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  • hm...Datum21.10.2007 11:21
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema hm...

    Viele sehen nur einen Hut,
    kaum jemand erkennt den von
    der Boa verschluckten Elefanten...

    Wie Viola sagt, bitte weiter experimentieren!

  • 5 Winter - HaikuDatum27.02.2007 07:21
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema 5 Winter - Haiku

    Ja, 007, so bunt ist die Welt…
    Was dem einen auf den Keks geht ist für den anderen Lebensinhalt.
    Ich sags mal, entlehnt bei Willhelm Busch, so:
    Die Welt, obgleich sie wunderlich, ist groß genug für dich und mich.

  • Drei3Zeiler #45 - MutDatum12.12.2005 17:51
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #45 - Mut

    Danke,
    nach 48 Drei3Zeilern habe ich diesen Zyklus
    vorerst beendet, da ich mich nicht zu sehr
    von Formalem zwingen lassen will.

  • Drei3Zeiler #45 - MutDatum08.12.2005 22:44
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #45 - Mut

    Jaa, danke Dir, das ists:

    "Sie ist das Versteckspiel leid,
    fasst allen Mut zusammen und geht
    mit den Kindern zur Arche."

  • Drei3Zeiler #45 - MutDatum04.12.2005 11:40
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #45 - Mut

    Danke Miss Rainstar,

    ...mach mir doch bitte einen Vorschlag für
    (bitte im Präsens bleiben):

    Sie ist das Versteckspiel leid,
    fasst allen Mut zusammen und
    geht mit den Kindern zur Arche.

    habs nochmal durchgetaktet und komme zu keiner Änderung.

    zu Haiku und meinen Dreizeilern

    Haiku - was ist das?

  • Ich habe die abgeschafft (Gedicht)Datum15.11.2005 22:13



    Hallo Miss Rainstar,

    ich denke, dass ich schon verstanden habe,
    was du mit deinem Gedicht ausdrücken willst.
    Kurz: Wenn jemand geht, oder "abgeschafft" wird,
    bleibt ein Vakuum.

    Es ist völlig oke, wenn du an den Nuancen arbeites
    und dein Gedicht im Wesentlichen nicht veränderst.
    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass dieses Vakuum
    oft wünschenswert, aber nicht real ist.

  • Ich habe die abgeschafft (Gedicht)Datum07.11.2005 23:22

    Hallo Miss Rainstar,

    ich komme immer gern vorbei
    und lese eure Gedichte.

    Ganz selten schreibe ich was dazu,
    denn ich bin der Meinung, dass die Poesie
    ganz individuell am schönsten und einmalig ist,
    wenn sie nicht perfekt mit Versmaß u.s.w.
    verbogen, gar verdorben wird.

    Bei diesem deinem Gedicht allerding will ich dich
    aufmerksam machen auf:

    Wenn eine Begegnung mehr als nur flüchtig ist,
    und das lese ich aus deinem Gedicht heraus,
    dann bleiben die Ecken nur physisch leer.

    Ein Abschied ist nur eine gegenständliches Ereignis,
    die Begegnung bleibt, in deinem Raum bis in die Ecken hinein, nachhaltig,
    wirkt weiter, je nach Intensität derselben oft ein Leben lang.

    Dieser Aspekt, so meine ich, würde deinem Gedicht
    sehr gut stehen und es nicht abrupt mit
    „die Ecke bleibt leer“ beenden.

  • Ich habe die abgeschafft (Gedicht)Datum06.11.2005 12:13

    Ich stimme Niko vollends zu,
    die erste Strophe ist gekonnt und voller Stimmung.
    Dann beginnst du etwas zu zaudern...

    Wenn die Ecke danach leer bleibt,
    war sie auch vorher leer.

    Es wäre schön, wenn bleibende
    Spuren zu sehen wären, sonst wäre
    es ein leichter Abschied einer
    flüchtigen Begegnung...

  • Drei3Zeiler #38 - DesasterDatum01.10.2005 19:28
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #38 - Desaster

    Nehme gerne Kritik, Felios, sonst drohte mir Stillstand.

    Habe die Mutteraussage bewußt trotzig-banal gebracht,
    weil sie mir oft während meiner man-made-desaster-Arbeit begenet ist.

    Einem Desaster können nur wenige entfliehen oder gar damit umgehen,
    was bleibt, ist die Herabstufung ins "Das ist nun mal so".
    Meist bleibt den Betroffenen nur die Dissoziation.

  • Die Wahl ist gelaufen, wie nun weiter?Datum01.10.2005 12:29

    Koalitionsgeflüster

    Er saß, ganz Staatsmann, da und sah ihr in die Augen
    Und sagte: Schlaues Mädchen, weißt du was?
    Wir sind die Einzigen, die hier im Staat was taugen.
    Das Land braucht uns. Wir beide machen das.

    Wenn wir zwei beide jetzt zusammenhalten,
    Dann haben wir den Bundestag, den Bundesrat,
    Dazu die Seilschaften von deinem Alten,
    Ich zähme Medien und Proletariat.

    Opposition? Die machen wir zunichte
    Und dann so richtig große Politik.
    Wir beide, Schätzchen, schreiben dann Geschichte.
    Du wirst ein Star, mein Schatz. Ist das nicht chic?

    So wandelte sie machtbeschwingt von dannen
    Und er stand da und dachte so bei sich:
    Na warte, Mäuschen, deine eignen Mannen
    Die ziehen dich noch richtig übern Tisch.

    Die werden dich noch derartig zerreißen,
    Dass für das Amt von dir nichts übrig bleibt.
    Und sich dann gegenseitig selbst zerbeißen.
    Und rate, wer sich dann die Hände reibt?

    Georg Raabe

    taz Nr. 7783 vom 1.10.2005

  • Ich bitte um Meinungen......Datum19.07.2005 23:15
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Ich bitte um Meinungen......

    Hallo buntesocke,
    ob es Deine "depressivsten Phasen" waren, wirst du erst sehr viel später beurteilen können. Viele der größten Werke der Literatur haben in solchen Phasen ihre Wurzel. Ich möchte diese schlechten Zeiten so wenig missen wie die guten.
    Es ist völlig in Ordnung, die eigene Betroffenheit in seinen Werken zu verarbeiten. Wenn Du allerdings weiterschreiben willst, solltest Du Dich in Deinen Texten von Deiner persönlichen Befindlichkeit lösen und versuchen, ein „neutraler“ Beobachter des Lebens zu werden. Das könnte Dir Reflexion geben und depressive Phasen abkürzen helfen.
    Wenn Du magst, dann lies meine Aufsätze zur Kreativität:
    http://www.nexusboard.net/forumdisplay.p...5&forumid=35458

  • Ich bitte um Meinungen......Datum19.07.2005 23:02
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Ich bitte um Meinungen......

    Hallo Niko,
    es sollte weder „Sprech“ noch „Blase“ sein, sondern ein ernsthaft überlegter Rat, verpackt in einem Sinnbild.
    Aber Du hättest ruhig Dein „dann...“ schreiben sollen – so gibst Du mir keine Chance, mich dazu zu äußern.
    Zu Deinen Werken verspreche ich Dir noch nichts, da meine Zeit komplett ausgefüllt ist. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben (eine bessere Phrase fiel mir nicht ein ;-)

  • Ich bitte um Meinungen......Datum12.07.2005 12:49
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Ich bitte um Meinungen......

    spiegleinspieglein an der wand warum gehts mir am miesesten im ganzen land
    -
    noch gehts dir nicht mies genug ist dein kopf noch voller trug

  • Drei3Zeiler #21Datum05.05.2005 00:54
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #21

    Hallo Ramona,

    ich weiche bewußt oft im Takt, Stil vom Haiku ab und nenne deshalb meine Dreizeiler Dreizeiler.
    Schreibe ich allerding in der ZEN-Sinngebung, dann bemühe ich mich "sklavisch" um Reinheit und Minimum.

    Gerne lese ich Vorschläge, die ich allerdings in der Vergangenheit nicht mehr verarbeiten will. Für die Zukunft fließt Dein Vorschlag in meine Arbeiten mit ein. Ein Dank dafuer.

  • Drei3Zeiler #21Datum05.05.2005 00:47
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #21

    Je perfekter gewollt, umso hoeher die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns, lieber Schreiberling...also lassen wir uns unsre Fehler und Irrtuemer.

  • japanische kirschen ( Haiku )Datum30.04.2005 12:05
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema japanische kirschen ( Haiku )

    ...beim Lesen entseht ein (Tag)Traumbild - wunderschoen!

  • Drei3Zeiler #6Datum04.02.2005 18:07
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #6

    Hallo Viola,

    „Wo Worte selten, haben sie Gewicht“,
    sagte einst William Shakespeare.
    Dem kann ich nur ganzen Herzens zustimmen.

    Dein klassisches Haiku bringt es auf den Punkt.
    Widersprüche erkennen, bedenken und benennen.
    Ich sah übrigens ein weiches Grün heute morgen
    im Sonnenaufgang...

    Weiches Grün drängend
    Im Bann der Morgensonne
    Zeigt Lenz – neues Sein.

  • Letzte RuheDatum04.02.2005 18:04
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Letzte Ruhe

    Hallo Viola,
    es sind gute Gedanken, die um den Verbleib Deines Körpers
    nach dem Tod schreibst.
    Wir sollten unserem Leib den besten Platz geben, den wir haben.
    Er hat uns
    Stunde um Stunde
    Tag für Tag
    Jahr für Jahr
    Mutig gedient.

    Kennst Du nicht die reinigende und verbreitende Kraft des Wassers?
    Ein Fluss ist für mich das (ewige) Leben seit ich auf Vasuveda horche.

  • Drei3Zeiler #7Datum25.01.2005 13:03
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #7

    Hi Capella,
    hallo Schreiberling,

    ich schreibe oft bewusst arhythmisch, um einer Zeile mehr Spannung zu geben.

    Zu der nachstehenden Korrektur könnte ich mich entschließen, wenn ich gegen meinen Grundsatz verstieße, Geschriebenes nicht mehr zu ändern, weil ich die einstige Stimmung nicht mehr einzufangen vermag:

    Beinah schmerzend schlug
    ihr Herz schneller, als sie
    die Musik der letzte Nacht hörte.

    Bei meinen nächsten Versen werde ich diese Erfahrung, Capella, bestimmt einfließen lassen. Deshalb hab Dank für Deine Reflektionen.

    Ich habe, als ich meinen ersten Drei3Zeiler veröffentlichte, folgendes dazu geschrieben:

    „Seit einiger Zeit probiere ich mich an Dreizeilern aus. Entlehnt aus den japanischen HAIKU. Um mich nicht sklavisch an den 5-7-5 Silbentakt der drei Zeilen halten zu müssen, nenne ich sie einfach DreiZeiler. Es sind Momentaufnahmen, die den Leser zu Reflexionen und Sinnesempfindung ermuntern sollen.“

    Noch ein Satz zu Matsuo Bashô (1644-1694), dem wohl größten japanischen Lyriker:

    Ihm ist es meisterhaft gelungen, in seinen Haiku die Naturverbundenheit des ZEN auszudrücken.
    Es gibt durchaus auch Werke von ihm, wo er die Silbentaktung durchbricht, aber mit wachsender Reife meisterte er die gestrenge, beinah asketische Form der 17 Silben und machte die Kürze der Worte atmend.

    Herzlich grüßt Jee.

    PS. „Reduziere bis zum Maximum“ begleitet mich schon lange...

  • Drei3Zeiler #6Datum24.01.2005 20:15
    Foren-Beitrag von Jürgen Kühn im Thema Drei3Zeiler #6

    Die einen mögens ausführlich, Beate, die anderen kurz und knapp, und wieder andere lang und breit...

    Das ist die Vielfalt, von der wir profitieren, aussuchen können, was uns am besten gefällt.

    Phrasen sind überflüssig und ich wünschte mir, es ging ihnen die Luft aus. Aber die mediale Flut, voran die Politiker, überschüttet uns damit und wohl dem, der sie nicht in sich aufnimmt.
    Phrasen schaden der Sprache und der Kommunikation.

    Ich stimme Dir zu, das einfache Wort sagts am besten.

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