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  • NeyatorDatum07.11.2010 18:19
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Neyator

    Ich weiß, ihr hattet kaum Gelegenheit was zu schreiben, aber ich hielt den "Leitspruch" doch für etwas zu wenig. Deshalb hier noch den Prolog von "Neyator":

    Prolog:

    Das Jahr 4137 der Zeitrechnung Emerdias

    Nahezu lautlos glitt der Wyvern über den nächtlichen Wald von Val Belgas hinweg. Trotz dieser Stille war sein Reiter auf Äußerste angespannt, denn hier über diesem Forst konnte selbst das leiseste Geräusch gefährlich werden. Das metallische Zischen des Wyvern war schon laut genug, um einen raschen Tod heraufzubeschwören, es ließ sich jedoch nicht vermeiden. Irgendwie musste dieses Drecksvieh atmen, dachte sich der Reiter zerknirscht, eine Unannehmlichkeit, die er sich schon vor langer Zeit abgelegt hatte.
    Am liebsten hätte der Draug einen Umweg genommen, doch er war spät dran. Sei­nen Meister hatte er schon viel zu lange warten lassen und wollte dessen Geduld nicht weiter strapazieren. Der Eislord konnte sehr unangenehm werden, wenn ihm der Kragen platzte. Bisher hatte sich Rexis als sehr zuverlässig erwiesen und wollte diesen Status nicht leichtfertig wegwerfen.
    Vor ihm tauchte der größte Baum des Waldes auf, der das übrige Blätterdach von Val Belgas um gut das Dreifache überragte. Wenn Rexis den Namen dieser überdi­mensionalen Pflanze jemals gehört hatte, dann hatte er ihn längst wieder vergessen. So wichtig war das für die Erfüllung seiner Mission ohnehin nicht.
    Dennoch wies der Draug sein Reittier mit einem leichten Ruck der Zügel an, einen Bogen um den Baum zu machen, denn er wusste nur zu gut, wie heilig er den No­gassa war, wenn auch sein Name ihm nicht geläufig war.
    Gerade als der Wyvern sich zur Seite drehen wollte, um den Bogen zu fliegen, bockte er. Mitten ihn der Luft beugte sich die geflügelte Echse auf und zischte ener­gisch.
    „Was ist los, Mistvieh?“ knurrte Rexis mit seiner kratzigen Stimme.
    Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, doch sie stammte gewiss nicht vom Wyvern: „Jar’kur, tollan!“
    Rexis fluchte lauthals. Hatten diese Grasfresser ihn doch noch entdeckt!
    Aus dem Blätterdach von Val Belgas stieg ein halbes Dutzend Nogassa auf. Bei ih­ren Reittieren handelte es sich um Königsgreife, mächtige, geflügelte Raubtiere, mit goldbraunem Gefieder. Die wenigen weißen Federn am Hals der Tiere hatten sich durch ihre Angriffslust aufgestellt. Ihre Vorderkrallen trugen die Greife im Anschlag, bereit, sich jederzeit auf den Wyvern und seinen Reiter zu stürzen. Die Reiter, statt­lich gebaute Nogassa mit stabilen, aber dennoch leichten Rüstungen aus beschlage­nem Leder. Die prächtig-bunten Kopfputze ihrer Helme ließen sicher jeden Singvogel Emerdias vor Neid erstarren.
    Rexis flüsterte seinem Wyvern einige beruhigende Worte ins Ohr. Fehlte noch, dass das Vieh den Draug abwarf.
    Direkt vor den beiden Wesen des Nordens erhob sich ein Nogassa, dessen Greif mit einer silbern glänzenden Schuppenrüstung bekleidet war. Sein Reiter trug eine Metallrüstung und einen Umhang aus dunkelgrünem Samt, der seinen breiten Ober­körper rundherum einhüllte. An der Seite des Königsgreifen klemmte eine Lanze.
    „Du bist unerlaubt in das Territorium der Nogassa eingedrungen, Draug aus dem Norden“, sprach der Elf mit erhabener Stimme in der Weltsprache. „Im Namen der Waldwächter, aus welchem Grund verletzt du das Abkommen zwischen dem Königs­paar und dem Eislord?“
    „Ich hatte es eilig“, knurrte Rexis angespannt. „Nun lasst mich vorbei, ich bin spät dran.“
    „Das kann und werde ich nicht tun“, erwiderte sein Gegenüber. „Eile ist kein Grund, einen Pakt zu verletzen. Deshalb wirst du uns begleiten und dich einer Befragung un­terziehen. Wenn wir uns über deine Absichten im Klaren sind, kannst du weiterzie­hen.“
    „Dafür habe ich keine Zeit!“ fauchte der Draug nun. „Lasst mich durch und niemand wird verletzt.“
    „Du bist nicht in der Position, uns zu drohen, Diener des Eislords“, sprach der No­gassa mit dem Umhang gebieterisch. „Du wirst meinem Befehl nun Folge leisten, oder...“
    Wütend zischte Rexis dem Wyvern in der Nordsprache einen Befehl zu. Sofort stieß das Untier einen schmerzhaft lauten, schrillen Schrei aus. Erschrocken ließen sich die Greifen zurückfallen und auch die Nogassa hielten sich schmerzerfüllt die Ohren zu, was dazu führte, dass sich einer nicht im Sattel halten konnte und in die Tiefe stürzte. Ein leiser, dumpfer Aufschlag ließ sein Schicksal erahnen.
    Die Lücke zwischen den erschrockenen Waldwächtern nutzte Rexis und gab sei­nem Wyvern die Sporen. Das Untier zischte laut, als es flügelschlagend Geschwin­digkeit aufbaute. Rexis wandte den Kopf herum um zu sehen, was die Waldwächter taten. Sie verfolgten ihn nicht. Erleichtert tätschelte der Draug den Beutel, der unter seinem Arm baumelte. Hauptsache, Rexis brachte seinen Inhalt zum Eislord. Alles andere war unwichtig.
    Doch dann hörte er die erhabene Stimme des Anführers hinter sich: „Du wolltest es nicht anders!“
    Rexis wandte sich um. Der Anführer der Waldwächter hatte seinen Umhang zurück­geschlagen und präsentierte seinen Oberkörper. Eine Hälfte war mit einer elegant ausgearbeiteten Plattenrüstung bedeckt, die halbmondförmig von der Schulter des Elfen bis zu seiner Hälfte verlief. Die nackte andere Hälfte war über und über mit fili­granen Mustern tätowiert, die sich über den Arm des Nogassa bis in seine Fingerspit­zen fortsetzten. In der Dunkelheit konnte Rexis die Farbe der Tätowierung nicht er­kennen, doch die Muster deuteten auf das Mal des Sturms hin.
    Dieser Elf war durch und durch ein gottverdammter Diener von Zulis, der Sturmgöttin!
    Augenblicklich ergriff der Anführer seiner Lanze und richtete die Spitze den Sternen entgegen. Aus heiterem Himmel zuckte ein Blitz durch die Nacht und traf auf die Lan­ze. Knisternd lud sich die Waffe mit Energie auf. Ehrfürchtig wichen die übrigen Grei­fenreiter von ihm zurück.
    „Mach schneller du Mistvieh!“ fuhr Rexis den Wyvern an, der noch energischer mit den ledrigen Flügeln schlug.
    Hinter ihnen entlud sich krachend die Lanze des Anführers. Dann folgte der Schmerz: Blitze umzuckten den Wyvern, der sich zischend und fauchend verkrampf­te. Auch Rexis bekam die Ladung ab. Als würden sich tausend Nadeln in seinen Leib bohren, wanderte der Schmerz seinen Körper hoch. Dann geriet der Wyvern ins Tru­deln. Dem Draug war es unmöglich, sich richtig festzuhalten, denn seine klauenarti­gen Hände krampften und zwangen ihn, die Zügel loszulassen.
    So fiel Rexis, schreiend und mit den Armen rudernd, seinem Verderben entgegen. Als auf einem der mächtigen Äste von Val Belgas sein Rückgrat brach, öffnete sich die Tasche, die er immer noch bei sich hatte. Ein in Lumpen eingewickelter Gegen­stand, kaum größer als zwei Fäuste, kullerte heraus und plumpste hinunter in den finsteren Wald.

    (So das wars erstmal)

  • EgoDatum07.04.2010 16:00
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Ego

    Ich gebe nucine Recht, ein Bindestrich wäre doch etwas unpassend. Außerdem muss ein Gedicht nicht unbedingt von grammatikalischer Richtigkeit strotzen. Es muss nur Sinn ergeben.

  • Einigkeit...Datum06.04.2010 21:07
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Einigkeit...

    Um so besser. Wenn du so aus dem Kopf heraus schreiben kannst ohne kitschig zu werden, ist das ein Vorteil.

  • Missbrauch durch GeistlicheDatum06.04.2010 13:08
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Missbrauch durch Geistliche

    Es ist doch so. Ich glaube kaum, dass alle kirchlichen Machthaber fromme Menschen sind oder waren. Viele waren sich bewusst, dass Gott sie kaum von ihrem Handeln abhalten würde. Er würde sie höchstens nach dem Tod bestrafen, doch das kann man durchaus verdrängen. Dem Volk haben sie dann natürlich den "Zorn Gottes" gepredigt und ihre Machtstellung z. B. durch Ablasshandel ordentlich ausgespielt.

    Tja, das ließe sich auch mit "Missbrauch durch Geistliche" überschreiben, schließlich kann man auch Macht missbrauchen.

  • Tolkien Parodie!Datum06.04.2010 13:03
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Tolkien Parodie!

    Ich sagte ja, Parodien sind nicht immer lustig. Sie sind einfach simple Nachahmung.

  • Einigkeit...Datum06.04.2010 10:05
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Einigkeit...

    Am Inhalt hab ich nichts auszusetzen. Er hat viel Wahres an sich.

  • Einigkeit...Datum05.04.2010 22:37
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Einigkeit...

    Gute Einstellung

  • Einigkeit...Datum05.04.2010 21:31
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Einigkeit...

    Dann mach eine Stärke draus

  • Missbrauch durch GeistlicheDatum05.04.2010 17:57
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Missbrauch durch Geistliche

    Das ist schon immer ein großes Problem gewesen: Gott scheint in den Augen der Menschen keine Verantwortung zu übernehmen, da er niemandem erscheint und ihn bittet, endlich mit der Gewalt aufzuhören. Und wenn mal eine Erscheinung stattfand, dann haben mächtige Fürsten sie gleich eigennüttzig interpretiert, indem sie z. B. in den Krieg gezogen sind. Heutzutage ist der Glaube an diese Wunder ohnehin geschwächt, da man mit der heutigen Technik viel fälschen kann. Was man in Film an Computern darstellen kann, das können auch ein paar mediengeile Tricktechniker daheim konstruieren.

    Dadurch verliert das Wunder sein "Wunder": Es ist kein Wunder, wenn gleich zehntausend Reporter dabei sind, um es festzuhalten. Kleine Wunder geschehen jeden Tag und die wahren Wunder Gottes kann man nicht mit der Kamera festhalten.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Dadurch, dass Gott sich nicht selbst zeigt, neigen Menschen zu Gewalt, weil sie genau wissen, dass Gott nicht erscheinen wird und sie davon abhält.

  • GEZ - die GebührenmaschineDatum05.04.2010 17:50
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema GEZ - die Gebührenmaschine

    Ich bin auch jemand, den die GEZ mehr als nur nervt.

    Ich bekomme alle halbe Jahre einen Brief ob ich denn jetzt ein Fernsehgerät hätte (hab zuvor Radio angemeldet, Fernsehen schau ich über den Familienapparat). Ich schreibe regelmäßig dazu, dass sie mich endlich in Ruhe lassen sollten und ich meinen Fernseher schon anmelden würde, sollte ich einen haben. Aber nein, jedes Mal bekomme ich ein Schreiben auf das ich antworten MUSS, da sonst weitere Erinnerungsschreiben folgen würden.

    Warum kassieren die nicht einfach einen festen Betrag von jeder Person ab und gut ist? Die Leute von der GEZ hätten weniger zu tun, wenn sie eine Personenpauschale einführen würden, da müssten die nicht jeden Haushalt nach den Geräten abklappern und das ist, kann ich mir vorstellen, mit manchem Bundesbürger ganz schön stressig.

    Also ihr GEZler: Überlegt euch mal ein besseres System.

  • Tolkien Parodie!Datum05.04.2010 17:41
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Tolkien Parodie!

    "Parodie" heißt ja auch nicht gleich "Humor". Parodie ist die gezielten Nachahmung eines Werkes, während Humor darauf abzielt den Leser (oder im Falle von Fernsehen den Zuschauer) zum Lachen zu bringen.

    Es gibt aber auch in diesem Fall Überschneidungen: Siehe Terry Pratchets "Scheibenwelt". Er macht zwar eigene, und meistens eigenartige Geschichten, nimmt aber gerne Mal andere Tatsachen auf die Schippe: So gibt es dort die Band "Rollende Steine" oder im Roman "MacBest" wird (selbsterklärend) Shakespeere ordentlich durch den Kakao gezogen.

    Ich persönlich mag Bücher, die Humor haben. Dies gilt vor allem bei Fantasy. Da Fantasy unter Umständen brutal werden kann, z.B. durch viele Schlachten, ist es immer gut etwas Spaß zur Auflockerung zu bringen, z. B. der Elf und der Zwerg, die sich ständig streiten (siehe "Herr der Ringe"). Genauso ist es auch im Film, siehe "Dark Knight". Dieser Batman-Film ist große Klasse, aber ohne die kleinen humoristischen Einlagen (z. B. wird Batman von einem Hund da gebissen, wo's besonders wehtut) hätte man dieses schwere Thema kaum ausgehalten.

    Es gibt auch Parodien, die es mit ihrem Humor stark übertreiben. So ist es z. B. im Roman "Barry Trotter" oder in denersten beiden "Scary Movie"-Filmen. Hier kommt oft sogenannter Fäkalhumor zum Einsatz, der immer wieder stark unter die Gürtellinie geht. So etwas mag ich gar nicht. Ein guter Humorist ist, der seinen Helden witzige Dinge erleben lässt, ohne im alle 5 Seiten (oder Minuten) eines "auf die Eier" zu geben und das oft im wahrsten Sinne des Wortes. Leider fährt die, nicht zuletzt durch Fernsehen, abgestumpfte Gesellschaft heutzutage gerade darauf ab.

    Heinz Ehrhardt würde sich im Grab herumdrehen, glaubt mir.

    So, genug geschwallt.

  • ES IST OSTERNDatum05.04.2010 17:24
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema ES IST OSTERN

    Ich muss dem Fürst Recht geben: "Es ist Ostern" steht etwas zu oft im Text, auch wenn es als eine Art Refrain gedacht ist. Es lässt das Gedicht etwas holpern. Aber sonst, vom Inhalt her, ist es wirklich schön.

    Auch für dich eine schöne Osterzeit!

  • Sind wir Autoren verrückt?Datum05.04.2010 17:11
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Sind wir Autoren verrückt?

    Das ist das Gute am Autor sein: Man kann sich eher auf die Straße trauen als ein Schauspieler, da deren Gesicht immer in den Medien zu sehen und daher bekannt. Als Autor wird man nicht an jeder Ecke um ein Autogramm "gebeten" und man ist auch nicht zu sehr auf Bodyguards angewiesen.

  • EgoDatum04.04.2010 18:00
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Ego

    Ja, ein Bindestrich wäre in diesem Fall durchaus angebracht gewesen.

  • Missbrauch durch GeistlicheDatum04.04.2010 17:59
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Missbrauch durch Geistliche

    Treffend formuliert, Fürst. Die Geistlichen der Christen sollten eigentlich Lehren Gottes verbreiten. Ich will sie nicht über einen Kamm scheren, es hat schon genug Märtyrer gegeben, weil sie Frieden und Barmherzigkeit gepredigt haben und sich nicht wehrten, wenn gewisse Herrscher sie in die Löwengrube geworfen haben.

    Aber es gibt auch genug Beispiele in anderen Religion. Ganz schlimm in der Kritik steht der Islam: Schließlich sind es ganz oft Moslems (aber nicht nur) die Anschläge verüben. Und warum? Weil sie aus armen Verhältnissen kommen und dadurch wenig von dem mitbekommen, was in der Außenwelt vorgeht. Das machen sich einige Autoritätspersonen, die aus verschiedenen Gründen einen Groll gegen die westliche Welt hegen, zunutze und trichtern den armen Leuten ein, sie müssten die westliche Welt mit Gewalt und unter Einsatz ihres Lebens stürzen. Wenn sie sich dabei "opfern" kommen sie ins Paradies, heißt es. Alles Quatsch: Laut Koran ist Selbstmord nämlich verboten. Nur merken es die armen Leute nicht, die zu Terroristen werden: Sie kamen nie in den Genuss, lesen und schreiben zu lernen, sodass sie den Gelehrten glauben schenken müssen.

    Natürlich verurteilet ein Großteil der Moslems diesen Terrorismus, aber das zeigt, dass es auch in anderen Religionen Gewalt gibt, obwohl (wie im Fall des Islam) eigentlich Frieden und Toleranz gepredigt wird.

    Leider gibt es immer wieder Geistliche, die die eigentlichen Lehren ihres Glaubens vergessen.

  • Missbrauch durch GeistlicheDatum04.04.2010 12:09
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Missbrauch durch Geistliche

    Der christliche Gott tut deshalb nichts gegen Krieg, Gewalt und Missbrauch auf Erden, weil er den Menschen die Erlösung NACH dem Tod verspricht. Je mehr man im Leben Opfer von Gewalt wurde desto besser geht es einem dann im Himmel.

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was für ein Gott das ist, der die Menschen auf der Erde leiden lässt. Er könnte den Menschen ein gutes Leben schenken, damit sie ihm in aller Form danken, und im Himmel geht es dann weiter.

    Wenn ich einem frommen Menschen damit auf die Füße getreten bin, entschuldige ich mich in aller Form dafür. Ich bin auch gläubiger Christ, aber was ist das für ein Gott, der erst sein Volk (Hebräer) aus der Sklaverei befreit, nur dreitausend Jahre später zuzulassen, dass sie qualvoll in KZs ermordet werden? Ich fürchte, die Wege des Herrn sind wirklich unergründlich.

  • EgoDatum04.04.2010 11:53
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Ego

    Stimmt, sie meinte wohl "massen-ichs" und nicht "masse-nichts". Das hast du falsch aufgefasst.

  • Sind wir Autoren verrückt?Datum04.04.2010 11:39
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Sind wir Autoren verrückt?

    Danke fürs Mut machen

  • Sind wir Autoren verrückt?Datum03.04.2010 20:27
    Foren-Beitrag von alex1987 im Thema Sind wir Autoren verrückt?

    Nun ja ich lasse mein Hobby soweit raushängen, dass ich sage, was ich schreibe und Antworten auf Fragen über den Inhalt gebe. Ich rede nur drüber, wenn man mich darauf anspricht. Es ist nicht so, dass ich ständig über meine Schreiberei reden will.

    Mein Ausbildungsgang heißt "Fachangestellter für Bürokommunikation". Dort finden sich Leute zusammen, die Mittlere Reife oder Abi haben. Allerdings haben einige davon (wie in jeder Klasse) großen Einfluss auf den Rest und die behandeln mich eben wie einen Außerirdischen oder zumindest wie einen Verrückten wenn mein Hobby zum tragen kommt.

    Es stimmt, was Gast sagt. In meiner Schulklasse (Gymnasium) haben sich zwar nur wenige für mein Geschriebenes interessiert, aber sie haben mich auch nicht wie einen Geistesgestörten behandelt.

  • So und hier noch der 2. Teil:

    Tja, und jetzt bin ich hier. Ich stehe auf dem Campus der Neustädter Universität. Mein Studium läuft jetzt seit zwei Monaten und ich habe über meinen kleinen Freund Philip einen Job beim Neustädter Morgen als Fotografin bekommen. Damit kann ich die Wohnung, die sich Milan und ich teilen, und mein Auto finanzieren. Mir geht es eigentlich ganz gut.
    Eigentlich. Abgesehen von den alltäglichen Problemen der Wizmages habe ich noch eine Sorge, die jeder normale Mensch unter uns bekommen kann. Eine Sorge, die mich wenigstens halbwegs normal erscheinen lässt.
    Michael. Der Bruder von Tobias und Jennifer, mit denen ich regelmäßig die Stadt rette, besuchte ebenfalls mein Semester. Er sieht gut aus, ist sportlich und intelligent. Obendrein war er wohlhabend, schließlich gehörte seinem Vater eine ganze Firma. Zu meinem Verdruss war ich nicht die einzige, die das so sieht. Jede junge Frau entweder aus meinem Semester oder einem anderen bleibt an seinem Anblick haften, wenn er vorbeigeht. Lächelt er dich an, bist du rettungslos verloren. Mein Gott, jedes Mal, wenn ich ihn sehe, fahren die Schmetterlinge in meinem Bauch Achterbahn. Ich habe so viel Kontakt zu ihm (schließlich kennt er mein magisches Geheimnis), und nie den Mut, ihm zu sagen, was ich für ihn empfinde.
    Leider bleibt mein Kontakt zu Michael, der mehr ein Kontakt zu seinen Geschwistern ist, nicht lange unbemerkt. So werde ich bereits erwartet, als ich nach der Vorlesung an dem wunderschönen Springbrunnen des Campus vorbeigehe. Dabei handelt es sich um zwei junge Damen aus meinem Semester: Kathrin, eine hochgestylte und ebenso hochnäsige Brünette, und Mona, die vor allem durch ihren vielen Schmuck auffiel.
    „Hey Kukov“, zischelt Mona und winkt mich mit dem Finger herbei. „Komm doch mal her.“
    Mir ist sofort klar, dass das nur auf Ärger hinausläuft. Aber ich beiße in den sauren Apfel und gehen zu den beiden. In ihren Augen funkelt Neid. Meine Augen sind so gut, ich erkenne die Eifersucht nur durch Hinsehen.
    „Was gibt es denn?“ fragte ich gelassen. Mein Deutsch ist perfekt, nur bin ich den Akzent meiner Muttersprache noch nicht losgeworden.
    „Ich hab’ dich gestern gesehen“, sagt Kathrin, es klingt wie eine Anschuldigung. „Mit den Geschwistern von Michael.“
    „Na und, was ist denn schon dabei?“
    Mona beugt sich zu mir vor. „Machst du dich etwa hinterrücks an Michael ran? Das geht aber nicht.“
    Bevor ich etwas zu meiner Verteidigung sagen kann, giftet mich Kathrin an: „Lass die Finger von ihm, Bachstelze. Mit dir will Michael nichts zu tun haben. Sieh dich doch an. Du bist so arm wie eine Kirchenmaus. Und da willst du mit uns mithalten? Sie dir doch deine Klamotten an. Die sind selbst in Volikien schon seit Jahren aus der Mode. Mit so einer Hinterweltlerin wie dir gibt er sich bestimmt nicht ab.“
    „Also halt dich von ihm fern, du ruinierst noch seinen Ruf.“
    „Ach, was wisst ihr denn schon“, murmle ich genervt und gehe weiter.
    Dass ich die zwei High-Society-Gänse ignoriere, passt ihnen gar nicht. Nichts ist für sie schlimmer als gebrochener Stolz. Als ich an Mona vorbeigehe, stellt sie mir das Bein. Normalerweise achte ich auf solche Hinterhalte, nur dieses Mal war ich überrascht. Mit einem Schreckensschrei kippe ich über den Rand des Springbrunnens. Zusammen mit meinem Minirucksack lande ich in dem schmutzigen Wasserbecken. Allein mein Schrei bringt viele Studenten dazu, sich zu mir herumzudrehen.
    Als ich den klatschnassen Kopf aus dem Brunnen hebe, macht sich allgemeines Gelächter breit. Natürlich lachten Kathrin und Mona am lautesten. Sie hatten sich von mir abgewandt, dennoch fixiere ich sie. Wut kommt in mir hoch.
    Plötzlich platzt ein Teil des dreistöckigen Brunnens auf. Eine Wasserfontäne segelt im hohen Bogen über mich hinweg und ging auf die zwei Zicken nieder, denen ich diese Blamage zu verdanken hatte. Von einem Augenblick auf den anderen waren sie ebenso nass wie ich. Anders als beim letzten Mal kann ich mir erklären, warum das Wasser plötzlich diejenigen bestraft, auf die ich wütend bin.
    Wasser ist mein Element, darin fühle ich mich zu Hause.
    Die Aufmerksamkeit der Studenten wendet sich den durchweichten Michael-Fans zu. Deshalb steige ich aus dem Brunnen und verschwinde unaufmerksam. Da mein Minirucksack aus Leder besteht, ist der Inhalt, mein Taschenkalender und mein Notizblock, unversehrt geblieben. Im Gegensatz zu mir. Völlig durchnässt steige ich in meinen Opel Astra und fahre nach Hause.
    In der kleinen Wohnung finde ich meinen Bruder Milan auf dem Sofa liegend vor. Obwohl er blind ist, spürt er, was in mir vorgeht. Bevor er etwas sagen kann, herrsche ich ihn auf serbisch an, er solle gefälligst keine Fragen stellen. Mein Gewissen bringt mich letzten Endes doch dazu, mich zu entschuldigen, bevor ich ins Bad verschwinde.
    Dort lasse ich erst einmal heißes Wasser in die Wanne laufen und kippe etwas Duschgel dazu. Schließlich ist das Brühe im Springbrunnen kalt und dreckig gewesen. Nicht das erste Kalte und Dreckige, mit dem ich zu tun habe, und bestimmt auch nicht das letzte. Ich entkleide mich und steige in das angenehm warme Wasser.
    Während ich in den Badewanne liege, vergesse ich alles. Meine schreckliche Vergangenheit, meine weltverändernde Bestimmung und alle meine sonstigen Probleme. Nur eine Sache will mir partout nicht aus dem Kopf gehen. Ständig erscheint das Bild von Michael vor meinem geistigen Auge. Die Erinnerungen an all meine Begegnungen mit ihm kommen in mir hoch. Ich entspanne mich und gebe mich den Erinnerungen und Sehnsüchten hin.
    Wie meine Gefühle gehen auch dieses Mal meine Kräfte mit mir durch. Plötzlich steigen herzförmige Seifenblasen aus dem Wasser auf und trieben ziellos durch das Badezimmer.
    Dann begreife ich, dass nicht nur dem Wasser die Kräfte der Magie innewohnen.
    Nein. Ich besitze noch ein weiteres Element Das wohl magischste Element von allen. Eines, das mich verzaubert hat.
    Es nennt sich Liebe.

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