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  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Ein neues Leben


    Mit Sonnenbetupften Blüten
    räkeln sich die ersten Pflanzen
    im lauen Frühlingswind.
    Weiße und gelbe Spitzen,
    orange und rot gesprenkelte Blütenformen –
    allerlei Farben erwachen in ihrer schönsten Pracht.
    Horizonte der Sehnsucht
    spiegeln sich durch ihre Kraft
    des Wachsen wider.
    Das Lachen der Krokusse
    triumphiert
    mit denen der Primeln um die Wette.
    Graziöse Bewegungen
    in die Unendlichkeit des Himmels.
    Vögel
    spielen
    ein sanftes Konzert der Symphonien-
    melodisch, anmutig und bezaubernd.
    Die Wiedergeburt
    des ewigen Kreislaufes
    beginnt erneut zu leben.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Angelehnt an den Tag, an dem ich eine Schreckensbotschaft erfuhr, die mein Leben veränderte.


    Nur EIN Wort

    Ein Körper
    mit lachendem Herz
    und normalen Leben.
    Geprägt durch
    Freuden und Tränen,
    Täler und Berge,
    Glück und Liebe.
    Ein Körper
    wie tausend Andere,
    eben
    alltäglich.

    Doch mit der Zeit
    ist der Prozess der Veränderung
    nicht aufhaltbar,
    das Schicksal nimmt seinen grausamen Lauf.

    Nur EIN Wort
    lässt die Sonne verschwinden,
    die Sterne erblassen
    und das Leben sinnlos erscheinen.

    Ein Kampf ohne Chancen.

    Verletzend,
    traurig.
    Gleichzeitig spüre ich
    Wut und Zorn.
    Mein Innerstes gleicht einem Vulkan
    kurz vor dem Ausbruch.

    Zerfetzte Seele,
    gestückelte Gedanken,
    zerrissenes Herz.

    Nur EIN Wort
    nahm mir mein Leben.
    Verzweifelte Schreie
    versuchten unendlich oft
    den Bann der Verzweiflung
    zu brechen.
    Ein Kampf gegen die Zeit beginnt,
    gegen die Endlichkeit des Lebens
    - meines Lebens.

    Hoffnung
    beharrlich
    niedergetrampelt
    von tausenden Erinnerungen
    an den Moment
    der Tötung -
    immer wieder,
    tagelang,
    für immer.

    Ein Drama,
    - zeitlos -
    das sich ewig wiederholt.

    Der Kreislauf
    wird in der Ewigkeit
    ständig neu geboren
    -unsterblich.

    Nur EIN Wort
    zermalmt alle Gedanken an Zuversicht
    und Vertrauen.
    Kein Platz
    für den Glauben an Heilung.

    Nur EIN Wort
    zerstörte ein unschuldiges Leben.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    zu schlecht, um es zu zeigen,sorry

    [ Editiert von Coline am 24.04.06 17:32 ]

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    hallo, ich hab hier mal eine erste fassung von einem gedicht. jedoch bin ich noch nicht so zufrieden, vielleicht könntet ihr mir helfen, weil wenn ich mir das durchlese stolper ich noch an einigen stellen:

    Zum Abschied (anderer titel?)

    Blutorange Sonnenstrahlen
    verbreiten sich
    am gesamten Firmament.
    Der Morgengrauen
    weicht
    den Horizonten der Sehnsucht,
    die sich durch das Labyrinth
    des Lebens kämpfen.

    Die Versuchung der Zukunft
    zieht uns in ihren Bann.
    Aus Kraft und Kampf,
    Wille und Ausdauer,
    Verzweiflung und Hartnäckigkeit
    werden
    die neuen Wellenreiter (diese 3 zeilen ab die neuen
    der Innovation des Weltbildes
    geboren.

    Schwere Aufgaben
    pflastern
    die nächsten Jahre
    unseres Weges.
    Durch viele Ozeane der Ignoranz müssen wir schwimmen,
    den Fanatismus der Vorurteile verkleinern
    und die stagnierten Auffassungen
    der Gesellschaft bekämpfen.

    Massenhaft
    unbekannte Schatten
    heften
    die Silhouetten unseres Mutes
    mit Nägeln
    an den Boden der Hoffnungslosigkeit,
    doch der Glaube,
    dass wir etwas verändern können,
    hilft uns über die unzähligen Schluchten
    der Resignation hinweg.

    Sanfte Schwingen
    emporgehoben
    von der Liebe und Freundschaft,
    die jeden von uns mit jemanden verbindet,
    werden uns über
    tränenbetupfte Zeiten
    und dunkle Nächte der Trauer oder des Schmerzens
    hinweghelfen.

    Zeiten kommen und gehen,
    Veränderungen passieren
    und das Schicksal streckt nach jedem seine Arme aus,
    Momente der Entscheidungen werden jeden treffen,
    und das Leben eilt schneller an uns vorüber, als uns lieb ist,

    doch FREUNDE können gemeinsam alles schaffen! (anderer schluss?)


    kg coline

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    So etwas wie Trauer (gewidmet der Frau, welche ihren Mann bei dem Tsunami 04 verloren hat)

    Meine schweren Tränen
    sind nicht
    mit Wut und Zorn
    beladen.

    Sie fallen nur
    in ein Loch
    - immer tiefer -
    das Du hinterlassen hast,
    begleitet von Sehnsucht.

    Meine überlebenden Gefühle
    richten
    sich nicht
    gegen das Kind,
    das an deiner Stelle lebt.

    Denn es war das Schicksal.

    Ich bin sehr stolz auf Dich,
    Du warst sehr mutig.

    Seitdem hat sich vieles verändert.

    Nur die Trauer um Dich
    ist gleich geblieben.

    Die Traurigkeit,
    die mein Herz immer wieder umhüllt,
    schürt
    das Feuer der Erinnerungen
    in mir.

    Sie lassen mich Dich nicht Vergessen.

    Du lebst in meinem Kopf weiter,
    in meinen Gedanken
    und in meinem Herz.

    Ich kann deine Nähe fühlen,
    deine Liebe,
    und dein Lachen
    - jeden Tag, jede Minute.

    Ich werde auch tapfer sein
    und weiterleben.

    Für Dich.

    In Erinnerung
    ...

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Das Schweigen der Worte

    Wut und Zorn
    zeichnen
    den Prozess
    des Stillstandes der Kommunikation
    nach.

    Falscher Egoismus
    zersprengte
    die Bände unserer Liebe.

    Wir sind beide
    verloren
    im Chaos der Konkurrenz,
    um Anerkennung und Bewunderung.

    Worte
    verlieren ihren Sinn
    und werden erstickt
    durch belanglose Ziele.

    Die Stille
    malt
    ihren eigenen Lebenskreis
    aus Unverständnis und Idiotie.

    Du warst Ich,
    Ich war Du;
    Jetzt sind wir beide tote Charaktere
    mit verletzten Gefühlen.

    Nur unser Schweigen
    verleiht
    der Situation noch den
    Ausdruck des Sterbens
    unserer Beziehung.

    Vor Traurigkeit
    benetzte Blicke
    verwandeln diesen Moment
    in ein Symbol der Erinnerung
    - welches ewig hält,
    denn es war die erste große Liebe.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Ich habe versucht mich in Menschen hinein zu versetzen, die solch schreckliche Dinge erlebt haben!



    Narben die bleiben

    Es ist nur ein Gefühl.
    Vielleicht genauso unwichtig wie deine Worte.

    Es sind nur Tränen.
    Vielleicht genauso überflüssig wie deine Erklärungen.

    Silhouetten
    meiner gefühlten Nutzlosigkeit
    und
    Tränen meines Schmerzes
    sammeln
    sich in einem Sog
    aus Melancholie.

    Die kalte Dunkelheit
    legt
    ihren starren Schleier
    über meinen Körper.
    Benetzt ihn mit
    Leere
    und einem Gefühl der Traurigkeit.

    Meine Empfindungen
    sind schon längst
    erstickt
    an deiner Gewalt.

    Tote Erinnerungen
    lassen mich
    nicht vergessen.

    Der Dreck
    haftet sich
    an meinem Körper fest.

    Spuren von Tränen
    zeichnen
    die qualvollen Stunden,
    als ich in einem Käfig aus Egoismus gefangen war,
    nach.

    Hämatome
    lassen
    noch das Spiel
    deiner Fäuste erkennen.

    Meine Narben
    sind
    der lautlose Schrei nach Befreiung.
    Das war einmal.
    Da kämpfte ich noch.

    Heute bleiben nur noch
    Bruchstücke deiner Taten
    erhalten.

    Unsichtbar
    für Andere.

    Doch meine Psyche
    hängt
    an einem Stück Zwirn
    über dem Grand Canyon.

    Die Stille
    tut mir gut.
    Der Wind auch,
    er lässt mich frei sein.

    Die Realität ist fern,
    mein Körper
    schwankt
    zwischen Leben und Tod.

    Ich bin nicht mehr Ich,
    die Amnesie trägt dazu bei,
    meine verknoteten Gedanken auch
    und
    meine Erinnerungen.

    Du hast ein Leben zerstört,
    um dein Verlangen zu stillen.

    Ganz langsam
    saugt
    mich der Nihilismus
    in seinen Bann,
    erleichtert mir
    die letzten Lebenstage
    - bis zur Freiheit meiner Seele.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Flügel der Stille

    Auf leisen Sohlen
    schleicht
    sich die Trauer
    immer wieder in mein Herz.

    Tränen der Traurigkeit.

    Dunkle Schatten
    der Melancholie
    weben ihr undurchdringbares Netz
    um meine Erinnerungen.

    Tränen des Vermissens.

    Augenblicke
    der Freude
    werden so selten
    wie Sonnenstrahlen meine Gedanken mit Optimismus betupfen.

    Dein Lächeln,
    deine Augen
    und der Klang deiner Stimme
    hallen
    allzeit in meinem Kopf wider.

    Nur im Schein des Kerzenlichtes
    bin ich dir ganz nah:
    kann deine Seele spüren,
    deine Nähe
    und unsere Verbundenheit.

    Flügel der Stille
    lassen
    die Grenzen der Zeit
    verschwimmen.

    Sie tragen mich
    in ein Leben
    ohne dich und doch mit deiner Seele.

    Flügel der Stille
    lassen
    die Schmerzen der Trauer
    vergehen.

    Sie führen mich
    einen Schritt weiter
    in die Zukunft, wo mein Weg weitergeht.

    Flügel der Stille
    geben
    mir langsam meinen Lebensmut
    zurück

    Sie unterstützen mich
    auf diesem unbekannten Pfad,
    bis mein Lebenslicht wieder alleine brennen kann.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Lebendig tot geboren

    Tränen der Erbitterung
    treffen
    in vielen Augenblicken
    unsere zerstörten Seelen.

    Auch Silhouetten der Finsternis und Leere
    legen sich immer
    undurchdringlicher
    auf unseren Kampfgeist.

    Atemzüge
    ersticken
    an dem globalen Hass, der Gewalt und der tiefen Feindseligkeit.

    Körper ohne Gefühle.
    Psyche ohne Leben.

    Jeden Tag
    werden wir neu
    in dieser anaeroben Welt
    geboren.

    Die Angst
    weint noch ein stilles Lied
    um die Hoffnung.

    Doch der Krieg in unser aller Herzen
    erdrückt
    jede neue Blüte des Friedens.

    Kalt lacht die Bitterkeit aus den Augen der Macht.

    Obgleich unsere eigenen Handlungen
    führen immer weiter
    auf den Weg der totalen Vernichtung.

    Resignation im Disput mit unsterblichem Vertrauen.

    Der Glaube an Rettung
    unserer beschränkten Auffassungen
    schürt
    beständig einen Hoffnungsschimmer
    in mir,
    in dir,
    in uns.

    Lass die Stille
    nicht mehr lauter werden.
    Lass das Leben
    nicht mehr sinnloser werden.

    Lass dieser lange Kampf,
    nicht nutzlos gewesen sein.
    Lass dieser endlose Weg,
    nicht lebendig tot geboren werden.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Schattenlieder


    Hörst du das Pochen meines Herzens
    in deinem Leben?

    Siehst du den unsichtbaren Schmerz sichtbar in meinen Augen glänzen?

    Schatten legen sich auf meine Liebe.

    Tief in mir
    saugen
    deine Worte
    meine innige Liebe zu dir
    langsam und schmerzlich
    die Kraft aus.

    Bittervolle Tränen
    quälen
    entsetzlich lange
    meine müde Psyche.

    Angst um uns.

    Melancholie des Leidens
    zeichnet
    ein Kreuz in meine Seele.

    Stille in mir.

    Ich warte darauf,
    deine helfende Hand in meiner zu spüren.

    Da sind Engel des Glaubens,
    die die Lichter meiner Hoffnung nicht erlischen lassen.

    Vertrauen heißt der erste Weg meiner Liebe.

    Doch bitte
    gehe auch Schritte in meine Richtung.

    Lass,
    die gläsernen Seifenblasen unserer Zukunft
    Realität werden…

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    gewidmet an Evelyn Franzke


    Regenbogenkind

    Schatten der Vergangenheit
    verblassen immer weiter,
    je mehr Du mir Deine Freundschaft schenkst.

    Dunkle Ängste
    aus meinem Inneren
    finden keinen Platz mehr in meiner glücklichen Seele.

    Das Spiegelbild meiner Psyche
    kann endlich wieder
    lachen und leben.

    Vergessen sind die roten Tränen, die mein Körper weinte.

    Die wachsenden Knospen
    meiner aufkeimenden Lebensfreude
    vermischen sich mit dem Gefühl, gebraucht zu werden.

    Vergessen sind die Schmerzen, die mir den Atem des Lebens abdrückten.

    Diese Zufriedenheit
    malt ihren eigenen Lebenskreis
    mit viel Kraft und Herz
    in meinem müden Körper.

    Mein Herz
    zersprengt
    durch deine Herzlichkeit
    die Fesseln der Melancholie.

    Vergessen sind die Gedanken, die mich fast der Unendlichkeit opferten.

    Der strahlende Ausdruck meiner Augen
    - oh wie habe ich dieses Gefühl vermisst –
    vereinigt sich mit meiner Dankbarkeit
    und erschafft eine neue Kraft des Lebensmutes:
    eine auflebende Freundschaft.

    Regenbogenfarben
    leuchten
    in Deiner Seele:
    Ehrlichkeit, Wärme, Aufrichtigkeit, Begeisterung.
    Eine völlige Hingabe in den Dingen, die dir wichtig sind, verleiht dir meinen ganzen Respekt.

    Meine sensible Psyche
    explodiert
    in dieser positiven Aura…


    …und die Zeit öffnet uns eine neue Tür auf einen zweisamen Weg.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Spiel der Herzen

    Tränen der Vergangenheit
    schweigen
    bei dem glücklichen Spiel meiner Seele mit meiner großen Liebe.

    Mut
    zerfrisst
    die Angst des Scheiterns, lässt neue Wege entstehen.

    In unseren Wesen
    brennt das Feuer
    der Hingebung,
    der Ekstase
    und der vollen Aufopferung.

    Verständnis
    lässt
    die Schluchten der Verschiedenheit verschwinden.

    Ein Kuss,
    der den Zauber der Liebe
    zum Explodieren bringt,
    brennt sich in unseren Herzen fest.

    Vertrauen
    webt
    ein sehr enges Netz um unsere sensiblen Herzen.

    Unsere Augen atmen das pure Blut der Leidenschaft

    - ein Traum der ewig lebt…

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Dieses Gedicht habe ich meiner lieben Mutti gewidmet. Es geht um eine Zeit, die nicht immer ganz einfach war und jetzt auch einen Teil unserer Lebensgeschichte einnimmt.

    Gläserne Schatten

    Ein dunkler Schleier
    voller Traurigkeit und Zerrissenheit
    legt sich über unsere
    Seelen,
    die sich in den letzten qualvollen Monaten
    fremd gewordenen sind.

    Gläserne Tränen
    zeichnen
    salzige Spuren auf unseren Wangen nach.

    Zu oft zu lange geweint.

    Doch liebevoll
    fangen Freunde uns beide stets wieder auf,
    wenn wir an unseren eigenen Idealen scheitern.

    Unserer Herzen
    verstecken sich dennoch immer wieder
    hinter undurchdringbaren Mauern aus Schmerzen.

    Auch die Enttäuschung und Resignation
    legen sich,
    wie ein immer enger werdender Mantel
    um unsere Versuche des Entgegenkommens.

    Dieses Netz aus Frustration
    wird gewebt
    durch immer wiederkehrende Kontroversen.

    Zu oft zu lange gelitten.

    Der Wunsch
    nach gegenseitigen Verständnis
    keimt in uns,
    doch der Wille nach Veränderung
    reift erst nach
    der totalen Eskalation.

    Gläserne Tränen
    sind die einzigen Gefühle,
    die uns noch bleiben.

    Zu oft zu lange gekämpft.

    Doch die Zeit
    ist der Schlüssel
    die Situation zu ändern.

    Der Weg aufeinander zu
    kann nur durch unsere eigenen Schritte verkürzt werden.


    Die Hoffnung lässt ihre glaubenden Kinder nicht im Stich.

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Da dieses Gedicht schon älter ist, aber trotzdem Gefühle beschreibt, die ich manchmal fühle, stelle ich es ein. Gefühle, die ich nicht am eigenen Körper erlebt habe, jedoch wenn ich Nachrichten höre, passieren solche Dinge fast alltäglich und man kann rein gar nichts dagegen tun. Das ist für mich oft sehr schwer, da ich sehr sensibel bin. Ich meine irgendwann muss sich das doch mal wieder ändern!? Ich versuche mich dann in die Personen hineinzuversetzen, jedoch denke ich, dass man solche starken Gefühle vielleicht nie ganz erfassen kann. Hier ein Versuch:


    Seelenmörder

    Meiner Seele beraubt,
    sucht mein Körper
    blind
    nach einem Versteck
    vor meiner eigenen Naivität.

    Die Kälte
    deiner so genannten Liebe
    legt mir
    ihr starres Gewand
    um,
    lässt mich leblos wirken,
    leer.

    Wirken?

    Die Schuld
    zerfrisst
    meinen letzten Kampfgeist.

    Tränen
    sind auf meiner Haut gefroren.

    In meinen Erinnerungen
    hallt
    dein boshaftes Lachen
    wider
    - jede Sekunde
    meines wertlosen Lebens.

    Worte können meine Lippen längst nicht mehr verlassen,
    aber es hört sowieso niemand hin.

    Die Sehnsucht
    nach Hilfe
    nur gestillt
    durch die kleinen Hoffnungsmomente,
    die selten mein Herz erwärmten.

    Mein Schweigen
    schreit
    nach Aufmerksamkeit,
    doch nur die Stille
    antwortet.

    Alle verschließen die Augen,
    es ist so viel einfacher.


    Abhängig von dir
    taumle ich
    in Ketten deiner Lust
    durch meinen goldenen Käfig.

    Resignation
    beträufelt
    mit dem Dreck,
    der an meinem Körper klebt.

    Schuld.

    Deine Beleidigungen
    werden durch Bluttropfen
    auf meiner Haut
    verewigt.

    Spuren der ewigen Erinnerung.

    Mein Weinen
    ist das Einzige,
    was von meinen Empfindungen
    überlebt hat.

    Meine Seele ist tot.
    Meine Liebe ebenfalls
    und mein Vertrauen.

    Mein Körper
    nur noch eine tote Hülle
    aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Wasser.

    Biologisch noch vorhanden,
    doch die Sinnlosigkeit deiner Taten
    hat meine Seele
    langsam erstickt.

    [ Editiert von Coline am 27.02.07 17:39 ]

    [ Editiert von Coline am 05.03.07 8:42 ]

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Ein Schrei
    - voller Traurigkeit -
    so kraftlos treibt er in meiner Seele.
    Melancholisches Wimmern,
    sterbende Gedanken,
    vertrocknetes Herz.

    Die Furcht
    vor der leidenden Zukunft
    kann meinen Körper nicht mehr verlassen.

    Euphorische Zweifel,
    dumpfe Taubheit,
    blinde Augen.

    Doch deine Antwort ist immer nur ein Lachen.
    Grausamer als Worte,
    als Taten,
    als dein Schweigen.

    Ich dachte, ich wäre stark,
    hätte gewonnen,
    hätte ein neues Leben verdient
    - ohne Dich.

    Meine Träume
    hofften auf Frieden mit dir,
    auf neue Freude,
    auf Lebenskraft
    und auf einen neuen Anfang.

    Doch mein Tränen erfrieren erneut in meinem Herzen.

    Denn in deinen Armen
    liegend,
    fühle ich
    die Endlichkeit meiner Kräfte:
    so bedrückend
    und angstvoll.

    Ganz langsam erstickt das Entsetzen wieder meine Seele.

    Narben der Erinnerung
    kann auch die Zeit nicht heilen.
    Kein Schritt auf dem richtigen Weg
    lässt sie verblassen,
    kein Lachen,
    kein Kämpfen,
    kein Lieben.

    Es waren Augenblicke
    der Schönheit,
    der Normalität;
    die mir die Kraft gaben,
    einer neuen Blüte des Lebens
    eine Chance zu geben.

    Doch es waren Wünsche
    ohne Zukunft,
    ohne Lebenskraft,
    ohne Flügel.

    [ Editiert von Coline am 06.03.07 16:02 ]

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    MONUMENTE DER TRAURIGKEIT

    Hier sitze ich nun, schreibe unsichtbare Lieder auf meine müde Seele. Singe fremde Melodien über Lebensfreude und Vertrauen…

    Und ich weine ein taubes Schweigen in meine Umgebung:

    Tränen
    festgehalten in meinem Aquarium
    des Schmerzes.

    Erinnerungen
    verklebt mit den Halluzinationen
    der Gegenwart.

    Bluttropfen
    pflastern den schweren Weg
    in den Tod.

    Ein Tropfen für den letzten Schrei meiner Seele.

    Ein Tropfen für die letzte Kraft des Kämpfens.

    Mein totes Gefühl des Lebens ergreift meinen Körper. Mein Kopf wird schwer, meine Gedanken verknoten sich, das Nachdenken wird zur Qual. Ein bedrückend angstvoller Schmerz erstickt meine Hoffnung.

    Das Licht deiner Kraft erlischt.

    Ich kämpfe, ich kämpfe so sehr, um diese positive Empfindung mitzunehmen…

    [ Editiert von Coline am 28.05.07 0:01 ]

    [ Editiert von Coline am 28.05.07 13:24 ]

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Sorry, habe gerade erst gemerkt, dass ich es zweimal veröffentlicht hatte. Deswegen lösche ich es jetzt hier.

    Siehe Thema weiter unten.

    Entschuldigung!

    [ Editiert von Coline am 13.06.07 12:34 ]

    [ Editiert von Coline am 13.06.07 12:34 ]

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Manchmal schreibe ich Dinge, die ich fühle, aber NICHT umsetzen werde. Ich schreibe sie auf und lebe sie in diesem Moment:

    Grenzen öffnen

    Liebe Sandra,

    ich weiß, wenn du das hier liest bist du zu Tode traurig und geschockt. Vielleicht nicht ansprechbar, wütend, wahrscheinlich gegenüber anderen Menschen aggressiv. Ich weiß, in diesem Moment denkst du, dass deine Seele diesen Schmerz nicht überwinden kann.

    Doch diese tiefe Melancholie wird vorbeigehen und ich möchte dir dabei helfen, mich zu verstehen. Genau jetzt guckst du bösen Blickes vor dich hin und denkst dir „Nein, die Zeit heilt keine Wunden. Und Worte können die Vergangenheit auch nicht rückgängig machen.“ Und diese beiden Aussagen kann ich auch nicht widerlegen, aber du bist eine sehr gute Freundin, diejenige, die mich immer verstehen wollte und die in jeder Situation zu mir hält. Deswegen bitte ich dich inständig, mir eine Chance zu geben, dir diesen unsagbar schweren Schritt zu verdeutlichen.

    Wie ich mich in den letzten Monaten fühlte, dass wusstest du ganz genau. Diesen bedrückenden, qualvollen Schmerz, der meine Seele immer wieder erwürgt hat. Diese Leere, die Erkenntnis, dass ich mit dieser Krankheit leben muss und dazu wie jeder andere auch noch das ganz normale Leben habe, das hat mir immer wieder ein Stück mehr Seele, ein Stück mehr Hoffnung genommen…

    Weißt du, was mich ein bisschen traurig gemacht hat, dass mir immer und immer wieder gesagt wurde: „Du hast schon ganz andere Sachen gemeistert. Früher war die Welt manchmal noch viel härter zu dir und du hast das hinbekommen.“ Das sind Worte, die einen sehr verletzen, denn nur weil ich es einmal geschafft habe, heißt das nicht, dass ich es wieder kann. Man nimmt diese Erfahrung mit, aber man hat nicht die Kraft, diesen Schmerz zu verarbeiten. Ich fühlte mich ausgebrannt. Vielleicht auch überfordert. Und das Schlimmste ist, man ist nicht mehr so wie man sein will. Man denkt anders, man empfindet anders, ist sensibler und verletzbarer. Vielleicht trauere ich auch dem Gefühl hinter her, dass ich mal sehr genau fühlen konnte, wie es anderen geht. Und plötzlich sind es wieder so viele Sinneseindrücke und man kann gar nichts so schnell verarbeiten. Dadurch ist mir vieles entgangen. Wenn ich jetzt alles Revue passieren lasse, warum ich so geworden bin, wie ich jetzt bin, dann bin ich sehr traurig und mein größter Wunsch ist es gewesen, die Kraft zu besitzen, so zu werden wie nur ich ganz allein das wollte.

    Wenn du magst, kannst du dir auch mein Tagebuch nehmen. Darin habe ich alle positiven, aber eben auch die negativen Erinnerungen festgehalten. Manchmal findest du auch nur Monologe, aber vielleicht hilft es dir, mich besser zu verstehen.

    Ja und wenn ich jetzt hier so schreibe, da wird mir ganz schlecht, weil ich weiß, meine Worte werden vielleicht nicht ausreichen und doch ist es für den Moment das Einzige, was ich dir geben kann.

    Aber das sind alles keine Entschuldigungen, sollen es auch gar nicht sein. Eher Anstöße in welche Richtung meiner letzten Gedanken gingen. Auch keine Erklärungen, denn leider musste ich feststellen, dass man meine Erklärungen leicht falsch verstehen konnte. Leider habe ich das auch erst im Nachhinein festgestellt. Das ist ein Fakt, der mich sehr mitgenommen hat. Na ja mit der Interpretation ist das so eine Sache. Weißt du, in diesem Sinne war ich naiv, warum sollten die Personen an die ich Worte gerichtet habe, es so verstehen wie ich es meinte? Vielleicht sind meine Gefühle auch einfach unverständlich.

    Ich bin mir sicher, dass ich jetzt an einem Ort bin, der sehr sehr weit weg ist von deinem. Grenzen der Zeit liegen zwischen uns, aber in deinen Erinnerungen kann ich bei dir sein und mit dir weiter existieren. Ja, ich bin der Ansicht, dass ich mich nicht in der Vergangenheit befinde. Ich bin einfach in einer anderen Gegenwart, aber ich bin sicher, dass Leben wird uns zeigen, dass wir nur physisch getrennt sind.

    In diesem Sinne sei ganz fest umarmt, und denke daran, ich werde in deinem Herzen weiterleben.

    Sophie


    vom 07.06.2007

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Tut mir leid, da bei dem Text Trigger-Gefahr bestand, habe ich ihn jetzt editiert.

    Tut mir leid.

    [ Editiert von Coline am 23.06.07 22:30 ]

  • Thema von Coline im Forum Texte aller Art, Gedic...

    Das ist mein erster Versuch eine längere Geschichte zu schreiben. Diese Idee wollte ich schon länger umsetzen, doch wenn man noch nicht so genau weiß, wie man es ausdrücken kann, dauert es eben etwas länger

    Seelenspiegel
    Das ist der erste Teil (Sonnenfinsternis meines Herzens)

    „Ahhhhhhhhhhhhhhhh, nein, du darfst nicht sterben. Ihr müsst sie weiterbeatmen, ihr dürft sie nicht aufgeben.“ Doch die Ärzte wanden sich den anderen Patienten zu. In mir brach eine Welt zusammen. Ich werde dich nicht aufgeben. Ich kniete mich neben Fanny nieder und suchte ich das Brustbein und zwei Finger weiter rechts setzte ich an. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30 und ich presste meinen Mund auf ihren und blies Luft in ihre Lunge . Und 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15…30 und wieder zweimal beatmen. Ich befand mich in einem Kreislauf und kämpfte wie eine Verbissene um ihr Leben. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15…30 beatmen, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15…30 beatmen. Dieser Rhythmus ging mir in die Seele über. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15…30 beatmen, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15…30 beatmen. Ich schrie wie von Sinnen als die Ärzte kamen, um mich zu beruhigen. Von ganz weit weg hörte ich ihre Stimmen, fast so als wären sie in einer anderen Welt: „Bitte beruhige dich. Sie ist tot, wir konnten sie nicht mehr reanimieren.“. „Nein!“ schrie ich. „Ihr habt sie sterben lassen. Sie war meine Freundin. Wie konntet ihr zu Mördern werden, wenn ich euch verpflichtet habt, Leben zu retten?“ Dann wurde mir schon etwas schwummrig und ich spürte den kleinen Stich der Spritze. Gleich würde das Gift wirken. Meine Gedanken fuhren Achterbahn. Ich habe nur noch wenige Minuten bis auch bei mir das Beruhigungsmittel wirken wird. Tja ihr werdet euch wundern, aber ich bin euer Gift gewohnt. Ich hätte nicht gedacht, dass mir mein Neuroleptikum noch mal helfen wird. Mit einem Satz fuhr ich hoch, meine Beine wackelten etwas, doch ich war sofort wieder bei mir und machte die paar Schritte in Richtung Fanny. „Es tut mir leid, dass ich dich nicht mehr retten konnte. Ich habe dich lieb. Ich wünsche dir, dass du dort oben bei den Sternen deinen Platz findest. Oder dass deine Seele den Weg zum Meer findet und dort ihre Freiheit finden kann. Ja, vielleicht kannst du dort auch wieder glücklich werden an dem Ort – den du seit du klein warst – geliebt hast.“ Dann spürte ich die Wirkung. Tja, das hättet ihr nicht gedacht, aber mein Körper ist an solche Substanzen gewöhnt. Mit dieser Genugtuung wurde ich ganz ruhig. Meine Augenlider wurden schwer und ich sah Fannys Gesicht, bevor ich einschlief.
    Als ich erwachte, sah ich nur eine kahle Wand. Weiße Geister schlichen um mich herum. Ich mochte sie nicht. „Hoffentlich bin ich nicht so lange hier“, dachte ich mir. Dass ich im Krankenhaus bin, ist klar. Nun die Frage, wie komme ich wieder heraus? Das Grübeln machte mich wieder müde und halb schlafend, halb wartend, harrte ich der Dinge, die da kommen mögen.

    „Oh, Juri, du bist wieder erwacht.“ Ich blickte in das glückliche Gesicht meiner Eltern.

    Tja, so einfach hatte ich mir das nicht vorgestellt. Auf meinen eigenen Wunsch durfte ich das Krankenhaus verlassen. Man sagte mir, ich solle mich schonen und erholen. Mein Freund kümmerte sich rührend um mich und auch sonst waren alle sehr entgegenkommend. Doch niemand ahnte, dass mein „normales“ Verhalten eine Höchstleistung in Richtung Schauspielerei war. Ich brauchte immer längere Zeit, um meinen Akku wieder aufzuladen. Ich ging viel alleine spazieren, hörte Musik und spielte Volleyball. Für jeden objektiven Beobachter sah es so aus, als wäre seit zwei Wochen alles wieder beim Alten. Doch ich selbst, hatte das subjektive Gefühl zu sterben. Mein Herz lag in Scherben. An der Stelle, wo es eigentlich schlug, war nur eine bedrückende Leere. Ein Schmerz, dessen Ausmaß ich nicht beschreiben konnte. Ich ging zur Arbeit, als wäre nichts passiert. Ich lernte für die Schule, als hätte ich nie etwas anderes getan. Ich ging einkaufen, um mich mit Lebensmitteln zu versorgen. Ja und ich besuchte auch meine Familie, unternahm Dinge mit meinem Freund, aber ich lachte nicht mehr. Ich konnte den Tag nicht mehr genießen. Denn dieser alles durchdringende Schmerz erinnerte mich an den Tag des Sterbens. Ich träumte schlimme Dinge, doch das waren nur Träume und ich erwachte immer wieder, wenn auch schweißgebadet. Aber aus der Realität erwachte ich nicht. Ich brachte den Tag herum, doch ich spürte nichts Positives dabei. Die Tage vergingen, aber die Qual des Lebens, immer weiter leben zu müssen, verging nicht. Die Erinnerung krallte sich in meinen Gedanken fest. Alles was ich tat, war durch diese Leere gekennzeichnet. Mein Körper implodierte fast, meine Seele starb ihren langsamen Tod und die hilflosen Schreie wurden nicht Ernst genommen. Ich hasste Sätze wie „Die Zeit heilt Wunden.“ oder „Alles wird wieder gut.“, „Du musst stark sein.“ etc. Nein, niemand kann Wunden heilen, die nicht rückgängig gemacht werden können. Auch die Zeit nicht, seit denn sie kann zurück gedreht werden. Ein schlauer Mensch hat auch mal festgestellt, dass die Zeit keine Wunden heilen kann. Nein, man gewöhnt sich nur an den Schmerz. Leider kann ich mich nicht mehr an den Autor erinnern. Ich fühlte mich nur noch elend, krank, hässlich, sehr aggressiv und gleichzeitig introvertiert! Ich kann keine besseren Worte finden, um meine Situation treffender darzustellen, ich kann Vergleiche für alles und jeden finden, aber nicht um diese Leere zu beschreiben, deshalb hier ein Zitat: „Meine Psyche hängt an einem Stück Zwirn über den Grand Canyon.“ (Coline Weber: Narben die bleiben). Ich bemerkte, dass ich mich von den Menschen entfernte, die ich liebte, aber ich hatte nicht die Kraft dagegen anzukämpfen. Jeden Tag dachte ich an diesen schrecklichen Moment, der schon 15 Tage her war und doch kam es mir vor, als wäre es erst vor Sekunden gewesen.

    Ich dachte viel über mein Leben nach. Ich bin nicht mehr so, wie ich vor diesem Unfall war. Ich habe mich verändert. Mein Lachen wurde durch die Narben meiner Seele ersetzt. Überall zieren sie meinen Körper. Tränen des Blutes. Schreie meines Herzens. Diese Gegenwart frisst meinen letzten Lebenswillen auf. Ich weinte viel, doch weder das Cutten noch das Weinen brachten die gewünschte Erleichterung. Die Unruhe, der Schmerz und die Trauer, ja, das alles waren Komponenten, die ich nicht mehr verarbeiten konnte. Ich war zu schwach. Ich begann mich in Halluzinationen zu flüchten. Ich sah Dinge, die nicht da waren: Ich sah Fanny. Ihr ganzer Körper war mit Blut bedeckt. Zudem bildete ich mir ein, ihre Stimme zu hören. Ja, ich war mir sicher, sie sprach auf einer anderen Ebene mit mir. Dann hörte ich auch eine andere männliche Stimme. Sie lachte mich aus. Diese Stimme machte mich am Anfang nur wütend, aber mit der Zeit bekam ich Angst vor ihr: „Du bist schlecht. Du hast deine Freundin sterben lassen. Du bist schuld. Du bist ein Mörder!“ Diese Worte hallten durch meinen Kopf, fraßen sich in meine Träume. „Du bist ein Mörder!“ Immer und immer wieder versuchte ich mir die Ohren zuzuhalten, doch die Stimme wurde nicht leiser. Ich drehe langsam durch. Ich werde verrückt. Ich bin verrückt. Meine Maske gegenüber den anderen Menschen wurde fast transparent. Ich hatte keine Kraft mehr. Ich war am Nullpunkt meiner Kräfte, mein Wille war gebrochen. Ich war nicht mehr in der Lage, mein Leben weiterzuführen. Ich kann nicht mehr. Dieser Satz blieb mir im Herzen hängen. Ich war am Ende.

    Doch bevor ich aus dieser Realität fliehen konnte, musste ich noch einen letzten Schritt tun...

    [ Editiert von Coline am 23.06.07 12:22 ]

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