Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Board hat 599 Mitglieder
15.088 Beiträge & 2.741 Themen
Beiträge der letzten Tage
Foren Suche
Suchoptionen
  • Von Leichnamen und LebnamenDatum19.02.2016 19:46
    Thema von Streusalzwiese im Forum speakers Corner

    Das zweite Gemeinschaftsprojekt von Claudine "Anja" Nadelheu und meiner Person ist ein Buch voller ungewöhnlicher Zombiegeschichten und außergewöhnlicher Bilder.
    http://www.amazon.de/Von-Leichnamen-Lebn...55906742&sr=1-1

    Zombies in den verschiedensten Erscheinungsformen schlurfen durch dieses Buch. Die Zombiepalette reicht vom hochaggressiven Beißer bis zum friedliebenden Blumenkindzombie.

  • ProkrastinationDatum07.02.2016 16:58
    Foren-Beitrag von Streusalzwiese im Thema

    Ich bin auch ein heftiger Prokrastinierer.
    Ich hatte schon mal die Absicht dagegen etwas zu tun. Aber ich habe die Umsetzung dauernd aufgeschoben.

  • ScheißdreckDatum03.10.2014 12:20
    Foren-Beitrag von Streusalzwiese im Thema

    Zitat von Federling im Beitrag #2
    Kannst du vielleicht näheres dazu beitragen, worum es in diesem Buch geht ?
    Aus dem Klappentext werde ich ehrlich gesagt nicht schlau :D


    Dein Interesse freut mich.
    Es handelt sich diverse Kurzgeschichten und ein Essay. Verbindendes Merkmal ist das Scheißen.
    Bei Amazon gibt es auch den Blick ins Buch. Da kannst Du in die erste Geschichte reinlesen.
    Herzstück ist "Das Jahr, das mörderisch abkackte". Dabei handelt sich um zwölf Monate, die vollkommen aus dem Ruder laufen.

  • ScheißdreckDatum22.07.2014 16:21
    Thema von Streusalzwiese im Forum speakers Corner

    Das erste Gemeinschaftswerk von Claudine "Anja" Nadelheu und Hans-Hubert Streusalzwiese:
    http://www.amazon.de/Schei%C3%9Fdreck-Ha...06038554&sr=1-1

    Das Buch enthält 19 Farbseiten, so dass auch die Bilderfreunde nicht zu kurz kommen.

  • VampierstoriesDatum15.05.2014 19:53
    Foren-Beitrag von Streusalzwiese im Thema

    Hallo Helferlein,
    so nun habe ich es geschafft auf den Antwortbutton zu drücken, bevor mir das die sich öffnende Webeanzeige unmöglich gemacht hätte.

    Meine Meinung: Wenn man jetzt noch Vampirstories schreibt, dann muss man das auf originelle Weise tun um sich von der Masse abzusetzen. Das Genre ist ganz schön ausgelutscht. Ich würde es mit humorvollen Geschichten probieren.
    Persönlich habe ich noch keine Vampirgeschichte geschrieben. Ich stehe mehr auf Zombies.
    Den Zombies gehört die Zukunft.

  • AntwortDatum15.05.2014 17:27
    Thema von Streusalzwiese im Forum speakers Corner

    Ich wollte gerade auf das Thema Vampirstories von Helferlein antworten, habe aber feststellen müssen, dass das gar nicht so leicht ist. Über dem Button "Antworten" befindet sich eine Werbeeinblendung, die ich nicht weg bekomme.

  • Thema von Streusalzwiese im Forum speakers Corner

    Mich regt auf, dass im §183 Stgb ausdrücklich von einem Mann als Täter gesprochen wird. Frauen können im juristischen Sinn keine Exhibitionistinnen sein. Das ist im Zeitalter der Gleichberechtigung ein unhaltbarer Zustand.
    Als Begründung kann man anführen, dass kaum jemand auf eine sich entblößende Frau geschockt reagiert. Diese Argumentation verkennt aber die Tatsache, dass eine exhibitionistische Handlung in §183 nur strafbar ist, wenn sich jemand durch sie geschädigt fühlt. Wenn beim Betrachter keine negative Gefühlsempfindung von einigem Gewicht ausgelöst wird, dann ist die Entblößungshandlung ohnehin nicht strafbar. Also besteht kein Grund, im Gesetzestext zwischen Mann und Frau zu unterscheiden.

  • Thema von Streusalzwiese im Forum Rezensionen

    Also ich bin total begeistert (siehe Anmerkung) von diesem Buch:

    Hans-Hubert Streusalzwiese
    Monologisches Gebrabbel eines nihilistischen Exhibitionisten

    www.amazon.de/Monologisches-Gebrabbel-ei...09331899&sr=1-1


    Anmerkung: Meine Begeisterung gründet vor allem auf meiner Autorenschaft.

  • Es muss in bayrischen Parks ja nur so von Kriminellen wimmeln. Gestern saß ich im Stadtpark auf einer Bank. Drei Minuten nachdem ich mich hingesetzt hatte marschierten drei Männer von der Sicherheitswacht vorbei. Nach weiteren fünf Minuten fuhr ein Polizeiauto die Kieswege im Park entlang. 15 Minuten später wieder, obwohl die Lage im Park sehr ruhig war.
    Diese Überwachung ist nicht der Ausnahmefall sondern das Übliche. Irgendwie fühlt man sich in Parks wie in einem Hochsicherheitstrakt.

    Ein zweiter Punkt sind die Überwachungskameras. Auch die vermehren sich. Viele Leute finden das sogar gut, weil es ihr Sicherheitsgefühl erhöht. Protest wird mit dem Argument abgeschmettert, dass ordentliche Bürger ja nichts zu verbergen und somit auch nichts zu befürchten hätten.

  • Thema von Streusalzwiese im Forum speakers Corner

    Rechtpopulisten, Rechtsradikale, Neonazis: Diese Gruppen nutzen das Internet für ihre Propaganda. Man glaubt nicht, was man alles an Hass und Verächtlichmachung findet, wenn man googelt. Diese Gruppen sind erfolgreich: Positionen, die man früher vielleicht hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen hat, sind wieder salonfähig geworden. Für die Zukunft sehe ich braun.

  • Immer wieder ist die Rede von DKZV (ausgeschrieben Druckkostenzuschuss-Verlag). Aber die überwiegende Mehrzahl der so bezeichneten Verlage fordert vom Autor keinen Zuschuss zu den Druckkosten. Nein, der Autor zahlt alles. Das Kürzel DKZ ist in Bezug auf diese Verlage falsch und irreführend. Vielleicht sollte man von AKBA-Verlagen: Alle-Kosten-Bezahlt-Autor-Verlage, reden.

    Aber nun zur Frage: Gibt es wirkliche DKZ-Verlage, also Verlage bei denen der Autor nur einen Zuschuss zu den Druckkosten zahlt und der Verlag Bücher verkaufen muss um Gewinn zu machen?

  • Das waren noch Zeiten als Lieder wegen Grammatikfehler nicht im Radio gespielt werden durften:
    www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,421134,00.html
    Heute freut man sich ja schon wenn ein Liedtext aus Worten und nicht nur aus unartikulierten Geräuschen besteht.

  • Es ist interessant, wenn man mal ausrechnet (bzw. schätzt) was man in seinem Leserleben schon für Bücher ausgegeben hat, und was man sich dafür hätte Kaufen können, wenn man sich dieses Geld gespart hätte. Ich meine damit jetzt nur Bücher, die man sich gekauft hat, und nicht welche, die man veröffentlicht hat .

    In meinem Fall: Der Gegenwert der von mir erworbenen Bücher entspricht ungefähr dem Preis eines neuen Mittelklassewagens.

    [ Editiert von Streusalzwiese am 29.09.11 10:56 ]

  • Post mortem?

    Gott: "Ich gratuliere. Du hast ein tadelloses Leben geführt und darfst deshalb in die ewige Glückseligkeit eingehen."
    Otto: "Aber ich bin doch Atheist! Wahrscheinlich sollte ich besser sagen: Ich war doch Atheist."
    Gott: "In der Beziehung bin ich kulant. Ich achte auf den Lebenswandel und nicht darauf wer was aus welchen Motiven heraus glaubt oder auch nicht glaubt. Selbst Pascal ist trotz seiner seltsamen Wette hier."
    Otto: "Ich habe eine Bitte: Können wir uns Siezen? So vertraut, dass ein Du angemessen wäre, war ich zu Lebzeiten nicht mit Ihnen."
    Gott: "Ganz wie es Ihnen beliebt."
    Otto: "Da nun das geklärt ist, erlaube ich mir Ihnen eine Frage zu stellen. Gibt es die Möglichkeit, die ewige Glückseligkeit zu beenden, wenn ich keinen Gefallen mehr an ihr finde? Auch als Atheist habe ich religiöse Schriften gelesen: Diese Frage wurde nicht einmal erwähnt, obwohl sie doch eine immense Bedeutung hat. Denn nur ungern lasse ich mich auf langfristige Projekte ein, wenn mir keine Exit-Möglichkeit offen steht. Und die Ewigkeit ist nun mal sehr, sehr langfristig."
    Gott: "Die Möglichkeit die ewige Glückseligkeit zu beenden ist nicht vorgesehen. Es muss Sie doch glücklich machen, dass Sie auserwählt wurden. Welche Vorstellungen hatten sie denn zu Lebzeiten vom danach?"
    Otto: "Für mich bedeutete der Tod immer totale Auslöschung. Für mich war das danach immer ein Nichts; Schwärze ohne Beobachter. Es ist nicht so, dass mich diese Vorstellung restlos glücklich machte. Wenn ich mir mein eigenes Ableben vorstellte, rebellierte mein Narzissmus gegen die Vorstellung des Nichts-Werdens. Schlimmer war der Tod von Freunden und Verwandten. Die radikale Endlichkeit brachte das Grauen der Endgültigkeit in mein Leben. Alles was ich den Verstorbenen zu Lebzeiten nicht gesagt habe bleibt für immer ungesagt, alles was ich ihnen nicht Getan habe bleibt für immer ungetan. Es gibt keine Chance etwas Wieder-Gut zu machen, wenn der Tod eingetreten ist. So zumindest meine Vorstellung."
    Gott: "Aber warum wollen Sie denn dann nicht in die ewige Glückseligkeit eingehen?"
    Otto:"Es ist nicht so, dass die totale Auslöschung nur Schattenseiten hat. Die Endlichkeit verleiht den Dingen Tiefe. Ewige Dinge sind flach und ohne Bedeutung. Und es ist auch nicht so, dass ich der Idee des Paradieses nichts abgewinnen könnte. Als Durchgangsstation auf dem Weg zum Nichts würde ich es schon gerne mitnehmen. Aber wenn ich mich auf Gedeih und Verderb der ewigen Glückseligkeit überantworten muss, dann sage ich: Nein, danke!"
    Gott: "Aber warum?"
    Otto: "Ich bin nicht für die Ewigkeit geeignet. Es gibt keine Wonnen die ich nicht auf Dauer als grauenhafte Folter empfände. Ich sehe nur zwei Möglichkeitendieses Problem zu umgehen. Die erste wäre mich so umzuformen, dass ich Ewigkeitstauglich würde. Aber in diesem Fall müsste man mich derart verändern, so dass meine Persönlichkeit verloren ginge. Ich wäre dann nicht mehr vorhanden. Die zweite Möglichkeit wäre die Ewigkeit so umzugestalten, dass sie vom Nichts nicht zu unterscheiden wäre. In beiden Fällen bekäme ich das Nichts."
    Gott: "Bevor Sie sich hier in philosphischen Spekulationen verlieren, sollte ich Ihnen noch etwas mitteilen. Ihr Herz hat vor wenigen Sekunden zu schlagen aufgehört. Sie führen hier keinen Dialog, sondern Ihr oder mein oder besser das Gehirn führt einen Monolog. Was sich hier abspielt nennt sich Nahtodeserfahrung, wie Du selbstverständlich weißt. Ich kehre angesichts dieser Aufklärung zum Du zurück. Ich muss zugeben: Es ist eine außergewöhnliche Nahtodeserfahrung; kein Tunnell, keine Lichterscheinung, kein Lebensfilm, keine Wiederbegegnung mit Verstorbenen. Aber Du warst ja schon immer ein seltsamer Typ. Seltsame Typen haben nun mal seltsame Nahtodeserfahrungen. Da dies jetzt geklärt ist, werde ich dir noch














    [ Editiert von Streusalzwiese am 18.11.11 19:12 ]

    [ Editiert von Streusalzwiese am 18.11.11 19:24 ]

    [ Editiert von Streusalzwiese am 18.11.11 19:35 ]

    [ Editiert von Streusalzwiese am 18.11.11 19:44 ]

    [ Editiert von Streusalzwiese am 19.11.11 15:58 ]

  • Thema von Streusalzwiese im Forum speakers Corner

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Liebe Schnitten und Beschnittene

    Die Debatte um Beschneidungen verläuft nicht so wie andere Debatten verlaufen. Überall wo es um die Interessen von Kindern geht, stehen in der Regel Kinderschützer in der ersten Reihe und machen lautstark und emotional auf die Rechte von Kindern aufmerksam.
    Doch in der Beschneidungsdebatte sind die Elternschützer tonangebend. Das Argument, das sie anführen lautet: Wer sich gegen Beschneidung ausspricht und wagt diese Verstümmelung zu nennen, der verurteilt damit die Eltern als Unmenschen. Das gehe nun wirklich nicht.
    Wenn in anderen Debatten zumindest ansatzweise auf die Argumente der Gegenseite eingegangen wird, so zeichnet sich die Beschneidungsdebatte durch eine extreme Hartnäckigkeit des Ignorierens aus. Das wird offensichtlich wenn es um die Frage der Vergleichbarkeit zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung geht. Es sollte sich bis zu den Beschneidungsbefürwortern durchgesprochen haben, dass es nicht die weibliche Beschneidung gibt; es gibt verschiedene Formen. Dass die Beschneidung der Klitoris schlimmer ist als die Beschneidung der Penisvorhaut steht außer Frage. Aber für die Behauptung, dass auch die Beschneidung der Klitorisvorhaut schlimmer sei als die Beschneidung der Penisvorhaut bräuchte man schon gute Argumente. Da man solche nicht hat, ignoriert man solche Tatsachen einfach. Auch im Ethikrat, der eigentlich unvoreingenommen alle Fakten berücksichtigen sollte.

  • Nackte Märchen

    Märchen sind ihrer Zeit oft weit voraus. Auch im Bereich Nacktheit. Der Striptease wurde in „Die Sterntaler“ erfunden, latenter Exhibitionismus in „Des Kaisers neue Kleider“ zu einer Zeit thematisiert als es noch nicht mal einen Namen für das Phänomen der Zeigelust gab.
    „Sterntaler“ ist leicht zu deuten. Mädels, die sich ausziehen werden reich belohnt. Hat was.
    „Des Kaisers neue Kleider“ ist schon schwerer fassbar. Die gängigen Interpretationen überzeugen mich nicht. In der Geschichte ein Exempel darin zu sehen zu welchen Auswüchsen Leichtgläubigkeit verbunden mit Dummheit führen können, heißt nur die Oberfläche zu sehen. Der Kaiser ist gar nicht wirklich auf die Betrüger hereingefallen. Dazu ist der Kaiser am Ende der Geschichte nicht überrascht genug. Er fällt nicht aus allen Wolken, sondern denkt: „Das muss ich jetzt zu Ende bringen.“
    Der Betrug fand nicht gegen den Willen des Kaisers statt. Nicht der Wille des schwächlichen bewussten Denkens spielt hier die Hauptrolle; vielmehr der Wille des mächtigeren Bereichs des Unbewussten.
    Schon im ersten Kapitel wird der Kaiser als Pazifist geoutet, als jemand, dem sein Putz wichtiger ist als das Militär, als jemand der die Jagd nicht liebt, der stattdessen in den Wald geht um (Kleidung) zu zeigen. (sic!)
    Doch so schlecht scheint der Regent nicht zu sein: In der Stadt herrscht ein Klima der Weltoffenheit. (Es kommen immer viele Fremde in die Stadt) Die Geschäfte florieren. (In der Stadt herrscht ein munteres Treiben)
    Der Kaiser ist ein Exhibitionist, der seine Entblößungsgelüste nicht ausleben kann. In seinen Träumen hat er sicher schon manch verwegenen Nacktauftritt hingelegt, im Wachbewusstsein sind diese Wünsche verdrängt. Seine exhibitionistische Neigung lebt er nur in sozial halbwegs akzeptierter Weise durch das Tragen prächtiger Gewänder aus. Diese Auslebungen sind zum gewöhnlichen Einheitsbrei verkommen. In diese Situation platzen die zwei Betrüger. Der Kaiser ist sofort elektrisiert. Er erkennt unbewusst die fantastischen Möglichkeiten, die ihm dieses „Gewand“, das für Unfähige unsichtbar bleibe, bietet, bewusst werden ihm nur naive Rationalisierungen wie die, dass er dann erkennen könne wer zu seinem Amt tauge und wer nicht. Der Kaiser will ganz bewusst nicht wissen, dass die Kleidung nicht existiert. Dass die „Kleidung“ kein Gewicht hat, dass sie ihn nicht wärmt, lässt ihn kalt. Sein Unbewusstes hat entschieden die Sache durchzuziehen; es lässt sich nicht durch Offensichtliches aufhalten. Viel zu wunderbar ist die einzigartige Möglichkeit nackt durch die Straßen zu ziehen und von den Menschen bestaunt zu werden. Hätte er das ohne das Deckmäntelchen dieser unsichtbaren Kleidung gemacht, die Leute hätten ihn fortgejagt. Denn auch für Kaiser gilt ein Perversionslimit, das nicht überschritten werden kann ohne negativ sanktioniert zu werden.
    Die Diener, die die Schleppe tragen, erkennen natürlich auch, dass die Kleidung nicht existiert, spielen aber das Spiel mit. Warum auch nicht? Sie würden doch von den Zeiten größerer Freizügigkeit profitieren, auch ist ein zufriedener Kaiser zumeist ein freigiebiger Regent.
    Die Zuschauer wissen wohl auch was da gespielt wird, sind aber entzückt, teils weil sie davon träumen dem Kaiser in Sachen Kleiderwahl nachzueifern, teils weil sie davon träumen, dass sich diese Mode bei knackigen Frauen und kernigen Burschen durchsetzen könnte.
    Der Kaiser kommt also zu seinem ersehnten Nacktauftritt, was auch solange gut geht, bis das Spießerkind mit seinem unangemessenen Kommentar den Zauber der Schaustellung abrupt beendet. Der Kaiser kann sich die Aussicht auf eine Wiederholung seines Auftritts abschminken, und alle, die davon träumen im Lichtgewand durch die Straßen marschieren zu können oder den Marschierenden zuzusehen, müssen ihre Hoffnungen begraben, und das nur wegen eines vorlauten Görs.
    Die Moralen von der Geschicht:
    Nackte Männer sollen sich vor Kindern hüten.
    Nacktheit muss sich maskieren. D.h. Wer nackt herumlaufen will, soll sich eine Rechtfertigung einfallen lassen, auch wenn diese noch so bescheuert ist. Denn es ist besser als ein dummer Esel denn als perverses Schwein zu gelten.

  • 1. Einzelstrip

    Der Stripper holte sich einen Tripper und wurde aus Frust darüber zum Ripper.

    Dutzende Duzende verständigten sich auf ein Duende und sagten fortan "Sie".

  • Not leert Betten

    "Not ist nötig", befand Nietzsche kurz und echt,
    "Not lehrt denken", äußerte hoffend Bloch,
    "Not lehrt beten", sagt der Volksmund noch,
    "Not leert Betten", murmelt der Tod und hat Recht.

  • Weltuntergangsrede eines Propheten, dem das ES zum ICH wurde; der darüber nicht das Maul halten konnte, und deshalb Ärger mit dem DU bekam

    „Ich kriege keinen mehr hoch,
    die Gesellschaft geht den Bach runter.
    Ich habe Hämorriden,
    die Menschheit ist am Arsch.
    Meine Pumpe macht es wohl nicht mehr lange,
    der Weltuntergang steht unmittelbar bevor.“
    „Jetzt verpiss dich endlich, du Wichser.“
    „O.K.“

  • Nicht gehaltene Rede auf dem Kongress zur Heilung von Homosexualität

    Liebe Mitstreiter, meine Rede wird euch befremden und erzürnen. Ich bitte euch trotzdem um Aufmerksamkeit.
    Früher war ich jemand, der die Homosexualität strikt ablehnte. Homosexuelle fand ich unnatürlich und krank. Ich investierte viel Zeit um Therapien gegen dieses Leiden zu entwickeln. Eines Tages stieß ich auf einen therapiewilligen Homosexuellen, den ich dann unter meine Fittiche nahm. Ich bot die ganze Bandbreite meines Könnens auf – Monatelang bemühte ich mich um ihn. Schließlich war meiner Therapie auch Erfolg beschieden. Der Mann wurde wirklich heterosexuell. Und brannte dann mit meiner Frau durch. Dieses Erlebnis öffnete mir die Augen. Ich hatte mein bisheriges Leben im Wahn verbracht.
    Ich halte die Schwulen immer noch für unnatürlich und krank. Aber meine Meinung über uns – ich zähle mich noch zu der Gemeinschaft – hat sich massiv geändert. Wir sind noch unnatürlicher und kränker als die Homos. Anstatt froh zu sein, dass sie unserem Bereich fernbleiben, wollen wir sie als Konkurrenz heranzüchten. So dumm ist kein Tier; im Tierreich ist Homophobie unbekannt. So dumm ist nur der kranke Mensch. Die gesunden Menschen beschäftigen sich mit ihrer eigenen Sexualität, während wir manisch auf die Sexualität anderer Menschen starren. Und gegen unsere Interessen arbeiten.
    Wenn ich mich hier so umschaue, dann kann ich wohl in aller Nüchternheit feststellen, und das ohne jemand zu nahe treten zu wollen: Realistisch betrachtet sind wir nicht das beste Angebot, das auf dem Markt ist.
    Mitstreiter, wir müssen umdenken. Anstatt Schwule zu kurieren, müssten wir eigentlich Methoden entwickeln um mehr Männer schwul zu machen. Wenn wir schon heilen wollen, dann sollten wir uns auf Lesben konzentrieren.
    Das eben Gesagte bezog sich auf die Heterosexuellen unter uns. Für die uns angehörenden Homosexuellen gilt ähnliches: Wollt ihr denn wirklich potenzielle Geschlechtspartner ins andere Lager treiben?
    Es ist höchste Zeit ein positives Bild der Homosexualität zu entwerfen und zu propagieren.
    Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Inhalte des Mitglieds Streusalzwiese
Beiträge: 166
Seite 1 von 2 « Seite 1 2 Seite »
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de