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Beiträge: 2.222

02.07.2008 16:22
#31 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Zitat
Pakistan
Islamisten stehlen der Nato drei Hubschrauber

Im Nordwesten Pakistans regieren Taliban und bewaffnete Kriminelle völlig ungestört. Jetzt haben sie sogar drei US-Hubschrauber entwendet. Die Islamisten verbreiten Angst, mancherorts traut sich nachts selbst die Polizei nicht mehr auf die Straße. Dennoch sind Militäraktionen gegen die Aufständischen äußerst unpopulär.

Pakistans Armee sucht drei US-Hubschrauber, die wie vom Erdboden verschwunden sind. Nach Informationen von WELT ONLINE waren diese vor gut drei Wochen am Khyberpass von islamistischen Banden gestohlen worden. Auseinandermontiert und in riesigen Containern verpackt, sollten die Helikopter, ein Chinook, ein Black Hawk und ein Cobra, vom Hafen in Karachi aus über Land nach Jalalabad in Afghanistan transportiert werden. Ihr Verlust zwischen Peshawar und der afghanischen Grenze bedeutet einen harten Schlag für den Versorgungsnachschub der Nato. Dementsprechend wächst der westliche Druck auf Islamabad, endlich hart gegen die militanten Extremisten vorzugehen.

Das pakistanische Militär hat den Vorfall inzwischen bestätigt, amerikanische Diplomaten in der Hauptstadt enthalten sich eines Kommentars. Pakistans Regierung hat die Kontrolle über die Khyber-Verwaltungsregion in den Stammesgebieten (FATA), die zwischen der Nordwestgrenzprovinz und dem benachbarten Afghanistan liegt, vollständig verloren. Hier schalten und walten verschiedene extremistische Gruppen und Taliban, wie es ihnen gefällt.

Auf den Druck von außen hin starteten die Regierungstruppen eine erste Großoffensive nahe der Provinzhauptstadt Peshawar. Doch diese massiven Militäraktionen machen alles eher schlimmer. Die Taliban starteten regelrechte Rachefeldzüge. Sie morden und provozieren. Bis an die Zähne bewaffnete Kämpfertruppen fallen ins benachbarte Afghanistan ein. Verschiedene militante Gruppen, teils religiöse Fanatiker, teils einfache Banditen, kontrollieren große Gebiete an Pakistans Grenze.

Sie rauben und kidnappen diesseits und jenseits der Durant-Linie, bekämpfen sich auch gegenseitig und destabilisieren die gesamte Region. Manche rauben Nato-Lkws aus, schmuggeln Opium und erpressen Lösegelder, andere schikanieren die Bevölkerung und erzwingen Scharia-Gerichte, die die lokalen Zivilgerichte ersetzen. Auch Peshawar entgleitet zusehends dem Einfluss Islamabads. In den vergangenen Monaten hat die lokale Polizei gar ihre Nachtpatrouillen aufgegeben, aus Angst vor den Militanten. 60.000 Regierungssoldaten sind in Peshawar stationiert, doch sie scheinen machtlos und halten sich möglichst aus Konflikten heraus, um die Extremisten nicht noch weiter zu reizen.

"Leben und Besitz der Menschen ernsthaft in Gefahr“

Augenzeugen berichten WELT ONLINE, dass ein Großteil der Bevölkerung der Provinzhauptstadt und angrenzender Gemeinden in den letzten drei Tagen aus seinen Häusern geflohen sei und bei Verwandten und Freunden in sicherer Entfernung zu den vorrückenden Taliban Unterschlupf gefunden hat.
„Niemals zuvor habe ich hier eine solche Stimmung der Angst und Unsicherheit erlebt“, meint Sohaila, die vor rund 20 Jahren aus Afghanistan nach Peshawar flüchtete. Muhammad Zaman Khan, ein Medikamentenhändler, berichtet, dass sich die Lage seit Beginn der jüngsten Militäroffensive verschärft habe. „Leben und Besitz der Menschen hier sind ernsthaft in Gefahr.“ „Wir fürchten die Vergeltungsschläge der Taliban“, ergänzt der Reporter Nasir Khan Dawar. Erst gestern forderten die radikalen Islamisten vier Journalisten auf, ihren Job zu kündigen, wenn ihnen ihre Gesundheit lieb wäre.

Pakistans Premierminister Yousuf Raza Gilani, der Extremisten mit Gesprächen besiegen wollte, steckt in der Zwickmühle. Unter dem westlichen Druck muss er reagieren und gibt sich entschlossen. „Niemand darf die Entscheidungen der Regierung infrage stellen“, erklärte Gilani am Wochenende vor der Presse. Bei aller Friedensliebe bleibe der Regierung nun nichts anderes mehr übrig, als gegen „Terroristen und Störenfriede“ durchzugreifen. Am vergangenen Mittwoch trat die in Islamabad regierende Koalition zu einer Krisensitzung zusammen und beschloss eine neue Strategie: Miteinbeziehung der Ältestenräte, der Dschirgas, lokale Wirtschaftsblockaden und, wenn gar nichts mehr hilft, weitere gezielte militärische Strafaktionen. Gilani schob so den Schwarzen Peter dem Armeechef Ashfaq Kayani zu. Der soll die verfahrene Situation in den Griff bekommen.

Die Angst vor Baitullah Mehsud
Ein heikles Unterfangen, denn Militäraktionen gegen Extremisten und Taliban sind äußerst unpopulär – sowohl unter manchen Mitgliedern der Koalitionsregierung als auch innerhalb der Armee. Die Friedensverhandlungen mit den Islamisten, die Pakistans neue demokratisch gewählte Spitze bei ihrem Regierungsantritt vor zwei Monaten propagierte, liefen allerdings bisher komplett ins Leere.
Schlagworte
Taliban Afghanistan Pakistan Islamabad Hubschrauber
Das Risiko ist groß. Operationen der pakistanischen Armee, bei denen immer wieder Zivilisten zu Schaden kamen, haben bisher vor allem die Wut auf die Zentralregierung geschürt und den pakistanischen Taliban neue Anhänger in die Arme getrieben. So wird die Offensive im Grenzgebiet bis jetzt auch vorsorglich als Maßnahme gegen kriminelle Elemente deklariert. Islamabad will die Fundamentalisten nicht vor den Kopf stoßen.

Vor allem einen Mann möchte man wohl lieber nicht reizen: Baitullah Mehsud, Pakistans Taliban-Anführer, dem unter anderem der Mord an der früheren Premierministerin Benazir Bhutto angelastet wird. Der 35-jährige Mehsud ist der neue starke Mann der Islamisten. Ihm und seiner „Tehreek Taliban Pakistan“ (Pakistans Talibanbewegung) haben sich inzwischen alle ansonsten rivalisierenden Gruppen verpflichtet und bilden damit eine vereinigte Front. Er ist so gefährlich geworden, dass die Regierung vor ihm zu kuschen scheint. Mehsud ließ am Wochenende verlauten, die Taliban brächen nun jegliche Verhandlungen ab.

Im Nordwesten Pakistans regieren Taliban und bewaffnete Kriminelle völlig ungestört. Jetzt haben sie sogar drei US-Hubschrauber entwendet. Die Islamisten verbreiten Angst, mancherorts traut sich nachts selbst die Polizei nicht mehr auf die Straße. Dennoch sind Militäraktionen gegen die Aufständischen äußerst unpopulär.


http://www.welt.de/politik/article216751...bschrauber.html

Das die Taliban immer stärker werden, weil die Bevölkerung sie auch zum großen Teil unterstützt, das kommt den Artikelschreibern nicht in den Sinn. Die Menschen haben einfach die Schnauze voll vom Besatzerterror, von den ständigen Schikanen der OEF, der terroristischen US-Besatzer und ihrer Handlanger. Und die Taliban sind die Einzigen, die diese verbrecherischen Besatzer wirkungsvoll bekämpfen.

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22.08.2008 18:06
#32 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Wir Deutschen beteiligen uns hier ganz klar an einem Besatzerkrieg gegen die afghanische Bevölkerung. Tag um Tag werden afghanische Menschen Opfer der NATO Truppen...

HOLT ENDLICH UNSERE SOLDATEN NACH HAUSE!

Zitat
76 Zivilisten bei Angriff der Nato-Truppen getötet
Der Krieg in Afghanistan fordert weitere Opfer: Bei einem Bombenangriff der Nato-Truppen sollen mindestens 76 Menschen ums Leben gekommen sein, die meisten von ihnen sind angeblich Frauen und Kinder.

Kabul - Die US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan haben nach Angaben Kabuls 76 Menschen bei einem Luftangriff im Westen des Landes getötet. Bei den meisten der zivilen Opfer handele es sich um Frauen und Kinder, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Zudem seien bei dem Vorfall im Bezirk Schindand in der Provinz Herat mehrere Menschen verletzt worden und befänden sich in einem kritischen Zustand. Das Innenministerium habe zehn Experten aus Kabul in die Region entsandt, um den Vorfall zu untersuchen.

Nach Einschätzung des Ministeriums handelte es sich um einen "nicht beabsichtigten Unfall". Eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Die Koalitionstruppen gaben lediglich an, bei einem Einsatz in der genannten Gegend 30 Taliban-Kämpfer getötet zu haben, darunter einen Kommandeur der radikalislamischen Taliban.

Dem Kampf der Koalitionstruppen gegen die Taliban fallen in Afghanistan immer wieder Zivilisten zum Opfer. Mitte August töteten die Koalitionstruppen nach eigenen Angaben acht Zivilisten bei einem Einsatz in der zentralafghanischen Provinz Urusgan. Im Juli wurden bei zwei Luftangriffen der internationalen Truppen insgesamt 64 Zivilisten getötet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, die Gäste einer Hochzeitsgesellschaft waren. (nis/AFP)


http://www.tagesspiegel.de/politik/inter...;art123,2598901

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27.08.2008 16:49
#33 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Dieser Autor gebraucht klare Worte. Wieder einmal stellt sich die Frage, was sollen deutsche Soldaten in Afghanistan?


Zitat
Wieder hilflos am Hindukusch
Hinnerk Berlekamp

Gut zwanzig Jahre ist es jetzt her, da versorgte die CIA die afghanischen Gotteskrieger außer mit Kalaschnikow-Sturmgewehren und Boden-Luft-Raketen auch mit einer Waffe aus dem Bereich der psychologischen Kriegführung: Streichholzschachteln. Deren Deckel trugen bunte Bildchen wie aus einem Kinderbuch. Zu sehen war ein Eisbär, der ein kleines, in den Nationalfarben Schwarz, Rot und Grün gehaltenes Männlein durch die zerklüfteten Berge verfolgt hatte und dabei in einem Straßentunnel stecken geblieben war. Die Schnauze des Raubtiers ragte auf der einen Seite heraus, sein dicker Hintern auf der anderen, die Bestie konnte weder vor noch zurück. Die Schächtelchen wurden im ganzen Land in Umlauf gebracht, und selbst Analphabeten verstanden, wer mit dem Eisbären gemeint war - die sowjetischen Besatzungstruppen. Sie waren trotz all ihrer militärischen Überlegenheit nicht in der Lage, die Mudschaheddin zu stellen und zu besiegen.

Ersetzte man heute den Eisbären durch einen europäischen Braunbären oder einen nordamerikanischen Grizzly, das Bildmotiv auf den Schachteln wäre so aktuell wie seinerzeit. Denn die USA und die Nato in ihrer Gefolgschaft sind in Afghanistan in dieselbe Falle getappt wie einst die Sowjetunion. Ihre Militärs starten Offensive um Offensive gegen die Taliban, sie schlagen den Feind, wo immer sie ihn vermuten - nur den Krieg gewinnen sie nicht. Verantwortlich für dieses Scheitern sind allerdings nicht die Generäle. Denn das eigentliche Dilemma in Afghanistan ist heute wie damals nicht militärischer, es ist politischer Natur. Geschichte wiederholt sich eben doch.

Lässt man die ideologischen Kampfbegriffe hinter sich, treten zahllose Parallelen zwischen jenen 1980er-Jahren und unserem Jahrzehnt zutage. Es beginnt bei den Motiven der jeweiligen Besatzungsmacht: Die Sowjetunion verlangte es aus geostrategischen Motiven nach Ruhe an der Südflanke ihres Imperiums, USA und Nato wünschen aus ebenso geostrategischen Gründen ein wohlgesonnenes oder zumindest nicht feindliches Regime im Herzen Zentralasiens, an den Grenzen Pakistans und Irans, in unmittelbarer Nähe großer Erdöl-Lagerstätten. Deshalb - und nicht, um Mädchen den Schulbesuch und Frauen den Basar-Bummel ohne Burka zu ermöglichen - gab seinerzeit der Kreml und gibt heute das Weiße Haus Milliarden für den Krieg am Hindukusch aus. Um Afghanistan, um die 20 Millionen Afghanen ging es und geht es bei der ganzen Sache herzlich wenig.

Wie 2001 die USA, suchte sich 1979 die Sowjetunion zur Absicherung ihrer Bedürfnisse einen lokalen Stellvertreter, der ihr ideologisch nahe stand. Doch auch sie unterschätzte den Stolz der Afghanen, die mit derartigen Statthaltern fremder Mächte nichts zu tun haben wollen. Über Babrak Karmal hat die Geschichte ihr Urteil gesprochen. Für den im Ausland so geschätzten, daheim aber verachteten Hamid Karsai läuft die Zeit ebenfalls ab.

Selbst die Teilung Afghanistans in einen noch halbwegs befriedeten Norden und einen völlig unbeherrschbaren Süden und Osten hat die Sowjetarmee schon genauso erlebt. Hinzu kam: Seinerzeit haben die Mudschaheddin Nacht für Nacht von den Bergen herab die im Tal gelegene Hauptstadt mit Granaten beschossen. So weit ist es jetzt noch nicht, doch die französischen Soldaten, die vor wenigen Tagen unter Taliban-Feuer gerieten und zehn Tote zu beklagen hatten, waren kaum 50 Kilometer von Kabul entfernt, und trotzdem wollte oder konnte ihnen stundenlang niemand zu Hilfe kommen. Will auch die Nato riskieren, dass sie irgendwann nur noch mit Flächenbombardements des Gegners Herr wird?

Michail Gorbatschow zog vor zwanzig Jahren die Konsequenzen und holte seine Soldaten zurück. Die Afghanen zerfleischten sich fortan gegenseitig; es ist eine bittere Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die Taliban es waren, die als erste wieder etwas Sicherheit brachten. Die Gefahr, dass ein Abzug der Nato ebenfalls im Brudermord enden könnte, ist real und lässt sich auch durch noch so große Hilfszusagen aus dem Ausland nicht völlig abwenden. Auch El Kaida besteht weiter und würde mit Sicherheit den Versuch unternehmen, seine zerstörten Stützpunkte am Hindukusch wieder aufzubauen. Und die Hoffnung, die Afghanen hätten aus der Katastrophe der 90er-Jahre gelernt, ist nicht mehr als das: eine Hoffnung.

Aber welche größere Hoffnung hätte die Nato den Afghanen und ihren eigenen Bürgern nach sieben Jahren dieses Krieges denn zu bieten?


http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...0013/index.html

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27.08.2008 19:15
#34 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Es sind übrigens 90 Zivilisten ermordet worden..., das steht nun zweifelsfrei fest.

Zitat
Geschrieben am Mittwoch 27 August 2008

Eine Untersuchung der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) hat bestätigt, dass um die 90 Zivilisten, darunter 60 Kinder, während eines Militäreinsatzes in der westlichen Provinz Herat in der letzten Woche ums Leben gekommen sind.

Menschenrechtsexperten von UNAMA besuchten den Bezirk Schindand in Herat, um Berichten nachzugehen, laut denen viele Zivilisten während eines Einsatzes von ausländischem und afghanischem Militär um Mitternacht des 21. Augusts getötet wurden. Die UNAMA-Mitarbeiter fanden „überzeugende Beweise, aufgrund von Berichten von Augenzeugen und anderen“, laut denen es 90 zivile Opfer gab, darunter 60 Kinder, 15 Frauen und 15 Männer. Weitere 15 Menschen wurden verletzt.

„Die Vereinten Nationen sind ernsthaft besorgt. Ich habe mehrfach klar gemacht, dass die Sicherheit der Zivilisten bei Militäroperationen an erster Stelle stehen müsse,“ gab Kai Eide, Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Afghanistan, in einer Erklärung in Kabul bekannt.



http://bonner-wirtschaftsgespraeche.de/i...ei-luftangriff/

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12.09.2008 08:33
#35 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Warum schicken unsere Politiker die Bundeswehr in einen Krieg, der nicht der unsere ist?

Wann kehren wir endlich zurück zur Abrüstung? Schmeißt endlich die Hardliner, die Militaristen aus den verantwortlichen Ämtern!

Während wir hier ein beschauliches friedliches Wohlstandsleben führen, werden anderswo mit unserer Hilfe Menschen massakriert, ermordet, wird ein Volk unterjocht.

Zitat
Hilflos in Kandahar
Viel Gewalt, wenig Aufbau - immer mehr Afghanen sind enttäuscht von den ausländischen Truppen. Das nutzt den Taliban
Willi Germund


KANDAHAR. Die vermummten und schwer bewaffneten Männer, die spät in der Nacht mit lautem Krachen die Tür des Hauses von Abdul Manan eintraten, meinten es ernst. "Wo ist der Taliban?", fragte einer auf Paschtu Manans Bruder, während andere sich mit englischen Befehlen verständigten. "Ich habe keine Ahnung", stammelte Abdul Manans Bruder, "ich bin ein einfacher Ladenbesitzer."

Es sollten seine letzten Worte sein. Der vermummte Angreifer zückte ein Messer und schnitt ihm die Kehle durch. Dann wurde Abdul Manan vom Boden hochgezerrt. "Wo ist der Taliban?" lautete die Frage. Abdul Manan wiederholte die Worte seines Bruders. "Ich weiß nicht, wovon sie reden. Ich bin ein Ladenbesitzer", antwortete er. Dann fühlte auch er, wie das Messer in seine Kehle gedrückt wurde, bevor er in Bewusstlosigkeit versank.

So erzählt der 40-jährige Paschtune diese Geschichte, und es grenzt an ein Wunder, dass er sie erzählen kann. Zum Beweis, dass sie sich ereignet hat, weist er auf eine gezackte Narbe, die quer über den Hals verläuft - von jenem Messerschnitt, der ihn eigentlich töten sollte in jener Nacht Ende Oktober des vergangenen Jahres. Wie ernst es die Angreifer meinten, beweist eine andere Narbe. Nach dem Schnitt quer über die Kehle versetzte der vermummte Mann ihm auch noch einen Dolchstoß unter den Adamsapfel.

"Mein Bruder war schon kalt", erinnerte sich Abdul Manan später an die Momente, als er im Morgengrauen erwachte und vor seine Lehmhütte taumelte. Schließlich setzten Nachbarn ihn in einen Wagen, der ihn vom heimatlichen Weiler Toube im Gramseer Distrikt der Provinz Helmand ins Nothospital in der Provinzhauptstadt Lashkar Garh brachte.

Geheimdienste am Werk


Bei dem nächtlichen Überfall wurden mehrere Zivilisten getötet. Auch Kinder starben, als die Angreifer in die Häuser des Weilers schossen. Den oder die gesuchten Talibankämpfer fand man offenbar nicht. Als die Berichte durchsickerten, folgten Vertuschungsversuche. Die Eintragungen im Krankenhaus wurden auf Anweisung des lokalen Büros des "Khat", des afghanischen Geheimdienstes, gefälscht. Monatelange Untersuchungen verliefen im Sand.

Nur eins wurde bald klar: An dem brutalen Überfall waren weder Truppen der Internationalen Sicherheitstruppen (Isaf) noch der Anti-Terror-Operation Enduring Freedom (OEF) beteiligt. Im Mai diesen Jahres kam Philip Alston, der Berichterstatter der Vereinten Nationen für außergerichtliche und willkürliche Hinrichtungen, zu dem Schluss: "Es ist klar, dass in bestimmten Provinzen bestimmte ausländische Geheimdienste zusammen mit einheimischen Partnern operieren. Die Namen sind bekannt, aber diese Gruppen können offenbar straffrei operieren."

Neun Monate später gehören die Erzählungen über das Massaker von Toube ebenso zum Standardthema in den Teestuben von Kandahar wie die bewundernden Erzählungen über den Sturm der radikalislamischen Talibanmilizen auf das Gefängnis der Stadt im Juni. Offiziell sollen damals knapp 1 000 Gefangene befreit worden, in Wirklichkeit dürfte die Zahl zwischen 1 600 und 1 800 gewesen sein.

Die Zeiten, in denen sich Mohammed Ehsan in einem Lokal bei einer Tasse grünen Tees unterhalten konnte, sind vorbei. Der stellvertretende Vorsitzende des 15-köpfigen gewählten Provinzrats von Kandahar spricht fließend Deutsch, seit er in den 80er-Jahren als Asylant in Frankfurt ankam. Jetzt lässt der Sprössling einer Großgrundbesitzerfamilie seinen Leibwächter samt Kalaschnikow vor der Tür seines Hauses stehen. Er lässt seiner Enttäuschung freien Lauf. "Der erste Überfall auf US-Truppen hier in der Stadt passierte im Jahr 2002. Jemand warf eine Handgranate auf eine Patrouille. Die Leute haben den Mann selbst gefangen und dann an die Amerikaner übergeben", erinnert sich Ehsan, "das würden sie heute nicht mehr tun. Die Leute haben die Nase voll vom Verhalten der ausländischen Truppen." Zwischenfälle wie das Massaker von Toube, Soldaten, die aus Militärkonvois auf vermeintliche Angreifer schießen, die in Wirklichkeit Zivilisten sind, Bombardements von Dörfern, bei denen Unschuldige ums Leben gekommen sind - solche Erfahrungen haben sich eingegraben ins Gedächtnis der Afghanen im Süden.

"Es gibt keinen Zweifel: Wenn die ausländischen Truppen heute abziehen würden, hätten wir morgen keine Regierung mehr", sagt der 24-jährige Mufti Ahmad Farzan, "aber wir haben uns das anders vorgestellt." Der junge islamische Gelehrte sitzt im Keller eines Hauses in Kandahar, in dem ein privater Rundfunksender untergebracht ist. Farzan ist für den Programminhalt verantwortlich: Musik, Gespräche über das aktuelle Geschehen im Süden Afghanistans, Reportagen über die Probleme der Stadt, in der sieben Jahre nach der Vertreibung der Talibanmilizen noch ganze vier von insgesamt zehn Generatoren funktionieren, die Afghanistans zweitgrößte Stadt mit Strom versorgen sollen.

Bis zum Jahr 2001 studierte Farzan in Kandahar an einer radikalen, von den Taliban eingerichteten Koranschule unter der Leitung eines turkmenischen Mullahs. Als die Talibanmilizen vertrieben wurden, zog er mit ihnen ins Nachbarland Pakistan und beendete dort in der Nähe des Grenzortes Chaman sein Studium. "Ich wollte anschließend in den Heiligen Krieg ziehen und die Regierung Karzai bekämpfen", erinnert sich der junge Mann heute. Doch daraus wurde nichts. Seine Koranschule erhielt Besuch von Fazlur-Rehman, einem fundamentalistischen Parlamentarier in Pakistan. Der Mann mit dem hennagefärbten Vollbart entschied: "Du bist zu intelligent zum Kämpfen. Du musst in Kandahar an einer Moschee lehren." Farzan kehrte in seine Heimatstadt zurück und wandte sich bald von den Taliban ab. Seine früheren Kampfgefährten nennen ihn Verräter und drohen mit Mord.

"Von Freiheit keine Spur", lautet das kurze Fazit des jungen Intellektuellen nach sieben Jahren der Demokratisierungsversuche am Hindukusch, "wir durften nicht einmal über den Besuch des kanadischen Außenministers hier in Kandahar berichten." Der Mann war wegen eines Folterskandals angereist. Kanada hat etwa 2 000 Soldaten in Kandahar stationiert. Sie hatten einen Gefangenen an afghanische Behörden übergeben. Der Mann versicherte nach seiner Freilassung, er sei von Kandahars Gouverneur persönlich gefoltert worden.

Etwa 5 000 Soldaten umfassten die ersten Isaf-Truppen, die von 2002 an in Afghanistan stationiert waren. Ihr ursprünglicher Auftrag: Sie sollten die damalige Übergangsregierung von Hamid Karsai vor den machtlüsternen Kriegsfürsten schützen, die im Verbund mit den USA die Taliban aus Kabul vertrieben hatten. Inzwischen stehen rund 50 000 Isaf-Soldaten und weitere knapp 20 000 US-Soldaten am Hindukusch. Zwei Drittel des Landes sind heute nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes vom Konflikt betroffen. Mehr als 3 700 Bomben, so offizielle Statistiken, wurden im vergangenen Jahr über Afghanistan abgeworfen.

Die ausländischen Soldaten aus rund 40 Ländern mögen die Regierung von Hamid Karsai geschützt haben. Viele Afghanen glauben, dass die Nato-Truppen notwendig sind, um noch Schlimmeres zu verhindern. "Aber auf die Idee, dass die Soldaten uns helfen könnten, bin ich schon lange nicht mehr gekommen", sagt der 25-jährige Sayed Munir Hadaf. Der junge Afghane mit dem pechschwarzen Haar lebt in dem idyllischen Kleinstädtchen Taloqan, der Provinzhauptstadt von Takhar nördlich von Kunduz. Mit ein paar Freunden gibt er das Magazin Tasvir - auf Deutsch Bild - heraus und immer wenn er etwas Kritisches über die Provinzregierung geschrieben hat, steht er mit einem Bein im Gefängnis.

"Die ausländischen Truppen arbeiten mit Leuten zusammen, von denen sie glauben, dass sie gut für ihre Sicherheit sind", sagt ein paar Kilometer weiter Sher Muhammad Jahesh, 29, Leiter der lokalen Rundfunkstation Arzod in dem Städtchen Pul-i-Khumri, "sie merken nicht oder wollen nicht merken, dass diese Leute uns Afghanen Probleme machen." Der Reporter wurde einmal entführt und musste sogar nach Kabul flüchten, nachdem er einen Betrugsring hatte auffliegen lassen, in den auch lokale Polizisten verwickelt waren. Zurück in seinem Heimatort Pul-i-Khumri, versteckte er über Monate eine Kalaschnikow im Auto, um sich notfalls verteidigen zu können. Nun kämpft seine Rundfunkstation ums Überleben.

Unerfüllte Versprechen

Das Städtchen am Fuße des Salang-Passes nördlich des Hindukusch boomt. Die Marktstände biegen sich unter frischen Früchten, Konserven aus aller Welt und den neuesten Elektronikgütern vom iPhone bis zur Digitalkamera. Dabei wächst nur ein paar Kilometer entfernt in aller Stille die Bedrohung für das kleine Wirtschaftswunder. In Baghlan, einst eine Bastion des Kriegsfürsten Gulbuddin Hekmatyar, sind die Talibanmilizen längst wieder unter den dort wohnenden Paschtunen aktiv.

"Präsident Hamid Karsai hatte den Paschtunen viel versprochen", erklärt im fernen Kandahar der Politiker Mohammed Ehsan, selbst Paschtune, die wiedererwachende Liebe vieler seiner Stammesgenossen zu den dogmatischen Gotteskriegern, "aber sie sind schwer enttäuscht worden, denn er hat kaum eines seiner Versprechen erfüllt."




http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...0002/index.html

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20.09.2008 19:40
#36 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Raus mit der Bundeswehr aus Afghanistan! Das forderten heute tausende Demonstranten in Berlin....

Zitat

Mehrere tausend Demonstranten haben in Berlin gegen den deutschen Militäreinsatz in Afghanistan protestiert. Der Politikwissenschaftler Peter Grottian warnte bei der Auftaktkundgebung vor einer "Terrorismushysterie".

Berlin - Zu der Demonstration unter dem Motto "Frieden für Afghanistan. Bundeswehr raus", die vom Roten Rathaus zur Straße des 17. Juni führte, hatten rund 200 Friedensinitiativen sowie Parteien und Organisationen aus dem linken Spektrum aufgerufen. Die Aktion verstand sich nach Angaben der Veranstalter als Appell an alle Bundestagsabgeordneten, bei den bevorstehenden Parlaments-Entscheidungen keiner Verlängerung des militärischen Engagements deutscher Soldaten in Afghanistan zuzustimmen. Die Veranstalter sprachen von rund 10.000 Teilnehmern, die Polizei von knapp 3000.

Bei der Auftaktkundgebung forderte der Politikwissenschaftler Peter Grottian "den Abzug der Besatzungstruppen aus Afghanistan". Er warnte vor einer "Terrorismushysterie", die im Zusammenhang mit "hegemonialen Machtansprüchen" die Bundesregierung veranlassen könne, "die Demokratie im eigenen Lande zugrunde zu schützen". So wären die jüngsten Festnahmen Terrorverdächtiger "eine künstlich hochgezogene Terrorwolke". Grottian rief die Versammelten zu zivilem Ungehorsam und einer friedlichen Störung der Rüstungsproduktion deutscher Firmen auf.

Ströbele fordert Waffenstillstand


Der zeitgleich beim Sonderparteitag der Grünen in Göttingen weilende Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele erklärte in einer vorab aufgenommenen Audiobotschaft, die gegenwärtigen Einsätze der Bundeswehr seien nicht mehr von den Uno-Resolutionen gedeckt. "Das größte Problem ist: Ich sehe, dass der Isaf-Einsatz deutscher Soldaten immer weniger von der Operation Enduring Freedom zu unterscheiden ist", sagte Ströbele. Zur Rettung von bislang Erreichtem in Afghanistan schlug er eine Übergangsphase vor. Sofort solle ein Waffenstillstand "mit allen, die dort Waffen tragen, verhandelt" werden. Voraussetzung für Frieden sei, dass auch die Nachbarstaaten und alle Gruppen, "auch die Taliban", einbezogen würden.

Der Bundestagsabgeordnete der Linken, Wolfgang Gehrcke, kritisierte auf der Demonstration, der Krieg in Afghanistan habe zu Chaos geführt, an dem die deutschen Soldaten mit Schuld seien. Linke-Parteichef Oskar Lafontaine hatte seine Teilnahme an der Kundgebung kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Auf Transparenten stand "Bundeswehr wegtreten" oder "Kein deutsches Geld für Krieg". Im Zug waren Fahnen von der Linken und Gewerkschaften, aber auch von vielen linken Splitterparteien wie KPD, DKP und MLPD zu sehen. Die Veranstalter warben während der Demonstration mehrfach für eine Unterschriftensammlung gegen einen weiteren Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Die Ergebnisse der bis 5. Oktober dauernden Aktion sollen anschließend dem Bundestag übergeben werden. (mit ddp)


http://www.tagesspiegel.de/berlin/Demons...;art270,2380208

Die Unterschriftenlisten kann man hier downloaden ...
http://www.afghanistandemo.de/petition.pdf

Hier kann man sich über die Unterstützer dieser Initiative informieren...
http://www.afghanistandemo.de/index.htm

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07.10.2008 15:52
#37 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Die aktuelle Politik wird wohl von Wahnsinnigen gemacht? Sie haben ihre Basis genauso verloren, wie diese supergierigen Bankmanager, deren Zeche wir alle bezahlen dürfen.

Obwohl die Meinung des Volkes bekannt ist, - wir , der Souverän wollen den Rückzug der Soldaten aus Afghanistan in überdeutlicher Mehrheit, lehnen diesen Krieg ab,- werden die Berufspolitiker den Einsatz der Bundeswehr im kriegsgeplagten Afghanistan nicht nur verlängern, sondern auch noch erweitern. Derzeit verlieren wir unbekannt viele Milliarden durch den beispielosen Zusammenbruch des Bankensystems, und gleichzeitig schleudern unsere Politiker weitere Milliarden für diesen Krieg zum Fenster raus? Das ist nicht mehr erträglich. Was muss eigentlich noch geschehen, damit dieses Volk aufwacht, und diesen Machtmenschen Einhalt gebietet?!

Doch wehe, wenn wir von unseren Grundrechten Gebrauch machen würden. Dieselben, die unseren Willen ignorieren kämpfen gegen das Grundgesetz an, und wollen den Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Es wird wieder denkbar, dass zu Recht empörte Demonstranten sich plötzlich Panzern und den Maschinengewehren von Soldaten gegenüber sehen. Das was da politisch in die Wege geleitet wird, das ist politisch missbrauchbar. Machtmissbrauch ist hier plötzlich lebensgefährlich. Ich übertreibe?

Mitnichten. Ich war in Leipzig als Demonstrant dabei, als die Staatsmacht der DDR die Armee bewaffnete, die Kampfgruppen aufmarschieren ließ. Ich stand schon einmal dem Staat in seiner waffenstarrenden hässlichen Fratze gegenüber - nicht denkbar, was passiert wäre, wenn dort nur ein Einziger die Nerven verloren hätte. Schäuble und Co. zerstören unsere Grundrechte, die Demokratie erscheint gegen solche Zerstörer nicht wehrhaft genug. Wird das Bundesverfassungsgericht noch einmal diesem ekelhaften Treiben der Angstmacher und Einpeitscher ein Ende setzen können? Und was, wenn nicht? :-(

Raus mit den Truppen aus Afghanistan! Sofort! Keine Bundeswehreinsätze im Inneren!

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17.10.2008 11:38
#38 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Alle Befürchtungen traten ein. "Unsere" Volksvertreter vertreten uns nicht mehr, und schmeißen das Geld zum Fenster raus. Nicht nur, dass sie geldgeile Manager und deren Zockerei weich abfedern, nun verbrennen sie auch weitere Milliarden Euro im Afghanistankrieg.

Zitat
Bundestag beschließt Ausweitung des Afghanistan-Mandats

Vor einem Tag

Berlin (AFP) — Der Bundestag hat der Verlängerung und Ausweitung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr mit breiter Mehrheit zugestimmt. Union und SPD votierten ebenso wie die FDP für den Antrag der Bundesregierung, wonach in den kommenden 14 Monaten bis zu tausend zusätzliche Bundeswehr-Soldaten im Rahmen der internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) eingesetzt werden können. Zahlreiche Grünen-Abgeordnete stimmten mit Nein oder enthielten sich. Die Linksfraktion lehnt den Einsatz grundsätzlich ab.

Insgesamt stimmten 442 Abgeordnete mit Ja, 96 mit Nein, 32 Parlamentarier enthielten sich. Nach der Zustimmung durch den Bundestag können nun in den kommenden 14 Monaten bis zu tausend zusätzliche Soldaten im Rahmen der NATO-Truppe eingesetzt werden. Die Obergrenze für die deutsche Beteiligung liegt damit bei 4500 Soldaten. Die Verlängerung des Mandats um 14 statt wie sonst um zwölf Monate soll vermeiden, dass die nächste Entscheidung über eine weitere Verlängerung 2009 in die Zeit um die Bundestagswahl fällt.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte zuvor für die Truppenverstärkung der Bundeswehr am Hindukusch geworben. Da die Lage etwa in Kundus "kritischer" geworden sei, würden dort "im Interesse der Sicherheitslage unserer Soldaten" weitere Truppen gebraucht, sagte Jung in der ARD. Sie sollen auch bei der Ausbildung von einheimischen Polizisten und Streitkräften helfen. Die Aufstockung bedeute nicht, "dass jetzt 1000 Soldaten unmittelbar mehr nach Afghanistan gehen".

Jung bekräftigte, dass wie in der Koalition vereinbart die hundert Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) aus dem Mandat für den Terrorbekämpfungseinsatz "Enduring Freedom" (OEF) gestrichen werden sollten. Dies heiße aber nicht, "dass Elitesoldaten aus Afghanistan abgezogen werden, weil sie auch zur Terrorbekämpfung im Rahmen des ISAF-Mandats einsetzbar sind". Das OEF-Mandat soll Ende Oktober im Kabinett verlängert werden.

Grünen-Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele nannte die Situation in Afghanistan "völlig verfahren". Dem Nachrichtensender N24 sagte er, "wir brauchen einen Abzugsplan".

Im Süden Afghanistans wurden derweil mehrere Zivilisten durch einen Luftangriff ausländischer Truppen getötet. das sagte ein örtlicher Polizeivertreter. Anwohner berichteten von mindestens 25 Toten. Die NATO-Truppe in Afghanistan teilte mit, der Vorfall im Bezirk Nad Ali in der Unruheprovinz Helmand werde untersucht.


http://afp.google.com/article/ALeqM5j4SS...TbDVLlnmF6h4pyA

So beteiligen wir uns weiter an dem Massenmord in Afghanistan. Wir besetzen dieses Land und wir sind die Terroristen dort. Es wird nicht dadurch besser, dass diese windigen Kriegspolitiker so tun, als wären wir da aufgestellt, den Menschen Frieden und Freiheit zu bringen. Wir beteiligen uns an dem US-Eroberungskrieg und sind damit mitschuldig, völlig egal, ob der Einzelne dort vielleicht sogar etwas Gutes tut.

Von dieser menschenverachtenden und bürgerentfremdeten Politik bin ich zutiefst enttäuscht. Aber wo bleibt der Aufschrei der Massen? Sind wir wirklich als Volk schon so verblödet, dass wir jede Rechnung, die uns diese Diktatoren vorsetzen, einfach bezahlen? Wann reicht es ? Wann ist das Maß voll? !!! Sowas nennt sich Volksvertreter? Das ich nicht lache - der Bundestag ist soweit weg von dem was das Volk will, wie lange nicht.

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21.10.2008 17:35
#39 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Zwei getötete Besatzungssoldaten in Afghanistan - mein Nachruf

Was geschieht, geschieht folgerichtig. Geschichte wiederholt sich, hat man zumindest den Eindruck, und das besonders in Afghanistan.
Da haben sich bereits die Engländer und die Russen als Besatzer versucht und sind gescheitert. Heute ist es gar die NATO mit einem scheinheiligen Mandat, mit der Vortäuschung, es ginge um Menschenrechte, um die Bekämpfung der Drogenbarone und der Brutstätte des Terrorismus. Wer kann da schon was dagegen haben?
Das wir dort in diesem fernen Land selbst die Terroristen sein müssen, das wird jedem klar, der sich mal mit Opferzahlen befasst. Auf jeden getöteten Besatzersoldaten kommen mehr als hundert getötete afghanische Menschen. Da wird kein Krieg geführt, da versucht ein Starker einem Schwachen sein Willen aufzuzwingen, mit aller Gewalt. Da gibt es keinen fairen Kampf zwischen gleich starken Parteien.
Um so ekelhafter die Lamentierei unseres Verteidigungsministers, der eigentlich Kriegsminister heißen müsste, der jüngste Angriff auf Bundeswehrsoldaten sei unfair. Das sagt ausgerechnet ein Vertreter einer Terrormaschinerie, die aus unerreichbarer Höhe mittels Bomben nahezu jeden Tag Land und Leute bombardiert.
Zwei Bundeswehrsoldaten sind in einem fremden Krieg gefallen, der nicht im Interesse des deutschen Volkes geführt wird.

Die Angehörigen der beiden getöteten Soldaten tun mir leid, sie müssen mit dem Verlust ihrer Lieben leben lernen. Minister Jung und all die anderen, die diese Soldaten gegen den bekannten Willen des deutschen Volkes in einem fernen Krieg verheizen, die sind die wirklich Schuldigen für diesen sinnlosen Tod.

Holt endlich unsere Truppen nach Hause!

PS: Die Durchhalteparolen unserer Politiker, quer durch fast alle Parteien sind nur noch ekelhaft.

2.PS: Liebe Mütter, gebt Eure Kinder nicht für die Machtspiele der Militaristen her.

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22.10.2008 08:47
#40 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Und der alltägliche Massenmord durch die NATO-Besatzer geht weiter, dieses Mal traf es Soldaten der afghanischen Armee, die man zuvor erst ausbildete und dann totbombt... was für ein Irrsinn.

Zitat
Afghanistan: Acht Soldaten bei NATO-Luftangriff getötet

Im Osten Afghanistans sind acht afghanische Soldaten durch einen Luftangriff internationaler Truppen getötet worden. Zudem seien vier weitere Soldaten verletzt worden, teilte das afghanische Verteidigungsministerium heute mit.

Demnach ereignete sich der Vorfall in der Provinz Khost nahe der Grenze zu Pakistan. Zwei der Verletzten seien schwer verwundet. Gouverneur Arsallah Jamal sagte, die Soldaten hätten sich innerhalb eines Kontrollpostens aufgehalten. Die NATO-geführte Truppe konnte den Angriff zunächst nicht bestätigen.

Das Grenzgebiet zu Pakistan gilt als Unruheregion und Hochburg islamistischer Rebellen. In Afghanistan kommen immer wieder Zivilisten durch den Einsatz der im Land stationierten ausländischen Truppen ums Leben, was von der Regierung in Kabul wiederholt scharf kritisiert wurde.


http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww...r%2F305831.html

Wenn sich die Vasallenregierung schon gegen ihren Herren auflehnt, dann kann es noch weit übler sein, als hier berichtet.

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24.10.2008 16:13
#41 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Zitat
Unicef-Bericht: Polizei foltert afghanische Kinder
Dienstag, 21. Oktober 2008 03:25

- Die von Unicef sowie der Unabhängigen Afghanischen Menschenrechtskommission (AIHC) angefertigte und von der Bundesregierung mitfinanzierte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass "physische Gewalt, Missbrauch und Folter" während Haft und Verhör üblich seien. Das Kinder- und Jugendstrafrecht werde vielfach nicht umgesetzt. Polizei und Gerichten seien die Regeln für die Behandlung minderjähriger Straftäter sogar oftmals unbekannt, erklärte Unicef.

Das Auswärtige Amt erklärte auf Anfrage von "Report Mainz", die Bundesregierung nehme die Ergebnisse der Studie "sehr ernst". Bei der afghanischen Polizei gebe es "sicherlich Misshandlungen". Aus Regierungskreisen verlautete, die Empfehlungen des Berichts flössen in die laufenden Prüfungen für weitere Projekte ein. Deutschland setze sich seit Jahren dafür ein, die rechtsfreien Räume in Afghanistan schrittweise einzudämmen, gerade auch für Kinder. "Eine solche Aufgabe kann nicht in wenigen Jahren abgeschlossen werden", hieß es.
Für die Untersuchung wurden 247 Minderjährige in Jugendrehabilitationseinrichtungen befragt. 48 Prozent der Befragten berichteten von Schlägen im Gefängnis, 62 Prozent sagten, sie würden nachts angekettet. 36 Prozent berichten von Schlägen und Misshandlungen durch die Polizei, 53 Prozent wurden gemeinsam mit erwachsenen Straftätern eingesperrt.
Obwohl die Strafmündigkeit in Afghanistan erst mit zwölf Jahren beginnt, wurden fünf jüngere Kinder in Haft gefunden. Unicef verlangte neben einer Überprüfung des Jugendstrafrechts, dass spezielle Polizeieinheiten für den Umgang mit Minderjährigen ausgebildet würden.


http://www.morgenpost.de/printarchiv/sei...che_Kinder.html


Was genau bauen "wir " in Afghanistan auf? Schlägertruppen?

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27.10.2008 17:46
#42 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Tag für Tag Irrsinn und Massaker...

Zitat
Fünf Verletzte an Bundeswehr-Kontrollpunkt in Afghanistan

Berlin (AFP) — Bundeswehrsoldaten haben an einer Straßensperre in Nordafghanistan fünf Zivilisten durch Schüsse verletzt. Der Vorfall habe sich bereits am Freitagabend in der Nähe von Kundus ereignet, sagte ein Sprecher der Bundeswehr in Masar-i-Scharif. Die Afghanen näherten sich demnach in einem Auto mit hoher Geschwindigkeit dem Kontrollpunkt und hielten trotz wiederholter Aufforderung und Warnschüssen nicht an. Ebenfalls im Norden Afghanistans kamen am Montag zwei US-Soldaten und zwei Afghanen bei einem Selbstmordanschlag ums Leben. Bei Luftangriffen in Afghanistan und Pakistan wurden weitere Zivilisten und Aufständische getötet.

Der Wagen sei mit unverminderter Geschwindigkeit an mehreren Fahrzeugen vorbeigefahren, die vor dem Kontrollpunkt warteten, teilte die Bundeswehr in Kundus mit. Die Soldaten hätten daraufhin mit Maschinengewehren das Feuer eröffnet und den Kleinbus mit Schüssen in den Motorblock gestoppt, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, in Berlin. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden. Die Auswertung des Vorfalls dauere noch an. "Wir haben nichts zu verheimlichen, möchten aber ungern spekulieren", sagte Raabe.

Zwei Afghanen erlitten laut Bundeswehr schwere Verletzungen. Sie würden im deutschen Feldlazarett behandelt, sagte der Sprecher. Deutsche Soldaten seien bei dem Vorfall nicht verletzt worden. Nach Berichten des Internetmagazins "Spiegel Online" hatte das Fahrzeug einen afghanischen Kontrollpunkt zuvor problemlos passiert. Ende August waren an einer deutschen Straßensperre im Norden Afghanistans zwei Kinder und eine Frau getötet worden.


http://afp.google.com/article/ALeqM5ivHQ...ikws7HdCI8ylmjA

In dem Artikel steht auch, dass US-Terroristen Ziele in Pakistan angriffen haben. Pakistan, Syrien immer mehr Länder werden von den US-Terroristen überfallen. Die USA benehmen sich, als gelten für sie internationale Gesetze nicht mehr. Und wir machen uns mitschuldig, leisten treue Vasallendienste. Unfassbar, wie wir nach so kurzer Zeit wieder Soldaten in Kriege schicken. Wir lernen offenbar nichts aus unserer Geschichte.

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28.10.2008 15:56
#43 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Zahlen zu den Opfern des US-Terrorismus sind selten. Hier ein paar Zahlen aus Pakistan, einem Land, mit dem man angeblich verbündet ist:

Zitat
Viele Zivilisten getötet

Auch mit ihren zunehmenden Angriffe auf Ziele in Pakistan kommen die USA ins Gerede: Damit haben sie einem Medienbericht zufolge in diesem Jahr 355 Menschen das Leben gekostet, die meisten davon Zivilisten.

Die pakistanische Zeitung «The News» berichtete am Dienstag unter Berufung auf Zahlen des Innenministeriums in Islamabad, 248 weitere Menschen seien verletzt worden. Von den insgesamt 32 US-Angriffen hätten nur acht ihr eigentliches Ziel getroffen. Dabei seien 36 Angehörige des Terrornetzes Al Qaeda oder der Taliban getötet worden. Die verbliebenen 24 Angriffe hätten 301 Zivilisten und 18 pakistanische Sicherheitskräfte das Leben gekostet.

Fehlschläge auf falsche Informationen zurückzuführen


Unter den 32 grenzüberschreitenden US-Angriffen aus Afghanistan seien Raketen- und Drohnenangriffe sowie eine Bodenoperation gewesen, berichtete «The News» weiter. Viele der fehlgeschlagenen Operationen seien auf falsche Informationen zurückzuführen, die die USA von ihren Spionen in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan erhielten.

Zuletzt waren bei einem US-Raketenangriff in den Stammesgebieten am Sonntag 20 Menschen getötet worden, darunter ein Taliban-Kommandeur. Zivile Opfer bei US-Angriffen haben den öffentlichen Unmut angeheizt und Forderungen nach einem Ende der Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf Vorschub geleistet.


http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1202737.html

Diese gruselige "Erfolgs"quote der USA führt nur zu noch mehr Terror. Der Rechtsbruch, den die USA mittlerweile permanent begehen, führt dazu, dass andere Staaten sich auch nicht mehr an Gesetze gebunden fühlen. So gerät Stück um Stück unsere Welt aus den Fugen.

Und wir Deutschen leisten diesen Verbrechern weiterhin Vasallenhilfe, dank unseren volksfernen Politikern, die sich einen feuchten Kehrricht darum scheren, was diejenigen wollen, die sie zum "Volksvertreter" gewählt haben.

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28.05.2009 16:23
#44 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Warum dieser Krieg nicht zu gewinnen ist...

das kann man in diesem Artikel aus der Berliner Zeitung nachlesen...

Zitat
Mit Recht gegen die Taliban
Deutsche Friedensforscher fordern von der Bundesregierung eine völlige Neuausrichtung der Afghanistan-Politik

Damir Fras

BERLIN. Da wurde die Frau aus einem Dorf im Südosten Afghanistans Witwe, stand mit vier Kindern allein da, und ihr Schwager nahm ihr auch noch das zum Überleben der Familie notwendige Feld weg. Die Frau klagte ihren Verwandten an und schmierte den Richter, der aber vom Schwager mit mehr Geld geschmiert wurde. So bekam die Witwe jahrelang kein Recht. Als schließlich die Taliban das Dorf übernahmen, war die Sache binnen zwei Tagen erledigt. "Die Frau bekam Recht, ohne Schmiergeld", sagt Jochen Hippler: "Und wer jetzt internationale Truppen in das Dorf schickt, um Taliban zu jagen, der macht sich dort keine Freunde." Für den Duisburger Friedensforscher ist diese Geschichte ein gutes Beispiel, um zu belegen, was in Afghanistan falsch läuft. Staatliche Institutionen, auf die sich die Afghanen verlassen könnten, gibt es nicht oder sie sind durchsetzt von korrupten Beamten. "In dieses Vakuum stoßen dann die Taliban hinein."

Die fünf führenden deutschen Friedensforschungsinstitute appellieren deswegen dringend an die Bundesregierung, ihre Afghanistan-Politik grundsätzlich zu verändern. "Die Bundeswehr muss Politik ersetzen - das kann nicht ihre Aufgabe sein", heißt es in dem Friedensgutachten 2009, das am Dienstag in Berlin vorgestellt worden ist. Wenn es jedoch bei der Konzentration auf die Bundeswehr bleibe und der Aufbau von Polizei und Justiz nicht stark vorangetrieben werde, sei der Einsatz in Afghanistan nahezu aussichtslos. Denn in Afghanistan verteidige Deutschland einen Staat, der in weiten Teilen des Landes gar nicht existiere, so Hippler. Wäre etwa gezielt ein Justizwesen aufgebaut worden, das schnell entscheide und dem die Menschen vertrauten, dann hätten es die Taliban nach Ansicht der deutschen Friedensforscher deutlich schwerer gehabt, sich nach ihrer militärischer Niederlage im Jahr 2001 wieder in Afghanistan festzusetzen. "Mit legitimer Staatlichkeit an der sozialen Basis steht und fällt jede Afghanistan-Strategie", sagt Friedensforscher Hippler.

Die Ausweitung des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan, wie sie vom neuen US-Präsidenten Barack Obama angekündigt worden ist, sei jedenfalls keine Lösung, so die Wissenschaftler: "Weitere Truppen nach Afghanistan zu entsenden, um den dortigen Staat zu verteidigen, wird den Krieg nicht beenden." Die internationale Gemeinschaft betreibe damit in Afghanistan und Pakistan nur "politische Flickschusterei". Pakistan habe schließlich gut 950 000 Mann unter Waffen. Trotzdem sei das Land nicht sicher.

Als weiteres Beispiel für die Grenzen eines militärischen Einsatzes jenseits eines klassischen Krieges führen die Forschungsinstitute den Kampf gegen Piraten vor der Küste Somalias an. Der Kampf gegen die Seeräuberei werde derzeit fast ausschließlich mit militärischen Mitteln auf See geführt. Dabei würden zwei Skandale vernachlässigt, in denen die Piraterie ihren Ursprung habe. Es geht dabei um die illegale Verklappung von Giftmüll aus Industrieländern im Meer vor Ostafrika und die illegale Überfischung der Küstengewässer durch internationale Flotten. Beides werde - obwohl illegal wie die Seeräuberei - aber von den internationalen Militärs einfach hingenommen. So stünden die Bevölkerung in Somalia und die somalische Wirtschaft wegen dieser kriminellen Machenschaften vor großen Problemen, die sie nicht selbst verschuldet hätten.

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"Das Gutachten ist eine Ohrfeige für die militärfixierte Politik der Bundesregierung." Grünen-Chefin Claudia Roth



http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...0034/index.html

Interessant auch der Schlussabsatz... ich wusste bislang nicht, dass wir unseren Giftmüll vor Ostafrika ins Meer schütten... Wir spielen uns als Moralapostel auf, sind aber nichts als ekelhafte Umweltverbrecher... na ja weit weg aus dem Denken der Öffentlichkeit hier... nur, irgendwann schwappt die Suppe auf uns zurück

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13.06.2009 11:26
#45 RE: Afghanistan - ein Krieg ohne Ende antworten

Und wieder wird der Krieg in Afghanistan ein wenig ausgeweitet. Nun sollen doch die AWACS Flugzeuge mit deutschen Soldaten in Afghanistan zum Einsatz kommen. Deutsche Soldaten werden damit am Massenmord von Menschen in Afghanistan beteiligt sein. Gruselig. Glaubt nicht diesen Lügnern, die da behaupten, diese Kriegsflugzeuge wären zur zivilen Luftraumüberwachung da. Nein sie dienen der Koordninierung von Angriffen, der Erkundung und Zielfindung.
Übrigens sind die Tornados, die ja nur kurz in Afghanistan eingesetzt werden sollten, noch immer dort.
Wann wird die deutsche Politik endlich das tun, was ihr "Wähler"auftrag ist? Raus mit den deutschen Soldaten aus Afghanistan!!! Wir haben da nix verloren.

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