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Dieses Thema hat 80 Antworten
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Transzendenz Offline




Beiträge: 9.728

10.08.2005 09:10
#46 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Zitat
Gepostet von DaRockwilda
Tsts.... kennst du auch nur einen Iraner persönlich?

mehr als einen...allerdings leben die mitlerweile in Deutschland, weil's halt im Iran nicht so dolle ist...

Ich kenne 5 und die sind sehr zivilisiert, und würden niemanden für ihren Gott töten.

die die ich kenne auch...

Sie würden vielleicht jemanden töten der ihnen ihr Land nehmen will, auf das sie sehr Stolz sind, aber sie wissen genau dass es Quatsch ist "für Allah" zu töten !

wissen das aber alle? Wissen das diese religiösen Spinner die auf der ganzen Welt ihren Terror verbreiten? Selbst wenn 99% der Iraner vernünftig sind, was nützt das, wenn religiöse Fanatiker an der Macht sitzen?

Du bist wohl auch der Meinung dass im Nahen osten überall verhüllte Fanatiker rumlaufen mit nem Bombengürtel unterm Arm...



würden die nur im nahen osten rumlaufen, wär's mir ziemlich egal...fahr ich halt nicht in den nahen Osten, gibt schließlich auch andere schöne Orte auf dieser Welt.

Dummerweise laufen diese Fanatiker überall rum. Und man erkannt ihre gesinnung ja erst, wenn's zu spät ist, weil Sie sich halt nicht verhüllen. Ich hab jedenfalls keine Lust mich von irgend nen religiösen Fanatiker mit nem Flugzeug in nen Hochhaus einparken zu lassen, inner Ubahn weggesprengt oder im Urlaub erschossen zu werden. Und solange es Regierungen gibt, die solche Spinner massiv unterstützen, solange muss auf diese Regierungen jeder nur mögliche Druck ausgeübt werden. Im Falle von Lybien hat das letztendlich ja auf funktioniert.

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

10.08.2005 09:58
#47 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

@Transzendenz

Zitat
Und solange es Regierungen gibt, die solche Spinner massiv unterstützen



und hier beginnt dein Denkfehler vermutlich. Weder die iranische noch die irakische Regierung haben Terroristen unterstützt. Letztere wurde dennoch angegriffen und erstere ist unmittelbar bedroht.

Transzendenz Offline




Beiträge: 9.728

10.08.2005 10:41
#48 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Zitat
Gepostet von Schreiberling
[bWeder die iranische noch die irakische Regierung haben Terroristen unterstützt.[/b]



nicht?

ok, Verbindungen zu Al quaida und deren Anschlägen liesen sich bislang tatsächlich nicht herleiten. Insofern geb ich dir Recht.

Das der Iran aber zumindest die Hisbollah massiv unterstützt ist nun kein Geheimniss.

Die Unterstützung und Solidarität für die Palästinenser, auch durch Attentate auf Israel, sind seit der Gründung dieser Organisation ein wichtiger Bestandteil ihres Programms. In einer Abstimmung am 13. März 2005 hat das EU-Parlament sie als Terror-Organisation deklariert. Jedoch konnte sie gegen Widerstand Frankreichs nicht auf die offizielle Liste der Terrororganisationen gesetzt werden. Quelle: Wikipedia

Das es seit Jahren im Iran und anderen Ländern im nahen Osten Ausbildungskamps für Terroristen gibt, ist auch kein Geheimniss. Selbst deutsche RAF-Teroristen wurden seinerzeits dort trainiert.

Ob nun Iran und/oder Irak Verbindungen zu Al Quaida hat, wird vielleicht nie geklärt werden...zumindest geben die Iranischen Ajatollas den Terroristen mit ihrer Lehre die moralische Grundlage für die Anschläge...geistige Brandstifter nennt man sowas im algemeinen Sprachgebraucht.

Was den Irak angeht...ich errinnere nur an die "Persönlichen Glückwünsche" Saddams für "die gelungene Aktion" nach den Anschlägen vom 11.09. Auch wenn er die anschläge (vielleicht) nicht tatkräftig unterstützt hat, so hat er sie nicht verurteilt, sondern für gut befunden...(ok, aus seiner sicht vielleicht sogar verständlich...)

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

10.08.2005 11:02
#49 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

@Transzendenz

Zitat
as den Irak angeht...ich errinnere nur an die "Persönlichen Glückwünsche" Saddams für "die gelungene Aktion" nach den Anschlägen vom 11.09.



??? Glückwünsche??? Das hört sich eher nach einer Propagandalüge der Kriegsverbrecher an. Im Gegenteil, Saddam hatte danach einen sehr persönlich gehaltenen Brief an die US-Regierung gesandt, in dem er auch sein Mitgefühl mit den Opfern ausdrückte.

Zitat
Jedoch konnte sie gegen Widerstand Frankreichs nicht auf die offizielle Liste der Terrororganisationen gesetzt werden.



Ja was denn nun? Das Beispiel Hisbollah ist ein hervorragendes Beispiel, dass man erst einmal dazu kommen muss, eine allgemeingültige Definition für eine Terrororganisation zu finden. Denn was für die einen die längste Praline der Welt ist, ist für die anderen nur ein Schokoriegel.

Zitat
Das es seit Jahren im Iran und anderen Ländern im nahen Osten Ausbildungskamps für Terroristen gibt, ist auch kein Geheimniss.



Neonazis trainieren in Dänemark und Norwegen. Kämst du auf die Idee, deren Regierung der Förderung von Nazis anzuklagen? Sicher gibt es Terrorcamps in Afghanistan und wahrscheinlich auch im Iran, im Irak , in Saudi Arabien und anderswo. Die Gegenden bieten sich einfach dafür an, sich dort zu verstecken, und oftmals sind die Regierungen nicht in der Lage dagegen vor zu gehen, bzw. begehen die Campbetreiber keinen Rechtsbruch in diesen Ländern. Es wäre ein Verbrechen, wenn die Iranische Regierung solche Terrorlager aktiv unterstützt. Das tut sie nicht.

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

10.08.2005 11:13
#50 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Nach allem was passiert ist, kann ich dem Inhalt des Schreibens nur zustimmen:

Zitat
"Im Namen Gottes des Allergnädigsten,
aller Barmherzigsten"


Offener Brief Saddman Husseins an das amerikanische Volk
und die westlichen Völker und ihre Regierungen:


Erneut möchten wir die Geschehnisse in Amerika vom 11. September 2001 und die daraus resultierenden Konsequenzen erörtern. Unsere Anmerkungen vom darauffolgenden Tage auf diese Ereignisse geben zusammenfassend unsere Position zu den Geschehnissen wider, aber die Nachwirkungen auf diese Vorfälle in Amerika und besonders in den westlichen Ländern und in der Welt im allgemeinen, sollte es jedem verantwortlichen Politiker wichtig erscheinen lassen, die Bedeutung der Verantwortung für sein Volk, seine Nation und für die Menschheit insgesamt zu begreifen und daher die Entwicklung der weltploitischen Situation zu verfolgen, die Bedeutung der Ereignisse richtig einzuordnen und dabei die Position und Lage seines eigenen Landes und Volkes in den weltgeschichtlichen Zusammenhang zu stellen. Natürlich ohne sich von den jeweiligen Ereignissen seine Handlungsweise diktieren zu lassen.

Natürlich haben die meisten der arabischen Regenten und Führer der islamischen Welt das Geschehen verurteilt. Der Westen beeilte sich innerhalb kürzester Zeit Erklärungen abzugeben, sowie Resolutionen abzufassen, die formell gegen den Terrosrismus gerichtet und wegen ihrer bedingungslosen Solidarität zu Amerika für die weitere Entwicklung gefährlich waren. Ohne die Schuldigen zweifelsfrei indentifizieren zu können, beeilte sich der Westen den USA seine uneingeschränkte Unterstützung zuzusichern, obgleich es sich hier um eine Kriegserklärung handelte, die sich gegen keinen konkreten Gegner wendete, weil Beweise für die Urheberschaft der Täter fehlten.

Wie immer reichte es Amerika auch diesesmal, daß die gegen die USA gerichtete Agression von Einzeltätern ausging, die aus einem von den USA als sog. Schurkenstaaten stammenden Land kamen, um einen in Wahrheit durch nichts gerechtfertigten militärischen Gegenschlag durchzuführen.

Wäre eine solche Aktion von westlichen Ländern gegen den Islam initiiert worden, so stellt sich die Frage, ob Amerika im umgekehrten Fall auch gegen ein westliches Land vorgegangen wäre, oder ob es sich hier nicht um eine von vorneherein gegen den Islam und seine Repräsentanten gerichtete Aktion handelt. Die amerikanischen, medialen Kriegstrommeln zielen wohl eindeutig auf ein muslimisches Land.

Das außergewöhnliche Ereignis des 11. September 2001, läßt keinen Zweifel daran, daß die Zahl der Opfer groß ist. Natürlich können nun die USA oder der Westen insgesamt aus der Absicht heraus tatsächliche oder angenommenne Gegner zu zerstören oder aber aus Zweifel oder Launenhaftigkeit ihre Nato-Kampfflugzeuge dorthin senden, wo auch immer sie zerstören oder Schaden anrichten wollen. So handelt Amerika mitunter aus Wut, Gier oder anderen niedrigen Instinkten, vielfach wird auch behauptet, man handele auf Veranlassung der Zionisten und ihrer Handlanger.

Viele Länder der Welt haben unter der technologischen Überlegenheit Amerikas gelitten und viele Völker haben erlebt, daß die USA tausende oder sogar Millionen Menschen in deren Heimatländern getötet haben.

Glaubt man den Medienberichten, daß die Täter aus dem Ausland kamen, war es das erste mal in der Geschichte der Vereingten Staaten, daß das Feuer der Wut seiner Gegner, im Land der Verursacher entfacht wurde.

Man sollte auf dieses beispiellose Geschehen, nicht mit gewöhnlichen Methoden reagieren, besonders unter Berücksichtigung der technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten Amerikas und seiner Verbündeten.

Stets hat Amerika seine militärische Agression gegen jene Länder gerichtet, die nach Medien- und Geheimdienstberichten zu seinen Feinden erklärt wurden, notfalls um neue Waffen zu erproben. Welches Problem will Amerika dadurch lösen, daß es seine Waffen mit Unterstützung westlicher Regierungen und aufgrund erfundener Geschichten auf bestimmte Ziele richtet?

Glaubt man damit Sicherheit für Amerika und die Welt erreichen zu können? Ist nicht vielmehr die Anwendung militärischer Gewalt der entscheidende Grund für den Mangel an Stabilität, gerade zum jetzigen Zeitpunkt? Ist nicht das am 11. September 2001 den USA zugefügte Übel, das Resultat der anderen zugefügten Übeln? Das ist die entscheidende Frage und dies sollte die amerikanische Regierung in Absprache mit ihren Verbündeten in aller Ernsthaftigkeit und Verantwortung sowie ohne emotionale Reaktionen und ohne den Gebrauch der bekannten, alten Methoden die Amerika schon immer gegen die Welt einsetzte, zu beantworten hat.

Wie wir bereits am 12. September 2001 betonten, hat stets Amerika seine Waffen über den Atlantik gebracht, um zu zerstören und gegen die Welt zu richten, am 11. September wurden erstmals Waffen gegen Amerika auf dessen eigenem Territorium eingesetzt. Reichte nicht der Einsatz der Atombombe gegen Japan? Mußte Amerika durch seine Militäreinsätze weitere Agressionen erst initiieren? Ist es nicht der unverantwortliche Mißbrauch der Macht, der Amerika zum meistgehaßten Land der Welt werden ließ? Und das in allen Teilen der Welt?

Die Sicherheit Amerikas und aller anderen Länder der Welt könnte nur gewährleistet werden, falls die Führer des amerikanischen Volkes und ihre Propagandisten endlich Vernunft annehmen würden. Amerika müßte sich aus den Fängen der internationalen Raubfinanz lösen, die die Welt in Blut und Dunkelheit getaucht hat und deren Ziel die Ausbeutung der Welt ist.

Die amerikanische Bevölkerung benötigte jemanden, der ihr couragiert und ehrlich die Wahrheit sagt. Sie brauchen keine Fanfarenklänge oder Aufpeitscher, sie sollten trotz der Ungeheuerlichkeit der Vorgänge vom 11. September die Lehre aus den Ereignissen ziehen, nämlich aufzuwachen. Doch die Regierenden in Amerika haben nicht den Mut zur Wahrheit, Fairness und Gerechtigkeit. Sie müssen die Opfer des 11. September mit jenen vergleichen lassen, die Opfer amerikanischer Agression in allen Teilen der Welt wurden. Allein c.a. 1,2 Millionen Iraker fielen den amerikanischen Angriffen zum Opfer, Zehntausende fielen militärischen Operationen der USA zum Opfer. Gar nicht zu reden von den hunderten von Kirchen, Brücken, Moscheen, Fabriken, Verwaltungsgebäuden, Hotels, tausender privater Häuser wurden zerstört oder beschädigt durch amerikanische Bombardements, die bis zum heutigen Tage andauern. Führt man sich die Bilder dieser Zerstörungen vor Augen, so unterscheiden sie sich nicht von den Zerstörungen, die durch die Boeing-Flugzeuge in Amerika angerichtet wurden, im Gegenteil sie sind noch grausamer, wenn man die geschundenen Leichen der Männer, Frauen und Kinder sieht. Ein Unterschied besteht allerdings: Die amerikanischen und/oder verbündeten Piloten spielen nicht mit ihrem Leben, sondern benutzen ihre Fernsteuerungen wie in einem Spiel. Die Täter vom 11. September jedoch nahmen ihren eigenen Opfertod bewußt in Kauf und aus diesem Grund sollten die Amerikaner und die Welt begreifen, warum diese Männer sich opferten.

Selbst westliche Quellen sprechen von 1,5 Millionen Opfern unter der irakischen Bevölkerung durch die Blockade und militärische Agression, das entspricht bei einer Gesamteinwohnerzahl von 25 Millionen Menschen rund einem zwanzigstel der Population. Während Euch der Zusammensturz Eurer wunderbaren Wolkenkratzer Kummer bereitete, stürzten ebenso Gebäude und Heimstätten über ihren Bewohnern im Libanon, in Palästina und im Irak zusammen, ausgelöst durch amerikanische Waffen, benutzt von der internationalen Raubfinanz.

Allein in einem Fall starben durch amerikanische Bomben in einem zivilen Bunker, genannt der "Ameriyha-Bunker", mehr als 400 Menschen, Frauen, Kinder, junge und alte Männer. Würden Euch Eure Propagandisten zeigen, was tagtäglich in Palästina geschieht, nämlich die im Namen des Zionismus ermordeten Kinder, Frauen und Männer, würdet ihr unseren Schmerz besser verstehen. Die Amerikaner sollten einmal am eigenen Leib jenen Schmerz erfahren, den sie anderen Völkern jahrelang zugefügt haben, unterstützt durch zionistische Drahtzieher. Vielleicht könnten sie dann das Leid ermessen, das sie über andere gebracht haben und kommen dadurch zu richtigen Lösungen und auf den richtigen Weg.

Alles was den Arabern und Moslems durch Amerika zugefügt wurde, hat sie dennoch nicht zu Rassisten gemacht oder dazu veranlaßt Amerikaner oder deren westliche Verbündete zu schikanieren, wenn sie z.B. durch die Straßen von Bagdad, Damaskus, Tunis, Kairo oder andere arabische Hauptstädte gehen. Auch dann nicht, wenn sie die heiligen Stätten der Araber und Moslems beleidigen, indem sie militärische Brückenköpfe in Saudi-Arabien gegen den Irak bilden, wenn ihre Flugzeugträger den arbaischen Golf durchpflügen und ihre Kampfflugzeuge täglich den Himmel durchkreuzen und Tonnen Bomben und unzählige Raketen abwerfen und -schießen, auch unter Verwendung von angereichertem Uran.

Diese Fakten sind der ganzen Welt bekannt. Aber wegen eines einzigen Vorfalls, dessen Urheberschaft dazu noch unbewiesen ist, werden Araber und Muslime selbst mit amerikanischer Staatsbürgerschaft jetzt in aller Welt schikaniert. Es gibt Anzeichen dafür, daß sich einige westliche Länder darauf vorbereiten, an amerikanischen Militäraktionen gegen islamische Länder teilzunehmen. In diesem Fall stellen wir uns die Frage: Wer ist den hier fanatisch? Ist nicht diese Art von Solidarität und diese vorauseilende Zustimmung einiger Führer der welstlichen Welt zu einer militärischen Agression gegen ein islamisches Land die flagranteste Form neuer Kreuzzeuge, ist das kein Fanatismus? Muß das Araber und Muslime nicht an die Kreuzzüge, die vom Westen und der NATO gegen den Irak geführt wurden, erinnern? Für verantwortliche Führer, die das Blut ihrer Leute hochachten, sollte es nicht so einfach sein, das Blut anderer Völker -einschließlich Araber und Muslime- zu vergießen. Respektiert ihr eure Werte, warum achtet ihr dann nicht die Werte der Araber und Moslems. Amerika braucht Weisheit nicht Macht. Es hat Gewalt angewandt um anschließend zu erkennen, daß mit Gewalt nichts zu erreichen ist.

Werden die Herrscher Amerikas endlich weise werden, damit die Menschen dort in Sicherheit und Stabilität leben können?

Im Namen Gottes, des Allergnädigsten, aller Barmherzigsten, ladet alle ein auf den Weg Gottes mit Weisheit und geht auf beste und gnadenreichste Weise miteinander um, denn der Herr weiß am besten, wer von seinem Pfad abgekommen ist und Führung benötigt.


Quelle:
http://www.kds-im-netz.de/gegenang/geg_04/saddam.htm

@Transzendenz
Da bist du wirklich einer Lüge der Kriegshetzer aufgesessen.

Transzendenz Offline




Beiträge: 9.728

10.08.2005 11:29
#51 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Zitat
Gepostet von Schreiberling
??? Glückwünsche??? Das hört sich eher nach einer Propagandalüge der Kriegsverbrecher an. Im Gegenteil, Saddam hatte danach einen sehr persönlich gehaltenen Brief an die US-Regierung gesandt, in dem er auch sein Mitgefühl mit den Opfern ausdrückte.

nun, die "Glückwünsche" hat er in einer Ansprache übermittelt, die auch im Fernsehen übertragen wurde. Da ich der arabischen Sprache nicht mächtig bin, muss ich mich, was den Inhalt angeht auf die mitgelieferte Übersetzung beschränken...

[quote]Ja was denn nun? Das Beispiel Hisbollah ist ein hervorragendes Beispiel, dass man erst einmal dazu kommen muss, eine allgemeingültige Definition für eine Terrororganisation zu finden. Denn was für die einen die längste Praline der Welt ist, ist für die anderen nur ein Schokoriegel.



ich weiss auch das der Grat zwischen "Wiederstandskämpfern" und "terroristen" mitunter ziemlich schmal ist. Aber zumindest Teile der Hisbollah fallen eindeutig unter die Rubrik Terrorist, weil beispielsweise Selbstmordattentate auf Schulbusse mit Kindern haben nichts mit Wiederstandskampf zu tun.

Neonazis trainieren in Dänemark und Norwegen. Kämst du auf die Idee, deren Regierung der Förderung von Nazis anzuklagen?

warum nicht?

Zitat
Sicher gibt es Terrorcamps in Afghanistan und wahrscheinlich auch im Iran, im Irak , in Saudi Arabien und anderswo. Die Gegenden bieten sich einfach dafür an, sich dort zu verstecken, und oftmals sind die Regierungen nicht in der Lage dagegen vor zu gehen, bzw. begehen die Campbetreiber keinen Rechtsbruch in diesen Ländern. Es wäre ein Verbrechen, wenn die Iranische Regierung solche Terrorlager aktiv unterstützt. Das tut sie nicht.[/b]



Wie kannst Du sicher behaupten, dass sie es nicht tun? Das kannst du genausowenig wissen, wie ich nicht sicher weiss, das sie es tun. Beweise für das eine oder andere gibt es nicht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass gerade die Ajatollahs im Iran DIE treibende Kraft des islamistisch geprägten Terrorimus sind. Nur können sie das ja schlecht öffentlich zugeben. Ich erinnere da nur an unsere landeseigenen Terroristen, die RAF. Da gab's früher auch immer wieder Gerüchte, dass die von der DDR unterstützt wurden, nur beweisen werden konnte es erst NACH dem Mauerfall und dem Ende der DDR.

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

10.08.2005 11:37
#52 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

@Transzendenz

Zitat
Aber zumindest Teile der Hisbollah fallen eindeutig unter die Rubrik Terrorist, weil beispielsweise Selbstmordattentate auf Schulbusse mit Kindern haben nichts mit Wiederstandskampf zu tun.


Das wir uns nicht falsch verstehen, das sehe ich genauso und verurteile solche Verbrechen auch.

Deine Übersetzung war zumindest falsch. Hussein hat wie die meisten arabischen Staatsführer die Anschläge verurteilt. In seinem Brief zeigt er lediglich Verständnis dafür, wieso solch ein Hass auf die USA entstehen kann. Das ist jedoch etwas völlig anderes, als eine Unterstützung solcher Verbrechen.

Zitat
Wie kannst Du sicher behaupten, dass sie es nicht tun? Das kannst du genausowenig wissen, wie ich nicht sicher weiss, das sie es tun. Beweise für das eine oder andere gibt es nicht.


Nein ich kann es nicht sicher behaupten. Allerdings setze ich vorraus, dass auch im Iran Menschen leben, die im Prinzip dasselbe wollen wie wir. In Frieden leben, täglich was zu essen, ein Dach über dem Kopf usw.. Und ich weiß, dass sich in unserer Mitte Kriegshetzer aufgestellt haben, Leute die am Tod und Krieg profitieren. Sie haben mit ihrer verlogenen Propaganda den Irak ins Chaos gestürzt und nun erzählen uns dieselben Typen, wie gefährlich der Iran sei. Nein, diesen Leuten glaube ich kein Wort. Und wie auch immer, Vermutungen rechtfertigen keine Kriege oder Sanktionen.

Transzendenz Offline




Beiträge: 9.728

10.08.2005 18:56
#53 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Zitat
Gepostet von Schreiberling
Allerdings setze ich vorraus, dass auch im Iran Menschen leben, die im Prinzip dasselbe wollen wie wir. In Frieden leben, täglich was zu essen, ein Dach über dem Kopf usw..



das glaube ich eigentlich auch...nur warum wählen die dann ausgerechnet Typen an die Macht gegen die zumindest der akute Verdacht besteht, dass es sich um (Ex?)-Terroristen handelt?

Fall 1:
http://www.welt.de/data/2005/06/02/726250.html

Fall2:
http://derstandard.at/?url=/?id=2097208

und dann gibt's da ja noch die Sache mit Salman Rushdie...das eine Regierung 3 Mio $ auf die Ermordung einer Person aussetzt, findest du das normal?

[ Editiert von Transzendenz am 10.08.05 19:01 ]

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

10.08.2005 19:59
#54 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Das sich die Menschen hinter den Konservativen der beiden Kandidaten stellen, das ist mir klar. Das dürfte ein "Verdienst" des Westens sein, denn das Bedrohungsszenario, welches Bush und Co aufgebaut haben, das führt automatisch dazu, dass sich die Menschen enger zusammenschließen. In solchen Zeiten wird es schwer für Reformer. Deshalb ist es wichtig, den Iran nicht auszugrenzen. Vielmehr sollte man ihn viel stärker in die Staatengemeinschaft einbeziehen.

Die 3 Millionen Kopfprämie sind natürlich krank. Die Weltwoche schrieb dazu:

Zitat
So wurde die Kopfprämie von 2,5 Millionen Dollar auf Salman Rushdie, der mit den «Satanischen Versen» den Zorn der Mullahs auf sich gezogen hatte, nicht vom Staat, sondern von einer der grossen Stiftungen versprochen. Stiftungen wird auch nachgesagt, Terrororganisationen zu finanzieren. Eine der grösseren Stiftungen soll zum Beispiel Selbstmordoperationen in Israel und in der Türkei finanzieren, ferner auch militante Gruppen in Syrien, im Libanon und in Saudi-Arabien.


http://www.gazette.de/Archiv/Gazette-8-N.../Netticker.html


Das ändert natürlich nichts an der Abartigkeit solcher Bannsprüche.

Bei deiner zweiten Quelle glaube ich der iranischen Regierung:

Zitat
Der Iran hat empört Vorwürfe aus den USA zurückgewiesen, wonach der neu gewählte Präsident Mahmoud Ahmadinejad in die Geiselnahme von US-Bürgern vor rund 25 Jahren verwickelt gewesen sein soll. Washington habe in der Angelegenheit "einen Propagandakrieg" begonnen, sagte ein Vertrauter Ahmadinejads am Samstag in Teheran der studentischen Nachrichtenagentur ISNA.



Zu sehr ähnelt das Vorgehen der "Zerlegung" der Person Saddam Husseins. Über 1600 sogenannte PsyOps operieren von den Geheimdiensten der USA aus einzig mit dem Ziel der Fehlinformation und Massenmanipulation. Viele ihrer Lügen wurden ja schon aufgedeckt, komischerweise werden manche Geschichten nicht mehr hinterfragt, wie zum Beispiel: 120 Paläste von Saddam Hussein, 6 Doppelgänger, usw. Vermutlich alles Geschichten aus den Labors dieser Psychokrieger.

Jetzt taucht ja auch wieder die Story auf, der Iran könne Europa mit Raketen beschießen. Die Langstreckenraketen, die der Irak angeblich gehabt haben sollte, wurden nie gefunden.

Unterm Strich bleibt zum Iran zu sagen, die Menschen dort haben Ihren Präsidenten gewählt. Wir haben ihre Wahl zu akzeptieren.

Transzendenz Offline




Beiträge: 9.728

11.08.2005 11:50
#55 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

mal wieder weg vom Iran zurück zum eigentlichen Thema:

http://zeus.zeit.de/text/2003/52/Aufstieg_u__Fall

Las ich jetzt erstmal unkommentiert...

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

11.08.2005 17:58
#56 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

@Transzendenz

Zitat
Diesem Ruf macht er 1979 alle Ehre. Anlässlich des Rücktritts von Staats- und Parteichef Hassan al-Bakr lädt Saddam Hussein alle Mitglieder des Revolutionsrats und die Parteiführer zu einer Konferenz ein. Am Rednerpult raucht er Zigarre und gibt sich tief traurig. Es seien Verräter im Raum, sagt er. Dann gesteht der erste vermeintliche Abtrünnige seine Beteiligung am Komplott. Er war zuvor gefoltert worden. Der Mann nennt weitere Namen. Einer nach dem anderen wird aus dem Raum geführt.



nur ein Beispiel einer Geschichtenerzählerei, als wäre man dabei gewesen. Seine Quellen zeigt er nicht. Das der Autor dabei war ist auszuschließen. Plappert er also das nach, was man vom Hörensagen tausendfach gehört hat? Wird zur "Wahrheit", was man immer wieder einfach nur erzählt hat? Ich bin sehr gespannt auf den Prozeß, was man uns da vorführen wird. Dreht man Hussein den Ton ab, so wie dem jugoslawischen Staatschef der jetzt in Den Haag einsitzt, und dem man bis heute keine persönliche Schuld an Massakern usw. nachweisen konnte?

Diese zu Herzen gehenden Geschichten überzeugen mich nicht mehr. Sie sind nicht authentisch. Und sie wurden ursprünglich von denen in die Welt gesetzt, die planmäßig schon zur Zeit Bush seniors den Überfall auf den Irak planten. Cheney, Rumsfeld, Wolfowitz und Co. allesamt massgeblich beteiligt an Kriegsverbrechen und einer gewaltigen Lügenpropaganda.

Kennst du die Babylüge? Auch so eine herzzerreißende Lüge, vorgetragen vor dem Sicherheitsrat der UNO. Hunderttausende Tote später kam heraus, dass es eine reine Erfindung war, um den zweifelnden Sicherheitsrat zu überzeugen, dass man Hussein wieder aus Kuweit vertreiben muss, obwohl die arabischen Völker ganz selbstverständlich meinten, dass Kuweit Bestandteil des Iraks ist.

Transzendenz Offline




Beiträge: 9.728

11.08.2005 19:57
#57 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Zitat
Gepostet von Schreiberling
Seine Quellen zeigt er nicht.

wie auch? Nur mal angenommen, die Geschichte stimmt...dann sind die Opfer logischerweise tot und können nicht mehr berichten. bleibt als Quelle nur jemand der dabei war, aber auf Seite derer steht die nicht hingerichtet wurden. Was glaubst du, was mit dem passiert wäre, wenn er als Quelle für den Bericht angegeben worden wäre?

Das der Autor dabei war ist auszuschließen.

Ok, davon geh ich auch aus...

Plappert er also das nach, was man vom Hörensagen tausendfach gehört hat?

Oder schütuzt er einfach nur seine vertraulichen Informanten? Wir wissen es nicht.

dass man Hussein wieder aus Kuweit vertreiben muss, obwohl die arabischen Völker ganz selbstverständlich meinten, dass Kuweit Bestandteil des Iraks ist.



nuja, ob alle arabischen Völker dieser Meinung waren bezweifle ich, zumindest das reiche kuweitische Volk war bestimmt nicht so glücklich darüber vom armen irakischen volk ausgeplündert zu werden. Die Kuweitis lebten schließlich vor der Invasion im Paradies.

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

12.08.2005 08:32
#58 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

@Transzendenz

Zitat
bleibt als Quelle nur jemand der dabei war, aber auf Seite derer steht die nicht hingerichtet wurden. Was glaubst du, was mit dem passiert wäre, wenn er als Quelle für den Bericht angegeben worden wäre?



Jetzt ist Saddam keine Gefahr mehr. Er ist in Haft. Warum melden sich jetzt nicht die Zeugen zu Wort? Das man nun seit Jahren nichts mehr darüber hört, hat mich ja erst dazu gebracht, das womöglich nicht nur die Massenvernichtungswaffen eine Lüge waren, um einen brutalen Kolonialkrieg zu rechtfertigen.

Zitat
zumindest das reiche kuweitische Volk war bestimmt nicht so glücklich



Die reiche, diktatorisch regierende, und von den Kolonialisten an die Macht gesetzte Prinzenfamilie war sicher nicht erfreut, dass sie entmachtet wurde. Ein kuweitischen "Volk" gibt es nicht. In Kuweit leben Schiiten, Sunniten, Armenier usw. genau wie im Irak. Das "Volk" nahm die Annektion gelassen auf. Es gab kaum nenneswerten Widerstand bei der Besetzung. Zum Krieg wurde es erst, als die USA die irakischen Truppen wieder "vertrieb". Hunderttausende Iraker wurden regelrecht durch die USA abgeschlachtet, und das, obwohl der Irak bereit war, Kuweit friedlich wieder zu verlassen.

Aber ich gebe dir Recht, ich kann nicht sagen, wieviele arabische Menschen es als Ungerechtigkeit bezeichnen, dass der Irak mit solch brutaler Gewalt aus dem angestammten Gebiet des Iraks wieder verjagt wurde. Ich wurde erst durch einen Vortrag von Gerhard Konzelmann darauf gestoßen, dass dieses einer der Punkte ist, wo die arabische Welt sich vom Westen ungerecht behandelt fühlt. Und der Kenner dieser Welt sagte klar und deutlich, es sei die Masse der arabischen Menschen.

Das alle Kuweitis im Paradies lebten, wage ich zu bezweifeln. Früher hies es auch, die Saudis wären reich. Dabei wissen wir heute, dass die Masse der Saudis in tiefster Armut leben und nur durch eine blutige Diktatur beherrscht werden.

Transzendenz Offline




Beiträge: 9.728

12.08.2005 09:17
#59 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

Zitat
Gepostet von Schreiberling
Ein kuweitischen "Volk" gibt es nicht.

ok, dann nennen wir es halt "kuweitische Staatsangehörige"...

In Kuweit leben Schiiten, Sunniten, Armenier usw. genau wie im Irak.

In Deutschland leben auch Bayern, Sachsen, Preussen, Ostfriesen usw., trotzdem gibbet sowas wie das deutsche Volk...

Das "Volk" nahm die Annektion gelassen auf. Es gab kaum nenneswerten Widerstand bei der Besetzung.

hmm, ein land ohne eigene Armee, in dem die Bevölkerung es nichtmal nötig hatte überhaupt zu arbeiten, wird von der 4. stärksten Armee der Welt überollt. Wie bitte sollen die da wiederstand leisten? Da hatten ja sogar die Polen und Holländer im WKII bessere Chancen gegen die deutsche Wehrmacht...und wie lange die Wiederstand gehalten haben ist wohl bekannt...

Zum Krieg wurde es erst, als die USA die irakischen Truppen wieder "vertrieb".

ja und der zweite Weltkrieg wurde erst zum Krieg, als engländer, franzosen und andere den deutschen einmarsch in Polen nicht so prickelnd fanden...Kuweit war mitnichten ein Teil Iraks, auch wenn es von der dortigen Führung so dargestellt wurde, sondern ein eigener suveräner Staat.

Hunderttausende Iraker wurden regelrecht durch die USA abgeschlachtet, und das, obwohl der Irak bereit war, Kuweit friedlich wieder zu verlassen.

immer diese hundertausend abgeschlachteten...diese hohen Zahlen sind reine Propaganda, die tatsächlichen Opferzahlen liegen viel niedriger. Die offiziellen Zahlen der "Eroberer" sehen wie folgt aus:

Todesopfer der alliierten streitkräfte: 378, davon 148 durch Kampfhandlungen (der Rest hat sich anscheindend duch dusseligkeit selbst gekillt)

Todesopfer unter Irakischen soldaten: 1500

Todesopfer unter der irakischen Zivilbevölkerung: 100

Kriegsgefangene: 71.000

Die zahlen dürften natürlich genauso geschönt sein...

Aber die Gesamtzahl der Opfer dürfte deutlich unter 100.000 gelegen haben.

Die irakischen Opferzahlen werden in hohem Grade diskutiert. Manche behaupten eine niedrige Zahl von 1.500 getöteten Soldaten, manche gehen bis 200.000. Viele Wissenschaftler nehmen eine Zahl um 25.000 bis 75.000 an. Die Zahl der verwundeten Soldaten ist weitgehend unbekannt. Die US-Truppen haben 71.000 irakische Kriegsgefangene gemacht. Schätzungen, irakische zivile Todesopfer betreffend, reichen von 100 bis 35.000.

Wie kommst du eigentlich darauf, das der Irak bereit war, Kuweit friedlich zu verlassen? War es nicht vielmehr so, dass Saddam alles daran setzte, die gesamte arabische Welt in einen heiligen Krieg gegen die Allierten zu ziehen? Ht er nicht, um seine Entschlossenheit zu demonstrieren Raketenangriffe auf das von den Arabern verhaßte Israel gestartet? Und war es nicht vielleicht so, dass Israel nur mit äußerster Mühe von den Allierten dazu gebracht wurden den irakischen Angriff nicht auf seine weise zu beantworten? Immerhin ist Isarale eine Atommacht und nicht zimperlich bei Vergeltungsanschlägen.

[quote]Aber ich gebe dir Recht, ich kann nicht sagen, wieviele arabische Menschen es als Ungerechtigkeit bezeichnen, dass der Irak mit solch brutaler Gewalt aus dem angestammten Gebiet des Iraks wieder verjagt wurde.


nun, wieviele arabische Länder haben sich auf Seiten des Iraks gestellt bei dem Konflikt? Wieviele haben dem Irak aktiv geholfen? Und wieviele standen auf Seiten der Allierten? Mit dem geplanten "heiligen Krieg" isses ja nichts geworden...bis auf ein paar Terrorgruppen ist ja niemand dem aufruf gefolgt.

Ich wurde erst durch einen Vortrag von Gerhard Konzelmann darauf gestoßen, dass dieses einer der Punkte ist, wo die arabische Welt sich vom Westen ungerecht behandelt fühlt. Und der Kenner dieser Welt sagte klar und deutlich, es sei die Masse der arabischen Menschen.

Das alle Kuweitis im Paradies lebten, wage ich zu bezweifeln.


Also Kuweit hatte damals das höchste pro Kopf Einkommen der Welt, in der eigenen Bevölkerung gab es keinen Geringverdiener und niemand mußte in "normalen" Jobs arbeiten. Kuweit hatte eines der besten Schul-,Sozial- und Versorgungssystem auf der Welt, wahrscheinlich sogar das beste. Alle anfallenden Arbeiten wurden von Gastarbeitern (55% Bevölkerungsanteil) erledigt. Dazu das immer gute Wetter, die Lage am persischen golf...also ich finde schon, das die Kuweitis in paradisischen Zuständen lebten. (Die Gastarbeiter wohl weniger aber das waren ja auch keien Kuweitis)...Guck die heute Dubai an...das hat die Rolle ja wohl übernommen, nur das die dort schon an die zeit denken wenn's mit dem Ölreichtum irgendwann vorbei ist.

Früher hies es auch, die Saudis wären reich. Dabei wissen wir heute, dass die Masse der Saudis in tiefster Armut leben und nur durch eine blutige Diktatur beherrscht werden.



hmm, also das die Masse der Saudis in tiefster Armut lebt ist mir neu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Saudi_Arabien (insbesondere der Teil über die Wirtschaft...)

Apropos Mittelalter...der Teil bzgl. der Menschrechte zeigt, wo S.A. diesbezüglich steht.

Schreiberling Offline




Beiträge: 2.222

12.08.2005 10:43
#60 RE: Saddam Hussein, Präsident oder Monster? Antworten

@transzendenz
wir drehen uns im Kreis. Ich habe hier schon mehrfach begründet, warum die arabischen Menschen Kuweit als Bestandteil des Iraks sehen. Kuweit wurde durch eine willkürliche Grenzziehung der Briten vom Irak getrennt und diente von Beginn an der "Kleinhaltung" des Irak.

detailliert nachlesen kannst du es hier:
topic.php?id=205177

Darin findest du auch, dass der Irak sehr wohl bereit war, Kuweit wieder zu räumen.

Hier nur ein verkürzter Auszug:

Zitat
8.8.1990, Die USA kündigen die Entsendung von 40.000 Soldaten an. Irak annektiert Kuwait.

12.8.1990, Irak verlangt die Verknüpfung der Kuwait-Frage mit den israelischen besetzten Gebieten. Die USA lehnen ab.

8.11.2990 Ohne erkennbare Änderung der Lage kündigt Bush die Verdoppelung der Truppen im Golf auf 400.000 Mann an.

29.11.1990, Die UN-Resolution 678 autorisiert militärische Mittel, sofern Irak Kuwait nicht bis zum 15.Januar zurückgegeben haben wird.

22.12.1990, Aufgrund des Embargos hat sich die Kindersterblichkeit im Irak verdoppelt.

12.1.1991, Der US-Kongreß autorisiert den Einsatz militärischer Mittel, falls Irak Kuwait nicht am 15.1. geräumt haben wird.

17.1.1991, Die USA beginnen mit Luftangriffen auf den Irak. Die folgenden 42 Tage werden im Durchschnitt 2.000 Einsätze über dem Irak und Kuwait geflogen.

13.2.1991, Beim amerikanischen Angriff auf den Al-Amariyah-Bunker in Bagdad sterben 1.500 Zivilisten.

15.2.1991, Bush fordert in einer Rede den Sturz Husseins.

21.2.1991, Die Sowjetunion gibt bekannt, daßd er Irak einem bedingungslosen Rückzug aus Kuwait zugestimmt habe. Die USA setzen ein Ultimatum von 48 Stunden und drohen mit dem Bodennagriff.

23.2.1991, Der Bodenangriff beginnt.

26.2.1991, Das irakische Radio kündigt den Rückzug an. US-Einheiten bombardieren die Rückzugswege.

28.2.1991, Irak und die USA vereinbaren einen Waffenstillstand.

2.3.1991, US-Truppen töten Tausende irakischer Soldaten vier Tage nach dem Waffenstillstand.



Übrigens sind die USA Weltmeister im Setzen unerfüllbarer Ultimaten. Afghanistan überfielen sie, weil die Taliban Osama Bin Laden nicht ausliefern wollten (dabei wollten diese kurz vor Kriegsbeginn Osama an Pakistan ausliefern!), der Irak sollte gar was nachweisen, was er nicht mehr hatte.

Ebenfalls sehr logisch, und faktenreich schildert Mansur Khan die Kriegspolitik der USA - lies das mal
http://www.miprox.de/USA_speziell/Irak-D...ansur_Khan.html


Zu den Opfern aus dem Kuweitkrieg:

Zitat
Golfkrieg 1991

„Im Golfkrieg 1991 starben ca. 400 alliierte Soldaten und wurden etwa 500 verwundet, die meisten Opfer waren kurdische und schiitische freiwillige Kämpfer. Einer verlässlichen Quelle zufolge beläuft sich die Zahl der getöteten irakischen Soldaten auf 50.000 bis 120.000. Unter Hinzuziehung der 3.500 bis 15.000 getöteten Zivilisten starben in direkter Folge des Golfkrieges zwischen 53.500 und 135.000 Menschen. Weitere 20.000 bis 35.000 Zivilisten starben während der folgenden Aufstände oder anderer Nachkriegskonflikte, wie die der Kurden im Norden und der Schiiten im Süden.

Das westliche Militär schätzt die Zahl der verwundeten irakischen Soldaten auf 300.000, von denen viele später starben oder unter lebenslangen Behinderungen leiden.“


Quelle: http://www.friedenspaedagogik.de/themen/...k_folgen_03.htm

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