Es geht wieder los mit der Propaganda. Die Herrschaftselite der Bundesrepublik rüstet zum nächsten Krieg. Dieses Mal wird wohl der Iran angegriffen. Wer die Heute-Sendung mit dem Interview von Klaus Kleber mit dem iranischen Staatspräsidenten gesehen hat, wird vielleicht verstehen, was ich meine.
Hallo Harald, sicher, auch das spielt eine Rolle. Aber wozu brauchen wir ein Kartellamt, wenn es in so einem völlig klaren Fall nicht tätig wird? Wozu haben wir einen Staat, wenn dessen Trachten offenbar immer mehr nur einem einzigen Ziel dient, seine Ausschweifungen und Besitzstände zu finanzieren? Viele Grüße
Bei dem Thema des Buches werden doch nur unsere voyeuristischen Neigungen (und jeder hat sie!) bedient, oder? Insoweit wird sich dieses Büchlein, Qualität hin oder her, wahrscheinlich sogar gut verkaufen. Befürchte ich. Viele liebe Grüße
Liebes Helferlein, Zeiten ändern sich, als ich dieses Forum hier gegründet habe, war das Schreiben und Lesen irgendwo Mittelpunkt meines Lebens. Dann gibt es aber daneben den Job, und eben andere Einflüsse. Im Moment beschäftige ich mich wesentlich stärker mit der Fotografie, was aber nicht heißt, das sich das nicht auch wiederum ändert. Also bin ich hier in diesem Forum weniger oft, aber deswegen nicht uninteressierter. Soll man es deswegen gleich schließen? Ich denke nicht. Wem es was wert ist, hier seine Zeit zu investieren (dich ja eingeschlossen) , der soll es tun. Um mal einen Vergleich zu bemühen, es gibt viele großartige Pflanzen, die immer mal wieder eine Blühpause einlegen um dann erneut ihre ganze Pracht zu zeigen. Das kommt, wenn die Zeit dafür reif ist Viele liebe Grüße Jürgen (Schreiberling)
habe mir gerade noch mal den Anfangsbeitrag durchgelesen und bin erstaunt, wie dieses Szenario der Kriegspropaganda nun gegen den Iran mit gleichem Muster abläuft. Seit Jahren werden wir in den Medien damit konfrontiert, dass der Iran nach Atomwaffen "strebt" - ohne einen einzigen Beweis. Allein durch die Masse der "hätte" "könnte" "würde" wird systematisch in den Köpfen an dem Bild des aggressiven gefährlichen Iran gebastelt. Was ist eigentlich aus der Story geworden, dass der Iran angeblich in den USA einen Mordanschlag auf den saudischen Botschafter geplant haben soll? Sie hat sich in Luft aufgelöst - auch hier gab es trotz riesigem Tam Tam keinen festen Beweis - zurück bleibt das mulmige Gefühl, der Iran schickt Auftragskiller in die Welt.
Tatsache ist dagegen, dass die CIA das tut. Tatsache ist, dass die Mordtruppen der NATO in zahlreichen Ländern der Welt aggressiv und verbrecherisch Kriege führen. Unkontrollierte Truppen wie beispielsweise auch das deutsche KSK sind auf Menschenjagd in fremden Ländern. Es ist längst bewiesen, dass wir, die USA, der Westen, Menschen foltern, massenhaft gefangen halten, ja auch ermorden lassen.
Schaut man dann in unsere investigativen "freien" Medien, wird aus dem erwiesenen Bösewicht ein Guter, der die Menschheit retten will - D A S ist das Ergebnis einer latenten Kriegspropaganda. Ähnlich muss es auch zu Hitlers Zeiten gelaufen sein, als fanatisierte Deutsche bis zuletzt glaubten, auf derSeite der Gerechten zu stehen. Alle Zeichen stehen auf Krieg gegen den Iran. Der militärisch industrielle Komplex braucht ein nächstes Ziel und Opfer! Wir stecken längst im dritten Weltkrieg! Und es wird uns nicht gelingen, diesen zu gewinnen. Es wird nur Verlierer geben. Vielleicht gibt es danach wieder eine Periode des Friedens... bis es wieder heißt: Man müsse mit allen Mitteln...
Nun ist es amtlich, die Mordgesellen unter Führung ehemaliger Ghadafigetreuer haben nun auch den Staatschef Libyens Ghadafi ermordet. So entsorgt man Zeitzeugen. Dank der NATO wurden nun neue Diktatoren an die Macht gebombt. Das reichste Land Afrikas ist derem Tun nun ausgeliefert. Ob es damit für das Volk Libyens besser wird als unter dem alten Diktator, das wage ich zu bezweifeln. Ob die Länder, die diesen NATO Angriffskrieg betrieben haben, nun zum Nutznießer bei der Plünderung der Rohstoffe werden, das ist eine spannende Frage. Immerhin hat man sich dazu mit Mördern und Lumpen eingelassen - ob die redlich agieren - das darf getrost bezweifelt werden.
Übrigens, die hahnebüchene Kampagne der USA gegen den IRAN, wonach der Iran ein Mordkomplott gegen den saudischen Botschafter geplant haben soll, die zeigt deutlich, wohin sich die Krieger der NATO als nächstes wenden. Der Iran muss wachsam sein. Wir haben es hier mit einem ungezügelten Militarismus zu tun, einer Militärindustrie, die nur durch Kriege am Leben erhalten werden kann. Wenn Libyen jetzt "befriedet" ist, brauchen die Bomber neue Ziele! Und nur wir, die Steuerzahler und Völker dieser NATO-Länder können den Wahnsinn stoppen. Es gibt im Moment niemand, der diesen Militaristen Paroli bieten kann. Entziehen wir also den Militärs ihre Legetimation! Deutschland raus aus der NATO!
- vermutlich ist es jetzt noch viel blutiger als je zuvor, denn NATO Bomber versuchen mit den sogenannten Rebellen die letzten Hochburgen Ghadaffis zu stürmen. Wer sich diesen neuen Diktatoren nicht freiwillig unterwirft, der muss sterben - so scheint die Devise wohl zu sein. Die fast gleichgeschaltete freiheitlich - westliche Medienlandschaft duckt sich weg und will von den UNtaten der Rebellen und der NATO wohl lieber nicht berichten - schließlich haben wir ja dieses Morden angezettelt, dank MI5 und CIA. Der investigative Journalist ist hier nicht zu bemerken. So können NATO Truppen ihr zerstörerisches Werk ohne Kontrolle durch die Öffentlichkeit fortführen und man muss kein Prophet sein, um sich ausmalen zu können, was Militärs anstellen, wenn man die Zügel locker läßt. Abu Graib, Falludscha sind nur zwei Beispiele für entfesselten Militarismus. Einzig Russland erhebt seine Stimme:
ZitatMoskau - Russland hat scharfe Kritik am Vorgehen der Nato-Streitkräfte beim Einsatz in Libyen geübt. Außenminister Sergej Lawrow machte das Militärbündnis für zahlreiche tote Zivilisten verantwortlich. "Die Uno-Resolution hat Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung gefordert, aber das Gegenteil ist eingetreten", sagte Lawrow am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Der Preis für die Unterstützung der Gegner von Diktator Muammar al-Gaddafi sei die "Multiplizierung der zivilen Opfer" gewesen.
"Wir akzeptieren keine Beschwörungen der Nato, dass die Intervention zahlreiche Leben gerettet hat", sagte der Minister. Die Uno-Vetomacht Russland hatte im März die Resolution 1973 des Weltsicherheitsrats gegen das Gaddafi-Regime durch Enthaltung ermöglicht, die Luftangriffe der Allianz aber wiederholt kritisiert.
Nach Angaben der neuen Führung sind zwei neue Massengräber mit den sterblichen Überresten von insgesamt knapp 900 Menschen entdeckt worden. Es handele sich um Opfer der Regierung des langjährigen Machthabers Gaddafi, sagte der Sicherheitschef von Tripolis, Nadschi al-Issawi, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der libyschen Hauptstadt.
Zu den Umständen des Todes machte er keine Angaben. Ein AFP-Fotograf vor Ort berichtete, der Zustand der Leichen lasse vermuten, dass sie erst kürzlich ums Leben kamen. Die Gräber wurden in den Ortschaften Gargaresch und Birasta Milad nahe Tripolis entdeckt.
Die neue libysche Führung hatte erst Ende September erklärt, ein Grab mit 1700 von Gaddafi-Truppen ermordeten Gefangenen entdeckt zu haben. Sie seien bei einem Massaker 1996 getötet worden. Wenige Tage später musste die Führung jedoch einräumen, nicht mehr sicher zu sein, ob es sich um ein Massengrab handele. Zuvor war berichtet worden, dass einige der Überreste offenbar von Tieren stammten.
Die durch NATO und Rebellen ermordeten Menschen wird man dann Ghadaffi unterschieben, soviel steht heute schon fest. Und leider kann weltweit niemand der NATO heute paroli bieten - das Gleichgewicht der Kräfte ist zerstört. So zynisch es klingt, aber die ehemalige Blocksituation Warschauer Pakt kontra NATO verhinderte offensichtlich Kriege. Heute, nach dem Zusammenbruch des Ostblocks sind große Gebiete Asiens und Afrikas mit Kriegen überzogen.
Hm, ich würde mit Ländern, die in anderen Ländern Truppen stationieren, Regierungen mittels gelenkten "Revolutionen" wegputschen lassen, Bomben schmeißen, Menschen morden keine Verträge schließen. Da weiß man ja nicht, ob die sich an die Verträge halten, oder diese nur nutzen um neue Ziele auszukundschaften. Also ich kann dem Iran nur abraten, solch ein Geschäft mit Europa zu machen, solange ein Großteil der europäischen Staaten die NATO unterstützen, bzw. deren Mitglied sind. Der Terror der NATO in einem beträchtlichen Teil dieser Welt muss endlich gestoppt werden. Viele Grüße
Und nun das Ergebnsi der NATO Bombardements und der Einmischung in einen von CIA und MI5 angezettelten Bürgerkrieg:
ZitatZiel sei es, einen demokratischen Rechtsstaat aufzubauen, in dem die islamische Rechtsprechung Scharia die wichtigste Quelle der Gesetzgebung sei, versprach der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, während seiner ersten öffentlichen Rede vor tausenden Anhängern in Tripolis. Die neue Regierung werde keine extremistische Ideologie von links oder rechts akzeptieren. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat die Aufständischen am Dienstag kritisiert. Amnesty warf den Rebellen vor, sie würden Kriegsverbrecher in den eigenen Reihen nur mit Unwillen verfolgen. Nach dem Ausbruch des Aufstands gegen den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi im Februar hätten Oppositionskämpfer tatsächliche oder mutmaßliche Anhänger des Gaddafi-Regimes sowie ausländische Söldner entführt, willkürlich festgehalten, gefoltert und getötet. Möglicherweise seien auch Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden. «Es sind weder unabhängige oder glaubwürdige Ermittlungen vom Übergangsrat veranlasst worden noch Maßnahmen, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen», heißt es in dem Bericht.
Mord, Folter durch die neuen Machthaber, keiner zählt die Opfer - die Diktatur Gaddaffis wird durch eine islamistische Diktatur ersetzt und Libyen wir ein islamistischer Staat das die Scharia als höchste Gesetzgebung sieht. Steinigung, Gliedmaßen abhacken, Hinrichtungen durch Köpfe abschlagen - so wie in Saudi Arabien üblich... na Bravo. Diese selbstgerechten Demokraten Sarkozy und Co werden sich noch wundern. Was für eine Meisterleistung. Wenn ich es mal ganz zynisch formuliere... unsere Verbrecher haben trotzdem nichts gelernt. Der Iran ist das neue/alte erklärte Ziel - ginge es nach den Plänen von Blair. Und der mischt ja noch mit in der Politik - statt im Gefängnis zu sitzen - wo Massenmörder nun mal hingehören.
Die Berliner Zeitung schreibt heute in ihrem Leitartikel:
Zitat von Arno Widmann
Tony Blair hat noch nicht genug. Jetzt setzt er den Regimewechsel in Iran auf die Tagesordnung. Als wären die anderen von ihm im Rahmen der Krieg-gegen-den-Terror-Strategie mit angezettelten Manöver in Irak und Afghanistan erfolgreich beendet. Als hätte der Einsatz der Truppen dort Wellen des Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte bewirkt.
Der bald nach den Angriffen vom 11. September 2001 ausgeweitete Krieg gegen Terror hatte sich längst in einen Krieg gegen Staaten verwandelt, die gegen die USA Stellung bezogen. Tony Blairs jüngste Erklärung knüpft da nahtlos an. Es handele sich um eine Schlacht zwischen denen, die eine offene Welt wollten, und denen, die sie - wie Iran - geschlossen hielten. Das hat mit Terrorismus nichts mehr zu tun. Da geht es ganz offen um ganz andere Dinge. Wenn Tony Blair erklärt, man müsse neben der militärischen Aktion auch Herzen und Köpfe gewinnen, so zeigt das nur, wie katastrophal falsch die Gewichte verteilt sind.
Das ist nicht das Erbe des 11. September 2001. Das ist, was aus dem 11. September gemacht wurde: ein Krieg zwischen West und Ost, ein bewaffneter Kampf der Kulturen.
Am 11. September 2001 standen wir vor den Fernsehern - was wir sahen, hatte uns von den Stühlen und aus den Sesseln gerissen - und starrten auf Körper, die aus Wolkenkratzern fielen. Es waren Menschen, die sich lieber umbrachten, als langsam im Rauch zu ersticken. Sie hatten keinen anderen Ausweg mehr. Sie waren hilflos. Wir waren hilflos. An diesem Tag erlebten auch die kräftigsten Optimisten unter uns die Zerbrechlichkeit unserer Existenz. Der 11. September 2001 war ein Tag der Ohnmacht. Ein paar zu allem entschlossene Verrückte genügten, um New York, um die Hauptstadt des zwanzigsten Jahrhunderts aus dem Takt zu bringen.
Als die Zwillingstürme einstürzten, wuchs mit der Ohnmacht die Wut. Die Wut auf die noch unbekannten Täter und die unbekannten Hintermänner. Ohnmacht und Wut gingen eine gefährliche Verbindung ein. Von ihr und ihrer machiavellistischen Ausbeutung lebte die amerikanische Politik der nächsten Jahre. Kein Verfassungsbruch in den USA oder in anderen Ländern der westlichen Hemisphäre, der jetzt nicht mit dem "Krieg gegen den Terror" hätte begründet und verteidigt werden können.
Kriege, die man schon lange hatte führen wollen, wurden geführt. Kriegsgründe wurden fabriziert. Das Ergebnis: die USA gespalten, der Westen dito. Unsinnig die Vorstellung, vor dem 11. September hätte es das alles nicht gegeben. Der 11. September hat die Geschichte nicht geändert. Er hat eine neue Begründung für alte Verhaltensmuster geliefert. Terrorismus hatte es immer gegeben. Auch religiös motivierter Terrorismus war nichts Neues. Nach dem 11. September aber wurde ein neuer Roman erfunden.
Es war die Geschichte vom Krieg der Kulturen. So wurden die Guten und die Bösen neu sortiert. Wer ein Land in einem Kreuzzug für den Westen überfiel, tat das als einer der Guten, wer ein Haus im Namen des Islam in die Luft sprengte, gehörte zu den Bösen. Dieser Roman, der die Menschheit nicht nach ihren Taten, sondern nach ihren Begründungen für die Taten unterscheidet, ist das verheerendste Erbe vom 11. September.
Vor zehn Jahren sprangen Menschen aller Nationen und Religionen aus den von Hitzewellen aufgesprengten Fenstern des World Trade Center. Unter den fast 2800 Frauen und Männern, die die Türme unter sich begruben, waren Christen, Juden, Muslime und Buddhisten, Sikhs und ... und ... Alle waren sie ohnmächtig. Wir alle waren es. Und wir alle sind es. Das ist die Lektion des 11. September. Es gibt keine absolute Sicherheit. Ein paar Verrückte ohne Staat können Tausende umbringen. Ein paar Verrückte mit Staat können Hunderttausende, Millionen umbringen.
Dieses Gefühl erzeugt Wut. Die Verbindung von beiden hat nach dem 11. September ihre zerstörerische Kraft auf beiden Seiten entfaltet. Im Kopf Tony Blairs wirkt sie weiter. Hoffentlich nur dort. Seit ein paar Monaten gibt es eine ganz neue Lektion. Ohnmacht und Wut können sich auch mit Klugheit und Geschick verbinden. Die Protestbewegungen in Nordafrika und Kleinasien helfen heraus aus dem Erbe des 11. September 2001. Die Frage von Demokratie und Menschenrechten ist keine mehr von einem Krieg des Westens gegen unterdrückerische Regime. Sie wird im Osten gestellt, und sie muss auch im Westen gestellt werden. Zu leicht sind wir bereit, unsere Freiheiten aufzugeben unter dem Vorwand, sie zu verteidigen. Der wirkliche Krieg der Kulturen - der Kampf um Demokratie und Menschenrechte - findet in jeder Kultur jeden Tag statt.
Danke für diesen Artikel... auch wenn ich glaube, dass das Gedankengut von Tony Blair schon längst in vielen anderen Köpfen steckt. Davon sitzen einige (Sarkozy) an aktiven Hebeln der Macht und können uns noch tiefer in den Kriegsschlund reißen. Blair und co. müssen vor den internationalen Strafgerichtshof!!! Nur so kann man die Richtung umkehren.
10 Jahre nach den Anschlägen gegen das WTC sieht die Bilanz äußerst düster aus und es schadet nichts, sich diesen Thread noch mal anzuschauen...
Habe gerade mehrmals versucht, meine Gedanken anlässlich der aktuellen Propaganda in Worte zu fassen und bin kläglich gescheitert... was in unserer Welt gegenwärtig geschieht, ist unfassbar. Und diejenigen, die die Opfer des 11. Septembers für ihre Zwecke als Rechtfertigung vorschieben, die missbrauchen diese Opfer auch zehn Jahre nach ihrem Tod zum wiederholten Mal. Massenmörder wie Bush und Blair, Sarkozy und Co. leben unbehelligt in unserer Welt - das allein sagt ja schon alles, zeigt auf, wo wir in unserer so freiheitlich-demokratischen Welt gelandet sind.
menno Rainy, was du alles kannst *staun* sieht sehr gut aus. Bin aber schon 30 Jahre (fast) verheiratet... bei mir kommt dein Angebot zu spät Viele liebe Grüße und viel Erfolg! Jürgen
es steht schlecht um die Zivilbevölkerung in Sirte, jener Stadt in der hauptsächlich Menschen jenes Stammes aus dessen Reihen Gadaffi kommt und die ihm nach wie vor treu zur Seite stehen - ihrer Tradition und Auffassung folgend. In den nächsten Tagen werden die NATO Terroristen unter diesen Menschen gemeinsam mit den libyschen "Rebellen" solange Massaker begehen, bis jeder Widerstand gebrochen ist. Derweil werden Politiker in Europa nicht müde, den Kriegseinsatz der NATO als "zum Schutz der Zivilbevölkerung" zu bezeichnen. Zivilbevölkerung gibt es anscheinend nur, wenn diese sich gegen Gadaffi stellt. Menschen, die das nicht tun, tauchen in den Statistiken der NATO nicht auf - das sind alles Gegner. Ich könnte mal wieder nur kotzen angesichts unserer überheblichen Allmachtsfantasien, unserer Doppelmoral, und wie wir die Welt nach unserem Sinn gestalten - koste es was es wolle. Und ich bringe es tatsächlich fertig eine eitlen Gecken, der niemals hätte Außenminister werden dürfen, nun zu verteidigen. Denn seine Haltung - Deutschland nicht an einem Krieg gegen Libyen zu beteiligen (auch wenn sie nicht ganz ehrlich war) - die war richtig und hätte noch viel konsequenter durchgesetzt werden müssen. Ausgerechnet die Grünen mit Trittin an vorderster "Front" mobben nun den Außenminister wegen dieser damaligen Haltung. Die Grünen sind damit endgültig für mich unwählbar geworden. Wer weiß in wieviele Kriege uns eine Grüne Mitregierung zerren würde.
Wir existieren nur durch die Augen und in den Augen der anderen, darin liegt immer eine gewisse Abhängigkeit, völlig unabhängig von materiellen Dingen - so sehe ich das zumindest. Der Mensch ist kein Einzelwesen - ich kenne niemanden, der das jemals geschafft hat - ganz abgesehen davon, ob dies überhaupt erstrebenswert ist. Viele Grüße Jürgen
Wie immer in solchen Zeiten "kämpft" die Reporterin Antonija Rados an vorderster Front und berichtet von den Jubelfeiern über den Sturz des Diktators in Tripolis. Sie hätte im ehemaligen Ostblock eine steile Karriere gemacht. Ihre Berichterstattung erinnert mich sehr oft an die Art, wie die Dogmatiker des Sozialismus ihre sogenannten Errungenschaften feierten und lobpreisten. Für mich ist es eher ein Niedergang der Demokratie in unseren Staaten, wenn Regierungen am Volk vorbei Kriege anzetteln dürfen, wenn Geheimdienste unserer Staaten (nachweislich MI5 und CIA) Bürgerkriege gegen missliebige Staaten initiieren dürfen, und die Herrschenden mit uns Monopoly spielen, wobei wir nur die lächerlichen Figuren sind, die gesetzt oder auch geopfert werden. Vergessen wir nicht, den Libyern ging es unter Gadaffi gut. Die Drecksarbeit erledigten in diesem Land unzählige Gastarbeiter aus Tunesien, Ägypten, China usw.. Die Libyer selbst hatten eine kostenlose Gesundheitsversorgung, ein gut organisiertes Bildungswesen und Frieden. Dafür ertrugen sie einen oft lächerlich wirkenden Diktator. All das wurde mit Öl bezahlt, was in Libyen reichlich vorhanden ist. Was jetzt kommt, wird man sehen. Die Medien bereiten uns ja schon darauf vor, dass man das Land in kleine Länder spaltet. Eine beliebte Strategie der Neokolonialisten, um die gesamte Fläche unter Kontrolle zu bekommen (siehe Ex-Jugoslawien). Teilt man ein Land - so kann man dann gut die einzelnen Teile gegen einander ausspielen und viel einfacher beeinflussen, ja beherrschen. Der Kosovo existiert nur durch unsere Steuergelder, die reichlich in dieses "Land" fließen. Und mit dem Kosovo beherrscht man Serbien und beeinflusst Albanien. Was die Schachspieler aus Frankreich, England, USA, Italien und Deutschland nicht berücksichtigen - bei der von ihren Aktionen entfachten Gewalt aller Orten wächst der Hass. Unter den Decken der KFOR, KSK und Co mühsam unterdrückt brodelt es gewaltig. Es ist eine Frage der Zeit, wann die Gewalt nach Europa überschwappt. In Libyen werden nun neue Schurken die Macht übernehmen. Sie werden "unsere " Schurken sein, so erhoffen es sich Sarkozy und Co. . Mit Demokratie oder gar Freiheit hat das nichts zu tun. Liebe Frau Rados, die Libyer waren frei - schon immer - genauso frei wie die zehntausend Obdachlosen, die es allein in Berlin gibt. Sie sollten mal darüber nachdenken, was für Phrasendrescherei sie betreiben! Dieser durch den Westen initiierte Bürgerkrieg hat ein weiteres Land verwüstet und tausende Menschenleben gefordert. So etwas als Erfolg zu feiern, das nenne ich menschenverachtend und zynisch. Guten Tag.
Nun ist es raus deutsche Soldaten sind am NATO-Bombenterror gegen das libysche Volk beteiligt. Das bestätigte auf Anfrage gestern das Verteidigungsministerium. Mit deutschen Steuergeldern werden also auch in Lybien Menschen ermordet. http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...pa_31988144.php . Wann stehen wir endlich auf und befreien uns von diesen Politikgangstern, die da meinen, Krieg sei ein politisches Mittel?
Ganz offen läßt Syriens Staatschef Assad jeglichen Widerstand gegen seine Herrschaft bekämpfen, und dieses mal gibt es sogar bestätigte Opferzahlen (im Gegensatz zu Libyen, wo es immer nur hieß, Gaddafi würde sein Volk bombardieren, wenn der Westen nicht angreift). Doch hier gelten andere Maßstäbe - ist ja auch klar. Syrien hat kein Öl. Diese Gesellschaft in der wir leben wird von einer "Elite" geführt, die an Scheinheiligkeit und Doppelmoral nicht mehr zu toppen ist. Diese Leute, die da sogar glauben, sie wären demokratisch legetimiert, die haben Blut an den Händen - ihre Taten vollbringen sie vom Schreibtisch aus - das macht es aber nicht minder verachtenswert.
Aus den Schlagzeilen ist Libyen weitestgehend verschwunden - dabei geht der Bombenterror gegen das libysche Volk durch die NATO Tag für Tag weiter. Und damit die Söldner, die man zu den Nachfolgern des Gaddafiregime erkoren hat, ebenso weiter ihr Volk massakrieren können, geht man nun zum Beispiel in Frankreich an das angebliche Geld Gaddafis ran, plündert Konten und verliert jeden Respekt für Recht und Gesetz. Europa sieht zu, das Morden geht munter weiter. Ist nur die Frage, wer kann es stoppen?
Man stelle sich mal vor, ein paar Sachsen sind der Meinung (sorry - nichts gegen die Sachsen - ich hätte auch die Bayern, oder Preussen oder oder als Beispiel nehmen können), sie können Deutschland besser regieren als der Merkel- und co - Berufspolitikerclan. Und sie denken, dass ein Machtwechsel nur mit Gewalt realisierbar wäre. Im Iran finden Sie Gehör. Die Iraner unterstützen die Sachsen in ihrem "Freiheitskampf" und sponsern Ihnen Geld und Waffen. Klar, dass Merkel das Militär aufmarschieren läßt - und prompt liefert man den Freischärlern auch Waffen.
Undenkbar? Empörend?
Die Bundesregierung zahlt den Rebellen in Libyen einhundert Millionen Dollar als Zwischenkredit - greift damit aktiv in einen Bürgerkrieg ein - keine Vision sondern Realität. Staatsumsturz durch Geld von außen.