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  • Mal etwas aus den Lokalnachrichten rund um Berlin. Vor einigen Tagen wurden in Brandenburg 9 Babyleichen entdeckt. Die alkoholabhängige Mutter gilt als mutmaßliche Kindesmörderin.

    Der brandenburgische Minister General Schönbohm schoss darauf hin den Vogel ab.

    Zitat
    BERLIN, 3. August. Nach den Kindstötungen in Brandenburg hat bundesweit eine Debatte über die sozialen Verhältnisse in Ostdeutschland eingesetzt. Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) machte eine von der DDR-Regierung erzwungene "Proletarisierung" für Verwahrlosung und Gewaltbereitschaft im Osten verantwortlich. Führende Politiker aller Parteien wiesen Schönbohms Thesen empört zurück, vereinzelt erhielt der CDU-Politiker allerdings auch Rückendeckung.



    Dieser Mann hat ein Weltbild, ohje. Wenn man dann aber überlegt, das der Verteidigungsminister bei Merkel werden soll, dass er verlangt, Lafontaine vom Verfassungschutz observieren zu lassen, und die Bundeswehr zur "Terrorismusbekämpfung" im Inland einzusetzen, da kommt was auf uns zu.

    Vereint mit Schäuble, Pflüger und Co. kommt es dann für uns Bürger richtig dicke.

    Die SPD hat viel Mist gebaut, vieles aber auch von der Kohlregierung übernehmen müssen. Nun wieder CDU und diese revanchistische Garde ins Amt zu bringen, das bringt uns kein Stück nach vorn. Befürchte ich zumindest.

    Werter Herr General, offensichtlich halten Sie die Ostdeutschen für gewissenlose Barbaren. Was suchen sie dann ausgerechnet in einem Ostdeutschen Bundesland als Minister? Das Geld ihrer ostdeutschen Steuerzahler nehmen sie aber gern, stimmts? Treten Sie zurück!

  • Thema von Schreiberling im Forum Rezensionen

    heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich kürzlich bei meinem Umzug wiederfand. Es handelt sich um die "Lebensgeschichte" eines 90jährigen und enthält zahlreiche philosophische Betrachtungen und einfache Weisheiten über das Leben und den Kampf darum.

    Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer

    Mit teilweise autobiografischen Zügen schafft es der Schriftsteller Ehm Welk , mit leisen Worten über große weltgeschichtliche Ereignisse und Katastrophen zu schreiben. Erzählt wird die Geschichte eines einfachen Bauern, den das Fernweh aus der Enge seines Dorfes trieb. Das Buch ist spannend geschrieben, umreißt die jüngere Geschichte des deutschen Wirtschaftsaufschwunges um 1870, bis hin zur Wirtschaftskrise und den Weltkriegen. Wirklich lohnenswert zu lesen.

    Viele Grüße vom Schreiberling

    PS: Besonders gefällt mir die Bezeichnung der "ach zwei Seelen hab ich in meiner Brust" mit "Herrn Fassmann und Herrn Lassmann" Wie Ehm Welk seinen Gottlieb Grambauer das ewige Wechselspiel beschreiben läßt, das müsst ihr schon selber lesen. :-)

    [ Editiert von Administrator Schreiberling am 08.08.05 18:25 ]

  • Folgende Nachricht bekam ich per mail, welche ich Euch nicht vorenthalten möchte

    Zitat
    Liebe Autorenkollegen,

    es ist schon eine ganze Weile her, seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Es gab halt außer Arbeit nicht allzu viel Neues.

    Das hat sich jetzt allerdings grundlegend geändert. In mühevoller Kleinarbeit habe ich mich meine Wev-Seite neu geklöppelt und ich möchte Euch alle recht herzlich einladen, mich dort zu besuchen.

    Nicht nur, dass man dort allerhand über mich selbst erfährt, man kann auch wieder Geschichten von mir lesen.

    Auch aus meinem ersten Roman "Bossing - wir wolln doch weiterkommen" findet sich eine Leseprobe auf der Seite. Selbstverständlich kann man das Buch auch direkt bestellen. Mit Widmung.

    Mein zweiter Roman
    "Ein scheußliches Märchen" ist zwar immer noch nicht fertig, aber auch da kann man schon mal die ersten Seiten lesen und erfahren, worum es in dieser Geschichte geht.

    Und außerdem kann man Fritz kennen lernen. Fritz, unser schwäbischer Comicheld sucht eine Frau.
    Warum?
    Nun, meine neue Web-Seite verrät es.

    Sie verrät auch, was die Presse bisher über meine Bücher geschrieben hat, verweist auf befreundete Autoren (wer sich noch verlinken lassen möchte, darf sich gerne bei mir melden) und hat natürlich auch wieder das Gästebuch, in dem sich jeder Besucher gerne verewigen darf.

    Und letztendlich lernt man auch die Mitglieder von "Federleicht", unserer Autorengruppe, die sich demnächst zu einem Verein zusammenschließen will, kennen. Unser Ziel ist es, unsere Bücher (meist im Klein- oder Selbstverlag erschienen), gemeinsam zu bewerben und zu vermarkten. Selbstverständlich sind uns alle Autoren, die auch schön Bücher auf den Markt gebracht haben oder das in nächster Zeit zu tun beabsichtigen, recht herzlich willkommen. Gemeinsam haben wir sehr viele Möglichkeiten, unsere Bücher bekannt zu machen, die ein einziger einfach nicht hat. Nutzen wir sie.

    Ich freue mich schon auf Eure Besuche, wünsche Euch noch ein wunderschönes Wochenende oder gar den wohlverdienten Urlaub und verbleibe bis zum nächsten Mal

    Eure

    Gabi Mast
    www.vonGabi.de



    Gabi Mast stellt auch bei uns ihre Texte vor:
    http://www.jungeautoren.de/Literarische_.../gabi_mast.html

  • Thema von Schreiberling im Forum Rezensionen

    Durch Zufall habe ich die Bücher der Sina-Aline Geißler entdeckt und später geschenkt bekommen. Das hier vorgestellte Buch "Lust an der Unterwerfung", ISBN: 3-8118-3897-0, 8,95 Eurs, ist keinesfalls ein Lebensratgeber zur Selbstgfindung, kann aber auf dem Weg dorthin sehr hilfreich sein.

    >>Klappentext: Masochismus - Perversion oder nur eine besondere Form zu lieben? Auf freimütige und zugleich sensible Weise beschreibt Sina-Aline Geißler ihre eigenen Erfahrungen: die Lust und das Leid einer Frau, deren größtes Glück es ist, sich sexuell zu unterwerfen.<<


    Bis in die frühen 90`er Jahre hinein wurde Sadomasochismus, sowie Homosexualität noch als schwerer geistiger Defekt betrachtet. Selbst heute haftet diesen Arten zu leben/lieben immernoch das Verruchte und Unmoralische an.
    Frauenbewegungen wollten Frauen vorschreiben wie sie zu leben und vor allem zu lieben haben! Es war nicht zu denken das eine Frau etwas anderes als Blümchensex haben dürfe, geschweige denn wolle. Solange sie als Domina (Top) auftrat war es ja noch zu verschmerzen, ist sie jedoch als Unterworfene (Bottom) geoutet, wurde die Sache sogleich zu Tode diskutiert, geschwiegen oder als krank gebrandmarkt. So untergräbt die Frau der Frau letztendlich die schwer errungene Freiheit.

    Frau Geißler beschreibt sehr gut was in der Gefühlswelt sadomasochistischer Frauen vor sich geht, wie sei darüber denken (und glaubt mir, sie machen sich ihre Gedanken darüber!!!)und wie sie letztendlich damit zu leben lernen.

    Man sollte auch bedenken das Sadomasochismus nicht heißt dummdoof drauf los zu schlagen! Zum SM gehören so viele verschiedene Unterarten ausgeübter Sexualität, das es einfach nur an Ignoranz und Blindheit grenzt alles in einen Topf zu werfen. Außerdem wer ohne "Schuld" sei, werfe den ersten Stein. Wer hat nicht schon einmal heimlich daran gedacht seinen Partner zu fesseln, ihn (mehr oder weniger leicht) zu beißen, ihm Macht zu demonstrieren indem er befehle ausführt oder einfach nur "ausgeliefert" ist..etc., etc. ? Auch dies gehört u.U. dazu.

    Das Buch ist mehr als nur interessant und durchaus zu empfehlen.

    (original von MissRainstar)

  • Wieder mal was Lokales aus Berlin. Hier gab es am vergangenen Wochenende Übergriffe der Polizei auf Bürger, die nicht tolerierbar sind.

    Zitat
    AUGENZEUGENBERICHT
    "Das hätte ich nie auch nur im Entferntesten für möglich gehalten"

    Steve Winkler

    Ich bin 40 Jahre alt und in dieser Zeit nie straffällig geworden oder sonst wie auffällig gewesen. Meine Akte vermerkt ein vierwöchiges Fahrverbot und einen Punkt in Flensburg. Ich arbeite seit Jahren als freier Journalist und Dolmetscher/Übersetzer. Ich habe keine Glatze, bin nicht tätowiert und stehe politisch links, falls das hier überhaupt von Bedeutung ist. Am Wochenende bestand meine Aufgabe darin, unsere Gäste aus Schweden und Schottland zu betreuen und für sie zu dolmetschen. Das vor allem war auch der Grund meines Aufenthaltes im Jeton.

    Gegen 1.30 Uhr dann der Einsatz, der aus meiner Sicht folgendermaßen ablief. Mit dem Ruf "Alles auf den Boden, Ihr Fotzen!" stürmten vermummte Einsatzkräfte die 2. Etage. Keiner wusste, was los war, blankes Entsetzen. Wer die Lage nicht erkannte und sich nicht gleich hinschmiss, wurde sofort mit dem Knüppel bearbeitet. Es wurden keinerlei Unterschiede gemacht zwischen Männern und Frauen, schmächtigen Jugendlichen und kräftiger gebauten älteren Semestern, kurz- und langhaarigen, tätowierten oder "unbefleckten" Bürgern. Es war egal, alles lag auf dem Boden, der teilweise übersät war mit Scherben, in den Lachen der verschütteten Getränke.

    Es gab auch nicht den geringsten Versuch des Widerstandes, nach maximal 30 Sekunden lag alles, und die Ersten bekamen auch schon Kabelbinder verpasst. Auf Anfragen, was das alles zu bedeuten hätte, bekam man entweder keine Auskunft oder Antworten wie: "Fresse halten, sonst kriegste richtig.", "werdet ihr schon früh genug erfahren", "stell dich doch nicht dümmer, als du bist". Anfragen zu Dienstnummern oder Verantwortlichen wurden, unter höhnischem Grinsen, mit "110" oder "Polizeipräsident Berlin" beantwortet. Leuten, die auf dem Bauch lagen, die Hände auf dem Rücken gefesselt, wurden als Antwort auf ihre Fragen mit dem Gesicht auf den Boden geschlagen.

    Nach zirka einer Stunde durften dann einige Leute, darunter auch ich, aufstehen, man konnte sich umsetzen. Ignoriert wurde mein Hinweis, dass ich Journalist sei und und mich auch als solcher ausweisen könne. Nachdem ich irgendwann die Ansage "Halt jetzt endlich das Maul, sonst legen wir dich zusammen!" erhielt, gab ich auf.

    Ich sah mehrere Personen, die deutlich gezeichnet waren. Nach etwa drei Stunden durften die Frauen gehen. Ungefähr zur gleichen Zeit erschienen Pressevertreter und begannen, Fotos zu machen. Gegen 6 Uhr wurden alle Leute einzeln nach unten geführt. Mir wurden im Eingangsbereich alle persönlichen Gegenstände abgenommen, ich wurde fotografiert, in einen Gefangenentransporter gesteckt. Dann ging es zur Keibelstraße, dort musste man in einen anderen Transporter umsteigen, der nach Tempelhof fuhr. Nochmalige Anfragen zum Grund der Verhaftung wurden mit "Gefahrenabwehr" und "Befehl des Polizeipräsidenten" beantwortet. Nachfragen zur Art der Gefahr und was ich damit zu tun hätte, wurden ignoriert.

    Gegen 8 Uhr - nach zwei Stunden im Gefangenentransporter, immer noch gefesselt! - wurden die Leute einzeln aus den Knastwagen geholt. Die Einsatzkräfte in Tempelhof verhielten sich korrekt. wir durften rauchen, austreten gehen, es gab Getränke und irgendwann auch Essen. Nach einigen Stunden verlangte ich, einen Verantwortlichen zu sprechen, der mir Auskunft über den Grund meiner Verhaftung geben könnte. Erst hieß es: "Das erfahren Sie von unserem Vorgesetzten." Später: "Das erklärt Ihnen der Haftrichter." Weder den einen noch den anderen bekam ich je zu Gesicht. Beamte meinten mir gegenüber: "Lasst Euch das auf keinen Fall gefallen, erstattet Anzeige!" Gegen 20 Uhr wurden wir entlassen, ohne einem Richter vorgeführt worden zu sein. Man bekam keine Namen, kein Schriftstück, das den knapp 19-stündigen Aufenthalt im Polizeigewahrsam bestätigt oder begründet hätte.

    Was ich erlebt habe, hätte ich nie auch nur im Entferntesten für möglich gehalten. Dabei sind die Schilderungen anderer Betroffener noch dramatischer. So war zu hören, dass sich Leute in die Glasscherben legen mussten und man ihnen ärztliche Behandlung verweigerte. Der Einsatz war unglaublich brutal. Was die Beamten ablieferten, erinnerte an Szenen, wie ich sie aus Fernsehberichten über den Putsch in Chile in Erinnerung habe. Innerhalb eines Tages habe ich jegliches Vertrauen in unseren Rechtsstaat und seine Organe verloren.

    Kürzungen durch die Redaktion


    Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...html?2005-08-23

    Ähnlich wie in London versuchte die Polizei zunächst die Übergriffe auf die Bevölkerung zu vertuschen , in dem Lügen in Umlauf gebracht wurden. So hieß es zunächst, randalierende Fußballfans hätten Beamte mit Gläsern und Barhockern angegriffen. Die Realität sieht aber anders aus.

    Hier noch ein Hintergrundbericht:
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...ort/476450.html

    Es ist wichtig, dass diese nur in Diktaturen übliche Polizeigewalt sofort unterbunden wird. Solche Straftaten von Polizisten müssen zur sofortigen Entlassung und Strafverfahren führen.

  • Thema von Schreiberling im Forum Rund um Literatur

    Ausschreibung zum Trude-Unruh-Literaturwettbewerb

    Kategorie Prosa (unveröffentlicht) zum Thema: "Heute wir, morgen Ihr!" erstellt am: 8. September 2005


    "Heute wir, morgen Ihr!" lautet das Motto zum 1. Schreibwettbewerb der Trude-Unruh-Akademie unter der Schirmherrschaft von Frau Trude Unruh, der Gründerin der Grauen Panther Generationenbewegung.

    Der Text sollte die Thematik "Generationen gehören zusammen" einbeziehen.

    In einer brisanten Zeit suchen wir Kurzgeschichten, die von Erlebnissen und Situationen rund um das Leben aller Generationen erzählen.

    Der generationenstarke Literaturwettbewerb beginnt am 20. September 2005 und endet am 20. Dezember 2005.

    Die Teilnahmebedingungen:
    Teilnahmeberechtigt ist jede Autorin/jeder Autor im deutschsprachigen Raum, die/der eine eigene kreative (unveröffentlichte) Leistung einbringt.
    Ihr "Generationentext" darf max. 5.000 Zeichen umfassen, im Schriftgrad 11 als MS-Word-Datei oder rtf-Datei (1,5zeilig). Pro TeilnehmerIn ist nur eine Einsendung möglich. Ihre Textbeiträge mit einer Kurzvita von 2-3 Zeilen senden Sie bitte per e-Mail an: Marie.Rossi@mdcc-fun.de

    Die Bewertung der Generationengeschichten erfolgt durch die Jurymitglieder:

    Dieter Meyer, Magdeburg (Diplom-Pädagoge, Journalist), Leiter der Trude- Unruh-Akademie
    Prof. (RP) Dr. phil. rel. Erno Wolfshohl, Wuppertal (Vizepräsident Bundesverband Graue Panther e.V.)
    Heinz Freiberg, Dresden (Diplom-Journalist, Verleger, Buchdruckermeister)
    Marie Rossi, Magdeburg (Autorin, Absolventin der Axel-Andersson-Akademie in Hamburg)
    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Die Preise:
    1. Preis: 250 Euro
    2. Preis: 100 Euro
    3. Preis: 50 Euro
    Die ersten 30 Einsendungen zur Generationenthematik erhalten den Kriminalroman "Tod im Moorbad" von Marie Rossi.

    Die 25 besten Kurzgeschichten werden in einem Buch von ca. 100 Seiten mit dem Titel: "Heute wir, morgen Ihr", Untertitel: "Generationen gehören zusammen" im artep-Verlag Freiburg i.Br. veröffentlicht. Jeder Autor, dessen Geschichte gedruckt wird, erhält sein Belegexemplar. Die Literaturpreisverleihung der Trude Unruh Akademie wird im feierlichen Rahmen am Samstag, den 11. März 2006 im Hansa-Hotel Magdeburg erfolgen. Ebenso werden die Belegexemplare und die Kriminalromane innerhalb einer Signierstunde mit Trude Unruh und Marie Rossi an die AutorInnen überreicht.

  • Hallo Loley,

    hab auch mal eins gemacht. Bitte ehrlich sein so wie ich, auch die anderen okay?
    Ich dachte ich füge es hier an? Es handelt ja auch von Flügeln ...

    Für dich (Teil 2)

    Wir können fliegen, wie Engel,
    wenn wir uns nur sehen,
    wenn wir uns berühren...
    Du bist ein Engel, und heut sag ich es dir ....

    (komm, flieg mit mir....)
    über winde und berge, die see entlang, in den abendwind und wieder zurück.
    Fliegen ist so schön mit dir –
    Nur bei dir nur bei dir empfang ich den Ruf der Ewigkeit,
    nur bei dir - liegt meine Seeligkeit.

    naja

  • Nun ist es bereits wieder drei Tage her, wir Bürger haben gewählt. Und keine der sich bis aufs Messer bekämpfenden Seiten hat gesiegt. Was meint ihr? Wie soll es nun weiter gehen?

    Heute hörte ich im Radio, dass weder die FDP noch die Grünen "umfallen" dürften, ohne dabei ihre Basis zu verlieren, denn wir Wähler würden das in jedem Fall als Verrat ansehen.

    Doch wie findet man in unserer Republik eine stabile Regierung?

    Viele Grüße vom
    Schreiberling

  • Was steckt dahinter? IN Basra wurden durch die irakischen Polizei zwei als "Araber" getarnte Spezialkräfte der Briten gestellt. Eigentlich wollte man sie nur kontrollieren, doch die "Zivilisten" griffen zu den Waffen, und erschossen mindestens einen irakischen Polizisten. Man konnte die Spezialkräfte dennoch festnehmen. Die Soldaten hatten ein Fahrzeug, beladen mit Sprengstoff dabei, ebenso Fernzünder. Wozu brauchten sie das?

    Bevor die Iraker das erfuhren, "befreite" die britische Armee die Gefangenen aus dem Gefängnis. Die Schiiten sind aufgebracht. Was läuft da.

    Bestätigt sich hier mein Verdacht, dass in Wirklichkeit die Geheimdienste der Besatzer für einige Attentate im Irak verantwortlich sind, und sie dort einen Bürgerkrieg anfachen wollen, nachdem ihr Plan, eine international anerkannte Vasallenregierung zu installieren, nicht geklappt hat? Wo Al Kaida drauf steht, muss nicht Al Kaida enthalten sein.

    Iraqi police recently caught two terrorists with a car full of explosives. Would it surprise you to learn they were British Special Forces?

  • Seit Wochen wird versucht, Syrien in die Ecke zu drängen. Dabei kommt der feige Mordanschlag auf Hariri im Libanon gerade gelegen. Der Deutsche Mehlis hat auch prompt festgestellt, dass der Anschlag von höchsten Kreisen der syrischen Regierung mitgetragen worden sei. Dabei beruft er sich auf einen einzigen Zeugen.

    Zitat
    Syrien demonstriert für Assad
    Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Kronzeugen Sadik – Syrischer Präsident kontaktiert UNO

    Hunderttausende Syrer haben gestern in Damaskus gegen den UNO-Ermittlungsbericht zum Mordfall Hariri demonstriert.

    Michael Wrase/Limassol

    In Damaskus haben gestern Hunderttausende Syrer gegen den UNO-Ermittlungsbericht zum Hariri-Mord und für das von Sanktionen bedrohte Assad-Regime demonstriert. «Syrer sind keine Mörder, Herr Mehlis», hiess es auf einem Transparent. Auf einem anderen Spruchband wurde der am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Untersuchungsbericht der Berliner Staatsanwaltes als einseitig und voreingenommen kritisiert. Syrien wird niemals ein zweiter Irak, riefen Demonstrationen und schworen, Bashar el-Assad Blut und Seele zu opfern.

    Im arabischen Programm der BBC wurden die Massenproteste als staatlich gelenkt beschrieben. Viele Syrer hätten aber auch freiwillig, aus Empörung über den Mehlis-Report an der Demonstration teilgenommen. Die Einwohner von Damaskus hätten Angst vor irakischen Zuständen, fühlten sich ungerecht behandelt, würden sich wegen des wachsenden Drucks um ihren Präsidenten scharen.
    Assad schreibt an UNO

    In Briefen an die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates soll Bashar el-Assad inzwischen die syrische Position zum Mehlis-Report dargelegt haben. Einzelheiten sind nicht bekannt. Beobachter erwarten, dass Assad die Glaubwürdigkeit jenes Kronzeugen in Frage stellt, der im Mehlis-Report seinen Bruder und Schwager als mutmassliche Drahtzieher belastet. Bei dem Zeugen handelt es sich um den wegen Betruges mehrfach vorbestraften Syrer Suheir al-Sadik. Laut arabischen und internationalen Medien soll Sadik einen siebenstelligen Dollarbetrag für seine belastenden Aussagen erhalten haben. Das Geld sei von Bashars Onkel Rafaat el-Assad gekommen, der sich vor über 20 Jahren mit dem Regime überworfen hatte.

    Der Sender «Al Jazira» verglich den Zeugen Sadik mit dem Iraker Achmed Chalabi, der vor dem Irak-Krieg erfundene Berichte über irakische Massenvernichtungswaffen verbreitet hatte. Auch Chalabi, heute Minister in Bagdad, ist wegen schweren Bankbetruges vorbestraft. Laut arabischen Korrespondenten hat Bashar el-Assad der UNO nun seine volle Unterstützung bei der Aufklärung des Hariri-Mordes zugesagt. Sonst müsse er mit der Verhängung von Wirtschaftssanktionen gegen sein Land rechnen, sagen EU-Diplomaten. Die Sanktionsdrohungen seien Teil eines Resolutionsentwurfes, in dem Syrien zur Kooperation mit der Mehlis-Kommission aufgefordert werde.
    Larsen kritisiert Syrien

    Druck bekommt Assad auch vom UNO-Sonderbotschafter im Nahen Osten, Terje Larsen. Larsen bestätige in seinem Bericht, der heute veröffentlicht wird, zwar den Abzug der syrischen Armee aus Libanon, rüge aber fortgesetzte Geheimdienstinterventionen sowie Waffenlieferungen an prosyrische Palästinensergruppen in Libanon, berichtet die israelische Zeitung «Haaretz».


    http://www.tagblatt.ch/index.jsp?artikel...ressort=ausland

    Erleben wir hier die Neuauflage einerBrutkastenlüge
    oder einen "Allawi" der mit seinen Lügen Toni Blair die Möglichkeit bot, sich so bedroht zu fühlen, dass er Großbritannien in einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg verwickelte?

    Wieso spricht man bei dem Mord in den USA bereits wieder von einem Staat als Gegner und nicht einzelnen Verbrechern, die selbstverständlich anzuklagen und zu verurteilen sind?

    Hier wird ein neuer Krieg vorbereitet. So sieht es jedenfalls aus, und wieder folgt die Propaganda dem altbekannten Muster.

  • Die Bundeswehr feiert ihren fünfzigsten Jahrestag mit einem schnittigen Aufmarsch vor dem Reichsttag. Wie müssen sich Franzosen, Polen, Russen und Menschen anderer Völker fühlen haben, wenn sie womöglich diese Bilder in den Medien verfolgen? In der ganzen Welt wächst der Militarismus, auch bei uns. Deutschland wird am Hindukusch verteidigt, behauptet zumindest die Politik, und deutsche Truppen beteiligten sich am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien.
    Derweil baut man die Bundeswehr kräftig um. Da werden Transportflugzeuge und Hubschrauber angeschafft, die KSK wird aufgestockt, weitere Einheiten werden auf die Besetzung fremder Länder trainiert. Wir sind wieder wer? Schon alles vergessen? Und zu allem Überfluss ist das Militär wieder eine Option der Politikm und nicht ihr Versagen, wenn es zum Einsatz kommt.
    Ich hätte gern den Frieden gefeiert (auch dank der Bundeswehr), aber was hier im Heute gerade abläuft, da mischen sich üble Gefühle bei. Eigentlich müssten wir raus aus der Nato, weg vom verlängerten Arm der Angriffskrieger Bush und Blair. Eigentlich müssten wir unser Gewicht für eine weltweite Rüstungskontrolle und Abrüstung einsetzen. Statt dessen marschieren wir wieder.

    Hintergrundinformationen:
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...lin/495389.html
    und eine Meinung, die viele interessante Fragen stellt:
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...ung/495092.html

  • Thema von Schreiberling im Forum Rezensionen

    Heute wurde ich in der Berliner Zeitung auf folgendes Buch aufmerksam. Warum nicht auch einmal ein politisches Buch hier vorstellen? Die Rezension in der FAZ, die ich dann beim Googeln fand, liest sich jedenfalls so spannend, dass ich es sicher lesen werde.


    Zitat
    Politische Bücher
    Härter als Michael Moore
    Von Nils Minkmar

    29. März 2004 Am späten Nachmittag des 12. September 2001 sagte der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld während einer Krisensitzung, da es in Afghanistan kaum geeignete Ziele für Luftangriffe gebe, werde man eben den Irak angreifen: "Da gibt es lauter gute Ziele." Am Tisch saß auch der Antiterrorbeauftragte des Nationalen Sicherheitsrates, Richard Clarke, der tags zuvor im Weißen Haus die Reaktionen der Regierungsstellen koordiniert hatte: "Zuerst dachte ich, Rumsfeld macht einen Scherz."

    Das war klug gedacht, denn der Sinn für Humor der Bush-Administration ist schon jetzt legendär. Weil es aber ernst war und der Irakkrieg kam, schied Clarke aus dem Dienst aus. Zuvor hatte er Außenminister Powell noch mitgeteilt, den Irak anzugreifen sei in etwa so sinnvoll, als hätte Roosevelt nach Pearl Harbour nicht Japan, sondern Mexiko angegriffen. "Against All Enemies", Clarkes Buch über seine Zeit als oberster Antiterrorexperte, wurde zu einer literarischen Sensation: Bereits in den ersten Tagen war es überall ausverkauft.

    Der personifizierte Kreis der Eingeweihten

    Es ist das dritte Buch in Folge, das die Bush-Regierung in nie zuvor erlebter Deutlichkeit bloßstellt. Alle drei Bücher wurden von ehemaligen Parteigängern Bushs geschrieben, von politisch weit rechts stehenden Männern also. Richard Clarke ist alles andere als eine Taube: Er hat mehrmals Mordversuche gegen Bin Ladin ausgeheckt, eine Antiterroristen-Agenda mit dem schönen Namen "Delenda" entworfen und 1998 die umstrittene Bombardierung einer Arzneimittelfabrik in Khartum verantwortet. Sein großes politisches Vorbild ist, neben Ronald Reagan, George Bush senior. Der seit einer Woche mit allen Mitteln arbeitenden Gegenkampagne der Regierung fällt es daher schwer, Clarke zu diskreditieren.

    Vizepräsident Cheney erklärte, Clarke sei bei vielen Diskussionen gar nicht dabeigewesen. Diese Taktik hielt aber nicht sehr lange. Daß der oberste Antiterrorbeauftragte der Regierung nicht zum Kreis der Terrorismusbekämpfer gehört habe, klingt sogar für konservative Journalisten nicht sehr glaubwürdig. Ein Kommentator schrieb: Clarke gehörte in diesen Fragen nicht nur zum Kreis der Eingeweihten, er war der Kreis.

    Dynastisches Prinzip statt Wohl des Staates

    Clarkes Buch ist nicht nur ein Desaster für die Regierung, es ist auch hervorragend geschrieben und vermittelt daher selbst dem distanzierten Leser noch eine Ahnung jener kalten Schauer, die auch den Autor in den letzten Monaten seiner Amtszeit überfallen haben müssen. Beim Lesen dieses und der anderen Bücher denkt man eigentlich nur noch eins: Das darf doch alles gar nicht wahr sein. Bald werden die Sottisen Michael Moores über den Alkoholiker, Schulversager und schlechte Witze reißenden Bush für seine schrumpfende Anhängerschar noch die angenehmste Lektüre sein. Moore ist lange nicht so erschreckend wie das Werk von Kevin Phillips, "American Dynasty". Auf dem Cover sieht man Bush Vater und Sohn einträchtig beim Hochseefischen, dahinter dräut schon ein dunkler Gewitterhimmel. Der Untertitel lautet: "Wie der Bush-Clan zur mächtigsten und gefährlichsten Familie der Welt wurde".

    Es geht dort um die gleichen Themen, die auch in Moores Büchern prominent vertreten sind, also um die intimen Beziehungen zur saudischen Königsfamilie, den Dreiklang aus Big Oil, Big Money und Old-Boys-Verbindungen, die in der Dynastie zusammenfinden, also um Halliburton und Enron. Wo Moore nur plaudert, kann sich Phillips auf langjährige Recherchen stützen. Ihm fehlt dafür aber auch der letzte versöhnliche Gestus, den Moore immerhin aufbringt, wenn er Bush vorschlägt, doch Gebrauchtwagen zu verkaufen, dann könne man wieder befreundet sein. Phillips' These ist, daß die Bushs und ihre Verbündeten dabei sind, in einem auf Geheimhaltung und Desinformation basierenden Politikstil die Republik durch ein dynastisches Prinzip zu unterminieren, während sie das Wohl des Staates vernachlässigen.

    Die radikalste Abrechnung kommt nicht aus der linken Ecke

    Phillips hat dabei einige unangenehme Dinge zutage gefördert. So gelingt es ihm, relativ überzeugend darzulegen, daß Junior seinen Militärdienst bei der Nationalgarde in dem Augenblick unterbrach, als regelmäßige Drogentests eingeführt wurden. Ein sehr überzeugendes Kapitel widmet er der Allianz Bushs mit der religiösen Rechten. Es ist sicher die radikalste, faktenreichste Abrechnung mit dem System Bush, aber auch sie kommt nicht aus der liberalen oder linken Ecke: Phillips war einst Stratege im Weißen Haus von Richard Nixon und schrieb das wegweisende Buch für die jahrzehntelang sehr erfolgreiche Wahlstrategie der Republikaner, "The Emerging of the Republican Majority".

    Daß man den düstersten Annahmen über das drohende Ende der amerikanischen Demokratie aber nicht folgen mag, liegt nicht nur an der Bereitschaft von Spitzenbeamten wie Clarke, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen, sondern auch daran, daß das Bush-Netzwerk an seine eigenen Grenzen stößt: Wenn man ein Kabinett der Millionäre beruft, wie es Bush bei Amtsantritt vorgeworfen wurde, muß man damit rechnen, daß einige davon ihre materielle Unabhängigkeit im Konfliktfall auch nutzen. "Ich bin reich, ich bin alt, was sollten sie mir noch antun können?" sagte Paul O'Neill, Bushs erster Finanzminister, nach der Veröffentlichung seines Buches.

    Mini-Machiavellis im Weißen Haus

    O'Neill hatte zwar auch unter Nixon im Haushaltsministerium gearbeitet, war aber später vorwiegend in der Wirtschaft tätig gewesen, zuletzt als Chef des Aluminiumkonzerns Alcoa, wo er ein Vermögen verdiente. Das Angebot, in die Regierung einzutreten, hatte ihn wegen der hehren Tradition des Finanzministeriums gereizt und wegen der Möglichkeit, viele informierte Debatten mit Fachleuten zu führen. "Brandeis-Briefs" hatte man unter Nixon die dicken Aktenordner genannt, die vor jeder Sitzung von allen durchgearbeitet werden mußten, damit sie den scharfen Fragen des Präsidenten auch standhalten konnten. Schon bald nach seinem Amtsantritt hegt O'Neill jedoch einen Verdacht, der ihm bald zur Gewißheit wird: Bush liest nicht. Keine Bücher, keine "Brandeis-Briefs", auch keine Memos von ein bis zwei Seiten. Bush stellt keine Fragen, fordert von seinen Ministern nichts, ordnet nichts an. In diesen Punkten sind sich übrigens alle drei Bücher einig. Während der regelmäßigen Vorträge, die er dem neuen Präsidenten über das Wesen der amerikanischen Volkswirtschaft hält, kann O'Neill nicht erkennen, ob Bush überhaupt versteht, was er ihm erzählt.

    Die wesentliche Kommunikation vollzieht sich vor allem im Medium eines merkwürdigen Insider-Humors. Bush hat die Angewohnheit, jedem seiner Leute einen Spitznamen zu verpassen, meistens die spanische Version des Vornamens, O'Neill ist Pablo. Im Laufe der Zeit, als das Verhältnis merklich abkühlt, ohne daß das offen ausgesprochen würde, wird er zu Big O. O'Neill muß einen Kabinettskollegen fragen, was das zu bedeuten habe. Der sagt, das klinge nach texanischem Gebrauchtwagenhändler, sei also eher ein schlechtes Zeichen. So kündigt sich die Ablösung im Finanzministerium an.
    O'Neill beschreibt, daß die Wiederwahlplaner Karl Rove und vor allem Dick Cheney den Laden schmeißen. Cheney wiederum hält sich meist gar nicht in Washington auf, sondern auf einem Flachbildschirm an der Wand, zugeschaltet von seiner "undisclosed location". O'Neill kommt zu dem gleichen Schluß wie der kurz vor ihm zurückgetretene Bush-Berater für kirchliche karitative Programme, Di Iullio: Zum ersten Mal in der Geschichte sei die Regierung ausschließlich mit Fragen der Parteipolitik und so gut wie gar nicht mit dem Regieren beschäftigt. Im Weißen Haus säßen lauter Mini-Machiavellis.

    Massenvernichtungswaffen unter dem Sofa

    Im Amt sein ist Selbstzweck, und der sarkastische Humor ist der Ausdruck dieser Haltung. Bushs Humor, der sich jüngst wieder zeigte, als er beim Korrespondentendinner in Washington ein witzig gemeintes Dia zeigte, auf dem er auf allen vieren unterm Sofa nach Massenvernichtungswaffen sucht, ist ihm sein liebstes Medium.

    Manch einer erinnert sich noch, wie Bush während des Wahlkampfs in Texas einen ihm sehr wohlgesonnenen konservativen Reporter schockte, indem er die zum Tode verurteilte, auf Begnadigung durch Bush hoffende Karla Faye Tucker nachäffte und mit spitzer Stimme rief: "Bitte töten Sie mich nicht, Gouverneur." Ein, wenn auch nicht immer ganz freiwilliger, aber in jedem Fall langjähriger Beobachter des Clans sagte später dazu: "So was macht doch kein Erwachsener. Es kommt einem doch nicht einmal in den Sinn, darüber Witze zu machen. Was jeder sieht und worüber keiner spricht, ist doch: George W. Bush ist ganz einfach unqualifiziert für den Job. Er ist vermutlich der ungeeignetste Mensch, der je von einer großen Partei für das Präsidentenamt aufgestellt wurde." Ted Kennedy? Gore Vidal? Nein, Ronald Reagan, stolzer Sohn eines berühmten Vaters, der es rechtzeitig verstanden hat, sich einen Beruf zu suchen, der zu ihm paßt. Er wurde Ballettänzer.



    Quelle: http://th.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858...n~Scontent.html

  • Wenn ich mir allabendlich die Bilder der blinden Zerstörungswut aus Paris ansehe, dann frage ich mich, ob das auch bei uns möglich wäre.

    Ich meine, es gibt auch bei uns eine Vielzahl von Menschen ohne Perspektive. 4,5 Millionen Arbeitslose, ungezählt all jene, die keine Arbeit haben, aber nicht unter Hartz IV fallen, dazu die zunehmende Ghettoisierung wie in Berlin. Wie lange wird hier der soziale Frieden noch gehalten?

    Man zeigt uns immer wieder die Sozialschmarotzer, die Hartz IV ausnutzen, und sich ein sonniges Leben auf bescheidenem Niveau machen. Nur ist das die Masse? Die Masse möchte arbeiten, damit Geld verdienen und unabhängig vom Gut-Will des Staates sein. Was passiert, wenn diese Menschen ob ihrer Chancenlosigkeit resignieren?

    Hoffentlich versteht die Politik die Zeichen aus Paris richtig. Wir benötigen Arbeit. Sinnvolle Arbeit, die im Zeitalter der Automatisierung freiwerdende Industriearbeiter auffängt. Hier fehlt es an Fantasie, finde ich.

    Wie meint ihr?

  • Zitat
    Iraks ABC-Waffen
    "Wir hatten keine ABC-Waffen mehr"

    Er war zeitweise einer der wichtigsten Männer in Saddam Husseins Regime: der Atomphysiker Dschafar Dhia Dschafar (63) leitete in den 80er Jahren das Atomwaffenprogramm des Diktators. Später war er stellvertretender Energieminister. Kurz vor der Ankunft der US-Armee im April 2003 floh der Sunnit aus Bagdad und lebt heute als Berater für den Wiederaufbau des Irak in Dubai. Dschafar schwört, Saddam Hussein habe nach dem Irak-Krieg Anfang der 90er Jahre alle ABC-Waffen-Programme gestoppt. T-Online sprach mit dem Experten am Rande einer Fachtagung des Bundesnachrichtendienstes in Berlin.


    T-Online: Dr. Dschafar, Sie sind Anfang April 2003 aus Bagdad geflohen …

    Dschafar: Ja, am Abend des 7. April – eineinhalb Tage vor der Ankunft der US-Armee.

    T-Online: Warum genau zu diesem Zeitpunkt?

    Dschafar: Ich sah, wie schnell die Amerikaner vorankamen und rechnete mir aus, dass sie mich – wie viele meiner Kollegen - verhaften würden.

    T-Online: Sie flohen dann in die Vereinigten Arabischen Emirate.

    Dschafar: Zuerst einmal ging ich mit meiner Frau und meiner Tochter nach Syrien und blieb eine Nacht in der Grenzstadt Kamischli. Dann gingen wir nach Aleppo und flogen anschließend von Damaskus nach Dubai.

    T-Online: Dort trafen Sie die Amerikaner aber doch.

    Dschafar: Ja, als ich nach Dubai kam – es war Donnerstag der 10. April – nahmen die Amerikaner Kontakt mit mir auf. Die Behörden dort hatten ihnen gesagt, dass ich da war. Zu mir sagten sie vorher: "Schau mal, Du sagst doch, Ihr hättet gar keine Massenvernichtungswaffen. Warum sagst Du das nicht den Amerikanern? Die wollen das von Dir hören." Ich sagte zu. Die Amerikaner kamen in mein Hotel und wir redeten miteinander.

    T-Online: Wie reagierten sie auf Ihre Aussage, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gäbe?

    Dschafar: Am Abend des 11. April kam der Chef des CIA-Büros in Abu Dhabi zu mir. Sein Name war Nick Blatt. Er kam in mein Hotel und seine erste Frage war: "Habt Ihr Nuklearwaffen?" Ich musste lachen. Ich sagte zu ihm: "Wenn wir Nuklearwaffen hätten, wärt Ihr doch gar nicht in den Irak einmarschiert."

    T-Online: Wie war seine Reaktion?

    Dschafar: Er sagte nur: "Wir haben da ein paar Fragen", und fing an mich auszufragen. Ich sagte ihm aber immer wieder, dass wir nach 1991 keine ABC-Waffen mehr hatten. Er gab das weiter und kam am folgenden Tag wieder – diesmal mit dem örtlichen Leiter des britischen Geheimdienstes. Eigentlich sollte ich Ihnen das gar nicht erzählen, oder?

    T-Online: Ich finde schon …

    Dschafar: Also, es ist schon eine lustige Geschichte: Die hatten alle keine Ahnung, wovon sie sprachen. Am darauf folgenden Sonntag kam dann eine ganze Gruppe aus Washington und eine weitere aus Großbritannien. Die wiederum waren sehr gut informiert. Das waren echte Experten. Sie blieben drei Tage und wir unterhielten uns jeden Tag drei bis vier Stunden lang.

    Chemiewaffeneinsatz USA verwendeten Phoshphorbomben
    Saddam-Prozess Völkerrechtler kritisiert Todesstrafe
    ABC-Waffenexperte "Terroristen könnten eine Atombombe bauen"

    T-Online: Glaubten Ihnen die Amerikaner Ihre Geschichte von den nicht vorhandenen ABC-Waffen?

    Dschafar: Warum hätten sie mir nicht glauben sollen? Es kamen noch mehrere Gruppen zur mir. Insgesamt fanden etwa 20 Verhöre statt. Schließlich fragte jemand: "Warum machen Sie nicht einfach einen Lügendetektortest?" Ich sagte okay und ein Typ kam aus Washington mit einem Polygraphen (Lügendetektor, Anm.). Sie schlossen ihn an meine rechte Hand an und stellten acht Fragen, die ich nur mit Ja oder Nein beantworten durfte. Zwei davon waren so genannte Kalibrierungsfragen. Dabei muss der Befragte einmal lügen und einmal die Wahrheit sagen, damit man sieht, dass der Polygraph funktioniert. Zuerst wollten sie die Lüge hören und fragten: "Haben Sie jemals Ihre Frau belogen?" Ich sollte mit Nein antworten, weil sie davon ausgingen, dass das eine falsche Antwort war.

    T-Online: War Ihre Frau im selben Raum?

    Dschafar: (lacht) Nein, war sie nicht. Dann fragten sie nach dem Wochentag und da sollte ich die Wahrheit sagen. Dann kamen die wichtigen Fragen, nach Nuklearwaffen, Chemie- und Biowaffen und so weiter. Ich antwortete immer mit Nein. Sie wiederholten den Test noch zweimal. Schließlich sagte jemand: "Alles in Ordnung, Sie haben mit Auszeichnung bestanden." Mit einem Kollegen von mir in Bagdad, der sich am 12. April ergeben hatte – übrigens vor einer Kamera des ZDF - ging es ganz genauso.

    T-Online: Waren die Amerikaner enttäuscht, dass da nichts herüberkam?

    US-Soldat vor einem so genannten Uran-Mixer aus der irakischen Atomanlage Tuwaitha (Foto: dpa)
    Bild großklicken
    US-Soldat vor einem so genannten Uran-Mixer aus der irakischen Atomanlage Tuwaitha (Foto: dpa)

    Dschafar: Ich glaube, sie wussten, dass es keine solchen Waffen gab. Ich sage Ihnen warum: Als sie in Bagdad einrückten, machten sie keinerlei Anstalten, die Produktions- oder Lagerstätten, an denen die Waffen hätten sein sollen, zu sichern. Alles wurde geplündert, aber die Amerikaner interessierten sich ausschließlich für das Ölministerium. Alle Lager, auch die mit den Dual-Use-Gütern (Produkte, die sowohl für Waffen, als auch für zivile Güter eingesetzt werden können, Anm.), die die UN-Inspekteure bereits markiert hatte, wurde ausgeräumt und die Amerikaner unternahmen nichts dagegen. Alles außer dem Ölministerium war ihnen gleichgültig. Hätten sie wirklich an die Massenvernichtungswaffen geglaubt, wären sie doch zuerst zu den Orten gegangen, die die Unscom als verdächtig eingestuft hatte und hätten dort alles gesichert. Da gab es beispielsweise hunderte Tonnen HMX und RDX – zwei konventionelle aber sehr starke Sprengstoffe. Die waren hinterher verschwunden. Ebenso ging es mit den Munitionsdepots der Armee. Was glauben Sie, wo die Attentäter den ganzen Sprengstoff für Ihre Attentate herhaben? Die kamen mit Riesenlastern und luden das Zeug einfach auf.

    T-Online: Wenn gar nichts da war, warum ließ Saddam die Waffeninspektoren dann nicht einfach in Ruhe ihre Arbeit machen?

    Dschafar: Das konnten sie doch. Sie gingen hin, wo sie wollten. Zumindest ab 2002. Davor gab es Einschränkungen für bestimmte Einrichtungen aber später nicht mehr.

    T-Online: Sie haben Saddam Hussein viele Male getroffen und auch unter ihm gelitten. Anfang der 80er Jahre saßen Sie auf seinen Befehl 20 Monate im Gefängnis. Anfang der 90er stiegen Sie zum stellvertretenden Energieminister auf. Wie kam er Ihnen vor. Hatten Sie Angst vor ihm?

    Dschafar: Nein, es war eine ganz normales Miteinander. Ich hatte keine Angst vor ihm. Er tat mir nichts…

    T-Online: …abgesehen von der Sache mit dem Gefängnis…

    Dschafar: Ja, das Gefängnis. Damals war ich für einen Kollegen eingestanden … (schweigt)

    T-Online: Wann trafen Sie ihn das letzte Mal?

    Dschafar: Das war ein paar Monate vor dem Krieg. Aber sehen Sie: Ich leitete das Atomwaffenprogramm in den 80er Jahren. Später, nach dem Krieg 1991, war ich nur noch mit dem Wiederaufbau unserer Elektrizitätswerke beschäftigt. Alle Programme waren beendet worden. Außerdem arbeitete ich in dieser Zeit mit der IAEO (Internationale Atomenergiebehörde, Anm.) zusammen. Unser Atomwaffen-Programm hatte neun Jahre gedauert. Die kommenden zwölf Jahre verbrachte ich damit, Ihnen zu erklären, dass es gestoppt war.

    T-Online: Was hatte Saddam mit den Atomwaffen vor, die sie in den 80er Jahren für ihn bauen sollten?

    Dschafar: Er hat mir seine Pläne nicht mitgeteilt.

    T-Online: Was glauben Sie?

    Dschafar: Nun, wir kamen nicht bis zu dem Punkt, an dem man eine militärische Strategie – basierend auf den Atomwaffen – hätte entwickeln können. Sie waren aber wohl vor allem zur Abschreckung gedacht. Sehen Sie: Das Programm begann 1980. Im Krieg gegen den Iran, der 1981 begann, übte niemand besonders großen Druck auf uns aus, diese Waffen fertig zu stellen. Erst kurz vor Ende des Krieges wurde wirklich mit Hochdruck an dem Programm gearbeitet.

    T-Online: Glauben Sie, die Waffen wären gegen den Iran eingesetzt worden, wenn Sie rechtzeitig fertig geworden wären?

    Dschafar: Ich persönlich glaube das nicht. Da ist aber nur meine Meinung. Sie waren ein Abschreckungsmittel.

    T-Online: Aus einer Abschreckung kann aber schnell Realität werden.

    Dschafar: Stimmt, vor allem bei einer Invasion. Aber selbst dann kommt es darauf an, was die Gegenseite an Abschreckung aufzubieten hat. Bei der Aktion "Desert Storm" im Januar und Februar 1991 hatten wir Chemie- und sogar Biowaffen, aber sie wurden nicht eingesetzt. Warum? Weil Saddam von den militärischen Möglichkeiten der Amerikaner abgeschreckt war, vor allem von ihren Nuklearwaffen aber auch allem anderen. Also: Sogar wenn man solche Waffen hat, könnte die Gegenseite noch mehr davon haben und dann lässt man es eben.

    Saddam vor Gericht Keine Spur von Reue
    Foto-Serie Saddam vor Gericht

    T-Online: Was empfinden Sie, wenn Sie Saddam heute als Gefangenen vor Gericht sehen?

    Dschafar: Ich denke, wenn er Verbrechen begangen hat, sollte er darüber Rechenschaft ablegen, wie jeder andere auch. Allerdings sollte das Verfahren fair sein und ich habe meine Zweifel daran, dass das irakische Rechtssystem dazu im Moment die Voraussetzungen bietet. Allein in den vergangenen zehn Tagen wurden zwei seiner Anwälte ermordet und einer verletzt. Natürlich hat er als Präsident auch niemandem ein faires Verfahren zugestanden, aber trotzdem…

    T-Online: Sie sagen: "Wenn er Verbrechen begangen hat" - zweifeln Sie daran?

    Dschafar: Man muss es eben vor Gericht beweisen. Aber das ist nicht so einfach. Alle reden beispielsweise von dem Giftgasangriff auf die Kurden in Halabdscha. Ich kenne die Details nicht, aber ich habe einen Bericht von Stephen Pelletier gelesen. Er war als CIA-Mann mit dem Irak betraut und später Lehrer auf dem War-College der US-Armee. In einem Artikel für die "New York Times" schrieb er, dass es gar nicht die Iraker waren. Die Opfer dort – so steht es in seinem Artikel - seien durch ein Gift auf Zyanid-Basis getötet worden, das der Irak gar nicht hatte, wohl aber der Iran. Die Kurden dort – sie standen unter der Führung von Dschalal Talabani – kämpften aber auf der Seite des Iran gegen Saddam. Pelletiers Schlussfolgerung lautet, die Iraner hätten Iraker beschossen und der Wind habe das Gas einfach in die falsche Richtung getrieben.

    T-Online: Nach allgemeiner Auffassung war es aber Ali Hassan al-Madschid alias "Chemie-Ali", der den Angriff auf die Kurden geleitet hat, um sie für ihre Zusammenarbeit mit dem Iran zu bestrafen.

    Dschafar: Also jedenfalls offenbar nicht in Halabdscha. Man muss sich die Beweise wohl ganz genau ansehen. Pelletier steht jedenfalls kaum im Verdacht, Saddam verteidigen zu wollen. Etwas anderes ist es mit der Geschichte des Dorfes Dujail nördlich von Bagdad. Dort gab es einen Attentatsversuch auf Saddam. Aber seine Reaktion darauf – er ließ unzählige Dorfbewohner töten - war einfach zu brutal.

    T-Online: Tut Saddam Ihnen leid?

    Dschafar: Irgendwie vielleicht schon. Er sollte sich rechtfertigen, wenn er Verbrechen begangen hat. Aber den Präsidenten seines Landes vor Gericht zu sehen, ist nicht leicht.

    Das Interview führte Christian Kreutzer



    Quelle: http://onnachrichten.t-online.de/c/60/89/53/6089530.html

    Das Embargo, der Krieg alles unnötig. Die Bushisten wollten diesen dreckigen Angriffskrieg, es ging ihnen niemals um die Massenvernichtungswaffen. Hier hatte sich einmal mehr der Wolf als Friedenshüter verkleidet.

    Die Besatzer müssen raus aus dem Irak, sie haben dort nichts verloren!

  • Thema von Schreiberling im Forum Rund um Literatur

    Gruselgeschichten für den 18. LEseSTOFF gesucht

    Lasst uns mit euren Stories die Nackenhaare zu Berge stehen und jagt und eiskalte Schauer den Rücken hinunter. Wir wollen beim Lesen mit den Zähnen klappern und nachts nicht mehr schlafen können.

    Eure Geschichte darf 1500 Worte nicht überschreiten und muss unveröffentlicht sein. Sendet sie als Word- oder rtf-Datei incl. Kurzvita und Adresse über dem Text bis zum 30. April 2006 an lesestoffleipzig@aol.com . Ansprechpartnerin Heike Wolff.
    Alle veröffentlichte Autoren erhalten ein kostenloses Belegexemplar und können weitere Hefte unter Berücksichtigung eines 20 %igen Autorenrabattes beziehen.

  • Was in den letzten Tagen in den Medien zu Tage gefördert wird, ist immer umfassender, nimmt immer größere Ausmaße an. Offenbar benutzt die CIA die Bundesrepublik als Vasallenstaat. Dieser ausländische Geheimdienst, der für zahlreiche Verbrechen verantwortlich gemacht wird, bewegt sich in unserem Lande so, als wären nicht wir, sondern er der Hausherr hier.

    Das Deutsche Politiker womöglich gemeinsame Sache machten, oder zumindest zu Verbrechen dieser Terrororganisation schwiegen, das macht es in meinen Augen noch schlimmer.

    Da wird irgendwo auf der Welt ein Mensch durch den Geheimdienst entführt, in ein anderes Land verfrachtet, dort ausgiebig gefoltert um dann Monate später in einem dritten Land wieder ausgesetzt zu werden, und die deutsche Politik weiß davon und unternimmt nichts, dieses Verbrechen zu unterbinden.

    Nie zuvor habe ich so deutlich empfunden, wer hier in unserem Land wirklich den Ton angibt. Wenn wir uns irgendwann emanzipizieren wollen, dann kann das nur heißen: Raus aus der NATO, Überprüfung der Abgeordneten nicht nur auf Stasitätigkeit, sondern auch auf Tätigkeit für fremde Geheimdienste und eine deutliche Distanz zu Kriegsverbrechern. Selbstverständlich sollte der Bund Geheimdienstaktivitäten fremder Geheimdienste auf deutschem Boden sowieso unterbinden.

    Was denkt ihr darüber? Flüge der CIA, ohne Kontrolle des Staates? Keine Polizeigewalt über Militärkasernen der USA auf deutschem Boden, ist das richtig?

    Viele Grüße vom Schreiberling

  • Auch wenn sie ihre Gefangenen meistens außerhalb des US-Staatsgebietes verbringen und dort foltern lassen, mittlerweile ist klar, dass mit der Regierung Bush eine Junta an die Macht gekommen ist, die Folter als legitimes Mittel in ihrem "Kampf gegen den Terrorismus" ansieht. Das sie sich damit meilenweit vom Rechtsstaat entfernen, kümmert diese Verbrecher nicht. Anwälte von US-Folteropfern schätzen, das allein der CIA in den letzten Jahren über 14.000 Menschen verschleppen, foltern und verhören ließ.

    Trotz internationaler Proteste, trotz Widerstandes im Kongreß halten die Bushisten an der Folter fest. Teilweise versuchen sie es mit Taschenspielertricks wie der "Umdefinierung" von Folter, oder sie benutzen zwielichte Typen in anderen Folterstaaten. Was braucht es noch für einen Beweis, das die Bushjunta foltern läßt, wo ihr Präsident gar mit dem Veto droht, sollte sein Kongreß ein AntiFoltergesetz verabschieden.

    Der Bushismus ist wie eine Seuche, der unser aller Leben zu vergiften droht.

    Dabei ist Folter eh sinnlos, wie man in folgendem Beispiel sieht:

    Zitat
    Zeugenaussage zu Irak und Al-Kaida erfolgte unter Zwang
    Häftling zog Aussage später als Lüge zurück


    Washington - Ein ranghohes Al-Kaida-Mitglied, dessen Aussage von den USA zur Rechtfertigung des Irak-Kriegs herangezogen wurde, hat seine Aussagen nach eigenen Angaben unter Zwang gemacht und später zurückgezogen. Ibn al-Sheikh al-Libi (Liby) habe angegeben, bei seinen Vernehmungen in Ägypten über eine Verbindung zwischen dem Irak und der Terrororganisation Al-Kaida von Osama Bin Laden gelogen zu haben, um weiteren Misshandlungen zu entgehen, berichtete die "New York Times" (NYT) am Freitag unter Berufung auf heutige und frühere US-Beamte.

    Der Fall sei der erste öffentliche Hinweis darauf, dass fehlerhafte Geheimdienstinformationen über den Irak auch eine Folge der US-Praxis sein könnten, Verdächtige ins Ausland zu schicken, um die US-Vorschriften über den Umgang mit Gefangenen umgehen zu können, schrieb das Blatt. Der gebürtige Libyer wurde Ende 2001 in Pakistan gefasst. Zunächst wurde er in Afghanistan gefangen gehalten, Anfang 2002 sei er in ein Gefängnis nach Ägypten verlegt worden, berichtete die "New York Times". Erst dort habe er plötzlich konkrete Angaben zu angeblichen Verbindungen zwischen dem Irak und Al-Kaida gemacht. Nachdem Libi wieder in US-Haft zurückgekehrt sei, habe er seine Aussage im Jänner 2004 zurückgezogen.

    Bereits vor einem Monat war bekannt geworden, dass die US-Regierung trotz Warnungen des Militärgeheimdienstes bei ihrer Rechtfertigung des Irak-Kriegs auf Libis Aussagen gesetzt hatte. Im November frei gegebene Regierungsdokumente belegen, dass der Geheimdienst Libis Hinweise zu einer Verbindung zwischen Al-Kaida und dem Irak bereits im Februar 2002 als "vorsätzlich irreführend" bewertet hatte. Dennoch war US-Präsident George W. Bush acht Monate später mit den Anschuldigungen an die Öffentlichkeit getreten, Al-Kaida-Kämpfer seien im Irak in der Herstellung von Giften und Gasen ausgebildet worden. Die fragwürdigen Informationen fanden auch Eingang in die Rede des damaligen US-Außenministers Colin Powell vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York. (APA)


    Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2270057

    Apropos Al Kaida. Seit Jahren sitzen nun sogenannte hochrangige Al Kaida Mitglieder in Haft, doch es gab noch nicht einen einzigen ordentlichen Prozeß gegen nur einen von Ihnen. Fragt ihr euch auch , warum das so ist? Ist das Monster Al Kaida womöglich auf dem Mist kriegsunterstützender Geheimdienste "erschaffen" worden?

    Nein zur Folter!

  • Thema von Schreiberling im Forum speakers Corner

    allen LeserInnen und SchreiberInnen einen guten Rutsch in ein hoffentlich friedvolleres, erfolgreiches, fröhliches, gesundes Jahr 2006. Auf das Eure Wünsche in Erfüllung gehen.

    Machts gut - bis zum nächsten Jahr.

    Viele Grüße vom
    Schreiberling

  • Die Entführung der Susanne Osthoff im Irak kam im richtigen Moment, um die Schlagzeilen über die Verschleppungs- und Folterpraxis der CIA-Terroristen in Europa von den Titelseiten zu holen. Rechtzeitig, um die Reise unseres neuen Außenministers von einem lästigen Thema zu befreien, nämlich der unangenehmen Fragen, wer eigentlich der Herr im Hause Bundesrepublik ist, und wann die US-Regierung endlich gedenkt, zu Recht und Gesetz zurück zu kehren. Stattdessen gab es ein Kaffeekränzchen, und die US-Außenministerin bot nett ihre Hilfe bei den Verhandlungen mit den Entführern und der Befreiung von der deutschen Archäologin an.

    Nach 25 Tagen schlimmer Geiselhaft kam Susanne Osthoff wieder frei, doch ihr Leiden sollte noch nicht zu Ende sein. Erst mit dem STERN-Interview wird nun sichtbar, wie diese Frau danach in die Fänge des Bundesnachrichtendienstes geriet und tagelang 12 Stunden lang verhört wurde. Unbekannte spielten den Medien gezielt Lügen zu. So wurde berichtet, Frau Osthoff gäbe keine Interviews. Dabei wollte die Frau sich sofort nach ihrer Ankunft in der deutschen Botschaft in Bagdad den anwesenden Reportern stellen, um sich zu bedanken. Der Botschafter höchstpersönlich hielt die ahnungslose Frau davon ab.

    Irgendwer lancierte in die Medien, dass Frau Osthoff sofort in den Irak zurück kehren wolle - etwas, was sie nie gesagt hatte.

    Dann wurde sie in einem entwürdigenden "Interview" des ZDF den Deutschen "vorgeführt". Der Zuschauer bekam eine völlig verhüllte Frau zu sehen, die nicht einen Satz logisch formulieren konnte. Die Schlagzeilen danach machten aus der studierten Archäologin eine geistig Verwirrte. Es gab schlimmsten journalistischen Dreck über sie zu lesen! Hintergrund war, das man sie aus Katar in das Studio von Al Jazeera holte. Während der Fahrt verhüllte man die Frau zu ihrem Schutz. Im Sender angekommen, wurde sie sofort vor die Kamera gezerrt. Es blieb keine Zeit für die sonst übliche Maske. Der Schleier hatte durch den Schweiß dunkle Flecken auf das Gesicht von Susanne Osthoff übertragen, man beschloss also die Gesichtsbedeckung anzubehalten. Ausgerechnet vor dem Interview wurden ihr falsche Medikamente verabreicht, die sie nicht nur geistig verwirrten, sondern auch zu Krämpfen führten. Was für ein Zufall aber auch! Und ausgerechnet das öffentlich rechtliche Fernsehen brachte aus Sensationsgier dieses Interview, welches eine hilflose Person entwürdigend zur Schau stellte! Das war finster, finsterste Journaillie, das müsste eigentlich bestraft werden!

    Immer wieder kursierte die Mär, sie wolle von ihrer Familie, ja nicht einmal von ihrer Tochter etwas wissen. Dabei müssen doch die Betreuer genau gewusst haben, wie oft Frau Osthoff versuchte, ihre Tochter zu erreichen.

    Im STERN-Interview erzählt Frau Osthoff auch interessante Details ihrer Entführung. So fuhr man mit ihr im Kofferaum durch mehrere Checkpoints ohne zu Halten. Dieses Verhalten führte bei der befreiten Journalistin Sgrena zu einem Feuerüberfall der Kontrollposten, was wohl noch immer üblich ist. Bei Frau Osthoffs Entführern passierte gar nichts. Offenbar hatten die beste Beziehungen zu den GIs, und der irakischen Polizei. Die fuhr auch just in dem Moment vorbei, als man sie aus ihrem Auto in das Auto der Entführer zerrte. Die "Polizei" griff nicht ein.

    Was war da los? Wer entführte Frau Osthoff wirklich? Zarkawi - dieses Phantom, meiner Meinung nach eine Geheimdiensterfindung? Das machte man ihr Glauben, war es aber wirklich so?

    Oder brauchte man etwas, um diese hässlichen Schlagzeilen über die US-Willkür in Europa von den Titelseiten zu bekommen? War es kein Zufall, das zeitliche Zusammentreffen der Ereignisse?

    Wir werden es vermutlich nicht erfahren. Und der investigative Journalismus wird sich wahrscheinlich nicht die Frage stellen, wer für die zahlreichen Lügen über diese Frau verantwortlich ist, wer streute die Nachrichten, dass Frau Osthoff von Deutschland nix mehr wissen will usw.? Würde man die Fragen stellen, stieße man eventuell in ein Wespennest, in einen Dreckhaufen voller Leute, denen der Zweck alle Mittel heiligt.

    Frau Osthoff hat mein Mitgefühl, ihr wurde böse mitgespielt, nicht nur von den Entführern. Unsere Behörden sollten sich was schämen! In ihrem Eifer, Terroristen zu jagen, haben sie ein Opfer erneut verletzt. Und niemand kontrolliert diese Büttel!

  • Ich unterstütze folgende Initiative aus vollem Herzen. Wer immer ebenso denkt, sollte helfen, das diese Nachricht viele Menschen erreicht, die sich mit ihrer Unterschrift beteiligen.

    Man mag denken, was soll so eine Unterschrift bewegen. Sicher, wenn es ein paar Tausend sind, wird nix passieren. Es müssen Millionen Unterschriften werden! Nicht nur zu Hause über diesen verbrecherischen Krieg gegen den Irak meckern, sondern was tun! Hier ist Gelegenheit:

    Zitat
    "Code Pink" gegen den Irak Krieg

    Die US-Frauenorganisation "Code Pink - Frauen für den Frieden" hat gemeinsam mit 200 prominenten Frauen eine Unterschriftenaktion gegen den US-Krieg im Irak ins Leben gerufen. UnterstützerInnen können ihre Unterschrift auf der Homepage Women say no to war abgeben.

    Ab Anfang Jänner bis zum 8. März, dem Internationaler Frauentag, werden Unterschriften von Frauen aus der ganzen Welt gesammelt. Am 8. März soll der "Women's Call for Peace" dann mit mehr als 100.000 Unterschriften an die U.S. Botschaften in der ganzen Welt übergeben werden, mit der klaren Forderung, eine politische Lösung im Irak zu finden.

    Im folgenden der "Friedensplan" von "Women say no to war":

    Frauen sagen Nein zum Krieg!
    Women's Call for Peace: Ein dringender Aufruf

    Wir, die Frauen der Vereinigten Staaten, des Irak und Frauen weltweit haben den sinnlosen Krieg im Irak und die grausamen Angriffe auf Zivilisten rund um die Welt satt. Wir haben zu viele unserer Lieben begraben. Wir haben zu viele Leben gesehen, die durch körperliche und geistige Wunden für immer verkrüppelt wurden. Wir haben voller Entsetzen zugesehen, wie unsere kostbaren Ressourcen in den Krieg gepumpt werden, während die Grundbedürfnisse unserer Familien nach Nahrung, Obdach, Erziehung, ärztlicher Versorgung unerfüllt bleiben. Wir haben es satt, in ständiger Furcht vor Gewalt zu leben und zu sehen, wie das wachsende Krebsgeschwür des Hasses und der Intoleranz sich in unsere Heime und Gemeinden frißt.

    Dies ist nicht die Welt, die wir uns und unseren Kindern wünschen. Mit Feuer in unseren Bäuchen und Liebe in unseren Herzen erheben wir Frauen uns -- über Grenzen hinweg - um uns zu vereinen und ein Ende des Blutvergießens und der Zerstörung zu verlangen.

    Wir haben gesehen, wie die fremde Besetzung des Irak eine bewaffnete Bewegung gegen sie anheizte und einen endlosen Kreislauf von Gewalt vorantreibt. Wir sind überzeugt, dass es an der Zeit ist, von einem militärischen Modell zu einem Konfliktlösungsmodell zu wechseln, das die folgenden Elemente umfaßt:

    # Den Rückzug aller ausländischen Truppen und ausländischen Kämpfer aus dem Irak;
    # Verhandlungen zur Wiedereingliederung allen entrechteten Irakis in alle Aspekte der irakischen Gesellschaft;
    # Die volle Vertretung von Frauen im Friedensprozeß und eine Zusicherung der vollen Gleichstellung von Frauen im Nachkriegsirak;
    # Eine Zusicherung, alle Pläne für ausländischen Stützpunkte im Irak fallenzulassen;
    # Irakische Kontrolle über sein Öl und andere Ressourcen;
    # Die Aufhebung von unter Besetzung aufgezwungenen Privatisierungs- und Deregulierungsgesetzen, die es Irakis ermöglicht, selbst die Entwicklung der Nachkriegswirtschaft zu gestalten;
    # Eine massive Wiederaufbauleistung, die irakischen Unternehmen den Vorrang erteilt und sich auf finanzielle Ressourcen jener Länder stützt, die für die Invasion und Besetzung des Irak verantwortlich sind;
    # Erwägung einer befristeten internationalen Friedenstruppe, die wahrhaft multinational ist und keine Soldaten aus Ländern umfaßt, die an der Besetzung teilgenommen haben.

    Um diesen Friedensprozeß voranzutreiben, schaffen wir eine massive Frauenbewegung quer durch Generationen, Rassen, Ethnien, Religionen,Grenzen und politische Überzeugungen. Gemeinsam werden wir unsere Regierungen, die Vereinten Nationen, die Arabische Liga, Friedensnobelpreisträger, religiöse Führer und andere in der internationalen Gemeinschaft unter Druck setzen, sich zu Wort zu melden, um die Aushandlung einer politischen Regelung zu unterstützen. Und in dieser Ära Zwietracht säender Fundamentalismen appellieren wir an Weltführer, sich uns anzuschließen, um die fundamentalen Werte der Liebe zur Familie der Menschen und zu unserem unersetzbaren Planeten zu verbreiten.

    (PLEASE NOTE: Men in solidarity with 'WOMEN SAY NO TO WAR' are invited to join us! ) (red)



    Quelle: http://diestandard.at/?url=/?id=2303840

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