eventuell würde der Text sich zum Weiterschreiben eignen, denn ich persönlich habe keine Vorstellung, was passiert sein könnte. Aber dann müsstest du an deiner Erzählart ein bisschen etwas ändern, glaube ich. Du weichst nämlich meiner Meinung in der "Panikphase" zu sehr von der Angst ab (s. Kirche, Geschwister, ...) Versuch doch mal, mehr äußere Anzeichen zu verwenden, wie z.B. dass die Hände kalt werden, Kehle zuschnüren, Blut in den Adern gefrieren, ..., quietschen hören, ..., etw. riechen ... alle Sinne eben. Und eine Kleinigkeit, die mir noch aufgefallenb ist:
"[...] noch niemals verspürte ich solche bedrückende Angst [...]" Dieses Adjektiv passt irgendwie nicht wirklich ... bedrückende Angst ... lieber lähmende Angst, oder so. Bedrückend hat nämlich nichts mit 'sich fürchten' zu tun.
so, ich bin auch mal wieder unter den Lebenden, hab ja schon lange nichts mehr geschrieben, is aber so stressig in letzter Zeit Ich finde dein Gedicht ist gut zu lesen. Als ich an die Stelle "Ich muss weg von meinem Körper. Er explodiert langsam." kam, wunderte ich mich erst: langsam explodieren. Das ist wirklich eine sehr außergewöhnliche Metpaher. Liege ich richtig wenn du damit die langgezogene Qual verkörpern willst? (Klingt komisch *g*)
schönes Gedicht. Die Sicht aus der es geschrieben ist bewirkt die gewünschte Stimmung, die meiner Meinung nach wohl die wichtigste Aussage ist. Nur eine klitzekleine Kleinigkeit:
"Doch das Lied, Es brach ab, Schon nach ein paar Wochen. Schlacht für Schlacht, Grab für Grab, Wir hab’n den Tod gerochen."
Diese "Make your own story" - Bücher sind meiner Meinung nach gar nicht so schlecht um nicht so sehr lesebegeisterte das Lesen schmackhafter zu machen. Das meinte auch die Buchhändlerin zu mir, als ich im Buchladen mein Praktikum machte. Besonders Jungs würden diese Bücher vermehrt kaufen. [...] Ich selbst habe auch schon ein Buch dieser Art gelesen. Die Geschichte hat mir vom Thema her zwar nicht sonderlich gefallen, aber es ist wirklich mal eine Abwechslung zu herkömmlichen Büchern.
Ich finde diese Gruselgeschichte sehr schön beschrieben. Du brinst eine gute Atmosphäre herüber, besonders die Stelle
"Ich konnte hören, wie sich ihre Wurzeln mit leisem Schmatzen aus dem Schlick am Bachufer lösten. Langsam, ganz langsam, setzten sie knarrend einen Wurzelfuß vor den anderen und bewegten sich so auf das Haus zu."
bringt das Geschehen eindrucksvoll herüber.
Mich würde interessieren, wie du auf die Idee der Geschichte gekommen bist? Ich meine, ao was denkt man ja nicht alle Tage. Aber weiter so, es gefällt mir
kannst du ausschließen, dass der Erzähler der Hinterbliebene ist, weil die Trauernden ja um das Grab herum, oben stehen. Stell dir das einfach so vor: Du liegst unten und siehst nach oben (naja, nicht unbedingt eine berauschende Vorstellung, wollte nur verdeutlichen, wie der Erzähler alles sieht)
Zu deiner allerersten Frage, wo zu finden ist, dass die Toten auf einen aufpassen: Ich stelle es mir vor, habe aber keinen konkreten Hinweis dafür eingebaut. Jedoch denke ich, dass die letzten drei Zeilen eine leichte Andeutung sind: Schwarze Tränen, weil der Erzähler sich um das Leid der anderen Gedanken macht und eigentlich gar nicht will, dass er sie alleine lassen muss ... Aber alles nur reine Interpretation von mir.
@ Wanderin: Die zwei Zeilen mit dem Sarg sollte ich "umreimen", das klingt anders wohl besser
"Ich versteh nur die letzte Zeile nicht. Der ist doch schon tot. Oder ist das wieder der andere 'ich'? " Ja, du hast Recht, der Erzähler ist schon tot. Aber ich habe mir vorgestellt, wie er (seine Seele) noch alles mitverfolgen kann und darum IN GEDANKEN weint. Er sorgt sich eben um die Hinterbliebenen.
Der Rhytmus soll sich ändern, da auch das Geschehen wechselt.
@ Schreiberling: Ich finde den Text eigentlich nicht hoffnungslos. Eine schöne Vorstellung, wenn man denkt, dass die Toten noch auf einen aufpassen
Meine Zeilen sollen nur einen kleinen Teilgendanken wiedergeben. Längst nicht alles, was ich persönlich (und andere) mit schwarz in Verbindung bringen. - Ja, du hast's richtig erkannt. Es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die das Andere nicht akzeptieren (leider auch nicht gerade wenig in der Düsterszene, was einem eigentlich zu denken geben sollte ...). Besonders die letzte Zeile soll nochmal darauf anspielen, dass es falsch ist, Menschen nur wegen ihrem Aussehen (in diesem Fall schwarz) zu beurteilen und dass sie darüber nachdenken sollten. Danke für deine Antwort,
Braaaaaaaaaaaaaaaavo! Das Gedicht ist dir echt gelungen! Hab nur 'ne Frage, weil mir was net so ganz klar ist:
"Und stecken Zu fest im sandigen Grund das Gesicht dem Lichte entgegen lief sie auf dem Eise die Zehen sich wund"
--> Was sucht der Sand hier? Erst steckt sie im Sand, dann läuft sie auf Eis? Hä? Oder stehe ich grad auf der Leitung und kann da einen Sinn heraus lesen?
Der darauf folgende Vers gefällt mir von der Wortwahl her sehr gut: (gebrochen: entfremdet den Sinn ein wenig und macht es so tiefsinniger)
"Am Anfang ohne Ende wo das Eis dünn, gebrochen, dort ist sie bis auf den Grund des flüsternden Sees gekrochen"
ui, ich werd ja glei ganz rot, so sehr freu ich mich über dein Lob Deine Vorschläge gefallen mir auch, besonders 'Die Frage' ... ich glaub, ich änder es so um. merci
Man kann sich die Erzählsituation wie das mathematische Bild vorstellen (wie ein Sektglas ohne Stiel, also unten ein gemeinsamer Pkt., aus dem zwei abgerundete Linien entspringen, die nach oben gehen) <-- ich hoffe ihr wisst, was ich meine
Bei der Parabel gibt es einen Bildteil (die eigentliche Geschichte) und einen Sachteil. Beide stehen sich gegenüber. Es ist die Aufgabe des Lesers, den Sachteil herauszufinden, d.h. die Geschichte zu deuten. Der Ursprung ist der Punkt, an dem sich Deutung und eigentliche Geschichte schneiden.
Ihr scheint ja wirklich ziemlich faul zu sein, wenn ich hier immer alles schreiben muss Hopp hopp, macht doch auch mal was
Ich finde die Zeilen ebenfalls sehr gelungen. Obwohl das Gedicht sehr kurz und einfach wirkt, muss man es mehrere male lesen, um sich alles richtig vor Augen halten zu können. Die Vorstellung, die du beschreibst, gefällt mir (klingt komisch *g*), aber sie weckt irgendwas ... Unantastbares. Echt schöne Gedanken - entsprechend formuliert!
- realitätsnah, d.h. alltägliche Charaktere, Orte, ... ABER: übertriebene Handlung - provozierend - didaktisch (leerhaft); zum Nachdenken & Handeln anregend - ironisch, sarkastisch oder sogar zynisch; manchmal auch schon makaberer, schwarzer Humor
"Dem Satiriker ist es verhasst, erwachsenen Menschen Zucker in die Augen und auf die Windeln zu streuen. Dann schon lieber Pfeffer! Es ist ihm ein Herzensbedürfnis, an den Fehlern, Schwächen und Lastern der Menschen [...] Kritik zu üben. [...] Der satirische Schriftsteller stellt die Dummheit, die Bosheit, die Trägheit und verwandte Eigenschaften an den Pranger. Er hält den Menschen einen Spiegel vor, um sie durch Anschauung zur Einsich zu bringen." Erich Kästner: Gesammelte Schriften, Bd. 1 Köln 1959
- kurz (wer hätt's gedacht ; wobei kurz auch relativ ist) - plötzlicher Anfang - Durchschnittspersonen - lineare Erzählweise - Symbolik - meist offenes Ende
Oft werden abgeleitete Kurzgeschichten in Form von Aufsätzen in der Schule geschrieben.
Beispiele:
Da gibt's ja sowieso zigtausend, aber eine Kurzgeschichte die mir von der Symbolik sehr gut gefällt (ideal zum Deuten), ist Alter Mann an der Brücke von Ernest Hemmingway. Ich denke auch, dass sie ziemlich bekannt ist, der Autor zumindest.
*gggggggggggg* Komisch, der Beitrag, aber ich werd meinen Senf dazu geben A und B sind im gleichen Alter, also Spielgefährten, spielen also Karten Jugendliche interessiert es net so wirklich, fühlt sich zu "cool" Erwachsener findets zu kindisch, oder hat keine Zeit Rentner hat Zeit und spielt Karten, weil Kind "süß" ist, lässt ihn aufleben 100 Jähriger is im Normalfall tot
... komisch, ich hoff, ich hab nix falsch verstanden, falls da irgendwie ne FALLE drin sein sollt *gg*