Ich glaube, dass sich solche Threads immer erst aufschaukeln, wenn der kritisierte Autor unwirsch reagiert und sein Werk (betriebs)blind verteidigt.
Schlußendlich ging es hier ja auch schon nicht mehr um gegos Text sondern um seine Art zu reagieren.
Ein Autor wächst ab dem ersten geschrieben Wort, wenn er wachsen will und alles daran setzt. Niemand ist schon ein Autor, nur weil er einen Text in Länge XX geschrieben hat, genausowenig wie man Installateur ist, weil man einmal einen tropfenden Wasserhahn gerichtet hat.
In einem anderen Forum (Oder auf einer Autorenseite) wurde einmal gepostet, dass es ein Irrglaube sei, dass es so etwas wie den sofortigen Durchbruch mit dem ersten Manuskript gibt. In dem besagten Posting wurde darauf eingegangen, dass hinter den so wahrgenommenen Blitzerfolgen tausende unveröffentlichte Seiten stehen, Jahre des Schreibens, in denen der Autor seinen Können ausbaute, festigte und perfektionierte.
gego: Lass Dich nicht entmutigen, nur weil Dein erstes Buch nicht "gut" ist oder als nicht "gut" wahrgenommen wird. Schreiben, das macht man aus Liebe zur Geschichte und nicht, um als Autor zu gelten oder gedruckt zu werden.
Du hast noch viele unbeschrieben Seiten vor Dir. Freu Dich! Mir gehts jedenfalls so: Jede unbeschriebene Seite ist eine Seite, die ich füllen kann :-)
In einer kleinen Stadt irgendwo in Amerika . Nennen wir sie „Housten „ . Die Stadt hatte eine Hauptstraße durch die Interstate 32 führte . Housten selber hatte nichts vorzuweisen . Okay ein paar kleine Geschäfte ,eine Bar, einen Supermarkt und ein Polizeistadion . Captain Hank Major war der Chef der Polizei . Mit ihm zusammen waren noch 2 Polizisten beschäftigt , die täglich Streife fuhren . Außerdem bekamen sie regelmäßig Praktikanten die mal die bleihaltige Polizeiluft schnuppern wollen , bevor sie sich ihrer Zukunft sicher sind was sie mal werden möchten . Der Captain hatte extra einen Raum eingerichtet wo sich 2 Praktikanten einen Schreibtische teilen konnten . Natürlich bekamen sie nur leichte Aufträge ….. wie etwa die Katze von der alten Witwe Miller zu retten … oder entlaufene Tiere einzufangen . Sie durften auch mit auf Streife . Also wirklich ein interesanntes Praktikum wenn man Polizist werden möchte . ...
Original von Deiner Seite. Was um Himmels Willen soll das sein? Schon mal was gehört von Interpunktion, Syntax, Grammatik? Sprachgefühl? Da ist nicht nur einiges im Nebel, der Text ist, so wie er da steht, eine Zumutung.
Und wie so oft beweist sich die Theorie, dass die am wenigsten begabten Autoren das großspurigste Auftreten haben.
Ich halte Erichs Kritik für durchaus angemessen. Eine Website ist ja nichts, was man ad hoc auf Termindruck hin ins Web stellen muß - nicht, wenn man die Site als persönliche Website nutzen möchte, um sich und seine Texte vorzustellen. Man kann daran feilen, basteln, herumdoktern - vor allem kann man sie offline lassen, bis man hundertprozentig sicher ist, damit keinen Bock zu schießen.
Gut, auf Autorenseiten übernimmt der/die Autor/in nur Verantwortung für sich selbst und ich bin davon überzeugt, dass Peter T. oder Erich S. sehr lange gefeilt haben, bevor sie ihre Website tatsächlich online verfügbar gemacht haben.
Dieses halb angezogene Hinauspreschen in die große weite Welt kann manchmal klappen, sehr oft geht es allerdings nach hinten los, wie man hier sehen kann.
An die junge Autorin: Natürlich sollst Du Dich nicht entmutigen lassen. Du wirst, egal wie gut Du schreibst und erschaffst, auch immer harsche und böse Kritik ernten. Lass Dich dadurch nicht ins Boxhorn jagen - nimm aus der Kritik mit, was Du brauchen kannst.
Wenn Du das Wort "hier" in der vorletzten Zeile der letzten Strophe streichst, gehört das Gedicht in ein Buch. Selten soetwas Gutes gelesen - und selten diese Ausgewogenheit zwischen Inhalt und Form gesehen.
ZitatGepostet von Miss Rainstar [b][quote] [quote]aber warum werden gerade solche texte "gern" geklaut? ich glaube nicht, dass die faker das in dem bewusstsein machen, dass es aufgrund des einheitsbreies nicht auffällt. mit dem faken solcher texte machen sie sich doch gleich zweimal dumm. 1. weil sie überhaupt klauen und 2. weil sie mit dem ausguchten text auch noch sehr seichten geschmack beweisen.
Ganz einfach: Weil die, die es notwendig haben zu stehlen, einfach noch gar nicht das Wissen und die Kenntnis haben, was wirklich gut ist. Die lesen zwei mal Herz/Schmerz, brechen in Tränen aus und geben flugs das unbedarfte Textchen in einem anderen Forum als ihr Kunstwerk aus, ganz in der Erwartung, als neue Superstars der deutschen Lyrik gefeiert zu werden.
Shakespear, meine Liebe, hat es doch schon gesagt: Dem Guten scheint das Schlechte schlecht, denn Schmutz liebt sich selber nur.
Peter T hat es am eigenen Leib erfahren, was ich als nächstes sagen möchte: Qualität setzt sich durch. Es dauert mal länger mal kürzer, aber es ist so: Qualität setzt sich durch. Die Gedichtediebe bleiben ebenso auf der Strecke wie die Banaldichter- und Autoren, die mit Zähnen und Klauen das bißchen Geschreibsel verteidigen, zu dem sie in der Lage sind.
Womit der Zirkelschluss schon fast wieder geschafft ist: Hat man wie Peter T. oder andere veröffentlichte, bzw. etablierte Autoren Kontakt zu Verlegern und Lektoren, braucht man sich auch um solchen Schnickschnack wie Urheberrechte im Web nur noch wenig Kopf machen. Die Leute in der Verlagsbranche sind ja nicht dumm. Die wollen doch nicht, dass eine Quelle versiegt, aus der Qualität sprudelt, nur weil man da mal ein Mansukript für einen leider derzeit ideenlosen Superautor abgestaubt hat.
@ Rainstar: Was die Page betrifft: Grad auf der kannst Du Dich am besten präsentieren. Ich mach das bei mir so, dass ich ein Weblog führe und auf dem Weblog immer wieder Kurzgeschichten und/oder Gedichte präsentiere. Das ganze geht über Inframe auf meine Website, ist im Style angepasst und ist gut.
Schätzing hatte einen Erfolg mit seinem Roman: Der Schwarm. Ein ziemlich episches Ding. ich habs noch nicht gelesen und noch nicht mal in meiner Pipeline.
Ich kenne das Forum, über das Du schreibst und ich möchte noch etwas anmerken: Der beste Schutz vor "Fakern" und Textdieben ist, einen eigenen Stil zu haben. Die gestohlenen und in diesem Gedichforum präsentierten Texte sind alle merkwürdig charakterlos, langweilig, beliebig und austauschbar. Schablonen allesamt, minderwertige SMS Textchen; entsprechend dem lyrischen Verständnis von dunkel geschminkten Teenagern.
Ich hab dort noch nie einen Faker angetroffen, der Ginsberg, Burroughs, Proust, Fried oder was weiß ich was gefaked hätte.
Den Text zu schützen - eine gute Möglichkeit ist es natürlich, entweder gar nicht in öffentlichen Foren zu posten sondern nur in geschlossenen Schreibgemeinschaften, oder aber in den größten und bekanntesten Foren. Da ist schon mit Datum der Eingabe das Urheberrecht relativ sicher. Ich bin am überlegen, ob ich nicht aus allen möglichen Foren meine Texte rausnehmen soll. Am Anfang hat es Spaß gemacht, auf diese Art und Weise meine Texte ins Netz zu blasen. Inzwischen habe ich genug Lektoren und Verleger kennengelernt, die mir professionell helfen können und wollen. Ich könnte mir das Hickhack ersparen, dass anonyme User gerne verursachen, die völlig sinnbefreiten Diskussionen, bei denen es nur noch ums parlieren geht. ich frage mich eh, warum ich mir das überhaupt noch zumute.
Ist schon klar: Am Anfang ist man einfach heiß darauf, Reaktionen zu bekommen, Streicheleinheiten oder aber konstruktive Kritik. Aber das lässt dann doch merklich nach, wenn sich andere Publikationswege erschlossen haben.
Vielen Dank für Eure ermutigenden Kommentare. Ich hab mich mit der Geschichte schon ein wenig aus dem Fenster gelehnt, weil ich mich mit Problemen auseinandersetzen wollte, die ein Mann eher selten vor sich hat, beziehungsweise, denen er sich stellen müsste. Das Thema der ungewollten Schwangerschaft, und ob sich in dieser Situation genug Liebe entwickeln kann, um ein Kind zu gebären und groß zu ziehen, stet für mich im Mittelpunkt der Geschichte. Der "It´s magic" Effekt ist da fast nur noch Beiwerk. Obwohl die Geschichte ohne diesen Traumeffekt nur halb so griffig wäre.
Es gibt jede Menge kluger Sätze, die das Schreiben, das richtige Schreiben erklären und begreifbar machen sollen.
Mark Twain sagte beispielsweise: "Gut zu schreiben ist ganz einfach. Man braucht nur die falschen Wörter wegzulassen."
Ich habe sehr oft solche Textschnippsel gelesen - vor allem auf gedichte.com - und dann, in der Folge eben auch die Kommentare zum Text und die Kommentare des Autoren. Sehr oft versucht ein Autor, durch bedeutungsschwangere Wörter und Satzfragmente Inhalt da vorzutäuschen, wo definitiv keiner ist. Es ist ja auch verführerisch einfach: Man wirft den Lesern einen kalten Happen zu. Dann lässt man sie interpretieren. Und wer da nicht mitspielt, meint, dass es da nichts zu interpretieren gäbe, setzt sich der Gefahr aus, als Ignorant bezeichnet zu werden. Oder schlichtweg: "Du hast eben mein Gedicht nicht verstanden."
Den Vorwurf möchte ich hier nicht machen -schon deshalb, weil der Autor schreibt, der Text wäre ein Experiment. Das gefällt mir ganz gut. Spielen mit der Sprache ist das Beste, was man tun kann, wenn man sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzen möchte.
e.e.cummings war einer, der dieses Spiel virtuos beherrschte und der amerikanischen Literaturschikeria einen herzinfarkt nach dem anderen bescherte - nicht zuletzt, weil sein Werk von namhaften Vertretern der Literaturszene sehr ernst genommen wurde.
Das Spiel mit der Form, in die man seine Texte bringt, ist ebenfalls eine gute Übung. Man lernt, Begriffen und den damit transportierten Bildern Bedeutung beizumessen. Und, diese Bedeutung zu vermitteln.
Und so gesehen schließe ich mich den Kommentatoren an: Weiterschreiben, spielen, experimentieren. Aber auch zu erkennen geben, dass es ein Spiel ist; ein Experiment. Bei publizierten Texten gehe ich nämlich immer davon aus, dass sie in sich abgeschlossene Werke sind. Wahrhaftig. Nur sich selbst, und nie dem Autoren verpflichtet.
Ziemlich fragmentiert und bedeutungsschwanger, das alles, nicht? Ein Gedicht kann ich hinter den zerbröselten Zeilen noch nicht entdecken - eher auseinandergerissene Sätze, die auch durch mannigfaltigen Zeilenwechsel nicht an Sinn gewinnen.
Es gibt definitiv keine Grenzen, solange es mit Worten fassbar ist. Da ist auch die Frage nach der moralischen Verantwortung des Autoren nichts als Augenauswischerei - oder die Frage nach der moralischen, soziopolitischen Bedeutung des Buches. Wilde umriß das so: Es gibt keine unmoralischen oder moralischen Bücher. Es gibt gut geschriebene und schlecht geschriebene Bücher. Natürlich liegt der Drang eines aufgebrachten Lesers nahe, ein Buch, in dem Sachen stehen, die er lieber nicht gelesen hätte, als schlecht geschrieben zu qualifizieren. In manchen Fällen ist Gewalt und/oder expliziter Sex ein Beförderungsmittel - etwas, dass man einem Patienten als Kontrastmittel spritzt, um auf gewisse Eigenheiten zu verweisen.
Es darf schlicht und einfach keine Grenze geben. Die einzige, zumutbare Grenze ist das Unvermögen eines Autoren, Szenen zu beschreiben. Gerade bei Autoren, die ihre ersten Gehversuche machen, haben Gewalt- und Sexszenen etwas rührend lächerliches.
Und natürlich kommt es immer drauf an, welche Geschichte man erzählt. Wenn man jetzt eine geschichte von zwei Männern in Sibirien erzählt, die sich beim Eisfischen am Ufer des Baikalsees treffen und die sich über das harte Leben unterhalten, ja bitte, was soll denn da eine Sex- oder Gewaltszene?
Ich bin davon überzeugt, dass jede Geschichte ihre eigene Sprache verlangt, ihre eigenen Bilder. Die Moral findet sich meistens in der neutralen Darstellung. Ich würde es als Betrug am Leser finden, wenn ein Autor schreibt: "... und dann hatten Sue und Carl ekelerregenden, schweinischen Sex und sie suhlten sich in ihren kranken Wünschen wie Schweine."
Ebenso als Beschiß hoch vier würde ich es werten, wenn da jemand eine sozialkritische Geschichte über junge Soldaten im Iraq verfasst und bei Verwundungen ausblendet. Wenn man eine Geschichte über die Schrecken des Krieges berichtet, dann bitte auch über abgerissene Beine und aufgerissene Bäuche, in die feindliche Soldaten spucken und pissen. Was dreckig ist, muß unmißverständlich und aufrichtig als dreckig gezeigt werden. Und je klarer der Blick des Autoren, je klarer da seine Sprache, desto mehr Vertrauen kann ich in ihn haben.
@Rene: Dort gehen die Schilderungen nach Meinung vieler Menschen weit über alle zumutbaren Grenzen hinaus.
Das ist auch so eine sache: Wieviele Menschen haben das Buch gelesen? Und wieviele davon echauffieren sich über die expliziten Szenen? Und welche Leute sind das? Vertreter jener Elternvereine in den USA, die sich sogar über Aladdin, den zeichentrickfilm aufregten, weil die Gestaltung Aladdins zu erotisch war? Die bei Pocahontas eine gezeichnete Wolke fanden, die wie ein erigierter Penis aussah? Das Geschnatter der selbstgerechten, moralisierenden Puschel würde ich nur mit sehr viel Vorsicht in meine persönliche Wertung einfließen lassen. Denn ebenjene Moralisten, die sich über solcherlei aufregen, finden nichts dabei, ihren Sohn in einen krieg zu schicken, aus dem er möglicherweise ohne Beine zurückkommt.
Weil sie die Begierden und Befürchtungen der Leser am deutlichsten zum Ausdruck bringen?
Wieso hat die BILD die meisten Leser? Doch wohl nicht wegen der hervorragend recherchierten journalistischen Glanzleistungen?
Außerdem glaube ich nicht, dass Bücher, die man auf Sex und Gewalt reduzieren kann, die meisten Leser haben. Sondern Bücher, in denen Sex und Gewalt in einem soziopolitischen Kontext eingebunden sind und auf einer Welle subtextueller Hochleistungsprosa getragen werden.
Der Versuch, Fragen in Poesie zu verpacken, geht meistens schief, weil dem ganzen dann etwas quengeliges anhaftet. Und mehr scheint Dein Text auf den ersten Blick auch nicht zu sein: eine kleinmädchenhafte Quengelei, warum alles "so" ist und nicht "anders". Natürlich eignet sich das - wie alles andere - um Poesie zu verfassen. Nur finde ich hier keine Poesie, kein Sprachspiel, keine Virtuosität, keine Metaphorik - von Gehhilfen wie Metrik und Reim fange ich erst gar nicht an.
Mir fällt es ein bißchen schwer, den Text als Gedicht zu sehen. Dazu fehlt es ihm einfach an Struktur, verdichteten Bildern, Metaphorik und Sprachkunst.
Deine Gefühle in Ehren; ich weiß, es geht jungen und angehenden Dichtern immer ums Gefühl - aber frag Dich doch mal, ob Deine Gefühle wirklich so banal und einfach sind, wie der text, mit dem Du sie zu erfassen versuchst.
Du könntest beispielsweise versuchen, Deinen Text interessanter zu gestalten, indem Du nicht schreibst, was Du fühlst, sondern indem Du schreibst, was diese Gefühle ausgelöst hat. Spiel ein bißchen kreativer mit der Sprache, lass Dich auf Klang und Wirkung ein. So aber ist der Text nicht mehr als ein bliebiger Tagebuchauszug mit willkürlichem Zeilenwechsel.
Recht gute Erklärungsansätze finden sich auch auf www.gedichte.com, im Sprechzimmer.
Ich halte es grundsätzlich nicht für schlecht, Metrik zu erlernen, möchte aber doch auch deutlich darauf hinweisen, dass Metrik sein kann, nicht muss. Es gibt mehr als genug Gedichte, die auch ohne der klassischen Metriklehre auskommen und funktionieren, indem sie einfach Bilder so atemberaubend beschreiben und verdichten, dass es zu Dichtung im wahrsten Sinne des Wortes wird.
Die Beat Generation predigte beispielsweise, dass die verslänge durch den "seelischen" Atem des Autoren bestimmt wird. Dadurch wird Metrik sehr frei ausgelegt und zwingt weder den Autor noch den Leser in ein festes Schema.
Ein recht einfacher Ansatz, metrisch zu schreiben wäre der Trommelrythmus, wie ihn schon der geniale Mister Keating in: "Der Club der toten Dichter" vormachte: ta-tata-ta-tata-tatatata ta-ta-ta-ta-ta-ta-tatatata
sind nur einige Möglichkeiten. Was du tun mußt ist in erster Linie, Wort- und Silbenzahl diesem Schema unterzuordnen.
Wo sind bloß die Zeiten hin, als Autoren für ihre Publikationen in Zeitschriften und Anthologien bezahlt wurden? Oder gibt es denn schon so viele Veröffentlichungswütige, die sich absolut unter ihrem Wert verkaufen - nämlich gar nicht - und die verlagshäuser dazu verleiten, sich wie Haie in fischreichen Gewässern zu mästen?
Jeder Firmenbesitzer wäre glücklich, wenn er solche Mitarbeiter hätte: Arbeiten gratis, beklagen sich nicht und sind emsig bei Fuß, wenn man ihnen die Chance auf eine Publikation vor die Füße wirft - fast wie pablow´sche Hunde.
Ich schreibe wirklich gerne. Und ich hab mit Sicherheit schon einiges verschenkt. Aber für ein Freiexemplar setze ich mich nicht hin und saug mir eine Geschichte aus den Fingern. Wie sagt man so schön? Was nichts kostet ist nichts wert? Ich bin generell ein Gegner von Verallgemeinerungen, hier scheint es aber zu treffen.
Ich weiß natürlich, dass es auch sehr ehrenwerte und idealistische Verlagshäuser gibt, die auf diese Art jungen Autoren die Chance geben wollen, ihre Arbeiten einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Ich hab allerdings erst im Internet und durch die Gesuche um Geschichten auf den diversen Schreibforen erfahren, dass es nur noch ehrenwerte und idealistische verlage gibt, die allesamt nur aus Liebe zum geschriebenen Wort und unentgeltlich Magazine und Bücher herstellen. Es scheint überhaupt niemand mehr etwas am geschriebenen Wort zu verdienen. War es das, was wir alle wollten?