sie einander vorzustellen. Dominik Lochers das ist Herr Wong Huhang. Wong Huhang das ist Dominik Lochers.
    Scheiße, woher kennt der Tyb meinen Namen? , fragte sich Gizmo überrascht.
    >> Schön Sie kennen zulernen, Herr Lochers. <<
    >> Ja, Sie auch. <<
    >> Der Lotus Garden ist sehr erfreut Sie als Gast begrüßen zu dürfen.
    Haben die Herren sich schon entschieden? <<
    >> Ich hätte gerne einmal Szechuan bitte. << , sagte der Handwerker.
    >> Und was darf es für Sie sein mein Herr? <<
    >> Ähm, ich nehme das Selbe. <<
    >> Ach Wong, bringen Sie uns doch bitte noch eine Flache Rotwein, einen Carbernet Franc bitte. Sie trinken doch Wein, oder Herr Lochers? <<
    >> Ja Sicher. Wieso nicht? <<
    >> Großartig. <<
    >> Zweimal Szechuan und einen Carbernet Franc. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend meine Herren. <<
    Mr. Wong verneigte sich und verschwand wieder in den hinteren Restaurantbereich.
    Gizmo sah den Handwerker skeptisch an.
    >> Ok. wer sind Sie? <<
    >> Seien Sie nicht so ungeduldig Herr Lochers. Wissen Sie, wer ich bin ist nicht die richtige Frage. Die Frage sollte eher lauten: Was sind wir? <<
    Der Handwerker machte eine kurze Pause um seine Frage wirken zu lassen.
    >> Nichts desto trotz möchte ich Ihnen gerne etwas Persönliches über mich erzählen. Vor ungefähr 10 Jahren war ich am Tiefpunkt meines Lebens angelangt. Ich war Vorbestraft, hatte keine Abgeschlossene Berufsausbildung und meine Frau hatte mich zudem auch noch verlassen. Ich war voller Zorn und Grimm. Mein hass galt in erster Linie, diesen verdammten High Society Arschlöchern, die überall protzig ihren Wohlstand zur schau stellen und denen in unserer Welt keine Tür verschlossen bleibt. Ich dachte daran, was so ein rotznäsiger, versnobter Teenager von denen, alles für Möglichkeiten hat. Er könnte sagen: Ich will später mal ins Filmgeschäft einsteigen, und Mama, Papa, Freunde und Verwandte ermöglichen ihm das, ohne große Anstrengungen. Wenn er sich nicht wie ein Vollidiot anstellt, kann er bei all der fülle an Hilfen, Empfehlungen und Kontakten gar nicht scheitern. Ich konnte damals nicht mal regelmäßig mein Busticket bezahlen, und er kriegt die fette Kiste schon zum18 Geburtstag und die Karre läuft dann natürlich auch noch über die Versicherung des Vaters. Die Papa dann natürlich auch noch Bezahlt. Ich fragte mich, warum ackere ich 8 Stunden in einer Staubigen Fabrik und verunstalte dabei meinen Rücken um irgendwann mal, aus Gesundheitlichen Gründen nicht mal mehr einsetzbar zu sein? Bin ich etwa weniger Wert als so ein Bengel, der sein Leben lang mit Samthandschuhen angefasst wirt? Das war der entscheidende Wendepunkt der mich zum Erfolg gebracht hatte. Mit einem Freund zusammen und Tausend Demark, es waren noch Demark Zeiten, die wir uns mühselig zusammen gespart hatten, stieg ich in das Drogengeschäft ein. Ein halbes Jahr später saß ich genau wie Sie jetzt, mit einem Mann im Anzug am Tisch zum Essen und von diesem Tag an wurde ich ein kleines Rädchen in einem Gewaltigen Uhrwerk. Seit dem geht es mir Prächtig. Heute sitze ich in meinem abbezahlten 2 Familienhaus und lache mir den Arsch auf, wenn ich in der Zeitung lese wie einer dieser verwöhnten High Society Bengel in der Gosse landet, weil Papa ihn rausschmeißen musste, da Sohnemann nicht mehr die Finger vom Kokain lassen kann. Dann streichle ich mir immer zufrieden meinen vollen Bauch und denk mir: Mann, hast du einen super Job gemacht. Es ist zwar schwer von unten nach oben zu kommen, aber weitaus schwieriger wenn man noch nie unten war. <<
    Gizmo hatte der Ansprache des Handwerkers mit pochendem Herzen gefolgt. Nur zu gut kannte er das Gefühl, immer nur die Krümel vom Kuchen des Lebens abzubekommen. Zum allerersten mal, schien sich eine Chance zu ergeben, die sein Schicksal für immer wänden könnte. Er spürte, dass sich von hier aus eine Türe zu öffnen schien, die im eine Welt offenbaren würde die er bis dato nur von seinen Lieblingsfilmen her kannte. Der Handwerker fuhr fort, während Gizmo heimlich versuchte seine Nervosität zu verbergen.
    >> Allerdings musste auch ich lange und hart Arbeiten, bis ich meine Position erreicht hatte. Und damit sind wir bei Ihnen angelangt. Ich möchte gerne, dass Sie einen kleinen Job für mich übernehmen. Würden Sie das tun? <<
    >> Was genau soll ich machen? <<
    >> Ein Freund von mir hatte ärger mit einer jungen Dame aus unserem Umfeld. Es war nichts besonderes nur eine kleine Unhöflichkeit. Wir müssen sie wieder an die guten Sitten die wir in unserem Hause pflegen erinnern. Sie werden sie treffen und sie in, von uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten bringen um ihr eine Lektion zu erteilen. Wie Sie sie dort hin befördern, ist ihre Angelegenheit. Aber sie soll noch weitgehendst an einem Stück bleiben, da sie später noch für uns von nutzen sein wird. D.h. sie muss Arbeitfähig bleiben. Ein paar blaue Flecken im Gesicht, aber keine bleibenden Narben oder ähnliches. Sie werden sie hauptsächlich Psychologisch bearbeiten. Ich möchte, dass sie ein traumatisches Angsterlebnis erfährt. Können Sie so eine Leistung erbringen? <<
    >> Ja. Das kann ich auf jeden Fall. <<
    >> Gut. Sie werden sie in einer Wohnung die wir zur verfügung Stellen fesseln. Ich gebe Ihnen ein Handy mit. Sie werden sie nachdem Sie ihr Programm beendet haben, mit dem Telefon allein lassen, den mein Freund möchte danach mit ihr ein paar Worte wechseln. Natürlich achten Sie darauf, dass sie nicht das Tastenfeld des Händys erreichen kann. Fesseln Sie sie sorgfältig und legen sie den Apparat neben sie auf den Tisch nachdem Sie die Nummer gewählt haben. Danach warten Sie dort auf weitere Anweisungen. Es wirt nach dem Gespräch mit ihr entschieden, was mit ihr passieren wirt. Die Nummer ist die einzige gespeicherte in dem Händy das ich Ihnen geben werde, ein Photo von ihr, die Adresse der Räumlichkeit plus Schlüssel, 100 Euro für Hinfahrt und Verpflegung sowie Uhrzeit, Datum und der Ort an dem Sie sie Treffen sind in diesem Umschlag. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie sich ihr Gesicht einprägen, das Händy, die 100 Euro und die Schlüssel behalten, und sich die restlichen Daten bis zum Ende unserer Mahlzeit eingeprägt haben. Danach geben Sie mir den Umschlag zurück. Haben Sie noch fragen? <<
    Gizmo sah aus, wie ein Schuljunge den die Lehrerin im Unterricht eine Frage stellte, nachdem er die ganze Stunde geträumt hatte. Allerdings war er diesmal vollkommen konzentriert gewesen.
    >> Was ist den wenn etwas schief geht, oder sie mich danach Anzeigt. <<
    >> Erst mal weiß sie gar nicht wer Sie sind. Zweitens wirt sie nicht im Traum daran denken Sie Anzuzeigen. Wenn Sie ihren Job richtig machen dürfte es keinerlei Komplikationen geben. Und denken Sie vor allem auch daran, mit niemandem über unser Treffen zu sprechen. Auch mit ihrem Freund Dimitri nicht. Diskretion hat bei uns höchste Priorität. Angeber können wir nicht gebrauchen. Aber ich denke das versteht sich schon von selbst. Wollen Sie den Job oder nicht? <<
    >> Na gut, ich mache es. <<
    >> Großartig. <<
    Der Handwerker reichte Gizmo den Umschlag.
    >> Ah da kommt ja unser Essen <<
    Ein Kellner kam an den Tisch, servierte das Essen und schenkte den beiden Wein ein. Gizmo studierte in der Zeit ausführlich seine Unterlagen. Krampfhaft versuchte er schnellstmöglich alle Informationen zu behalten. Währenddessen schlugen in ihm Gefühlswellen hoch die in die Frage stellen ließen: Ist das hier grade alles Real? und ihm gleichzeitig ein vorfreudiges jucken unter die Finger kitzelten
    >> Sagen Sie Herr Lochers, möchten Sie gar nicht Wissen wie viel Geld Sie bekommen? <<
    Gizmos Lachen viel wie der Vorhang bei einer Theateraufführung aus seinem Gesicht. Verdammt. Das hab ich Trottel ja ganz vergessen. Wie peinlich.
    >> Also ich halte 7 Riesen für angemessen. <<
    >> Gizmos klappe viel als nächstes. 7 Riesen! Soviel Geld hatte er noch nie in seinem Leben auf einmal besessen.
    >> Ja das ist in Ordnung <<
    >> Gut. Sie erhalten das Geld sobald Sie Fertig sind. Ich bin mir sicher, dass Sie uns nicht enttäuschen werden. <<
    >> Das werde ich nicht. <<
    >> Cheers Mr. Lochers. <<
    >> Cheers. <<
    _________________________________________________________________________________________________________________________


    Ist noch nicht vertig. es sollten so ca. 13 Kapitel werden. Ich weiß es gibt viele Interpunktions und Rechtschreibfehler. Titel ändert sich noch evtl.
    Bitte um Meinungen. Kritisiert ruigh so streng ihr wollt. Doch positives dürft ihr natürlich auch gerne erwähnen.

  • Also ich bin 25.

    Schreibe aber auch erst seit 2,5 Jahren. Bin auf das Forum gestoßen weil ich bei googke über Expose nachgeschaut habe da ich nun eines abschicken möchte.

    Hab auch mal meinen Nick gegoogelt. Doch alles was nicht mit dem Schreiben zu tun hat bin nicht ich. Denn auf irgend so ner andern Seite gibt es auch einen 25jährigen EL Machiko mit Photos von Freunden von ihm auf der Seite die nix mit Literatur zu tun hat.

    [ Editiert von EL Machiko am 09.05.09 15:42 ]

  • Is bei meinen Gedichten oft sehr wichtig.

  • Das Gesichter Bluten


    Mein Stefford aus der Wiege los!
    Die Seiten spielen Botengruß.
    So hör den neuen Todeskuss.
    Nun komm bei Papa in den Schoss!
    Du schau das Saftig Fleisch.
    Es glänzt hier unter jedem Kreuz.
    Was du mir niemals Beißt.
    Die Bild vermalen. Böser Hund!
    Mir sabbert schon der Mund.
    +
    Das Gesichter Bluten

    ______________________________________________


    Das sind die Bösen. Fass!
    Die Bilder spiegeln Rasse Rot.
    So schau Geburt von unsrer Not.
    Nun geh und fang sie purpur Nass.
    Da zeige ich mit Fingern drauf.
    Sie stören unser Haus und Gut.
    Nun fress ihm schön die Fresse auf.
    Es aus der Fern sehn. Unser Brauch.
    Mir juckt ganz wild der Bauch.
    +
    Das Gesichter Bluten

    _____________________________________________


    Zerbissener! Nun schlaf!
    Von allen Seiten schleckt er Lücken.
    Er wirt nun dich nicht wegdrücken.
    Mein guter Köter. Bist jetzt Brav.
    Er zieht es langsam alles aus.
    Was tat er alles das du Ruhst.
    Weil Hund für nie dem Herren Traut.
    Und jeder sieht dich Rotten. Ein Trog.
    Und Lauthals lach ich Tod.
    +
    Das Gesichter Bluten


    ____________________________________________


    Die Arena flippt aus. Nun Klatscht!
    Für euch viel Leid und Mord.
    Mein Kampf erhellte diesen Ort.
    Nun Werft die Scheine. Und wie ich Grabsch!
    Ihr wart verzückt. Der Hund er Starb.
    Viel Trank für euren Sarg.
    Mit Gold behäuft so hört mein Schrein:
    Das sie mir Jubbeln!
    Haha!
    Es darf nicht hübsch sein. Nein!
    +
    Das Gesichter Bluten
    ___________________________________________



    Wenn ihr es Zentriert haben wollt, wie es eigentlich gedacht war kopiert es in Word hinein.

  • Weiß einer Warum?

    Ach ja und....

    Wer ist hier überhaupt Mod.?

  • Die letze Ehre

    Mit der Machete in die kete bis zur schläfe und sie singt gebete über Jesus letzte rede dann platz die schläfe wie ne Näte und die barbaren Seele befleckt sich mit aller Ehre.

  • Hab hier rein zufällig einen text von mir von Gestern gefunden. Also er ist schon Alt. Aber irgendwas mag ich an ihm.




    Die Illuminaten

    Das Inferno rast hier im Blut
    geächtete, geflechtete
    ihm Wut, der Junge schlürft vom Krug
    man strebt nach reinstem Wasserquell
    man seht es reist der Horizont
    es heißt das Luzifer her kommt
    und thront im Webstuhl, ruft den Appell
    beobachtet Lumen Kurs den´s wählt
    die Pyramidenspitze die
    dir Lügen niederschlägt, es zäht,
    am Ende neues Genesis
    so Akupunktiert wie es Mord
    der Hellraiser ist, Ultima
    dann die Entfrist, noch Sieben
    von diesen Wunden hörn
    das Wortgericht, kein Gedicht, Licht
    nur unter einem Tisch
    was Diamanten bricht
    die Warnung , Macht ist dir zu Frisch

  • Wenn Sie nicht diskutieren wollen, müssen wir zurück weh tun.

    gezeichnet der / die Unterdrückten.

    [ Editiert von EL Machiko am 23.06.09 20:04 ]

  • Was ist der Unterschied zwischen Rappen und Mobben.

    Beim Mobben muss irgednwann mal einer der Mobber damit rechnen zu Bluten.

    Beim Rappen muss man damit rechnen das irgendwann mal einer vor dir steht und dich Batteln will.

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