Ja, 007, so bunt ist die Welt… Was dem einen auf den Keks geht ist für den anderen Lebensinhalt. Ich sags mal, entlehnt bei Willhelm Busch, so: Die Welt, obgleich sie wunderlich, ist groß genug für dich und mich.
ich denke, dass ich schon verstanden habe, was du mit deinem Gedicht ausdrücken willst. Kurz: Wenn jemand geht, oder "abgeschafft" wird, bleibt ein Vakuum.
Es ist völlig oke, wenn du an den Nuancen arbeites und dein Gedicht im Wesentlichen nicht veränderst. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass dieses Vakuum oft wünschenswert, aber nicht real ist.
ich komme immer gern vorbei und lese eure Gedichte.
Ganz selten schreibe ich was dazu, denn ich bin der Meinung, dass die Poesie ganz individuell am schönsten und einmalig ist, wenn sie nicht perfekt mit Versmaß u.s.w. verbogen, gar verdorben wird.
Bei diesem deinem Gedicht allerding will ich dich aufmerksam machen auf:
Wenn eine Begegnung mehr als nur flüchtig ist, und das lese ich aus deinem Gedicht heraus, dann bleiben die Ecken nur physisch leer.
Ein Abschied ist nur eine gegenständliches Ereignis, die Begegnung bleibt, in deinem Raum bis in die Ecken hinein, nachhaltig, wirkt weiter, je nach Intensität derselben oft ein Leben lang.
Dieser Aspekt, so meine ich, würde deinem Gedicht sehr gut stehen und es nicht abrupt mit „die Ecke bleibt leer“ beenden.
Nehme gerne Kritik, Felios, sonst drohte mir Stillstand.
Habe die Mutteraussage bewußt trotzig-banal gebracht, weil sie mir oft während meiner man-made-desaster-Arbeit begenet ist.
Einem Desaster können nur wenige entfliehen oder gar damit umgehen, was bleibt, ist die Herabstufung ins "Das ist nun mal so". Meist bleibt den Betroffenen nur die Dissoziation.
Er saß, ganz Staatsmann, da und sah ihr in die Augen Und sagte: Schlaues Mädchen, weißt du was? Wir sind die Einzigen, die hier im Staat was taugen. Das Land braucht uns. Wir beide machen das.
Wenn wir zwei beide jetzt zusammenhalten, Dann haben wir den Bundestag, den Bundesrat, Dazu die Seilschaften von deinem Alten, Ich zähme Medien und Proletariat.
Opposition? Die machen wir zunichte Und dann so richtig große Politik. Wir beide, Schätzchen, schreiben dann Geschichte. Du wirst ein Star, mein Schatz. Ist das nicht chic?
So wandelte sie machtbeschwingt von dannen Und er stand da und dachte so bei sich: Na warte, Mäuschen, deine eignen Mannen Die ziehen dich noch richtig übern Tisch.
Die werden dich noch derartig zerreißen, Dass für das Amt von dir nichts übrig bleibt. Und sich dann gegenseitig selbst zerbeißen. Und rate, wer sich dann die Hände reibt?
Hallo buntesocke, ob es Deine "depressivsten Phasen" waren, wirst du erst sehr viel später beurteilen können. Viele der größten Werke der Literatur haben in solchen Phasen ihre Wurzel. Ich möchte diese schlechten Zeiten so wenig missen wie die guten. Es ist völlig in Ordnung, die eigene Betroffenheit in seinen Werken zu verarbeiten. Wenn Du allerdings weiterschreiben willst, solltest Du Dich in Deinen Texten von Deiner persönlichen Befindlichkeit lösen und versuchen, ein „neutraler“ Beobachter des Lebens zu werden. Das könnte Dir Reflexion geben und depressive Phasen abkürzen helfen. Wenn Du magst, dann lies meine Aufsätze zur Kreativität: http://www.nexusboard.net/forumdisplay.p...5&forumid=35458
Hallo Niko, es sollte weder „Sprech“ noch „Blase“ sein, sondern ein ernsthaft überlegter Rat, verpackt in einem Sinnbild. Aber Du hättest ruhig Dein „dann...“ schreiben sollen – so gibst Du mir keine Chance, mich dazu zu äußern. Zu Deinen Werken verspreche ich Dir noch nichts, da meine Zeit komplett ausgefüllt ist. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben (eine bessere Phrase fiel mir nicht ein ;-)
ich weiche bewußt oft im Takt, Stil vom Haiku ab und nenne deshalb meine Dreizeiler Dreizeiler. Schreibe ich allerding in der ZEN-Sinngebung, dann bemühe ich mich "sklavisch" um Reinheit und Minimum.
Gerne lese ich Vorschläge, die ich allerdings in der Vergangenheit nicht mehr verarbeiten will. Für die Zukunft fließt Dein Vorschlag in meine Arbeiten mit ein. Ein Dank dafuer.
„Wo Worte selten, haben sie Gewicht“, sagte einst William Shakespeare. Dem kann ich nur ganzen Herzens zustimmen.
Dein klassisches Haiku bringt es auf den Punkt. Widersprüche erkennen, bedenken und benennen. Ich sah übrigens ein weiches Grün heute morgen im Sonnenaufgang...
Weiches Grün drängend Im Bann der Morgensonne Zeigt Lenz – neues Sein.
Hallo Viola, es sind gute Gedanken, die um den Verbleib Deines Körpers nach dem Tod schreibst. Wir sollten unserem Leib den besten Platz geben, den wir haben. Er hat uns Stunde um Stunde Tag für Tag Jahr für Jahr Mutig gedient.
Kennst Du nicht die reinigende und verbreitende Kraft des Wassers? Ein Fluss ist für mich das (ewige) Leben seit ich auf Vasuveda horche.
ich schreibe oft bewusst arhythmisch, um einer Zeile mehr Spannung zu geben.
Zu der nachstehenden Korrektur könnte ich mich entschließen, wenn ich gegen meinen Grundsatz verstieße, Geschriebenes nicht mehr zu ändern, weil ich die einstige Stimmung nicht mehr einzufangen vermag:
Beinah schmerzend schlug ihr Herz schneller, als sie die Musik der letzte Nacht hörte.
Bei meinen nächsten Versen werde ich diese Erfahrung, Capella, bestimmt einfließen lassen. Deshalb hab Dank für Deine Reflektionen.
Ich habe, als ich meinen ersten Drei3Zeiler veröffentlichte, folgendes dazu geschrieben:
Seit einiger Zeit probiere ich mich an Dreizeilern aus. Entlehnt aus den japanischen HAIKU. Um mich nicht sklavisch an den 5-7-5 Silbentakt der drei Zeilen halten zu müssen, nenne ich sie einfach DreiZeiler. Es sind Momentaufnahmen, die den Leser zu Reflexionen und Sinnesempfindung ermuntern sollen.
Noch ein Satz zu Matsuo Bashô (1644-1694), dem wohl größten japanischen Lyriker:
Ihm ist es meisterhaft gelungen, in seinen Haiku die Naturverbundenheit des ZEN auszudrücken. Es gibt durchaus auch Werke von ihm, wo er die Silbentaktung durchbricht, aber mit wachsender Reife meisterte er die gestrenge, beinah asketische Form der 17 Silben und machte die Kürze der Worte atmend.
Herzlich grüßt Jee.
PS. Reduziere bis zum Maximum begleitet mich schon lange...
Die einen mögens ausführlich, Beate, die anderen kurz und knapp, und wieder andere lang und breit...
Das ist die Vielfalt, von der wir profitieren, aussuchen können, was uns am besten gefällt.
Phrasen sind überflüssig und ich wünschte mir, es ging ihnen die Luft aus. Aber die mediale Flut, voran die Politiker, überschüttet uns damit und wohl dem, der sie nicht in sich aufnimmt. Phrasen schaden der Sprache und der Kommunikation.
Ich stimme Dir zu, das einfache Wort sagts am besten.